22. Juli 2019

E-Mail die Deutsche Umwelthilfe e.v. und dann einmal Querbeet

Sehr geehrte Damen und Herren,

über die Medien habe ich von Ihrer Arbeit erfahren und biete Ihnen hier meine Erkenntnisse aus der Erforschung des gegenwärtig zu beobachtenden Übergangs von positiven zu negativen Geldmarktzinsen an im Hinblick auf die Umweltproblematik und speziell im Hinblick auf die Frage, wie diese Nachhaltigkeitstransformation bezahlbar sein kann.

Ich habe, in der Atmosphärenphysikgruppe am Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg arbeitend, an der Universität Leipzig über Strahlungstransportmodellierung promoviert und arbeite seit 2015 aber in einem anderen, relativ jungen Bereich der Physik: der sozio-ökonomischen Physik. Dort untersuche ich die disjunkten Kausalnexi positiver und negativer Geldmarktzinsen.

Ich habe mit der Zeit bemerkt, welche Bedeutung und Reichweite die Wirkungen des Zinsvorzeichens und Geldpolitik haben und bitte Sie hier in dieser E-Mail um Aufmerksamkeit für dieses wirklich zentrale Thema des zivilisatorischen Prozesses, in dem sowohl die Ursachen als auch die Bewältigungsmöglichkeiten der sozialen und ökologischen Schäden begründet liegen.

Ich habe am Verwaltungsgericht Karlsruhe dafür geklagt, dass festzustellen ist, dass den öffentlich-rechtlichen Medien gemäß ihrem Auftrag eine Mitwirkungspflicht bei der Aufklärung dieser für die Wirtschaft elementaren Zusammenhänge vorgeschrieben wird, damit die Bevölkerung die Situation erkennen, bewerten und mitgestalten kann. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund drängend, dass negative Zinsen zwar die sozialen Probleme lösen, jedoch eben gerade den Konsum und die Gründung von Unternehmen begünstigen. Wenn also die Lösung der sozialen Krise nicht eine Verschärfung der ökologischen Krise bewirken soll, muss man nicht nur Politik und Geldpolitik sorgsam koordinieren, sondern überhaupt grundlegend über alle wesentlichen Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Wirtschaft, Staat und Politik nachdenken!

Die Beschreibung des "ökonomischen Jenseits" steht seit spätestens 1984 in den Büchern der Soziologen: Niklas Luhmann schreibt in 'Soziale Systeme' nicht nur über die Umweltproblematik und die Rolle der Medien dabei sondern speziell auch über die Privatrechtsordnung des Post-Kapitalismus. Die Bedingung der doppelten Kontingenz in der Privatrechtsordnung entspricht nichts anderem als objektiver Vertragsparität. Das Problem ist nur: Die Umwelt verhandelt nicht über Preise, und sie hat erst durch Sie einen Anwalt bekommen.

Die dazugehörigen Schriftsätze finden Sie hier. Ich habe dort die wichtigsten Schriftsätze der Klage aufgeführt. Sie werden einige Zeit brauchen, diese Dinge zu verstehen, wenn es Ihnen dabei so geht wie den meisten Menschen.

Besuchen Sie bitte auch meine Internetseite. In meinem Tagebuch schreibe ich zu aktuellen Themen. Am 23.10.2018 schrieb ich z.B. zur Emergenz der Kreislaufwirtschaft infolge der Negativzins-Ökonomie. Sie ist einfach eine logische Folge der Erhaltung des Wohlstands: „Emergenz der Nachhaltigkeit; Die Wegwerf- und Überflussgesellschaft im Kapitalismus; Von der Wegwerf- und Überflussgesellschaft (zurück) zur Reparatur- und Wiederverwendungsgesellschaft; Vollreservesystem vs. Mindestreservesystem bei negativem Zins; Negative Zinsen in einem Vollreservesystem; Kreiströme als Ersatz der Wertaufbewahrungsfunktion”

Ich freue mich über jede Art von Diskussion und biete Ihnen hier formlos meine Mitarbeit an.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Griess: Zinsen, Schulden und Erbsünde

Dass ich nicht der Einzige bin, der den Sündenfall mit der Entdeckung des Zinsnehmens und die Erbsünde mit dem Kapitalismus identifiziert, beweist dieses Video des Kabarettisten Robert Griess.

Robert Griess zu Zinsen, Schulden und Erbsünde.

Dirk Müller: Negativzinsen auf's Bargeld!

Was der gute Mr. Dax hier unterschlägt ist, dass man unter einer Negativzins-Ökonomie immer noch Zins bekommt, nur eben nicht mehr für das Sparen, sondern für die Aufnahme eines Kredits.

Wie kommen solche Negativzins-Kredite zustande?

Wenn das Bargeld am schnellsten "gammelt", weil es den größten Negativzins trägt, werden sich Geldvermögende auf die Suche nach Kreditnehmern machen, die weniger Zins für ihre Spareinlagen und Guthaben nehmen als die Bank.

So einfach geht das.

Der Negativzins ist also nicht nur eine Vermögensteuer, sondern andererseits auch ein Verwahrentgelt oder eine Aufbewahrungsgebühr, die vom Leihgeber an den Leihnehmer zu zahlen ist.

Mr. Dax spiegelt die Ängste der Reichen.

Was ist die NWO?

Ich denke, dass es den Meisten schwer fällt, diese berühmten Zitate von der anderen Hälfte heute technisch zugänglicher Geldpolitik her anzusehen, denn die Meisten sind mit der architektonischen Grundregel des kapitalistischen Hausbaus, dem Zinsnehmen, einverstanden. Demzufolge darf es eigentlich niemanden verwundern, dass das Zinsnehmen ausgesprochen mächtige Günstlinge produziert, die nichts anderes falsch gemacht haben als zufällig - oder eben weil sie die Spielregeln des Systems begriffen haben - in den Pyramidensystemen oben zu stehen.

In letzter Zeit ist die Diskussion über die Frage, was die NWO, die neue Weltordnung, ist, leicht abgeebt. Dass es etwas mit den Zinsen zu tun hat, muss immer wieder neu gesagt werden. Ich denke, dass mit der NWO das Haus gemeint ist, das bis zum Abschluss des globalisierten kapitalistischen Prozesses entstanden sein wird. An dieser NWO wird mit Zustimmung der meisten Menschen streng weitergearbeitet, denn solange die Menschen den positiven Zins wollen, geht der Hausbau weiter und wird die NWO weiter errichtet.

Was diesen Leuten in dem Video anzulasten ist, ist, dass sie zwar Wahres sagen, doch das Wichtigste weglassen: Es ist seit Langem - vermutlich seit weit über 2.000 Jahren - eine Alternative zum Kapitalismus bekannt und formuliert, nämlich die Geldordnung, die einer Negativzins-Ökonomie kontingent ist. Das Problem ist lediglich, dass sich dafür nur Wenige zu interessieren scheinen, obwohl die Nöte infolge der Krisen der perversen kapitalistischen Prozesses sie eigentlich dazu zwingen.

Was man natürlich auch nicht vergessen darf ist, dass durchaus Menschen gibt, die überhaupt kein Interesse daran haben, dass die Negativzinsen weltweit durchgesetzt werden, nämlich solche Subjekte, die von den positiven Zinsen leben und sich einbilden, davon abhängig zu sein.

Lass es Hirn regnen!

Video mit Zitaten zur NWO.

Bevölkerungsaustausch vs. Brain Drain

Warum wir mit dem Fachkräftezuwanderungsprogramm für Länder mit ähnlicher demographischer Situation in Europa unser demographisches Problem nur verdrängen und in diese Länder verlagern, beschreibt dieser Artikel der FAZ in Ansätzen. Damit zwingen wir diese Länder indirekt, sich selbst frische Menschen aus Drittstaaten ins Land zu holen.

Die Rechten nennen das "Bevölkerungsaustausch", und ich verstehe dieses Problem. Die Linken sprechen in diesem Zusammenhang auch von "Brain Drain".

Ich habe das am 25.09.2018 und am 23.10.2018 auf die Ursache bezogen.

Ulrich Duchrow: Woher kommt die Ratio?

Das Wort 'Ratio' für Verstand ist mit der Entstehung eines egozentrierten, berechnenden Wesens als Ausdruck des Preises, also eines Wertverhältnisses, in der Geldbeziehung aufgekommen. Unser Verstand ist also als notwendiger Regulator für die im Kapitalismus übrigbleibenden Geldbeziehungen entstanden, denn im Kapitalismus ist jeder dazu gezwungen, an sich zu denken und sich gegen andere im Wettbewerb zu behaupten.

Bei der Berechnung wird sorgfältig das Wertverhältnis (die Ratio, man denke z.B. an rationale Zahlen: das sind Brüche) des Gegebenen und des Empfangenen gegeneinander abgewogen, also der Preis bestimmt. Alle Beziehungen, die nicht Geldbeziehungen sind, werden dadurch mit der Zeit zerstört, und in den Geldbeziehungen findet Ausbeutung der einen Klasse durch die andere statt.




Der Professor für systematische Theologie Ulrich Duchrow.

Querverweise auf 'E-Mail die Deutsche Umwelthilfe e.v. und dann einmal Querbeet'