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8. Januar 2018

Zinsnahme (Kapitalismus) und Kindesmissbrauch

Das Fundament Sei wahr und wirf ihn weit zurück
Den Schleier über Deinem Blick
Und sieh Dich wie einen Andren an
Und benenn es alles was du getan!
Die Wahrheit ist ein scharfes Schwert
Das mitten durch die Seele fährt.
Der Zauber weicht, es flieht der Schein,
Die Luftgebäude stürzen ein
Und wenn der Staub verronnen ist,
So nimm Dich selber, wie Du bist.
Und baue wieder und bau zu End
Auf dieses bescheidene Fundament.
Conrad Ferdinand Meyer
Soziologische Theorien darüber, was Kapitalismus mit den Menschen macht, gibt es zuhauf.

„Der Zins ist ein Werkzeug zur Menschenviehhaltung.“
ist ein seit tausenden Jahren gültiger Satz, doch ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass der vom Eigentümer des Leihkapitals durch den Zins auf den Leihnehmer und das dahintergeschaltete soziale Netzwerk ausgeübte Sachzwang weit über die einfache Viehhaltung und das Erzwingen von Rationalisierungen oder Arbeit hinaus geht.

Ich möchte hier einige Gedanken, die mir immer wieder durch logisches Nachdenken gekommen sind, um die sich aber auch viele Verschwörungstheorien ranken, in einem Satz zusammenfassen, der ein hochgradig ekel- und schambesetztes, wirklich erschütterndes Thema anspricht, vor dem sich aber letztlich niemand drücken kann, weil es um unsere Zukunft geht, wenn wir uns als eine Menschheit betrachten und wenn wir „die Sache mit der Verantwortung für unsere Mitmenschen“ ernst nehmen. Es ist etwas, das in vielfältigen Formen auf der ganzen Welt geschieht und das nicht tot zu bekommen scheint, egal wie verzweifelt man innerhalb des Systems dagegen ankämpft.

Der Satz, dessen Wahrheit ich hier nahelegen will, lautet:

Zinsnahme vom Lebendigen (Kapitalismus) ist systematische Form und Ursache des Kindesmissbrauchs.
Die These ist, dass der Kindesmissbrauch eine Wirkung des Kapitalismus ist und deswegen auch nicht innerhalb des Kapitalismus bekämpft werden kann. Will man den Kindesmissbrauch wirksam bekämpfen, dann muss man die Zinsen negativ machen, also den Kapitalismus sein lassen.

Die Analyse hat natürlich zwei Seiten, da es um etwas geht, das sich zwischen zwei Menschen abspielt. Zum Einen muss gefragt werden, warum ein Erwachsener die Grenze der Unschuld überschreitet und zum Anderen, wie es dazu kommt, dass ein Kind in eine solche Situation gerät.

Die Motiviation zur Ergründung der möglichen Wahrheit dieses Satzes liegt in der langen Tradition der Anklage von sozialen Folgen des kapitalistischen Systems. Schon der jüdische Prophet Hesekiel klagte die Zinsnahme und den Kindesmissbrauch an:

Der jüdische Prophet Hesekiel zum Kindesmissbrauch und der Zinsnahme.
.... und mindestens auch die ganzheitliche (!) soziologische Literatur (z.B. das Kapital von Karl Marx) thematisiert die vielfältigen Formen von Kinderarbeit, die der Kapitalismus im Zuge der mühsam erstrittenen Einkehr von Menschenrechten in der sog. 1. Welt mittlerweile in die 2. und 3. Welt verdrängt hat.

Soziale Verhältnisse wie Marx sie beschrieb[4, S. 700 f.], findet man heute fast nicht mehr bei uns und dafür im Verborgenen im Rest der Welt, doch sind „wir“ eben nur 1/7 des Ganzen:

Kolonialsystem, Staatsschulden, Steuerbord, Schutzzoll, Handelskriege und so weiter, diese Sprösslinge der eigentlichen Manufakturperiode schwellen riesenhaft während der Kinderperiode der großen Industrie. Die Geburt der letzteren wird gefeiert durch den großen Herodischen Kinderraub. So blasiert Sir F. M. Eden ist gegen die Greuel der Enteignung des Landvolks von Grund und Boden seit dem letzten Drittel des 15. Jahrhunderts bis zu seiner Zeit, dem Ende des 18. Jahrhunderts; so selbstgefällig er diesen Prozess beglückwünscht, der „notwendig“ sei, um die kapitalistische Landwirtschaft und „das richtige Verhältnis von Ackerland (Kain) und Viehweide (Abel) herzustellen“, beweist er dagegen nicht dieselbe ökonomische Einsicht in die Notwendigkeit des Kinderraubs und der Kindersklaverei für die Verwandlung des Manufakturbetriebs in den Fabrikbetrieb und die Herstellung des „richtigen Verhältnisses“ von Kapital (Kain ?) und Arbeitskraft (Abel ?). Er sagt: „Es mag vielleicht der Erwägung des Publikums wert sein, ob irgendeine Manufaktur, die zu ihrem erfolgreichen Betrieb Häuser und Arbeitshäuser von armen Kindern entleeren muss, damit sie, truppweise sich ablösend, den größten Teil der Nacht durch abgerackert und der unentbehrlichsten Ruhe beraubt werden, eine Manufaktur, die außerdem Haufen beiderlei Geschlechts, von verschiedenen Altersstufen und Neigungen, so zusammenhudelt, dass das ansteckende Beispiel zu Verworfenheit und Liederlichkeit führen muss, ob solch eine Manufaktur die Summe des nationalen und individuellen Glücks vermehren kann.“

„In Derbyshire, Nottinghamshire und besonders Lancashire“, sagt Fielden, „wurde die jüngst erfundene Maschinerie angewandt in großen Fabriken, dicht bei Strömen, die das Wasserrad treiben können. Tausende von Händen wurden plötzlich erheischt an diesen von den Städten weit entfernten Orten; und Lancashire namentlich, bis zu jener Zeit vergleichsweise dünn bevölkert und unfruchtbar, bedurfte jetzt vor allem einer Bevölkerung. Die kleinen und flinken Finger waren vor allem gefragt. Sofort sprang die Gewohnheit auf, Lehrlinge (!) aus den verschiedenen Kirchspielarbeitshäusern von London, Birmingham und sonstwo zu beziehen. Tausende dieser kleinen hilflosen Geschöpfe, vom 7. bis zum 13. oder 14. Jahr, wurden so nach dem Norden verfrachtet. Gewöhnlich war es der Meister (d.h. der Kinderdieb), der seine Lehrlinge kleidete, nährte und hauste in einem „Lehrlingshaus“ nahe bei der Fabrik. Aufseher wurden bestellt, um ihre Arbeit zu überwachen. Es war das Interesse [Englisch interest heißt auf Deutsch Zins oder Interesse] dieser Sklaventreiber, die Kinder aufs Äußerste abzuarbeiten, denn ihre Bezahlung stand im Verhältnis zu der Produktenmenge, die sie aus dem Kind herauspressen konnten. Grausamkeit war natürliche Folge... In vielen Fabrikbezirken, besonders Lancashires, wurden die herzzerreißendsten Foltern verübt an diesen harmlosen und verlassenen Geschöpfen, die den Fabrikherren überwiesen wurden. Sie wurden zu Tode gehetzt durch Arbeitübermaß... Sie wurden gepeitscht, gekettet und gefoltert mit der ausgesuchtesten und ausgeklügeltsten Grausamkeit; sie wurden in vielen Fällen bis zu den Knochen ausgehungert, während die Peitsche sie zur Arbeit antrieb... Ja in einigen Fällen wurden sie zum Selbstmord getrieben!... die schönen und romantischen Täler von Derbyshire, Nottinghamshire und Lancashire, dem Auge der Öffentlichkeit entzogen, wurden krause Einöden der Tortur - oft des Mordes!... Die Profite der Fabrikanten waren enorm. Das wetzte nur ihren Werwolfsheißhunger... Sie begannen die Praxis der „Nachtarbeit“, d. h. nachdem sie eine Gruppe Hände durch das Tagewerk gelähmt, hielten sie eine andere Gruppe für das Nachtwerk bereit; Die Tagesgruppe wanderte in die Betten, welche die Nachtgruppe für grade verlassen hatte und umgekehrt. Es ist Volksüberlieferung in Lancashire, dass die Betten nie kalt wurden.“
Was Marx noch alles gemeint haben könnte mit den Punkten „...“ und die Abgründe von Mehrdeutigkeiten, die Kontingenz, der Worte Marxens ist heute wohl nicht mehr eindeutig rekonstruierbar, doch kann zweifelsohne davon gesprochen werden, dass die davon betroffenen Kinder der Ausbeutung vollkommen wehr- und schutzlos ausgeliefert waren und sich dieses Phänomen heute immer noch in vielen Teilen der Welt findet, weil seine Ursache, die sozialen Verhältnisse, nicht abgestellt ist, sondern in großen Teilen der Welt ein die Umwelt der Menschen bestimmendes anthroponomisches Gesetz, die Zinsnahme des Menschen vom Menschen.
Weltkarte mit Zinsen. Die Geldsysteme haben in allen Ländern im Wesentlichen den gleichen Aufbau, so dass Erklärungen für mit dem Zins zusammenhängende Phänomene übertragbar sind.

Seit es die Zivilisation (den Kapitalismus) gibt, ist da auch der Kindesmissbrauch. Wie es vorher war, wissen wir nicht (mehr), doch gibt es, wie im Folgenden dargelegt, klare kausale Zusammenhänge, die das Auftreten dieser wohl widerlichsten, gefährlichsten und selbstschädigendsten Begleiterscheinung der „Zivilisation“ begünstigen und die in vielen Fällen direkt mit der Zinsnahme in Verbindung stehen, nämlich dann, wenn Menschen ihre Kinder verkaufen um aus der zinsbedingten Schuldenfalle heraus zu kommen, so z.B. in Thailand[5], Cambodia[7] aber auch in Griechenland[6].

Nach Schätzungen der UN[3] sind weltweit rund 168 Millionen Kinder von Kinderarbeit (u.a. auch sexueller Kindesmissbrauch) betroffen. Der Fortschritt bei der Bekämpfung dieses Grundübels der Zivilisation verlaufe zu langsam heißt es in dem zitierten Artikel.

Zunächst gilt es, die Elemente des Satzes klar zu definieren. Zu klären sind dabei die Kontingenzen (Mehrdeutigkeiten) der Begriffe 'Kind' und 'Missbrauch', denn es handelt sich hierbei um Generalisierungen, die dem Zweck dienen, das Phänomen zu erklären. Es folgt die Beschreibung des Begriffes 'systematisch' und die Erklärung des Antriebs der Mechanik von Hingabezwängen, der auf komplexe Art mit der menschlichen Gier auf die Zukunft zusammenhängt und der in bestimmten sozialen Situationen den Kindesmissbrauch zur Folge haben kann.

Das Kind (die Frucht) der Beziehung, das Es

Als das Kind betrachte ich hier soziologisch das im Kontakt zweier Elternteile entstehende Beziehungssystem, das „Dritte“ zwischen den Teilen im Kontakt. Die Teile können Systeme im Sinn der Systemtheorie sein. Ein Teil kann aber auch ein Mensch sein, der andere ein Werkzeug. Das Dritte ist dann ein Werkstück oder etwas anderes, auch ein Mensch.

Als Kinder (Früchte) kommen hier also in Betracht:

Das letzte Kind sollte den meisten Menschen aufgefallen sein. Ein „inneres Kind zu haben“ muss nicht zwangsläufig heißen, entsprechend weniger erwachsen zu sein. Mit „ein inneres Kind zu haben“ meine ich die Fähigkeit, die Eigenschaften in der eigenen Persönlichkeit zu erkennen, die auch Eigenschaften des Menschen der Kindheit waren und die größtenteils Eigenschaften und Einstellungen sind, die alle Kinder aufweisen. Das innere Kind taucht bei vielen Menschen am Ende ihres Lebens wieder auf, wenn sie im Zuge der finalen Regression des Alterns wieder kindisch und albern werden. Im mittleren Lebensalter wird dieser Teil der Seele von einem seelischen Überbau, einer Kontrollinstanz, dem sog. Über-Ich beherrscht. In jedem Erwachsenen lebt ein zivilisatorisch dressiertes Kind, dessen Impulse bei Manchen leichter, bei Anderen schwerer und bei Wenigen gar nicht mehr an die Oberfläche der Persönlichkeit und des (Selbst) Bewusstseins gelangen und reichen.

Schaut man durch das Modell Fritz Riemanns zur hysterischen und zur depressiven Persönlichkeit auf alle Menschen wie auf sich selbst, dann stehen die dazugehörigen Verhaltensweisen und Einstellungen Kindern nahe. Das Schöpferische, Verspielte, Neugierige, Reiz- und Vergnügungssüchtige in uns, unser Es, in Kombination mit unseren sozialen Fähigkeiten und dem Erlernten befähigt uns zur Kreativität (lat. creare heißt erschaffen, gr. hystera ist die Gebärmutter) und also zur Zeugung von vielerlei Kindern, Schöpfungen, Früchten.

Die Mehrdeutigkeiten des Begriffes Kind kläre ich hier, um damit aufzuzeigen, dass und wie sich der Kindesmissbrauch fortpflanzt (reproduziert): wird in einem Menschen das Kindliche (beim Erwachsenen das innere Kind) missbraucht, so gewöhnt sich der Mensch im Zuge der Entwicklung einer Abwehr gegen den bestraften Widerstand dagegen (pacta sunt servanda!) daran, und so wird er blind für die eigenen und fremden Missbräuche von eigenen und fremden Kindern. Kindesmissbrauch wird zur Normalität, weil man es übersehen muss, um mit dem eigenen Leid zurecht zu kommen (Begriff der seelischen Abwehr durch Introjektion). Die strukturelle Gewalt, in der die Menschen regelrecht zur Hingabe erzogen werden ist allgegenwärtig.

Ganz in logischer Einheit mit Riemanns Modell ist der Antagonist, das Komplement, des Hysterischen das Zwanghafte und geht, in Abgrenzung zur Verführung, bei der es eine manipulierte selbstbestimmte Komponente gibt, ein wesentlicher Teil von Missbräuchen auf Zwänge zurück.

Nutzen, Gebrauch und Missbrauch

Was wir tun, folgt in der Regel einem Zweck, den wir für wertvoller erachten, als den Wert des zu seiner Erreichung eingesetzten Mittels. Das Erreichen des Zwecks und damit der Genuss des Nutzens, die Erfahrung der Belohnung oder die Abwendung von Unlust sind für die meisten der Antrieb ihres Handelns. Selbst wenn wir in Beziehungen zu anderen Menschen eintreten, verfolgen wir bewusst oder unbewusst Zwecke und erhoffen uns irgendeine Art von Lustgewinn, eine Sinnerfahrung, einen Nutzen, wenn wir nicht dazu gezwungen wurden und es freiwillig, also ungezwungen tun. Die Abwehr von Unlust (Nachteile, Strafe, Schmerzen, usw.) ist hingegen selten ungezwungen.

Das Teilwort „Missbrauch“ im Thema dieses Abschnitts deutet an, dass es auch einen „Gebrauch“ von Kindern geben kann, von dem sich der Missbrauch abgrenzt. Dies hört sich zunächst fremdartig an, doch dieser Eindruck verflüchtigt sich, wenn wir begreifen, dass wir unsere Kinder brauchen - wie anfangs und dann, im Verlauf der Zeit, immer weniger, seltener und andersartiger sie uns: Kinder werden geboren, wachsen auf, werden Jugendliche, wollen erwachsen werden und ziehen irgendwann aus.

Die sozialen Erfahrung mit Menschen verändert uns und lässt uns anders auf die Beziehung zu ihnen blicken, eröffnet neue Möglichkeiten oder verschließt andere.

Das Wissen (das erste immaterielle Kind in der Liste oben) beseitigt Zweifel und Unsicherheiten, lässt Sachverhalte anders erscheinen, eröffnet neue Perspektiven, baut Brücken in schon Bekanntes und in Unbekanntes.

Das Werkstück (das zweite materielle Kind in der Liste oben) nimmt die beabsichtigte Form an, so dass man sich um Details kümmern kann oder die Konzentration auf das ganze Bild lenkt, um vielleicht noch andere Eigenschaften herauszuarbeiten, die man anfangs nicht bedacht hat.

Die Beziehung zu unseren Kindern enthält anteilig immer eine selbstbezügliche Komponente, also etwas, das uns (einer der Elternteile oder beide) in der Beziehung zum Kind spiegelt, unsere Handschrift, unser Stil, unsere Erziehung, unsere Art, die wir in der Beziehung zu uns (unserem Beziehungspartner oder dem Mittel zum Zweck) an das Kind weitergeben: die Art der Mutter oder des Vaters, die andere im Kind wiedererkennen, die typischen Eigenarten von seinem Selbst, die von den Freunden ähnlich beschrieben werden, die Marotten, die eigene Darstellungs- und Ausdrucksweise von Erlerntem und Wissen, die Abdrücke des Werkzeugs auf dem Werkstück und der daran erkennbare Duktus (die Manier) des Schaffenden, Formenden, all dies sind die selbstbezüglichen Komponenten je eines Elternteils oder beider im Kind.

Das Kind hat oder ist also eine materielle oder imaterielle Form des Gedächtnisses und es ist Zukunft, weil es hinzu kommt. Es wächst zwischen den Elternteilen heran, und es ist ganz das Wozu, der Nutzen, die Belohnung, der Sinn.

(hinzu) kommen Vb. ‘sich einem Ort nähern, sich von einem Ort hierher begeben, einen Ort erreichen, eintreffen, erscheinen’, ahd. queman (8. Jh.), mhd. (mit Verschmelzung von u und e zu o) komen, asächs. kuman, mnd. kōmen, kāmen, kommen, mnl. cōmen, nl. komen, aengl. cuman, engl. to come, got. qiman, anord. koma, schwed. komma führt mit aind. gámati ‘geht’, toch. A käm-, kam-, kum-, toch. B kä(n)m-, kam-, śem- ‘kommen’, griech. bá͞inein (βαίνειν) ‘gehen’, lat. venīre ‘kommen’, lit. gim̃ti ‘zur Welt kommen, geboren werden, entstehen’ auf eine Wurzel ie. *gu̯em- ‘gehen, kommen, zur Welt kommen, geboren werden’. Im Dt. ist der ursprüngliche Anlaut qu- (germ. kw-) im Verbaladjektiv ↗bequem (s. d.) erhalten.

Kunft f. ‘das Kommen, Ankommen’ (selbständiges Substantiv bis ins 19. Jh.), ahd. kumft (8. Jh.), kunft (9. Jh.), mhd. kumft, kunft ‘Ankunft, das Kommen, Eintreffen, Zukunft, das Zukünftige’ neben mnd. kumpst, kumst, komst, mnl. comst, nl. komst sind Abstrakta mit sti-Suffix (vgl. auch mit ti-Suffix got. gaqumþs ‘Zusammenkunft, Versammlung’), wobei im Hd. -s- in -f- übergeht mit nachfolgendem Wandel von m zu n; daran anschließend die Ableitung ↗künftig (s. d.). Im frühen 19. Jh. wird das Substantiv in freier Verwendung aufgegeben, bleibt jedoch als Grundwort von Komposita erhalten.

Abkunft f. ‘Abstammung, Herkunft’, älter ‘Nachkommenschaft’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘Ertrag’ (Anfang 17. Jh.), auch ‘Übereinkunft’ (18. Jh.). Ankunft f. ‘Herkunft, Ursprung, das Ankommen, Eintreffen’ (2. Hälfte 15. Jh.). Auskunft f. ‘Information, Mitteilung, Antwort’ (18. Jh.), ‘das Herauskommen, Ergebnis’ (17. Jh.), ‘das Ausfließen’ (15. Jh.);

Auskunftei f. ‘Auskunftsbüro’ (19. Jh.). Einkünfte Plur. ‘Ertrag, Gewinn, Verdienst’ (16. Jh.); vgl. mhd. īnkumft ‘Eintreffen, Ankunft’.

Herkunft f. ‘Brauch, Herkommen’ (17. Jh.), ‘Abstammung’ (16. Jh.); vgl. mnd. hērkum(p)st ‘Herkommen, Abstammung, Brauch’.

Niederkunft f. ‘Zeit, Vorgang der Entbindung’ (Ende 17. Jh.).

Übereinkunft f. ‘Einigung, Übereinstimmung’ (2. Hälfte 17. Jh.), ‘Vertrag, Absprache, Abmachung’ (18. Jh.).

Unterkunft f. ‘Obdach, Wohnung, Quartier’ (1. Hälfte 19. Jh.).

Zukunft f. ‘die noch bevorstehende, die kommende Zeit’, ahd. zuokumft ‘Herankunft, Ankunft’ (10. Jh.), mhd. zuokumft, zuokunft ‘das (Herzu)kommen, Ankunft, Verfolgung, Zukunft’, bis zu Beginn des 17. Jhs. auch im räumlichen Sinne; zukünftig Adj. ‘zeitlich bevorstehend, in der Zukunft stattfindend’, ahd. zuokumftīg ‘ankommend’ (9. Jh.), mhd. zuokünftic ‘(heran)kommend, künftig, noch zu erwarten’ (im räumlichen Sinne bis 16. Jh.). Als grammatischer Terminus zuekünftig zeit (um 1400) für mlat. (tempus) futurum; dafür (2. Hälfte 18. Jh.) Zukunft (s. ↗Futur). Zusammenkunft f. ‘Treffen, Versammlung’ (16. Jh.).

Quelle: dwds.de zu Zukunft.

Ist zwischen den Elternteilen die Bestimmung ausgeglichen, die Grundbedingung der doppelten Kontingenz, existiert also kein (ungewollter) Fremdzwang, wie eine drohende Unlust, dann kann man sagen, dass aus der ungezwungenen, gegenseitigen und im Idealfall gewollten, also wechselseitig begehrten, Zuwendung der Elternteile ein Kind der Liebe entsteht.

Der Missbrauch beginnt dort, wo Eltern zur Hingabe des Kindes gezwungen werden. Dieser Hingabezwang stellt sich dar in einem Zwang auf einen der beiden Teile oder beide, das ganze Kind oder einen Teil von ihm herzugeben und es den Eltern zu entziehen. So etwas kennen die meisten Menschen bewusst nur daher, wie wir mit Zuchttieren oder mit der Natur umgehen: wir „ziehen Früchte“ (vgl. zum Begriff des Fruchtziehungsrechts, ius usus fructus, als einem der Verfügungsrechte des Kapitalismus), sind Tier- und Pflanzenzüchter.

Zucht f. ‘das Aufziehen, Züchten (von Tieren und Pflanzen) und dessen Ergebnis, (strenge) Erziehung, Gehorsamkeit, Disziplin’, ahd. zuht ‘Unterhalt, Nahrung, Erziehung, Belehrung, Sprößling, Geschlecht’ (8. Jh.), mhd. zuht ‘das Ziehen, Zug, Richtung, Weg, Erziehung, Bildung, Strafe, feine Sitte und Lebensart, Ernährung, Unterhalt, Abstammung, das Aufgezogene’, asächs. tuht, mnd. tucht ‘Zug, Ziehen, Aufschub, Verzug, Frist, Erziehung, Bildung, das Aufgezogene’ (bes. vom Vieh), mnl. tocht, tucht ‘das Ziehen, Erziehung, Nutznießung, Höflichkeit’, nl. tocht, aengl. tyht ‘Lauf, Bewegung, Unterweisung’, anord. (wohl aus dem Mnd.) tykt ‘Zucht, Strafe’ sowie got. ustaúhts ‘Vollendung, Erfüllung’ sind ablautende Abstrakta mit ti-Suffix (germ. *tuhti-) zu dem unter ↗ziehen (s. d.) behandelten Verb. Sie bezeichnen zunächst ‘das Ziehen’ als Beihilfe bei der Geburt von Haustieren, danach die Ernährung und Pflege der Jungtiere sowie das Aufziehen von Pflanzen und (jungen) Menschen und (im menschlichen Bereich) Erziehung und Bildung. Mhd. zuht gehört im Sinne von ‘feine Sitte und höfische Lebensart’ zu den Kernbegriffen der mittelalterlich-höfischen Ethik.

züchten Vb. ‘planmäßig und auswählend Pflanzen oder Tiere heranziehen’, ahd. zuhten (8. Jh.), mhd. zühten ‘nähren, aufziehen’.

Züchter m. ‘wer planmäßig, auswählend, veredelnd Tiere und Pflanzen heranzieht’ (wohl erst 19. Jh.), zuvor frühnhd. ‘Lehrer, Erzieher’; vgl. ahd. zuhtāri ‘Ernährer, Erzieher’ (9. Jh.; zuhtāra f. ‘Ernährerin’, auch ‘Nachkommenschaft’, 8. Jh.), mhd. zühter ‘Vogeljunges’, auch ‘wer junge Tiere aufzieht’.

züchtig Adj. ‘brav, anständig’, ahd. zuhtīg ‘geschult, maßvoll, zur Zucht fähig’ (10. Jh.), mhd. zühtec, zühtic ‘züchtigend, wohlgezogen, artig, höflich, gedeihlich, fruchtbringend’.

Gezücht n. ‘Heran-, Aufgezogenes’, oft geringschätzig ‘Brut, Gesindel, Geschmeiß’, mhd. gezüchte; Kollektivum zu Zucht. Vgl. Otterngezüchte (Luther, Mt. 3,7).

züchtigen Vb. ‘(körperlich) strafen’, mhd. zühtegen, zühtigen ‘durch Zucht erziehen, strafen, sich ziehen, bilden’; vgl. ahd. afterzuhtīg ‘(nach dem Werfen der Lämmer) säugend’ und (zweifelhaft) afterzuhtīgen ‘(nach dem Werfen der Lämmer) säugen’.

Unzucht f. ‘unsittliche Handlung’, ahd. unzuht (10. Jh.), mhd. unzuht ‘Ungehörigkeit, Ungesittetheit, Roheit, Gewalttätigkeit, Unsittlichkeit’.

unzüchtig Adj. ‘unsittlich’, ahd. unzuhtīg (10. Jh.), mhd. unzühtec, unzühtic ‘zuchtlos, unsittlich’.

Quelle: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache dwds.de.

Kindsopferungen in den abrahamitischen Religionen und altertümlichen Kulturen

Ein frühes Zeugnis einer Kindsopferung findet sich im 1. Buch Mose, wo Abraham von Gott versucht wurde, seinen einzigen Sohn Issac zu opfern, was zunächst nichts unmittelbar mit dem Zinsnehmen oder -geben zu tun zu haben scheint.

Im 2. Buch Mose, in Exodus 13 heißt es:

  1. Die Erstgeburt vom Esel sollst du auslösen mit einem Schaf; wenn du sie aber nicht auslöst, so brich ihr das Genick. Beim Menschen aber sollst du alle Erstgeburt unter deinen Söhnen auslösen.
  2. Und wenn dich morgen dein Sohn fragen wird: Was bedeutet das?, sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten, aus der Knechtschaft, geführt.
  3. Denn als der Pharao hartnäckig war und uns nicht ziehen ließ, erschlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland, von der Erstgeburt des Menschen bis zur Erstgeburt des Viehs. Darum opfere ich dem HERRN alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, aber die Erstgeburt meiner Söhne löse ich aus.
  4. Und das soll dir ein Zeichen auf deiner Hand sein und ein Merkzeichen zwischen deinen Augen; denn der HERR hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt.

Später, im 3. Buch Mose, Kapitel 1-7, mit Bezug zur Zinsnahme steht die Praxis von in Bezug auf das Thema dieses Artikels „unverdächtg erscheinenden“ Opferritualen beschrieben, die jedoch nicht direkt mit der Opferung von leiblichen Kindern zu tun hat:

Die bekanntesten fünf Opfer im Kapitalismus, die Mose widerwillig nach der erneuten Sünde (Exodus, 32:[7-14], Tanz um das goldene Stierbild) ritualisierte.

Das neue Testament beschreibt insgesamt eine Kindsopferung: Jesus war der Sohn Gottes, der „wie ein Lamm“ geopfert wurde.

Auch andere, teils verwandte Kulturkreise außerhalb der abrahamitischen Religionen verbinden den Zins mit dem jungen Lebendigen. Das altägyptische Wort ms für Zins, was auch Leben geben bedeutet, verweist darauf, dass seit jeher bekannt ist, dass der Zins unmittelbar mit dem jungen Leben, der Zeugung und der Schöpfung zusammenhängt.

Dennis Kremer schreibt am 24.10.2016 in der FAZ:

„Es gibt zwischen den ältesten Sprachen der Menschheit eine interessante Parallele. Die Sumerer, die etwa 3000 Jahre vor Christi Geburt Mesopotamien (also in etwa die Gegend des heutigen Iraks) bevölkerten, kannten bereits ein Wort für Zins: Es hieß in ihrer Sprache mash, und es bedeutete gleichzeitig „Kalb“. Die Griechen sprachen von tokos, was zugleich „junges Rind“ hieß. Und die Ägypter sagten ms, was auch „Leben geben“ bedeutete.“

Zitat: Dennis Kremer[1]
Über Zins und Zivilisation schreibt der amerikanische Finanzhistoriker William N. Goetzmann in seinem Buch „Money Changes Everything: How Finance Made Civilization Possible“[2].

Systematik und Mechanik von Hingabezwängen

Von einem physikalischen Standpunkt aus betrachtet gelten im Universum die Naturgesetze. Zu den Fundamenten des Theoriegebäudes der Physik zählen die Sätze der Thermodynamik, von denen der 2. Hauptsatz als die physikalische Beschreibung des negativen Zinses der Natur ökonomisch interpretiert werden kann. Der aufgrund des 2. Hauptsatzes von allem Materiellem, Lebendigem wie Totem, ständig an die Umwelt abfließende Zins kann nur von räumlich und zeitlich begrenzten lebendigen Prozessen aufgenommen und umgekehrt werden und auch nur während sie wachsen, denn das Wachstum von Lebewesen ist ein Ordnungsvorgang, eine geordnete Akkumulation von Materie, und der 2. Hauptsatz beschreibt die ständige Zunahme von Unordnung in der Natur. Bei den Reichen sind die Dinge in Ordnung, während es bei den Übrigen und vor allem bei den Ärmsten aufgrund der Störung immer unordentlicher werden.

Das Leben ist also wahrlich ein physikalisches Wunder, eine scheinbare Paradoxie, da es sich durch die Fortpflanzung dieses fundamentalen Naturgesetzes auf Dauer entziehen zu können scheint, ohne es jedoch zu brechen: Die Lebenszeit von Individuen einer Art ist begrenzt. In der Umwelt gibt es also einen omnipräsenten vielgestaltigen und doch gestaltlosen „Zinsnehmer“, und aufgrund und/oder trotz (?), seines Wirkens ist das Leben entstanden. Alle Lebewesen zeugen Kinder, um das erosive Grundgesetz des Universums (2. H.S.T.) zeitweilig zu überwinden, leben gleichsam in ihnen und durch sie fort, erliegen ihm am Ende ihres Lebens dann doch und sterben. Insofern sind alle Lebewesen das „Gezücht“ dieses Naturgesetzes, das Leben ist die Antwort darauf.

Makroökonomische Umverteilung und Verzerrung der natürlichen Umweltgesetze

Die kapitalistische, also von sich selbst und ihrer Umwelt positive Zinsen nehmende, Zivilisation, das „arbeitsteilige Menschengeflecht“, wie es Norbert Elias vielleicht ausdrücken würde, das in seinen geldwerten Austauschbeziehungen, an den Märkten, die Regel des positiven Zinses etabliert hat und einhält, erschafft sich selbst mithilfe des auf das Leihkapital erhobenen Zinses eine der nicht-menschlichen, natürlichen Umwelt überlagerte künstliche Umwelt, in der die einzelnen Zellen seines Gesamtkörpers, die Menschen, in Abhängigkeit von der Größe ihres Kapitalstocks, der die individuelle NETTO Zinsbilanz bedingt, einer subjektiven individuellen Verzerrung der Naturgesetze unterworfen sind.

Die Gruppe der Menschen, die NETTO weder Zinsen nehmen noch geben, wandert, ausgehend von einer vergleichweise geringen Ungleichheit nach einer Krise am Ende der Zyklen, wie in etwa nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland, im Verlauf des kapitalistischen Prozesses in der Vermögensverteilung von den kleineren Vermögen unten immer weiter nach oben. In Deutschland liegt diese Gruppe mittlerweile (2017) in der oberen Hälfte des 9. Dezils der Vermögensverteilung. Die Menschen in der Vermögenspyramide darüber, im 10. Dezil, nehmen NETTO mehr Zinsen als sie indirekt über den Konsum und Steuern oder direkt durch Zinsen auf Fremdkapital geben, und die Menschen vom 1. bis zum 8. Dezil, also 80%, sind die NETTO-Zinsgeber.

An den Unterschieden in der Vermögensverteilung zwischen 2003 und 2012 erkennt man die Umverteilungswirkung des Zinses, NETTO-Zinsgeber und NETTO-Zinsnehmer. Das Vermögen der 9. Dezile ist über den betrachteten Zeitraum gleichgeblieben, das 10. Dezil hat zugelegt, und alle anderen haben verloren.

Streng genommen gilt in Deutschland der 2. Hauptsatz nur für eine schmale untere Oberschicht (das 9. Dezil), während für die große Mehrheit (die Dezilen 1 bis 8) das Leben teils sehr viel härter ist, als lägen die Zinsen bei 0%. Eine immer kleiner werdende Oberschicht (das 10. Dezil) hat die Wirkung des 2. Hauptsatzes zumindest für ihre materiellen Güter nicht nur kompensiert, wenn die natürliche Zerfallsrate auf ihr materielles Kapital kleiner ist als sein effektiver Zins, sondern ihn sogar umgekehrt. Ihr Totes wächst, obwohl das aufgrund der Naturgesetze allein eine Egenschaft lebendiger, wachsender Materie ist. Hinzu kommt, dass der Zuwachs (die Zukunft) des Geldes, der Zins, immer vom Lebendigen genommen wird, so wie es eigentlich nur der omnipräsente einzige Zinsnehmer (der 2. Hauptsatz) tut.

Die Zeit scheint deswegen für die Reichen rückwärts zu laufen, während sie für die Armen schneller vergeht, denn das Phänomen der Zeit ist die (irreversible) Zunahme von Unordnung im Universum.

Zur Extrapolation auf die Welt kann auf die Gleichartigkeit der Geldsysteme in den Ländern der Welt und auf die Skaleninvarianz des Umverteilungsvorgangs verwiesen werden. Es kann deswegen mit Sicherheit gesagt werden, dass die Kinder der NETTO-Zinsnehmer nicht von der Ausbeutung betroffen sind, sondern fast ausschließlich die Kinder der Gruppe der NETTO-Zinsgeber - weltweit.

Geburtenrate weltweit: oben 1970, unten heute.

Gemäß der eingangs durchgeführten Grundüberlegung zur Beziehung zwischen dem Leben, seiner Fortpflanzung und dem 2. Hautpsatz beobachtet man folgerichtig auch einen Kinderreichtum bei den Armen und eine Kinderarmut bei den Reichen - weltweit und skaleninvariant. Die Reichen bekommen Zinsen, die Armen bekommen Kinder.

Mechanik des Zinsgabe und -nahme und ihr Antrieb: Gier

Um den Zins zu bekommen, muss man sparen, also nicht konsumieren. Es ist hier wichtig zu verstehen, was Konsum für den Menschen grundsätzlich ist, nämlich etwas zu nehmen, das man begehrt. Die Motivation des Sparens ist auch der Konsum, jedoch nicht der Konsum in der Gegenwart, sondern Konsum in der Zukunft. Wer konsumiert, erhofft sich davon einen Nutzen, eine Belohnung. Das Begehren stellt sich im Gehirn als eine Aktivierung des nucleus accumbens dar. Das Organ wird mit Süchten in Verbindung gebracht und ist Teil des sog. „Belohnungssystems“.

Der Zins belohnt den Nicht-Konsum, den Konsumverzicht, also das Zurückhalten des Belohnungswunsches. Um den Zins in der Zukunft zu bekommen, muss der Mensch in der Gegenwart sein Begehren abwehren und es vom Erleben abspalten.

Da das Begehren aber wesentlicher Teil von Liebesbeziehungen ist, raubt der Anreiz, den Zins zu bekommen den Menschen die Freude am Leben. Viele fühlen sich deswegen während und am Ende ihres Lebens leer und ausgelaugt. Sie durften einen wesentlichen Teil des Lebens ihr Leben lang nicht leben, und nun sind sie auf einmal frei und dürfen „die Sau“ rauslassen auf der Grundlage der Lebensrente (Rente ist ein anderes Wort für den im Erwerbsleben akkumulierten Zins), doch sind sie eben alt und nicht mehr jung. Manche haben nie wirklich gelebt.

Was bei den meisten gesunden Menschen die stärksten Begehrenswünsche auslösen dürfte, ist das andere Geschlecht. Es gehört zum Sein und Werden eines jeden Lebewesens, die Beziehung zum anderen Geschlecht zu suchen. Doch muss eine Gesellschaft, die auf der Grundlage der belohnten Unterdrückung des Begehrens ihren Wohlstand und Fortschritt aufbaut ihren Menschen von Anfang an beibringen, das Begehren, und als wesentlichen Teil davon u. a. auch den Sexualtrieb, zu unterdrücken. Diese Unterdrückung findet sich beispielsweise im Zölibat und in vielen Formen von Abstinenz, in Enthaltsamkeitslehren, im Fasten, im Zu-wenig-Schlafen, im Zu-lange-Arbeiten, usw. in den vielen Formen von übertriebener Askese.

Der Soziologe Max Weber untersucht um 1905 in seinem Werk Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus die Beziehung zwischen der religiösen Ethik und dem Kapitalismus.

Neurophysiologisch steckt hinter der Triebunterdrückung das Vermeiden der Aktivität des Belohnungszentrums (Mephistopheles gewissermaßen) durch entsprechendes (Nicht-) Handeln. Die Notwendigkeit, den Trieb zu unterdrücken ergibt sich aus der Grundregel des kapitalistischen Geldsystems, dem positiven Zins.

Sucht f. ‘krankhaft gesteigertes Verlangen, Bedürfnis, Gier’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. suht ‘Krankheit’, mnd. sucht, mnl. sucht, socht, nl. zucht ‘Krankheit, starke Begierde’, afries. sechte, aengl. (aus dem Asächs.) suht, anord. sōtt ‘Krankheit, Gram’, dän. schwed. sot, got. saúhts ist ein ti-Abstraktum (germ. *suhti-) und schwundstufig zu einem in got. siukan ‘krank sein’ belegten starken Verb gebildet, damit zu der unter ↗siech (s. d.) behandelten Wortgruppe gehörend. In seiner ursprünglichen Bedeutung ‘Krankheit’ (im Mittelalter auch prägnant ‘Pest, Aussatz, Fieber, Tobsucht’) tritt Sucht seit dem 17. Jh. gegenüber Synonymen wie ↗Krankheit, ↗Siechtum, ↗Seuche (s. d.) stark zurück und ist in diesem Sinne im 19. Jh. als Simplex nahezu ungebräuchlich. Es bleibt geläufig in der Verbindung fallende Sucht ‘Epilepsie’ (noch zu Beginn des 20. Jhs.) sowie in den Krankheitsnamen Fallsucht, Gelbsucht, Schwindsucht, s. auch ↗Sehnsucht. Wohl unter dem semantischen Einfluß von (nicht verwandtem) ↗suchen (s. d.) entwickelt Sucht die Bedeutung ‘intensives Verlangen nach etw.’, vgl. Gefallsucht (18. Jh.), Herrschsucht (18. Jh.), Trinksucht (17. Jh.), Trunksucht (19. Jh.), und gewinnt in der 1. Hälfte des 20. Jhs. Verbreitung als Bezeichnung für ‘krankhafte Abhängigkeit von Betäubungs- und Rauschgiftmitteln’.

süchtig Adj. ‘von einem krankhaften Trieb erfüllt, gierig nach etw.’ (16. Jh.), ‘drogenabhängig’ (20. Jh.), ahd. suhtīg (8. Jh.), mhd. sühtec ‘krank’.

Quelle: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache dwds.de.
Der Zins schafft aber eben nicht nur einen Anreiz zur Enthaltsamkeit und zur Triebunterdrückung, dem man selbstbestimmt folgen kann, sondern auch einen Zwang, dem fremdbestimmt Folge zu leisten, denn das System funktioniert auf der anderen Seite nur - es können nur dann Zinsen genommen werden - wenn die Menschen zur „Sünde“, zum Konsum, zur Ausgabe von Geld verführt werden.

Insgesamt geben relativ arme Menschen den relativ Reichen mehr hin als umgekehrt (NETTO Zinsbilanz). Die Hingabe ist systematisch (das Bankensystem ist der primäre Treiber) erzwungen, denn über Märkte breiten sich Zinsschulden auf das Leihkapital aus, und die Banken müssen den Zins der Sparer irgendwoher nehmen (die sog. „unsichtbare Hand“, makroskopische Beschreibung hier). Es findet sich am Ende einer u. U. sehr langen Kette hintereinander geschalteter Märkte ein Mensch oder eine Menschengruppe, der oder die die Schuld absorbiert, sich dem Rationalisierungszwang (dem Sachzwang) unterwirft, den Zins hergibt, ihn gebärt, ihn abarbeitet oder ihn im Konsum einspart.

Immer ist der Zins ein Stück Lebensenergie (Arbeit ist Energie, konsumierte Nahrung ist zukünftiges Leben vor der Verstoffwechselung), das hingegeben wird. Die Armen gebären den Zins, die Reichen verleiben ihn sich ein, ohne ihn jedoch zu konsumieren. Wer aufsteigen will, der muss sparen, wer konsumiert steigt ab. Wer sündigt, zahlt Zins, heilig sind im Kapitalismus nur die Sparer.

Der Zins wird auf die beschriebene Weise in einer Marktbeziehung, in einer Beziehung zum Geldnetzwerk, genommen. Insbesondere dann, wenn diese Beziehung ein Arbeitsvertrag ist, wird der Zins, als ein Teil des Kindes der Arbeitsbeziehung, zwischen dem Arbeitenden und der Arbeitsumgebung genommen. Der Lohn ist ein wenig zu niedrig oder es muss ein bisschen mehr gearbeitet werden, weil ein Teil des Erlöses für die Tilgung der Zinsen (auch Miete, Pacht, Lizenzgebühren, Konzessionen usw.) auf das Fremdkapital verwandt wird und auf die Arbeitskosten drückt. Außerhalb der Arbeit in der Beschaffung von Lebensnotwendigem zwingt der Zinsanteil der Inflation zur Enthaltsamkeit, nimmt Lebensfreuden, dann doch zu Mehrarbeit, zur Annahme eines Zweitjobs, kurz:

das Kind der Beziehung zum Geldnetzwerk wird zur Zinsnahme missbraucht.

Der das Kind gebärende, kreative Mensch wird ausgebeutet und bekommt ein seelisches Loch, das er durch den Konsum stopfen will, womit denn auch sonst, wenn nicht in der Leere und dieser kapitalistischen Askese, der negativen Form der „Freiheit“, Libertarismus, der Sinn gesehen wird, um die fehlende Belohnung zu erhalten, doch auch die Konsumpreise enthalten einen Zins, so dass es kein Entkommen vor der Zinsnahme und dem Kindesraub gibt. Konsumiert werden zum Stopfen des Lochs Drogen allerlei Art, manche sind promiskuitiv, andere verfallen in Kaufräusche. Alles dient dem Stopfen des Loches, das aus der Verzerrung des Gleichgewichts mit der Umwelt resultiert. „Drogen sind falsche Freiheit“ sagt Franziskus[12].

Betrachtet man die Tilgung von Krediten in Unternehmen zur Finanzierung einer Innovation, eines Umbaus o.ä, so geht die erste Frucht an den Investor, an den Leihgeber von fremdem Kapital. Erst wenn der Kredit getilgt ist, geht die Frucht, der Gewinn der Unternehmung an den Unternehmer: das Motiv der Kindsopferung. Das Tagewerk geht an die Firma, das neue Baby der Tüftler in der Innovationsabteilung ist Eigentum des zuoberst Vorgesetzen oder der Anteilseigner.

Kindesmissbrauch und Notzucht

Körperliche Formen des Missbrauchs von Kindern sind die Kinderarbeit und der sexuelle Missbrauch. Seelischer Missbrauch von Schutzbefohlenen kommt hingegen in den unterschiedlichsten Formen vor und ist dann in der Regel Gegenstand der Psychoanalyse, wenn der Erwachsene darunter leidet. Seelischer Missbrauch findet sich also auch in bestimmten Erziehungsstilen, in pathologischen familiären Eigenarten, in unverarbeiteten unreflektierten Traumata, die sich von Generation zu Generation fortpflanzen.

Hinsichtlich der Formen sexuellen Missbrauchs muss zwischen kommerziellem, über einen Markt vermittelten Missbrauch und nicht kommerziellem Missbrauch unterschieden werden, der sich außerhalb des Geldnetzwerks in den Familien oder im sozialen Umfeld der davon Betroffenen abspielt. Die kommerzielle Ausbeutung von Kindern an Märkten setzt eine dem Ausmaß des Missbrauchs entsprechende soziale Situation voraus, denn Eltern geben nicht ohne Not ihr Kind her im Wissen, dass es dadurch verletzt und in seiner Entwicklung beschädigt wird. Betrachtet man also Nachfrager- und Anbieterseite, so spielt Armut, also die Ungleichheit, eine wesentliche Rolle und wirkt katalytisch[8][9][10][11].

Karte mit Daten zum Menschenhandel. Quelle: AFP

Karte mit dem Wohlstandsniveau gemessen in US $ pro Kopf (capita). Quelle: www.credit-suisse.com.

Zu den Motiven kann letztendlich nur spekuliert werden. Wahrscheinlich ist das Erleben von einer starken Komponente des Begehrens geprägt, die Handlung ist also eine Form der Sucht, dient der Kompensation für fehlende Freude. Es gibt jedoch auch eine Gewalt- oder Zwangskomponente, die wahrscheinlich selbstbezüglich ist: der vorher selbst Ausgebeutete reproduziert mit dem Missbrauch die eigene Ausbeutungssituation, wechselt die Rolle, wird selbst der Herr, der die Gewalt ausübt, kompensiert so die früher erlebte körperlicher Unterlegenheit, das Gefühl des Ausgeliefert-Seins. Das vorher verletzte Kind reproduziert seine Verletzung, um sie zu verstehen. Fetische dienen oft der Reproduktion von Leiden, um sie darzustellen, sie unbewusst zu reflektieren, um die Chance zu bekommen, die eigene Verletzung zu verarbeiten. So interpretiert dienen pornographische Fetische als Projektionsflächen für eigenes Leid.

Cole Porter, Love For Sale

Not f. ‘Armut, Elend, Mangel, schwierige Lage, Bedrängnis, Mühe, Schwierigkeit, Zwang’, ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. nōt, asächs. nōd, mnl. noot, nl. nood, aengl. níed, nēd, engl. need (Plur. needs ‘Bedürfnisse’), anord. nauð, nauðr, schwed. nöd, got. nauþs führt als Abstraktbildung mit ti-Suffix wie apreuß. nautin (Akk.) ‘Not’, vielleicht im Anschluß an Verben wie lit. nõvyti ‘bedrücken, vernichten, quälen’, aslaw. unyti ‘verzagen, nachlässig werden’, russ. nyt’ (ныть) ‘anhaltend dumpf schmerzen’, mit aslaw. nǫžda, nužda ‘Zwang, Gewalt, Notwendigkeit’, russ. (älter) nudá (нуда) ‘Zwang, Nötigung, Not’, russ. nuždá (нужда) ‘Not Armut, Elend’ auf eine Wurzel ie. *nāu-, *nəu-, *nū- ‘Tod, Leiche’, verbal ‘bis zur Erschöpfung abquälen, ermattet zusammensinken’.

nötig Adj. ‘dringend erforderlich, unentbehrlich, notwendig’, ahd. nōtag, nōtīg ‘in Not, bedrängt’ (9. Jh.), mhd. nōtec, nōtic, nœtic ‘Not habend, bedrängt, dürftig, notwendig, dringend, eilig’.

nötigen Vb. ‘jmdn. auffordern, dringend bitten, etw. zu tun’, in der Rechtssprache ‘jmdn. mit Gewalt oder Drohung dazu bringen, etw. zu tun, zu dulden oder zu unterlassen’, ahd. nōtagōn (um 1000), mhd. nōtegen, nōtigen, auch ‘notzüchtigen’, neben gleichbed. frühnhd. nöten, ahd. nōten ‘Gewalt, Zwang antun, drängen’ (8. Jh.); vgl. asächs. nōdian, aengl. nīedan, anord. neyða, got. nauþjan ‘zwingen’.

Nötigung f. ‘das Genötigtwerden, Zwang’, ahd. nōtigunga (um 1000), frühnhd. notigung (15. Jh.).

Notbehelf m. ‘notdürftiger Behelf, unzureichendes Ersatzmittel’ (Anfang 18. Jh.). notwendig Adj. ‘nötig, unbedingt erforderlich’, eigentl. ‘geeignet, die Not zu wenden’ (1. Hälfte 16. Jh.), und (nur in älterer Sprache) ‘notgedrungen, sehr dringend, unaufschiebbar’, eigentl. ‘durch Not hervorgebracht’ (ebenfalls 1. Hälfte 16. Jh.); daraus ‘in der Natur der Sache liegend, unvermeidbar’ (18. Jh.), vgl. notwendige Konsequenz; dazu Notwendigkeit f. (16. Jh.).

Notzucht f. ‘Vergewaltigung’ (16. Jh.), Rückbildung aus mhd. (rhein.) nōtzühten, das eigentl. wie ahd. nōtzogōn (10. Jh.), mhd. nōtzogen ‘mit Zwang (Not) eine Frau fortziehen, eine Frau rauben’ bedeutet;

notzüchtigen Vb. ‘eine Frau vergewaltigen’, mhd. nōtzühtigen.

Quelle: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache dwds.de.

Als spekulative Vermutung liegt außerdem nahe, dass bei sinkender Geburtenrate oder bei einem subjektiven Gefühl der Existenzbedrohung das Unterbewusstsein in eine Art „Notfallmodus“ schaltet und so das Phänomen der Notzucht entsteht. Beobachtet wird z.B. in sozialen Gemeinschaften, die sehr harten Lebensbedingungen begleitet von hoher Säuglingssterblichkeit ausgesetzt sind, dass sich, um die Gemeinschaft zu erhalten, das Alter der Fortpflanzung auf jüngere Jahre verschiebt. Dazu gibt es zahlreiche Beispiele auch in der deutschen Geschichte, z.B. die mittelalterliche Gemeinschaften im Schwarzwald, in denen manche Kinder schon mit 12 Jahren Kinder bekamen.

Beobachtet wird bei uns in der 1. Welt jedoch auch das Gegenteil: Die Menschen verschieben ihre Fortpflanzung zeitlich immer weiter nach hinten, weil die eigene Zukunft der Karriere weichen muss und ihr nachgelagert ist. Die vom Kapitalismus beobachtete Ungleichheit impliziert jedoch, dass sich das gegenteilige Phänomen, dass immer jünger werdene Menschen Kinder bekommen, an der Basis der Pyramide zeigt: die Armen bekommen Kinder und die Reichen Zinsen.

Vom Sinn einiger Verschwörungstheorien zur „Opferung von Kindern“

Populäre Verschwörungstheorien zum Kapitalismus finden sich massenweise als Produkte der US-Filmindustrie. Die Ghostbusters-Filme beispielsweise sind voll mit interpretierbaren uralten Symbolen rund um die Zinsnahme, z.B. in Ghostbusters I die Zeugung: Schlüsselmeister und Torwächter ermöglichen durch Zeugung die Ankunft des hethitischen Gottes Zuul, der ganze Film ist voll mit Symbolen wie Löwen, Stieren, Tauben, Adlern und Schlangen usw. und natürlich wird von Zinsen gesprochen (die Hypothek auf Rays Elternhaus zu 19% Zins zur Finanzierung der Unternehmensgründung).

Deutlich wird das Motiv der Opferung von Kindern beispielsweise in dem Film Ghostbusters II in dem „Klein-Donald“ das Gefäß für den kranken Geist des Menschenschinders „Vigo“ (die FED) sein soll:

Szene aus den Filmen Ghostbusters II.
Vielleicht will der Drehbuchautor Ivan Reitmann das Motiv der durch die Zinsnahme nötig gewordenen Abwehr des Bösen durch die Geisterjäger darstellen, wer weiß?

In vielen Filmen und Büchern (u.a. auch Goethes Faust II) „unappetitliche Praktiken“ oder Satanismus-Kulte der Eliten thematisiert, immer wieder wird das Böse mit an Kindern begangenen Verbrechen in Beziehung gebracht.

Indiana Jones and the Temple of Doom - Rescue of the Child Slaves.

Denkbar ist für mich, dass sog. satanische Rituale dem Zweck dienen, die daran Teilnehmenden gegenüber den Folgen ihres Handelns abzustumpfen, sie also gleichsam an den Missbrauch zu gewöhnen, ihn für sie zu einer Normalität werden zu lassen. Der Zins kommt im Kapitalismus von der Schöpfung (dem Kind), und so dienen solche Rituale und Praktiken der emotionalen Verfestigung der Zinsnahme.

Am Ende kommt die Wahrheit ans Licht.

Bilder zur Armut der Welt: Alte und Kinder














Die Bilder zeigen das Ergebnis einer Suchanfrage bei google mit dem Suchbegriff 'Armut'.

Zusammenfassung

Der Kapitalismus behauptet, für die Zukunft vorzusorgen, gibt somit zur Rechtfertigung der Zinsnahme der Gegenwart ein Versprechen der Absicherung der Zukunft ab und erzeugt eine Erwartung an die Zukunft. Interpretiert man das Kind als Hinzukommendes, als Zukunft, dann wird in der Evidenz der vielfältigen Ausbeutungsformen von Kindern eine der zentralen Lügen des Kapitalismus und die eklatante Selbsttäuschung der Befürworter der Zinsnahme (die „Sparer“) sichtbar: die Vorsorge für die Zukunft.

Ist der Kapitalismus ein Versprechen und wird er mit der Sorge für das Gemeinwohl gerechtfertigt, dann müssen die Zinsnehmer (die Reichen!), irgendwann dieses Versprechen einlösen. Dieser Zeitpunkt ist jedenfalls gekommen, wenn real die Zukunft gefährdet ist, und genau das erleben wir in den sich seit Ewigkeiten wiederholenden Darstellungen der Krise. Bis in unsere Zeit (das 20. J.h. bis heute) war es nicht möglich, das Versprechen einzulösen. Wenn man sich das Chaos und das Leid der Menschen, der Tiere und der Natur der Welt anschaut, dann ist die Einlösung des Versprechens nicht nur überfällig, sondern die Nichteinlösung ist seit langem ein Verbrechen gegen die Würde des Lebens!

Schuldig ist der Sünder, der nicht büßt!

Referenzen / Einzelnachweise

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