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16. März 2016

Der Hass gegen die Heiden bzw. gegen Andersgläubige

Ist die folgende Textstelle ein Beleg und eine uralte Quelle von Rassismus?

Wenn ein wesentlicher Teil dessen, was z.Z. Mose als „Gott, der HERR“ erlebt wurde die Fernwirkung des verzinsten Kapitals war, nämlich die Übertragung/Ableitung der Zins-Schuld an die Peripherie des über Schuld-Verhältnisse verbundenen (feudalen) sozialen Systems, wie ist dann die folgende Textstelle einzuordnen?

Und noch viel wichtiger: Was gebietet uns Deutschen und Europäern diese Erkenntnis in Bezug auf den Umgang mit Menschen deren Lebensgrundlage durch die Kraft (die Hand, den Arm) dieses HERRN zerstört ist, so dass sie ihr Heil in Europa suchen?

5. Buch Mose, Kapitel 7: Warnung vor Gemeinschaft mit den Heiden

  1. Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker vor dir her, die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer und stärker sind als du,
  2. und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, dass du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und keine Gnade gegen sie üben
  3. und sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; eure Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen und ihre Töchter sollt ihr nicht nehmen für eure Söhne.
  4. Denn sie werden eure Söhne mir abtrünnig machen, dass sie andern Göttern dienen; so wird dann des HERRN Zorn entbrennen über euch und euch bald vertilgen.
  5. Sondern so sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr einreißen, ihre Steinmale zerbrechen, ihre heiligen Pfähle abhauen und ihre Götzenbilder mit Feuer verbrennen.
  6. Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.
  7. Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker - denn du bist das kleinste unter allen Völkern -,
  8. sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat er euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.
  9. So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten,
  10. und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen.
  11. So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du danach tust.

Vergleiche dazu auch:



Im Kapitalismus entstehen durch den positiven Zins am bestehenden Geld-Vermögen Zins-Schulden. Eine Schuld ist ein Zwang, also eine Einschränkung der Privatautonomie. Die Zwänge pflanzen sich als Zins-Schuld über das Vertragsnetz (durch Märkte verbundenes Netzwerk) der Wirtschaft fort. Der Fortpflanzungs-Prozess heisst Zins-Allokation oder auch Wertschöpfung.


Freier Markt. Keiner der beiden Markt-Teilnehmer hat eine (Zins-)Schuld. Der Preis kann sich frei bilden. Der freie Markt ist eine Illusion und Idealvorstellung im Vertragsnetz der Wirtschaft unter dem Kapitalismus (positiven Zins).


Für gewöhnlich steht entweder der Käufer unter einer Zins-Schuld (links, z.B. der Importeur, Rohstoffhändler) oder der Verkäufer (rechts, z.B. der Exporteur).
Im Mittel werden die Zins-Schulden in etwas zur Hälfte übertragen und „am besten“ aus dem System verdrängt, wenn keine Zins-Schuldner mehr innerhalb des Systems sozial tragfähig sind.

Der Hass ist also bei positivem Zins „notwendig“, um am Ende mit „Sicherheit“ bestimmen zu können, wer (Zins-)Schuld bekommen soll!

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