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12. Februar 2017

Über Parolen wie „Britain first“, „America first“, die Menschen-Würde, den Negativ-Zins, „das Rechte“ und Zölle - ufff !

Wir müssen wohl post-faktisch verrückt sein.

Liest man im Ferien-Flieger die Bedienungs-Anleitung zum Umgang mit der Schwimm-Weste, so steht dort, dass man ZUERST sich selbst die Schwimm-Weste anlegen soll, bevor man DANN Anderen dabei hilft.

Unser hoch gelobtes Grund-Gesetz hat als obersten Grundsatz die Menschen-Würde, deren wesentliches Kern-Element die Selbst-Bestimmung ist.

In der Beziehung zum Nächsten hat also jeder das Grundrecht, ZUERST an sich selbst zu denken und DANN ERST an den Nächsten und zwar so, dass dadurch der Nächste auch zuerst an sich selbst denken kann.

Das nomische Gleichgewicht samt Synonymen. Die wohl bekanntesten sind Freiheit und Zwang, Recht und Pflicht.

Im Grundgesetz steht nicht: „Diene erst Deinem Nächsten bevor Du Dir selbst dienst.“

Das wäre ein schöner Gedanke, doch leben wir (noch) nicht in einer Welt, in der dies ein absolut guter Ratschlag wäre. Noch nicht!

Nein, noch leben wir geistig im Kapitalismus. Hingabe braucht (noch) Grenzen.

Wir vertrauen dem Nächsten noch nicht. Wir wissen nicht, ob der Nächste uns nicht gnadenlos ausquetscht wie eine Zitrone und ob man nicht in der Beziehung betrogen wird und bitter draufzahlt, bis man auf dem Zahn-Fleisch läuft und aus dem letzten Loch pfeift.

Wenn wir in dieser Beziehung mit dem (projizierten) Energie-Vampir das Gegebene und Genommene nicht sorgsam bilanzieren und bei einem Ungleichgewicht entsprechend Schutz-Zölle erheben, dann bluten wir aus - denken wir, glauben wir.

Doch worauf kommt es genau an? Worauf muss man achten? Woher weiss man, dass man es mit einem Vampir zu tun hat?

Wer schon genügend lange selbst über Zinsen und den Kapitalismus nachgedacht hat, der weiß: Der (positive) Zins verursacht eine Einschränkung der Selbst-Bestimmung beim Leih-Nehmer (Kredit-Nehmer: öffentliche + private Haushalte und Unternehmen, Mieter, Lizenz-Nehmer, Pächter, usw...) zugunsten des Leih-Gebers (der Sparer, Vermieter, Verpächter, Patent-Inhaber usw...).

Eine Einschränkung der Selbst-Bestimmung ist ein Zwang, kann in Form einer Regel, eines Gesetzes, einer sozialen Norm oder eine Vertrages (pacta sunt servanda, Verträge sind einzuhalten) dargestellt sein.

Der Zins bezieht sich auf das Geld, und so misst die Zins-Schuld den Zwang.

Wir wissen mittlerweile alle, dass der positive Zins die Reichen reicher und die Armen ärmer macht - auf allen Skalen der Betrachtung.

Dieses Grundgesetz der Umverteilung bei positivem Zins gilt für Einzelne in so einer Beziehung, in der Verfügungsrechte gegen Zins übertragen werden, für soziale Gruppen, Städte, Kommunen, Bundes-Länder, Länder, Währungs-Räume und ganze Kontinente.

Die Hoch-Zins-Zonen, in denen das Kapital konzentriert ist werten auf, fressen die Niedrig-Zins-Zonen auf und werten sie ab.

Sprüche wie: „Jeder ist sich selbst der Nächste”, „Fressen oder gefressen werden“, usw. entspringen einer Hass-Logik in der Beziehung. Solche Hass-Logiken in Beziehungen stellen sich dar in schwarz/weiß, 0/1, aus/an, kurz in logischen entweder-oder Mustern:

In den Hierarchien des Kapitalismus, in denen (bei uns z.B.) 85% der Deutschen (die NETTO-Zins-Geber bei positivem Zins) „unten“ sind und nur 15% (die NETTO-Zins-Nehmer) „oben“, sind die unteren 85% dieser Hass-Logik ausgesetzt und haben sie verinnerlicht, die oberen 15% leben in Würde und Selbst-Bestimmung, die Basis dient!

Aus diesem Grund erleben „wir“ (also 85% Zins-Geber und 15% Zins-Nehmer) den Selbst-Bewussten und Selbst-Bestimmenden Briten oder auch Trump, der

„Ich zuerst!“
schreit und damit eigentlich nur auf seine Würde, Souveränität usw. verweist als Bedrohung.

Reflexartig bedient unser Unterbewusstsein die ankonditionierte Hass-Logik:

„Achtung: Unterbewusstsein (Erfahrung) über Amygdala (Angst-Brücke) an Groß-Hirn-Rinde: Er zuerst, ich bin am Arsch!“
Das ist das traurige und schockierende Ergebnis der kapitalistischen Konditionierung.

Woher kommt diese Konditionierung?

Der (reiche) Mensch hat sich selbst an die Stelle Gottes (der Gesamtheit der Natur-Gesetze) gestellt und nimmt auch Zins, kehrt damit also die ersten beiden Hauptsätze der Thermodynamik auf den Kopf, erschafft eine künstliche, überwiegend geistige Evolution in der er die Arten gegeneinander konkurrieren, manche aussterben und andere überleben lässt.

Die Völker der Welt werden in Kriegen aufeinder gehetzt und müssen im Darwinismus des globalen Kapitals darben.

Dabei ist in diesem perversen, seit nunmehr fast 6.000 Jahren währenden Spiel derjenige, der im kapitalistischen Überlebens-Kampf an sich selbst denkt der Rechte, denn er denkt an seine Würde und die Würde ist oberstes Gesetz.

Doch sind die Reichen an Würde gleicher im Kapitalismus als die Armen.

Wo ist der Ausweg und wie kommt man da wieder raus?

Das Gegenteil der Hass-Logik ist die „Logik der Liebe“.

Dies ist zunächst ein rein technischer, philosophischer Begriff, der dem einfachen Prinzip

„Sowohl ich als auch Du, wir beide gemeinsam.“
folgt. Wir beide werden schon einen Job finden, wieder eine bessere Wohnung, wir werden nicht gegeneinander streiten müssen, es ist genügend für alle da usw..

In der Liebes-Beziehung bestimmt sowohl der eine, als auch der andere. Beide haben einen Kon-sens, das heißt Mit-Fühlung!. Sie wollen beide das Gleiche!

„America First“, „Britain first“, schreien die Armen, weil sie Angst um ihre Würde haben und dafür kämpfen wollen. Es sind die Populisten, die Volkes Sprach-Rohr sind.

Die Basis will bestimmen und zuerst die Basis, und das ist ihr gutes Recht. Sie will Freiheit und keinen Zwang mehr.

Es wird niemals die Akzeptanz einer Umverteilung in Europa geben, bevor nicht sowohl die Armen in Deutschland als auch in Frankreich, als auch in Polen und in Italien und in Griechenland und in Rumänien und in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen usw.. das Gefühl bekommen, dass zuerst an sie gedacht wird.

Man muss den Rettungsring erst sich selbst anlegen bevor man dem Nächsten helfen kann.

Und all das folgt bei negativem Zins nicht mehr einer Hass-Logik, sondern einer Liebes-Logik, denn die Armen Europas und der Welt werden in der globalen Negativ-Zins-Wirtschaft nicht mehr gegeneinander um das verfluchte Geld konkurrieren müssen sondern werden es in Kooperation teilen.

Dann geht es uns wieder gut und dann teilen wir es mit der Welt. So ist es richtig und so war es, bevor vor 6.000 Jahren dieser Wahnsinn mit den positiven Zinsen begann.

Mario Draghi sagte

„Whatever it takes.“
und
„Believe me. It will be enough.“
und Bernie Sanders sagte:
„Enough ist enough.“

Und Donald Trump sagte:

„Wir werden ein freundschaftliches Auskommen mit den Nationen der Welt anstreben. Aber wir denken dabei stets daran, dass es das RECHT EINER JEDEN NATION IST, ZUERST NACH IHREN EIGENEN INTERESSEN ZU HANDELN.“
und das heißt nicht „Krieg der Nationen“, das heißt:
Proletarier aller Länder vereinigt Euch friedlich!
Ja, wir waren ganz schön verrückt damals....

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