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22. September 2016

Vernunft, Nutzen und negativer Zins

Der Nutzen ist relativ zum Zins auf der Bank definiert.

Wenn das Bargeld verboten ist oder auch negativ verzinst wird, die Zinsen auf das gehortete Geld also negativ sind, dann wird der „vernünftige“ Sparer schon versuchen, Kredit-Nehmer zu finden, die weniger Zins nehmen, als die Bank.

Das ist vernünftig und das verschafft den Kredit-Nehmern eine günstige Verhandlungs-Position.

Der Nutzen ist die Zins-Differenz zwischen Kredit-Negativ-Zins und Bank-Negativ-Zins.

Das zugrundeliegende Faktum ist, dass Zinsen in das Gleichgewicht von Freiheit und Zwang eingreifen.

Bei positivem Zins ist der Sparer frei und der Kredit-Nehmer ist gezwungen zu tilgen.

Bei negativem Zins ist der Sparer unter Zwang und der Kredit-Nehmer ist relativ zu ihm frei.

Die Freiheit des Sparers bzw. die Unfreiheit des Kredit-Nehmers wird an der Höhe des Zinses bemessen.

Wechselt das Zins-Vorzeichen von Plus nach Minus ist der Sparer gezwungen zu investieren und der Kredit-Nehmer kann einfach dadurch, dass er den Kredit-Vertrag NICHT annimmt, den Zins weiter ins Negative drücken.

Der Negativ-Zins ist also ein Preis für die Aufbewahrung von Geld.

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