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20. Juli 2017

Ökonomische Wahlen, die nicht als solche erkannt werden

Viele wollen Volksabstimmungen und mehr Mitspracherecht in der Gestaltung der Politik. Das ist sicher nicht falsch, doch ist es mit Sicherheit auch wichtig festzustellen, welche ökonomischen Wahlmöglichkeiten man jetzt schon hat.

Ökonomie heißt Haus-Bestimmung oder Haus-Gesetzgebung.

Mit jeder Konsumentscheidung unterstützt man ein bestimmtes Unternehmen und damit ein bestimmtes wirtschaftliches Handeln. Jetzt müsste man nur noch wissen, wen man denn wählt, wenn man bestimmte Produkte kauft. Dafür gibt es mittlerweile schon viele Apps, doch findet man auch auf den Packungen die Zugehörigkeit.

Bei Margarine z.b. findet man sehr oft Unilever. Ich bemühe mich immer darum Gemüse, Obst und möglichst unprozessierte Lebensmittel zu kaufen, wenig bis gar kein Fleisch und wenig Milchprodukte, insgesamt also Früchte vom Baum des Lebens. Ein Schokoriegel ist hingegen eine Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, genauso wie Waschmittel, Zahnpasta, Deo, Putzmittel u.s.w.

Kaugummis, Bonbons aus Kristallzucker, Marshmallows z.b. sind fast reines Industrie-Fraß / „Matrix-Futter“. „Matrix-Futter“ enthält oft mehrfach gesättigte Fettsäuren, ist ungesund für Leber und Galle und macht fett und geistig träge. Niemand kann mehr sagen, dass wir nicht die Wahl hätten. Gib dem Affen keinen Zucker!

Für Politik und Ökonomie gilt gleichermaßen: Nicht (nur) die Gewählten sind dumm, rücksichtslos, verlogen, korrupt, usw. sondern (auch) ihre Wähler!

Auch das nicht wählen Gehen gibt es beim Konsum: Konsumverzicht.

Also:

wählen Gehen = politische Wahl
Konsumentscheidung = ökonomische Wahl
Konsumverzicht nicht wählen

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