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11. März 2018

Langfristige makroökonomische Entwicklungen am Beispiel der USA

Zinsverlauf („US Funds Rate“), Arbeitslosigkeit und Pleiten in den USA 1974 bis heute. Quellen: tradingeconomics.com, Daten zur Arbeitslosigkeit und zu Bankrotten.

Wichtige Stichworte in diesem Zusammenhang:

Ein einzelnes Unternehmen....
.... und eine Wertschöpfungs/Lieferkette.

Offener Brief wegen Draghi-Nachfolge und programmatische Erneuerung SPD

Sehr geehrter Herr XXX, liebe XXX, liebe Genossen,

CC an jeden, den es interessiert,

es ist jetzt fast zwei Jahre her, dass wir zuletzt per E-Mail miteinander zu tun hatten.

Mittlerweile bin ich ordentliches Mitglied der SPD mit der Nummer XXX, und mir gefällt mein Parteibuch besser als der Reisepass.

Mein Anliegen, meine Absicht und mein Ziel ist, dass das in dieser Zeit wichtigste Thema, nämlich das Zinsvorzeichen und speziell und akut die Frage, ob denn Dr. Jens Weidmann, der trotz der sozialen Lage in Europa, nämlich

dafür steht, die Zinsen wieder anzuheben vom Bundesvorstand akzeptiert wird, ausführlich und breit in der SPD diskutiert wird.

Stark vereinfacht: Beziehungen zwischen Geschäftsbanken und der Zentralbank und Kerngeschäftsmodell des Bankwesens: das Kreditgeschäft.

Jens Weidmann will genau das tun, was auch die AfD will: Wieder steigende Zinsen.

Jens Weidmann soll u.a. durch Entscheidung des Bundesvorstandes der SPD an die Spitze der EZB entsandt werden. Am 19. September 2017 haben Sie mich auf der Wahlkampfveranstaltung auf dem Heidelberger Uniplatz mit diesem Plakat gesehen,

Bild aus Rhein-Neckar-Zeitung, Nr. 27.
auf dem ich die Bereitstellung von Krediten mit negativem Zins forderte, damit

Ein SPD Mitglied entgegnete mir nach einem Blick auf das Plakat am 19. September 2017 mit einem Augenzwinkern, „dass das in dieser Legislatur noch kein Thema sei“.

Ich frage Sie also: Ist denn die soziale und politische Apokalypse auch von der SPD mitgeplant, oder wie? Müssen den wirklich erst wieder soziale und politische Verhältnisse entstehen, wie in der Weimarer Republik?

Spiegel-Artikel zu dem Phänomen, dass sich Geschichte wiederholt:

Populismus und Handelskrieg, Das Gespenst der Dreißigerjahre ist zurück, Drohender Handelskrieg, Populisten in Italien: Auf uns alle kommen schwierige Zeiten zu. Doch in Deutschland macht sich eine erschreckend selbstgerechte Art breit, alle Mitschuld an den Wirren der Welt abzustreiten.
Warum wiederholt sich Geschichte? Weil der zugrundliegende Mechanismus seit 6.000 Jahren ein und derselbe ist, darum!

Es muss jetzt gehandelt werden, und dies ist zunächst einmal ein Problem der Aufklärung, denn die meisten Leute wollen, dass die Zinsen wieder steigen und wissen nicht, was sie da eigentlich wollen.

Sie hingegen wissen ganz genau, dass, solange die Politik keine Vermögenssteuern beschließt, vertikale Umverteilung alleinige Aufgabe der Geldpolitik ist. Man kann sich innerhalb der SPD also weiter zerfleischen für etwas, das Politik gar nicht zu verantworten hat, nämlich das Aufgehen der Schere, oder man kann richtige Personalentscheidungen in puncto Geldpolitik treffen!

Für Gegner von Verschwörungstheorien: Stellt man die Vermögensverteilung so dar, dass auf der x-Achse die Anzahl nach Männern (rechts) und Frauen (links) sortiert und auf der y-Achse das Vermögen verzeichnet ist, dann erhält man die nach Vermögen stratifizierte Vermögenspyramide. Das Auge oben steht für all diejenigen der Reichsten, die ganz genau wissen, dass es der Zins und die Arbeit all derjenigen, die in der Pyramide unter ihnen stehen, ist, dem sie ihre Stellung in der Vermögenshierarchie verdanken.

Man vergleiche dazu das Vermögen der Leihgeber von Leihkapital, also Sparer, Anleihenkäufer, Vermieter, Grundherren und Patenteigentümer mit dem Vermögen der Leihnehmer von Leihkapital, also Kredit und Darlehensnehmer, Mieter, Pächter und Lizenznehmer, die Leihgebühren für das Leihkapital heißen entsprechend (Geldmarkt-) Zinsen, Mieten, Pachten und Lizenz- und Konzessionsgebühren und überlege sich, wie die Leihgebühren (die Zinsen) die Vermögensverteilung beeinflussen!

Definition des Kapitalismus, Theorie der Verfügungsrechte.

Hier geht es nicht um eine Neiddebatte, sondern um soziale Gerechtigkeit und die Einlösung des Versprechens des Kapitalismus, Kohls blühende Landschaften! Warum soll denn einer, der schon hat, noch mehr bekommen und einer, der nichts hat und leihen muss noch geben? So ist es doch, wenn einer auf Zins leiht!

Die zum Verständnis des gesamten kapitalistischen Prozesses wichtige Frage ist natürlich, wie die Geldmarktzinsen und das Zinsvorzeichen die Leihgebühren für das übrige Leihkapital (also Mieten, Pachten, Lizenzgebühren, ...) beeinflussen.

Um es kurz zu machen: Wenn die SPD in Regierungsverantwortung steht und die Zinsen steigen wieder in dieser sozialen Situation, dann bedeutet dies das Ende der SPD!

Mein Ziel ist, dass es in der SPD zu einer ausführlichen Diskussion um die Bedeutung des Zinsvorzeichens kommt und dass die Entscheidung, ob der „Totengräber der SPD“ Jens Weidmann an die Spitze der EZB entsandt wird, erst nach einer gründlichen Diskussion über die Bedeutung des Zinsvorzeichens und dann durch eine Mitgliederbefragung erfolgt, jedenfalls nicht vom Bundesvorstand allein, der anscheinend immer noch nicht regierungsfähig ist!

Es gibt leider zu viele Gutgläubige und Blauäugige, die nicht wahrhaben wollen, dass es auch Menschen gibt, die nicht den sozialen Ausgleich anstreben, sondern das Wachsen der Ungleichheit!

Es wird außerdem weder einer neuer Führer kommen noch ein neuer Messias. Diese werden auch nicht gebraucht, denn die Leute können selbst denken (sapere aude!), wollen selbstbestimmt handeln (Mitbestimmung) und frei sein (wirtschaftliche Eigenständigkeit)!

Mit freundlichen Grüßen,

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