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2. November 2018

Evolution oder Revolution?

Viele Geisteswissenschaftler sehen bei der Frage, wie es weitergeht, den Gegensatz zwischen Revolution und Evolution. Ich habe diesbezüglich einen Ansatz gefunden, der vielleicht etwas überrascht, der sich jedoch im Einklang mit dem befinden dürfte, was auch andere sagen:

Revolution ja, aber keine gewaltsame Revolution, sondern Revolution durch Evolution des Bewusstseins!

Wenn man weiß, wie einfach eigentlich die Probleme der Welt zu lösen sind, dann hat man überhaupt keine Lust mehr, Gewalttätigkeiten zu planen oder zu überlegen, wie man am besten seine Wut und seine Aggressionen kanalisiert, denn all das behindert nur, dass man mit den anderen über diese banale Geschichte redet. Es ist im Kern wirklich einfach zu verstehen und es ist wahr, dass sich die Probleme der Welt einfach dadurch lösen, dass man über ihre Ursachen spricht.

Eine Wahrheit, die in diesem Zusammenhang kaum jemand zurückweist lautet: Geld regiert die Welt. Die zweite, dazugehörige Wahrheit lautet: Kaum eine* weiß, wie das Geld die Welt regiert. Die zweite Wahrheit die Latenz adressierend (siehe Eintrag vom 9.10.2018) offenbart die Lösung für das erste Problem. Man erklärt den Leuten einfach, wie das mit dem Zinsnehmen funktioniert. Hat das die Mehrheit, die durch den Zins ausgebeutet wird kapiert, ist die Herrschaft des Geldes vorbei. So einfach.

Kritik der Forderung nach gewaltsamer Revolution von linker Seite

Ich ernte Kritik in 4 Punkten, die ich hier erwidere.

Entwicklung hin bis zu einem Umbruchpunkt an dem sich Gewalt Bahnen bricht

1. „Evolution und Revolution stehen in keinem Gegensatz. Die langsam fortschreitende Entwicklung vom Niederen zum Höheren ist genauso Bestandteil des Dialektischen Materialismus (und damit der Philosophie jedes Marxist-Leninist) wie das Umschlagen von quantitativen Entwicklungen hin zu einem qualitativen Bruch.”
Bis hierin einverstanden. Dann wird es schräg und der Vortrag ist einfach nicht mehr zeitgemäß, denn der Systemwechsel lässt sich völlig ohne Gewalt vollziehen, weil es letztlich nur um ein „Umschalten“ im Kopf, eine „Umkehr” sagen die jüdischen Mystiker und die Eschatologen, geht, ein Einverständnis der Mehrheit zum sich gegenwärtig vollziehenden, von Marx prophezeiten Wandel, den er im III. Band vom Kapital mit seinem Gesetz des tendeziellen Fallens der Profitrate umschrieben hat. Mein Kontrahent will die Gewalt herbeireden:

„Übersetzt: Wir brauchen kleine Schritte, die das Bewusstsein der Arbeiterklasse entwickeln und irgendwann einen gewaltsamen Sprung, der die kapitalistische Produktionsweise überwindet.”
Kleine kognitive Schritte sind gut, Erkenntnisschritte, ein stetiges behäbiges Stück-für-Stück-Verstehen des Kapitalismus in Richtung seines Endes (Marx, Schumpeter, et ceteri). Eine gewaltsame Revolution ist vollkommen überflüssig. Der Putsch hat aber auch schon längst stattgefunden und genau deswegen ist ja die AfD als eine Protestpartei sichtbar geworden. Das Parteilogo der AfD wie ganze Partei steht für wieder steigende Zinsen! Man sehe sich doch einmal das Gejammer an.
Die AfD will geschlossen, dass die Zinsen wieder steigen.

Marx ist nicht zu widerlegen, aber er ist nunmal unvollständig, weil er die linke Hälfte der Ökonomie, die Hälfte mit negativem Zins, nicht beackert!

Die zwei Hälften der Ökonomie. Positiver Zins (Kapitalismus) rechts, negativer Zins (Nirwana, kommende Welt, Himmelreich, Islam, Kommunismus, Freiwirtschaft, soziales Sysyten, etc.) links.
Das ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts u.a. von Silvio GesellNatürliche Wirtschaftsordnung (NWO)”, Georg Simmel („Philosophie des Geldes”) und Jospeh Schumpeter („Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“) so vorgetragen worden und wird bis in diese Zeit ständig wiederholt (z.B. Eugen Drewermann in der Urania Berlin).

Marxens Beschreibung im I. Band des Kapitals ist fast ausschließlich eine Beschreibung der Wirtschaftsform des Kapitalismus. Es fehlt jedoch die Beschreibung der kapitalistischen Ökonomie (Ökonomie ist nicht Wirtschaft, siehe Eintrag vom 26.1.2018)!

Die Lücke in der Beschreibung Marxens hat es in der Vergangenheit bis heute möglich gemacht, dass über kapitalistische Geldsysteme, jedenfalls keine mit negativem Zins, ein kommunistisches oder sozialistisches politisches System „gestülpt” werden konnte mit der Folge, dass das Ganze zusammen nicht funktionieren konnte und letztlich an den erwartbaren schweren logischen Widersprüchen kollabiert ist (UdSSR, Venezuela, etc.).

Wie geht man also am besten mit Marx um?

Man muss ihn ernst nehmen und seine blinden Flecken, sein Unbewusstes, mit dem bestehenden modernen soziologischen Wissen ergänzen. Die Zauberworte in diesem Zusammenhang lauten Kontingenz (siehe auch Kontingenzbegriff in der Soziologie, Kohärenz und logische Konsistenz (Widerspruchsfreiheit) der so zusammengefügten Theoriebeschreibungen. Das ist Arbeit, doch sie ist letztlich unvermeidbar, um Marx überhaupt anschlussfähig zu halten.

Kontingent ist alles, was weder unmöglich noch notwendig ist.

Marxisten, die keine Ahnung vom Negativzins haben und auch nichts dazulernen wollen, tun mir mittlerweile einfach nur Leid, weil sie sich selbst behindern. Man lese bitte die moderne Literatur nach Marx und erkenne, wie diese auf Marxens Arbeiten aufbaut! Je mehr Leute das tun, desto besser.

Kann man auf Beihilfe eines Teils der Eliten hoffen?

Im kommunistischen Manifest prophezeiten Marx und Engels, dass sich ein Teil des Bürgertums auf die Seite des Proletariats schlagen würde (S. 471f):

Wie daher früher ein Teil des Adels zur Bourgeoisie überging, so geht jetzt ein Teil der Bourgeoisie zum Proletariat über, und namentlich ein Teil der Bourgeoisie-Ideologen, welche zum theoretischen Verständnis der ganzen geschichtlichen Bewegung sich hinauf gearbeitet haben.

Mein Kontrahent ist da eher pessimistisch:

2. „Dieser gewaltsame Sprung - die Revolution - kann nicht friedlich verlaufen, da die herrschende Klasse schon jetzt mit aller Gewalt ihre Macht aufrecht erhält, egal ob sie für Profite Menschen verhungern lassen, bis zum Tod arbeiten lassen oder sie in Kriegen direkt umbringen. Wieso sollten sie also die politische Macht friedlich abgeben, wenn sich die ganzen Unterdrückten und Ausgebeuteten wirklich zur Wehr setzen!?”
Die politische Macht wird sich friedlich geben, weil die Profitrate immer weiter fällt (III. Band vom Kapital) und irgendwann, wie Schumpeter das in „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie” beschreibt, Bedingungen erzeugt werden, die ein Weiterbestehen des Kapitalismus unmöglich machen.

Wir sehen das an den Staatsschulden, den faulen Krediten in den Bilanzen, an der Verschuldung der Unternehmen in den USA, an der Umweltzerstörung, an den Migrationsbewegungen aufgrund der katastrophalen sozialen Lage, etc.. Schumpeter hat Marxens Ansätze weiterentwickelt.

Zu den kritischen Bedingungen zählt auch die Verletzung fundamentaler Rechtsgrundsätze, nämlich insbesondere die grundgesetzlich geschützten Rechtsgüter und die Menschenrechte. Die werden offensichtlich verletzt, würde der Kapitalismus weitergeführt. Die Situation ist bereits gegeben, wir haben wieder Leibeigenschaft, nennen es aber Leih- oder Zeitarbeit. Die Leute sehen es eben nicht, erkennen es nicht.

Es hat um das Jahr 2012 ein „stiller Putsch” stattgefunden. Die EZB ist seitdem besetzt mit Leuten, deren Absichten klar auf das Überleben des € gerichtet sind. Dieses Überleben ist letztlich nur dadurch möglich, dass die Löcher in den Bilanzen und die sozialen und verwaltungstechnischen Missstände durch die Umverteilung von reich zu fleißig durch die Negativzinsen saniert werden. Eine Rückkehr in den Kapitalismus in absehbarer Zeit ist offenkundig nicht beabsichtigt: einfach mal genau zuhören, was Mario Draghi zu einem Ansteigen der „key rates” sagt und auf seine emotionale Reaktion achten!

Mr. Heighton, Market News: I have two questions Mr. Draghi for me, ... first of all ... is it conceivable that the bank could raise rates in steps of greater than ten basis points (+2,5%) after the end of the current forward guidance period .... and secondly.... is the ECB prepared to respond to any slowdown in eurozone growth (f)or inflation by delaying an increase in its overnight lending rate of banks rather than adjusting its other key rates or resorting to more asset purchases.

Mr. Draghi: I'm sorry.... both questions might be in principle very interesting (Zins heißt auf Englisch interest!) questions but we haven't discussed that... (smiling) so ... (silently laughing) .... I'm pretty sure that there will be a time when we will have to discuss these questions, but it is not premature.... thank you.

Der Klassengegensatz besteht zwischen den Eigentümern einerseits und den Besitzern des Kapitals und ihren nachgelagerten Netzwerken andererseits. Man könnte auch einfach sagen: der Klassengegensatz besteht zwischen dem Kapital und der Arbeit.

Bei Einhaltung der Verträge (§241BGB, pacta sunt servanda) erzeugt das Eintreiben und Erarbeiten der Zinsen auf sämtliches Leihkapital denjenigen Anteil der strukturellen Gewalt, der allein dem Kapitalismus zuzuschreiben ist. Alle anderen Zwänge wird es auch im Kommunismus, also unter einer Negativzins-Ökonomie geben, wenn sie notwendig sind. Es gibt nämlich keine absolute Freiheit, sondern immer nur ein Gleichgewicht von Freiheit und Zwang, ein Gleichgewicht der Bestimmung, solange wir in Beziehungen zueinander stehen und miteinander arbeitsteilig handeln.

Dies ist seit über 120 Jahren bekannt. Die Zinsen werden erpresst, die Menschen sind dazu gezwungen, Zinsen zu zahlen, wenn sich nichts haben, sondern leihen müssen. Z.B. mehr also die Hälfte der Deutschen lebt zur Miete, Deutschland hat eine der niedrigsten Eigenheimquoten in Europa. Um einen Kredit zu bekommen, muss man bereit sein, Zinsen zu zahlen. Das Gleiche gilt, wenn man Land pachtet.

Werden die Geldmarktzinsen negativ, dann sinken (im Hinblick auf die ökologische Nachhaltigkeit - Stichwort Flächenversiegelung - nach geeigneten Reformen, die Draghi seit 2012 beständig anmahnt) die übrigen Leihkapitalzinsen.

In dem Moment, in dem alle Leihkapitalzinsen das Niveau von 0% erreicht haben, ist der Klassengegensatz verschwunden. Den sozio-ökonomischen Aggregatszustand, der dann in den Austauschbeziehungen (Märkte) eintritt, benennen wir Systemtheoretiker mit dem Begriff „doppelte Kontingenz” (D.K.). D.K. bedeutet salopp: für beide (daher „doppelt”) ist alles kontingent, was in der Beziehung geschehen kann aber nicht muss. Das Eintreten der Bedingung der D.K. markiert quasi den Übergang zum Kommunismus. Unter jeweils doppelter Kontingenz in allen vertraglichen Beziehungen des Geldnetzwerks entstehen Soziale Systeme.

Diese Sozialen Systeme gibt es auch bei positivem Zins im System der Reichen, doch würde das zu erläutern jetzt hier zu weit führen.

Fakt ist: in dem Moment, in dem die Leihkapitalzinsen unter 0% fallen, leitet niemand mehr aus seinem Eigentum eine Zinsforderung an Besitzer und das nachgelagerte Netzwerk ab und die Kapitalisten sind aus dem künstlichen Paradies vertrieben. Die Geschichte der Menschheit ist nämlich eine Parabel. Das System kehrt irgendwann zu den Anfängen zurück (siehe L.v.M. Nationalökonomie zum Urzins, „paradiesische Zustände“ am Anfang und am Ende, „Schlaraffenland“).

Evolution des Bewusstseins durch Bildung

3. "Die Evolution des Bewusstseins" ist natürlich verdammt wichtig. Ohne eine gebildete und bewusste Klasse wird sie ihre Lage auch nicht erkennen können und wird sich bestimmt auch nicht gegen die herrschenden Verhältnisse erfolgreich zur Wehr setzen können.“
Da möchte ich 100% beipflichten, ich zähle meinen Kontrahenten zu den Wissbegierigen, Lernfähigen und -willigen!

Zins und Unternehmen, raffendes und schaffendes Kapital

4. „Nicht der Zins ist das Grundproblem, sondern das Privateigentum an Produktionsmitteln und die damit einhergehende Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.”
Wie ich oben erläutert habe, verschwindet das Konzept des Privateigentums, wenn sämtliche Leihkapitalzinsen unter 0% gefallen sind. Wie die kapitalistische Ausbeutung des Menschen durch den Menschen geschieht, habe ich auch erklärt.

„Es gibt kein schaffendes und raffendes Kapital.”
Richtig, denn Totes handelt nicht von allein, sondern die Eigentümer handeln. Man muss jedoch aktives und passives Produktionskapital unterscheiden. Leihkapital ist passives Produktionskapital, das Zinsen produzieren lässt. Marx schreibt dazu im Kapitel 23 vom III. Band des Kapitals:

„Diese qualitative Scheidung zwischen den beiden Teilen des Rohprofits, daß der Zins Frucht des Kapitals an sich, des Kapitaleigentums, abgesehn vom Produktionsprozeß, und der Unternehmergewinn Frucht des prozessierenden, im Produktionsprozeß wirkenden Kapitals und daher der aktiven Rolle ist, die der Anwender des Kapitals im Reproduktionsprozeß spielt - diese qualitative Scheidung ist keineswegs bloß subjektive Auffassung des Geldkapitalisten hier und des industriellen Kapitalisten dort. Sie beruht auf objektiver Tatsache, denn der Zins fließt dem Geldkapitalisten, dem Leiher zu, der bloßer Eigentümer des Kapitals ist, also das bloße Kapitaleigentum vertritt vor dem Produktionsprozeß und außerhalb des Produktionsprozesses; und der Unternehmergewinn fließt dem bloß fungierenden Kapitalisten zu, der Nichteigentümer des Kapitals ist.”
Doch wer liest denn schon alle drei Bände vom Kapital?
Gewinne zerfallen in den Gewinn des Unternehmers und in den Zins auf das vom Unternehmer geliehene Fremdkapital (hier allein Geld).

„Die einfache Warenproduktion allein führt zum Kapitalkreislauf.”
Den Warenkreislauf gibt es auch bei negativem Zins. Man kann die natürliche Wirtschaftsform in allen Ökosystemen beobachten. Märkte beispielsweise findet man in den Austauschbeziehungen der einzelnen Spezies (z.B. Nilpferd und Madenpicker, Rifffische und Putzerfische, Blattschneiderameisen, Pilze und Bäume, Aufbau der Zellen: Endosymbiontenhypothese nach der beim Aufbau komplexerer Lebensformen die interspeziellen Märkte internalisiert wurden). Die Preise sind die Massenverhältnisse der ausgetauschten Stoffe. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, der „Zahn der Zeit”, die Vergänglichkeit, die Irreversibilität, panta rhei, all das ist analog zum Negativzins!

„Menschen wollen aus Geld mehr Geld machen und beuten deswegen andere aus. Nicht erst der Zins lässt die Ausbeutung entstehen.”
Solange es das Prinzip des positiven Zinses gibt, werden alle Menschen mit Geld versuchen, mehr Geld daraus zu machen. Werden die Zinsen negativ, können die Gierigen immer noch raffen und mitunter beträchtliche Geldberge aufhäufen, doch sind Geldvermögen unter negativem Zins eben beschränkt. Mathematischer Nachweis ist hier.

„Nicht nur die Banken verursachen Kriege und Krisen, Konzerne tun dies auch.”
Das ist stimmt bei positivem Zins. Bei negativem Zins aber eben nicht mehr. Man möge bitte sein Unbewusstes loswerden und sich einen größeren Überblick verschaffen. Eventuell muss der eine oder andere seine Begrifflichkeiten überdenken. Es geht hier insgesamt um Sprache (Johannes 1:1 „Im Anfang war das Wort,...“).
Zusammen schaffen wir das!

Eine Trophäe... Gespräch mit einem AfDler

Nur damit man mal sieht, wie erbittert die AfD um ihr Positiv-Zins-Paradies kämpft, habe ich hier einmal den Chat-Verlauf mit einem mutmaßlichen AfDler dokumentiert. Die Partei vertritt ja bekanntermaßen Leute, die allein von den Zinsen auf ihr Eigentum leben.

Mit der Umkehrung des Zinsvorzeichens bricht natürlich das einerseits paradiesische und andererseits parasitäre Lebensmodell zusammen, denn die Zinsen werden in einer rechtsstaatlichen Ordnung erzwungen und erpresst. Die Kreditnehmer, und das sind die privaten Haushalte, die öffentlichen Haushalte und die Unternehmen, „gebären” den Zins als das Äquivalent der Arbeit, die zur Tilgung des Kreditzinses geleistet wird.

Man soll sein Licht nicht unter einen Scheffel stellen und nicht Perlen vor Säue schmeißen, wer jedoch immer noch glaubt, dass ich „a bisserl spinnert“ bin, nur weil ich mich seit 4 Jahren nur mit dem Zinsvorzeichen beschäftige, der hat sich wohl noch nicht mit dem Kernthema der AfD beschäftigt.

Die Beleidigungen, die ich da geerntet habe, das sind meine Trophäen.

Sein Text ist in „Anführungszeichen”. Ich wünsche viel Vergnügen und gute Unterhaltung.

Chat-Verlauf

„Hey Tim, ich hab durchaus Sympathien für deine Nachrichten, aber ich denke, wir sind beide ziemlich auseinander was konkrete wie die Migration und den Sozialstaat angeht. Sollten wir in den Austausch treten - wäre gut - oder sollen wir Feinde sein, und uns ggs. löschen und letztlich blockieren? Was meinst ?Vllt. sind wir beide momentan etwas zu krass und emotional aufgeheizt? Nein? dachte ich mir 😀”
[Ich schicke ihm meine Telefonnummer.]

„Hm? 😕”
ruf mich an oder sag mir Deine Nummer

„Ich schreibe lieber, aber danke dir können doch so kommunizieren, oder?”
Ja, im Prinzip, ist aber lästig. Reden ist natürlicher.

„Vllt aber ich kenne Sie ja nicht.”
Na und? Angst vor Fremden oder wie? Wir sind ja nicht nur alle unterschiedlich, sondern wir sind auch alle gleich.

„Das ist seltsam. Du hast ja nicht einmal ein Foto von dir.“
Tja... die Welt ist eben nicht bivalent

„Ich glaube du bist sehr extrem ... vllt sind wir dann doch nicht auf einer wellenlänge ! Unfassbar !”
Was ist unfassbar? [Ich schicke ihm ein Photo von mir.]

„Und das bist du?”
Links ja, das ist eine Darstellung von mir. Das bin nicht ich, sondern ein Photo von mir.

„Ich finde dein engagement gut aber bitte überdreh es nicht.”
Was meinst Du mit „überdrehen”?

”Ich bin jedenfalls nicht linkes. Ich will den Rechtsstaat retten. Nur das will ich. Das ist Demokratie.”
Das will ich auch. Ordnung muss sein!

„Ja, man es überdrehen, damit, dass man Leute in eine schlechte Ecke stellt, die eigtl. auf der eigenen Seite sein könnten. Ja, genau, Ordnung muss sein!”
Ach Gott... meine Naivität... von der habe ich mich getrennt. Es gibt böse Menschen. Wer das ignoriert, der hat Probleme.

„Ja is verstanden. Was hältst du denn bspw. von dem Video mit Alice Weidel, was ich grad gepostet habe. Sag es mir ehrlich, ich will deine ehrliche Meinung ... aber bitte sei sachlich (und ich glaube das bist du eh, aber wollte es nochmal sagen 😛 ) ...”
AfD „bürgerliche Mitte” - einfach nur lächerlich!
Moment... Ich schaue es mir an... .... Wenn ich schon aus ihrem Munde „bürgerliche Mitte” höre, kriege ich das Kotzen.

„Warum denn? Ich bin so aufgewachsen.. und du ziehst das einfach so in den Dreck grad ..oder?”
Ein Bürger achtet auf seine Mitbürger. Alice Weidel tut das nicht!

„Warum tut sie das nicht?”
Weil sie sich für wieder steigende Zinsen einsetzt. Die Frau ist doch nicht ganz dicht! Die gehört zu einer psychiatrischen Untersuchung wie die Le Pen!

„Tim och kom.... was soll das?”
Nö. Es tut mir Leid.

„Was soll das? Sie will etwas anderes. Sie hat nicht deine Meinung.“
Nein. Sie ist da ganz glasklar.

„Das kannst du doch nicht in die Psychiatrie schicken. Ich finde das gefährlich. Und so bist du auch nicht. Du bist schlauer als das. Also halt deine beschissene Schnauze ! Es ist inakzeptabel, was du gerade gesagt hast! Sie gehört NICHT IN DIE PSYCHIATRIE, nur weil sie nicht deine Meinung teilt.!... Unfassbar .... Hör auf so etwas zu sagen.”
Leute wie sie sind gemeingefährlich!

„Wenn du das nicht zurück nehmen willst, lassen wir was jetzt direkt ... Nein.”
Dann ciao!

„Sie haben eine Meinung. Oh man.“
Das hat mit Meinung nichts zu tun

„sondern?”
tja... mit Ignoranz und Menschenverachtung

„du bist verblendet. du bist wie ein TRUMP........nur auf der anderen seite verblendet und dumm sorry. du bist total scheiße.”
ja sie ist verblendet, wie die ganze AfD.

„...und dumm. du gehörst in die Klapse.”
na wenn Du meinst :) :) :)

„Ja. Wer so krass denkt. Du bist ja völlig verblendet. Du lässt keine andere Meinung zu.”
Nein, für die AfD ist doch das Zinsvorzeichen unantastbar.

„jede gegenmenung muss in die psychiatrie .. das ist wie bei den NAZIS. Du bist ein NAZI. ach komm...”
Ich weiß einfach zuviel darüber.

„Ist doch so. Du willst einen Menschen einweisen, nur weil dieser Mensch eine andere Meinung hat, die gleichsam vom GG gedeckt ist.“
Sie gehört auf ihre geistige Zurechnungsfähigkeit hin überprüft.

„Nein du. Unfassbar. Wir kommen hier nicht weiter. Bist du angetrunken?”
Das ist nicht konstruktiv.

“Du bist doch einfach dumm oder betrunken also wir lassen das, du dummes Stück Scheiße fick dich.”

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