Vorheriges Überblick Nächstes

22. Juli 2017

Über die Ursprünge des Patriarchats und über die Sozialisation des Jesus von Nazareth

Vorab halte ich es für wichtig festzuhalten, dass der Kapitalismus in Wahrheit über 6.000 Jahre alt ist.

Wenn in dem folgenden Video von einer patriarchaischen Eigentums- und Gesellschaftsordnung die Rede ist, dann ist die kapitalistische Ordnung gemeint, also die Ordnung, welche aus der Grundregel „Der Zins ( die Miete, die Pacht, die Lizenzgebühr, ...) ist positiv.“ entsteht.

Warum hatten Männer, Prof. Siegfried Zimmer zufolge, jahrtausendelang die Macht?

  1. Sie sind physisch überlegen, was als biologische, „von Gott gegebene“ oder „natürliche“ Rechtfertigung und Legitimation der Herrschaft des Mannes über die Frau angeführt wurde.
  2. Die Frauen waren tausende Jahre lang mit der Versorgung der vielen Kinder beschäftigt (Wachstum der Menschheit!) und konnten sich nicht um Politisches kümmern.
  3. Männliches Sperma kann man mit bloßem Auge sehen, weibliche Eizellen hingegen nicht. Daher nahm man lange an, dass der Mann das Leben spendet und die Frau nur für seine Ernährung sorgt. Man wusste nicht, dass die Kinder genetisch zur Hälfte aus der Erbanlage des Mannes und zur anderen Hälfte aus Erbanlage der Frau bestehen.
Aus Sicht des patriarchaischen Mannes war die Rolle der Frau also eine die Schöpfung des Mannes hingebende, ernährende und pflegende, während der Mann der eigentlich Schöpfer war, dachte man...

Als Physiker interpretiere ich Jesus von Nazareth als eine Art soziologische Rolle, die logisch mit dem Kapitalismus verknüpft ist und aus ihm hervor geht.

Jesus ist eine Wiedergeburt von Mose.

„Jesus war der Sohn Gottes“ bedeutet, dass Jesus aus der Schöpfung hervorging, und Teil der Schöpfung war der Kapitalismus, also der Vater.

Der damalige Jesus war sicher mehr als nur logische Folge des Kapitalismus, doch wird ihm heute vor allem die kapitalistische Sozialisation zugeschrieben, welche sich logischerweise in jedem von uns auch findet, weil wir alle dem Geldsystem ausgesetzt sind (,.... Ihr Frauen !).

Religion und Ökonomie sind nicht voneinander zu trennen, sie sind ein und dasselbe.

Weiter ist der Ursprung des hebräischen Wortes JHWH das hebräische Wort für 'sein', das im Hebräischen ( nicht ausschließlich! ) reflexiv ( auto-enklitisch ) ist.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Klitikon

Man ist nicht nur für andere, sondern zuerst für sich.

I. Kant sagte, dass man den Nächsten niemals bloß als Mittel zum Zweck behandeln soll.

Die Reflexivität des hebräischen Seins-Begriffes bereitet der Systemtheorie Niklas Luhmanns weiteren Boden.

Man ist in der Gegenwart, um in der Zukunft zu sein.

Das Leben ist Mittel zu seinem eigenen Zweck.

Im Hebräischen gibt es außerdem keinen Unterschied zwischen Präsens und Futur 1.

Dies ist wichtig bei der Interpretation des Wortes JHWH, weil es eine Parallele zur Wirkung des Zinses offenbart.

Man spart in der Gegenwart, um in der Zukunft etwas zu haben. Das Sparen ist Vorratshaltung und Vorsorge für die Zukunft.

Ich habe schon an anderer Stelle die Parallele dieses Faktums zum altägyptischen Gott Schu

https://de.wikipedia.org/wiki/Schu

hergestellt, der die zwei Bedeutungen 1. Leere, Mangel und 2. aufsteigen hat.

Wer die Leere und den Mangel aushält und spart, der steigt auf, weil man Zins für das Sparen, also für den „Nicht-Konsum“ bekommt.

Diesen Seitenhinweis gebe ich deswegen, weil Israel zwischen 1700 und 1300 vor Christus in Ägypten war und Mose Israel aus Ägypten führte.

Hebräer heißt Fronarbeiter.

Für JHWH gibt es, Prof. Zimmer zufolge, 4 gleichberechtigte und gleichwertige, also miteinander vertauschbare Übersetzungen:

  1. Ich bin für Dich da.
  2. Ich werde für Dich da sein.
  3. Ich bin für Euch da.
  4. Ich werde für Euch da sein.
Zitat Professor Zimmer:
Löwe, Stier und Adler symbolisieren Imponiergehabe und dienen der Verschüchterung der Menschen.

Die Titel der Götter sind Imponiergehabe, sie drücken ihre Überlegenheit aus.

Sie sind überlegen, und sie sind die Götter der Überlegenen, aber JHWH setzt alles auf die Zuwendungslust.

Wenn das Geheimnis, von dem alles Leben kommt JHWH ist, dann ist das Göttliche an Gott die Zuwendungslust und die Zuwendungkraft.

An Exodus zeigt sich JHWH, denn er ist für die Fronarbeiter da, und das drückt er auch aus und das setzt er auch in die Tat um.

JHWH und Exodus sind wie zwei Seiten einer Münze. Die interpretieren sich gegenseitig.

In der Apostelgeschichte ist nachzulesen, wie die Christen am Anfang ihr Eigentum verkauften und sich aus dem Geldsystem zurückzogen.

Es fand ein Exodus statt, der später in die Diaspora führte.

Mose ist „der aus dem Wasser Gezogene“, Jesus wurde getauft von Johannes dem Täufer.

Exodus 2:10 „Und da das Kind groß war, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es ward ihr Sohn, und sie hieß ihn Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.“

Wasser ist ein Sinnbild für Bewusstsein und Jesus ging über das Wasser, während die Jünger in einem Boot saßen.

So wiederholt sich auch die Tora.

Wir beobachten einen Exodus aus dem Geldsystem, also aus der Knechtschaft des Pharaos.

Man kann die Geldsystem-Sekten ja gar nicht mehr zählen, so viele sind es schon.

Das Göttliche ist die Selbstreflexivität des Lebens.

Das Leben lebt, um zu leben.

Sein ist Sinn und aus Sinn wird Sein.

Die ersten beiden Hauptsätze der Thermodynamik besagen, dass der Zins in der Natur negativ ist.

Die Unordnung der toten Materie, die Entropie, nimmt nicht von alleine ab, nur das Lebendige ordnet und strukturiert die Materie.

Tote Prozesse unterscheiden sich von lebendigen Prozessen im Vorzeichen der Entropieänderung.

Tote Prozesse haben positive Entropieänderung, lebendige Prozesse haben negative Entropieänderung.

Leben ordnet und strukturiert Materie.

Die Entropieänderung ist das physikalische Phänomen des Zinses.

Kapitalismus ist ein Ordnungsvorgang.

Das Kapital ordnet durch den Zins die Beziehungen der Menschen.

Das Kapital ist aber tot.

Mit der Grundregel des positiven Zinses gibt der Mensch dem toten Kapital eine Eigenschaft, die nur das Lebendige hat.

Der Mensch erlaubt dem Kapital das Leben zu ordnen und Zins von ihm zu nehmen.

Wir beuten uns damit selbst aus.

Der Mensch entdeckte vor tausenden Jahren, dass der Zins das Werkzeug der Herrschaft des Universums über das Leben ist.

Was heißt Universum?

Uni heißt eins.

Vers steht für gerichtet.

Universum heißt das Gesamte oder das Ganze, das All.

Wenn man sich die etymologische Bedeutung des Wortes All anschaut, dann stellt man fest, dass das Wort Alles, auch das All, mit dem aramäischen Wort Allaha, arabisch Allah und dem hebräischen Wort Elohim, Gott, zusammenhängt.

Dadurch finden wir wieder das Eine, um das es hier geht.

Das Ganze ist und wird durch Reflektion für das Eine UNI-VERSUM.

Uni - ver - sum

Das Eine - sehen - ich bin.

Das Ganze ist auch die Verkehrung des Einen, weil Wirklichkeit eine Konstruktion des Gehirns ist.

Das Ganze entsteht in mir und durch mich, weil ich bin, und das gilt für jeden von uns.

Das von Jesus benutzte Wort für Gott lautet Abo.

Es steht für nichts Angst Erzeugendes, Autoritäres, Unterdrückerisches.

Es steht für Zärtlichkeit, Nähe, Zuwendung, Geborgenheit, Urvertrauen, Unbeschwertheit und ist ein intimes Wort.

Gott ist nicht die Spitze eines autoritären Systems. Er ist kein Unterdrücker, er wertet die Frauen nicht ab, und er prügelt keine Kinder.

Vater Unser auf aramäisch in einer Übersetzung von Neil Douglas-Klotz, der Text der Luther Bibel steht in Klammern.
Aramäisch Übers. Neil Douglas-Klotz Übers. Luther
Abwûn d'bwaschmâja Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern. (Vater unser im Himmel.)
Nethkâdasch schmach Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen, bei dem wir nur Dich fühlen - und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige. (Dein Name werde geheiligt.)
Têtê malkuthach Lass Deinen Rat unser Leben regieren und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung. (Dein Reich komme.)
Nehwê tzevjânach aikâna d'bwaschmâja af b'arha Möge der brennende Wunsch Deines Herzens Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie. (Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.)
Hawvlân lachma d'sûnkanân jaomâna Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen: das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens. (Unser tägliches Brot gib uns heute.)
Waschboklân chaubên (wachtahên) aikâna daf chnân schvoken l'chaijabên Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer. (Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.)
Wela tachlân l'nesjuna ela patzân min bischa Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält. (Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.)
Metol dilachie malkutha wahaila wateschbuchta l'ahlâm almîn. Amên Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert. Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen! Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen. Besiegelt im Vertrauen und Glauben. Amen. (Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.)
Quelle: http://www.bunkahle.com/Aktuelles/Religion/Aramaeisches_Vaterunser.html

Vorheriges Überblick Nächstes