3. März 2019

Warum ich gegen ein BGE bin

Wohin es führt, wenn ein ganzes Volk ein bedingungsloses Grundeinkommen (bGE) erhält, kann man derzeit an Venezuela studieren. Die Chavistas und Maduro-Anhänger, diese Idioten und Dilettanten, haben das Land völlig vom Erdöl abhängig gemacht. Das Land importiert mittlerweile den überwiegenden Anteil der Konsumgüter und stellt immer weniger selbst her[1]. Das Resultat dieser Entwürdigung des Volkes, dieser Rückerziehung zum Säugling sehen wir jetzt: Der desolate Zustand der venezolanischen Inlandswirtschaft tritt immer dann zutage, wenn der Ölpreis gerade niedrig ist und das Volk sich daher selbst versorgen müsste, dieses aber nicht mehr kann, weil die Idioten in der pseudo-sozialistischen Führung eine wirtschaftsfeindliche Politik machen. Zudem kommt, dass Venezuela mit das Land mit den höchsten Zinsen der Welt ist. Der Zinssatz der venezolanischen Zentralbank beträgt über 22,4%[2].


Leere Supermarktregale in Venezuela.

Jed* pseudo-linke Spinner*, d* immer noch nicht verstanden hat, dass das wesentliche Prinzip des Kapitalismus der Zins ist, also die nominale Festlegung der Reproduktionsrate des Kapitals, d* möchte doch bitte den Hut, die Perücke oder was-auch-immer nehmen und sich zu den Aluhüten gesellen.

BGE kein Menschenrecht, stattdessen zu verantwortendes Grundeinkommen als Teil der Würde

Ein BGE kann kein Menschenrecht sein, allein schon, weil es nicht jede* bekommen kann. Wer sich selbst versorgen kann, braucht kein Grundeinkommen. Menschliches Handeln, also Arbeiten, Konsumieren, Nutzen, sollte weder unvernünftig noch nicht nachhaltig sein. Bedingungslos kann menschliches Handeln auch niemals sein, denn die eigene Freiheit (GG Art. 1, Art. 2 Abs. 1) ist stets beschränkt durch die Freiheit der anderen (Art. 2 Abs. 2) und dabei ist jeder Mensch gleichwertig (GG Art. 3).

Das Kapital sollte dabei eigentlich keine Rolle spielen, doch solange es positive Zinsen gibt, gibt es auch Menschen, die allein von den Zinsen und also nur bedingt durch ihr Kapital und sonst völlig unbehelligt von sozialer Verantwortung leben können. Ich sehe die Forderung nach einem BGE deswegen als eines der vielen Symptome der Krise des Kapitalismus an. Das BGE spiegelt geradezu den Lebensstil der Zins-Säuglinge und der wird mit Sicherheit aufgrund des schwindenen Realitätsbezugs der durchgefütterten Existenz tragisch enden.

Ich setze daher in meinem Denken an dem Punkt an, wo das Problem und, als Folge davon, die Forderung nach einem BGE entsteht, nämlich am Geldsystem. Das Problem ist seit über 6.000 Jahren: Der Zins hat das falsche Vorzeichen und wir nennen das seit einiger Zeit Kapitalismus.

Fazit

Ich bin dafür, dass man ein durch vernünftiges Handeln begründetes Grundeinkommen beantragen kann, dass man also begründen muss, wozu man es braucht. Ein Leben ohne zu arbeiten ist menschenunwürdig. Mein Fazit und meine Forderung zum Thema Grundeinkommen ist daher, dass es der Staat jede* ermöglichen sollte, mit Hilfe eines beantragbaren, begründungspflichtigen Grundeinkommens selbstbestimmt und vernünftig zu handeln, wenn sonst nicht erkennbar ist, dass eine Veränderung in Richtung Vernunft eintritt.

Mein Fernziel ist die Entstehung einer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der ein BGE nicht mehr gewünscht wird, weil es den Menschen miteinander gut geht und dieses Fernziel wird erreichbar, wenn wir endlich akzeptieren, dass nicht mehr wir der Vermehrung und dem Wachstum des Geldes um den Zins dienen, sondern das Geld den Menschen, aber vor allem dem mittlerweile stark gefährdeten Leben der übrigen Spezies auf diesem Planeten und das ist durch negative Zinsen erreichbar.

Referenzen / Einzelnachweise

Querverweise auf 'Warum ich gegen ein BGE bin'