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22. August 2016

Der Kapitalismus und die abrahamitischen Religionen

Die meisten Religionen haben Götzen bzw. einen Gott, das Prinzip des Opferns und vor allem Rituale.

Im Kapitalismus ist der Götze der Mammon (das tote Kapital, das Geld) das Opfer ist der Zins und das Ritual ist das Sparen.

Die abrahamitischen Religionen unterscheiden nun aber klar zwei Gottheiten:

Es gibt den toten „Gott“ (den Mammon, das Sparen und der Zins):

„Ihr sprecht: Wir haben mit dem Tod einen Bund geschlossen und mit dem Totenreich einen Vertrag gemacht. Wenn die brausende Flut daherfährt, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben Lüge zu unsrer Zuflucht und Trug zu unserm Schutz gemacht.“ [Jesaja 28:15]

….und den lebendigen Gott,

„Der Herr aber ist in Wahrheit Gott, lebendiger Gott und ewiger König. Vor seinem Zorn erbebt die Erde, die Völker halten seinen Groll nicht aus.“ [Jeremia 10:10].

Rein mathematisch betrachtet gibt es zwei entgegengesetzte Spielregeln beim Verleih von Kapital:

„Der Zins ist positiv (Kapitalismus).“

und

“Der Zins ist negativ.”

„Nein, liebet eure Feinde, tut Gutes und leihet aus, ohne etwas zurückzuerwarten! Dann wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig (auch) gegen die Undankbaren und Bösen.“ [Menge Bibel, Lukas 6:35]

Zins zwischen 0% und -100%!

(Himmelreich, Reich Gottes, Geld-Ordnung des wahren Islam, Zakat, echter Kommunismus)

Von Natur aus ist der Zins negativ, denn alles Materie zerfällt. So hat Gott die Welt gemacht. Das deckt sich auch mit den ersten beiden Hauptsätzen der Thermodynamik, nach der die Unordnung stets zunimmt.

Der Mensch hat sich nun selbst zum Möchtegern-Gott erhoben und herrscht mit dem Zins über seinesgleichen.

Es gibt also in der Wirklichkeit der Menschen auf den „billigen Plätzen“ im Kapitalismus Gott (JHWH, Allah) und einen Götzen (den Mammon).

Im neuen Testament heißt es zu den daraus resultierenden inneren Konflikten und Spannungen:

„Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ [Matthäus 6:24]

Die Brechung der Zins-Knechtschaft vor 1985 Jahren, Wolfgang Gerber, können Sie in der Apostel-Geschichte nachlesen. Die Christen haben all ihr Eigentum verkauft und den Erlös an die Armen verschenkt.

Ausgedrückt in der modernen Version des Platon’schen Höhlengleichnisses (The Matrix) haben sich die Christen damals aus der Matrix „ausgestöpselt“ und sich so dem Zugriff des Mammons entzogen.

Wir haben jetzt in der EZB mit Mario Draghi jemand „oben“ sitzen, der sagt, dass er mit Marx „Bruder im Geist“ sei.

Er drückt die Zinsen ins Negative.

Er spricht von großen Herausforderungen und wir dürfen uns alle Gedanken darüber machen wie es sich denn nun anfühlen wird, das Himmelreich.

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