Das Paradies, der Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies

Im folgenden werden einige Passagen aus der Genesis, dem 1. Buch Moses Kapital 1, 2 und 3 herausgegriffen und analysiert.

Ich fasse die Texte der Genesis als das Saatgut einer Philosophie und Weltanschauung an. Die Genesis soll sowohl einen Anfang setzen und die vorher wahrscheinlich unbeschriebene Vergangenheit sprachlich erfassen, als auch den Beginn des Kapitalismus dokumentieren.

Die Einführung des Kapitalismus wird als Sündenfall bezeichnet und hat eine Strafe Gottes zur Folge. Die Strafe ist die Vertreibung des Menschen aus dem Paradies. Marxistische Ökonomen nehmen an, dass die Völker vor Einführung des Kapitalismus in einer Art Urkommunismus miteinander lebten. In der Genesis wird diese Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung als das Paradies bezeichnet. Die Genesis ist also die Ursaat einer Philosophie in der auch ökonomische, ökologische und soziale Erkenntnisse erfasst sind.

Wie an anderer Stelle beschrieben, führt die Einführung des Prinzips der Zinsnahme zu Störungen (Verzerrungen) natürlichen menschlichen Verhaltens, sowie zu Fehlkonditionierungen. Ich bin der Meinung, dass auch diese Aspekte in der Genesis „sprachlich verschlüsselt“ dargestellt sind. Der Verfasser der Genesis wird den Anfang des Kapitalismus aus Beobachtungen des menschlichen Verhaltens abgelesen haben. Sicher sind ihm die Wirkungen auf die menschliche Seele und sein Verhalten nicht unverborgen geblieben, so dass die Beschreibung der Wirkungen des Zinses in den Text einflossen.

Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte.

Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land.

Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.
Gott erschafft den Menschen aus Erde vom Acker und setzt ihn in einen Garten. Mitten in diesem Garten stehen zwei Bäume: der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.

Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Es stehen also zwei besondere Bäume im Garten Gottes. Die Bezeichnung des einen ist mit dem Wort Leben verknüpft und die des anderen Baumes mit Erkenntnis des Guten und Bösen. Ich sehe im Baum der Erkenntnis den Ursprung der Beschreibung von komplexen Sachverhalten mit Hilfe der bivalenten Logik welche eine wertende Unterteilung eines komplexen Ganzen in zwei Kategorien vornimmt. Bemerkenswert ist die absolute Formulierung der Wertungen gut und böse.
Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: „Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.“
Gott gab dem Menschen die Aufgabe den Garten zu bewahren. Er dürfe von allen Früchten des Garten essen, nicht jedoch vom Baum der Erkenntnis. Dies interpretiere ich zweifach. Zu einen könnte hier ein Verbot ausgesprochen worden sein: Der Mensch soll die Dinge im Garten nicht mit gut und schlecht bewerten. Zum anderen könnte es bedeuten, dass der Mensch nicht versuchen soll herauszufinden, wie Gott die Welt erschaffen hat. Die Spaltung eines komplexen Ganzen in zwei Teile kann real auch als physische Zerlegung oder Trennung dargestellt werden. Daher bedeutete es vielleicht auch, dass der Mensch nicht herausfinden soll, wie die Ökosysteme des Garten miteinander wechselwirken, indem einige vermeintlich böse Organismen entfernt werden und andere nicht. Wenn der Mensch dies tut, z.B. wenn er Unkräuter entfernt um nur wenige gute „Nutzpflanzen“ zu haben greift er in das Gesamtsystem ein. Heutzutage kennt man in diesem Zusammenhang das Wort Monokultur bei der Synergieeffekte in der ökologischen Vernetzung der Pflanzen wegfallen.
Und Gott der HERR sprach: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.“

Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen.

Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.
Gott will Adam eine Gehilfin „machen“, es folgt die Erschaffung der Tiere und ihre Benennung durch Adam. Eine Gehilfin für Adam ist jedoch nicht dabei. Ist dies vielleicht als Verbot der Zoophilie zu verstehen?
Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch.

Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.

Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist.

Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch.

Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.
Während der Zeit im Paradies waren Adam und Eva beide nackt und besaßen kein Schamgefühl. Die Kategorie „nackt“ gabe es noch nicht. Die Schlange sagt, dass Gott genau wisse, dass der Genuss des Apfels zur Erkenntnis führe. Gleichzeitig versucht die Schlange das Vertrauen des Menschen an Gott zu schwächen in dem sie behauptet, Gott hätte den beiden vorenthalten (verschwiegen), dass der Genuss des Apfels Ihnen einen Teil der Göttlichkeit verleiht (vielleicht um sie in einer Abhängigkeit zu halten):
Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: „Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?“

Da sprach die Frau zu der Schlange: „Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!“

Da sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.

Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.
Diese Stelle beschreibt m.M.n. die Einführung des Kapitalismus in Form des Zinses. Durch den Genuss des Apfels werden Ihnen die Augen aufgetan, sie schämen sich und bedecken ihre Blöße. Mit Beginn des Kapitalismus muss die Libido auf die Schöpfung materieller Güter gelenkt werden. Um dies zu gewährleisten, müssen Adam und Eva verhindern, dass sie bemerken, dass sie einander begehren, sonst wären sie die ganze Zeit mit der sexuellen Reproduktion beschäftigt und könnten nicht arbeiten. Im Kapitalismus ist das Vermögen aber auch ein Symbol für die Potenz, weswegen die Bedeckung der Scham auch bedeuten könnte, dass die Menschen fortan ihr Vermögen als Ausdruck Ihres Begehrens in der Vergangenheit versteckt halten.
Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten.

Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: „Wo bist du?“

Und er sprach: „Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.“
Nachdem Adam den Apfel aß, fürchtet er sich vor Gott weil er nackt ist. Woher kommt diese Angst? Würde er diese Angst nicht zeigen, wüsste Gott nicht, dass er vom Baum der Erkenntnis gegessen hat. Der Apfel ist vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Adam und Eva schämen sich Gottes Verbot gebrochen zu haben. Der Grund war letztendlich wohl Neugier, also wiederum eine Gier für die die Geschlechtsteile ein Symbol sind. Da Adam und Eva jetzt wissen, was gut und böse ist, verdecken sie „das Böse“.
Und er sprach: „Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen?“

Da sprach Adam: „Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß.“

Da sprach Gott der HERR zur Frau: „Warum hast du das getan?“ Die Frau sprach: „Die Schlange betrog mich, sodass ich aß.“
Adam schiebt die Schuld auf Eva, und Eva beschuldigt die Schlange, die Gott dann auch gleich bestraft. Die Schuld kehrt also zur Quelle zurück:
Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: „Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang.

Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“

Und zur Frau sprach er: „Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein.“

Und zum Mann sprach er: „Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.

Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen.

Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“

Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.
Gott bestraft die Schlange und Eva und schafft einen permanenten Konflikt zwischen Frau und Schlange. Anschließend bestraft Gott Adam durch harte Arbeit auf verfluchten Unkraut überwachsenen Äckern sowie durch die Endlichkeit seines Lebens. Im Angesicht der Strafe gibt Adam seiner Frau den Namen Eva.
Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an.

Und Gott der HERR sprach: „Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!“

Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.

Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.
Gott macht den beiden Kleider, vertreibt die sie aus dem Paradies und verbietet Ihnen vom Baum des Lebens zu zehren. Um den Weg zum Baum des Lebens zu versperren lässt vor dem Garten Eden die Cherubim lagern.

Dazu gibt es einen Auzug in Hesekiel Kapitel 1: Cherubim

Und ich schaute, und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, eine große Wolke und loderndes Feuer, von einem Strahlenglanz umgeben; aus seiner Mitte aber glänzte es wie Goldschimmer (od. wie glänzendes Metall), mitten aus dem Feuer. Und mitten aus diesem [erschien] die Gestalt von vier lebendigen Wesen, und dies war ihr Aussehen: Sie hatten Menschengestalt. Und jedes von ihnen hatte vier Gesichter, und jedes von ihnen hatte vier Flügel. Ihre Füße standen gerade, und ihre Fußsohlen glichen der Fußsohle eines Kalbes, und sie funkelten wie der Schimmer von blankem Erz. Unter ihren Flügeln befanden sich Menschenhände an ihren vier Seiten, und alle vier [Seiten] hatten ihre Gesichter und ihre Flügel. Ihre Flügel waren miteinander verbunden; wenn sie gingen, wandten sie sich nicht um; jedes ging gerade vor sich hin.

Ihre Gesichter aber waren so gestaltet: [vorn] das Gesicht eines Menschen; auf der rechten Seite, bei allen vieren, das Gesicht eines Löwen; zur Linken, bei allen vieren, das Gesicht eines Stieres; [hinten] aber hatten alle vier das Gesicht eines Adlers. Ihre Gesichter aber und ihre Flügel waren nach oben ausgebreitet (od. oben getrennt.) je zwei [Flügel] waren miteinander verbunden, und zwei bedeckten ihre Leiber. Und jedes ging gerade vor sich hin; wo der Geist hingehen wollte, da gingen sie hin; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Und dies war die Gestalt der lebendigen Wesen: Ihr Aussehen war wie brennende Feuerkohlen, wie das Aussehen von Fackeln; und [die Feuerkohle] fuhr zwischen den lebendigen Wesen hin und her; und [das Feuer] hatte einen strahlenden Glanz, und von dem Feuer gingen Blitze aus. Die lebendigen Wesen aber liefen hin und her, so daß es aussah wie Blitze.

Als ich nun die lebendigen Wesen betrachtete, siehe, da war je ein Rad auf der Erde neben jedem der lebendigen Wesen, bei ihren vier Gesichtern. Das Aussehen der Räder und ihre Gestaltung war wie der Schimmer eines Chrysolith, und alle vier hatten die gleiche Gestalt. Sie sahen aber so aus und waren so gemacht, als wäre ein Rad mitten in dem anderen Rad. Wenn sie gingen, so liefen sie nach ihren vier Seiten hin; sie wandten sich nicht um, wenn sie gingen. Und ihre Felgen waren hoch und furchtgebietend; und ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier.

Und wenn die lebendigen Wesen gingen, so liefen auch die Räder neben ihnen, und wenn sich die lebendigen Wesen von der Erde erhoben, so erhoben sich auch die Räder. Wo der Geist hingehen wollte, da gingen sie hin, wohin der Geist gehen wollte; und die Räder erhoben sich vereint mit ihnen, denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern. Wenn jene gingen, so gingen auch sie, und wenn jene stillstanden, standen auch sie still; und wenn jene sich von der Erde erhoben, so erhoben sich auch die Räder vereint mit ihnen; denn der Geist des lebendigen Wesens war in den Rädern.

Und über den Häuptern des lebendigen Wesens befand sich etwas, das einer [Himmels-]Ausdehnung glich, wie der Anblick eines Kristalls, ehrfurchterregend, ausgebreitet oben über ihren Häuptern. Und unter der [Himmels-]Ausdehnung waren ihre Flügel ausgestreckt, einer zum anderen hin: jedes hatte zwei Flügel, womit sie ihre Leiber auf der einen Seite, und zwei, womit sie sie auf der anderen Seite bedeckten. Und ich hörte das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen großer Wasser und wie die Stimme des Allmächtigen; wenn sie gingen, so gab es ein Geräusch wie das Getümmel eines Heerlagers; wenn sie aber still standen, ließen sie ihre Flügel sinken.

Und es kam eine Stimme oben von der [Himmels-]Ausdehnung her, die über ihren Häuptern war; wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel sinken. Und oberhalb der [Himmels-]Ausdehnung, die über ihren Häuptern war, war das Gebilde eines Thrones, anzusehen wie ein Saphirstein. Oben auf dem Gebilde des Thrones aber saß eine Gestalt, anzusehen wie ein Mensch. Ich sah auch etwas wie Goldschimmer, wie das Aussehen eines Feuers inwendig ringsum; von der Erscheinung seiner Lenden nach oben hin und von der Erscheinung seiner Lenden nach unten hin sah ich wie das Aussehen eines Feuers, und ein Glanz war rings um ihn her. Wie der Bogen aussieht, der an einem Regentag in den Wolken erscheint, so war auch der Glanz ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn. Als ich sie sah, fiel ich auf mein Angesicht; und ich hörte die Stimme von einem, der redete.

Manche christliche Theologen identifizieren die Cherubim mit Engeln, andere sehen in ihnen Fabelwesen, die Mischwesen zwischen Menschen und Tieren sind und wieder andere vermuten in den Cherubim Gottheiten, welche es in den polytheistischen Religionen gab, bevor die Juden sich auf einen einzigen Gott einigten. Die Götter der polytheistischen Religionen der Römer und Griechen haben charakteristische Perönlichkeitsmerkmale und werden bestimmten Lebensphasen, Seins- und (Gefühls)zuständen, Berufs- oder Tätigkeitsfeldern der menschlichen Existenz zugeordnet. Vom Kapitalismus, also dem Prinzip der Zinsnahme durch Kapitalsverleiher ist bekannt, dass er zu einer Strukturbildung sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wirtschaft führt, als auch die Psyche (die Seele und die Persönlichkeit) formt und bildet. Zu den Deformationen der Seele und des Verhaltens gehören Fehlkonditionierungen und die Verzerrung menschlicher Handlungswerte. Im Spektrum der Störungen finden sich voneinander abgrenzbare Krankheitsbilder welche auch als Persönlichkeitsstörungen, oder auch nosolgische Entitäten bezeichnet werden. Menschen mit diesen Störungen weisen charakterliche Besonderheiten auf.

Ich vermute, dass die Griechen und Römer diese Charaktermerkmale als Gottheiten projizierten und dass die jüdischen Gelehrten diejenigen Götter, die der Kapitalismus hervorgebracht hat, als Cherubim bezeichneten, die den Zugang zum Paradies und zum Baum des Lebens, also einer nachhaltigen Negativzinswirtschaft bewachen. Der Widerstand der Cherubim an den Toren des Paradieses wird in der Psychologie als ein normaler seelischer Mechanismus zur Aufrechterhaltung der Wirklichkeitsauffassung bezeichnet. Pathologische Formen dieses Widerstands bezeichnet man auch als Wiederholungszwang. Zu betonen ist, dass der Zweck dieses seelischen Mechanismus' dem Schutz des Ich-Prozesses vor Überforderung und einer zunächst unüberschaubaren Strukturlosigkeit beim Verlassen des Kapitalismus und einer Rückkehr der Menschen ins Paradies, dem Urkommunismus mit negativem Zins also dem Baum des Lebens dient. Es ist insbesondere daran zu erinnern, dass der Prophet Mohammed eine vollständig neue Gesellschaftsordnung entwerfen musste, weil die Zins induzierte Strukturbildung bei negativem Zins (Zinsverbot) entfällt. Ganz so schwarz muss der Eintritt in die Negativzinswirtschaft nicht gemalt werden, denn es ist bei kleinen Zinsschritten davon auszugehen, dass es nur sehr langsam zu Strukturänderungen kommen wird. Solange diese Änderungen im demokratischen Prozess gestaltet werden gibt es nichts zu befürchten, außer die Unvernunft der Menschen.

Ich glaube, dass der Text der Genesis metaphysisch zu verstehen ist.

Ich habe in einem Buch über altägyptische Schöpfungsmythen ganz klare Anzeichen dafür gefunden.

Die Genesis beschreibt den Vorgang im menschlichen Geist vor tausenden Jahren als die Menschen anfingen, Zinsen zu nehmen.

Der Zins ist eine Störung der Naturgesetze, die sich in das Bewusstsein fortpflanzt.

Ich sitze noch an einer Interpretation der Bilder der Genesis, doch steht das Wasser höchstwahrscheinlich für die Beweglichkeit des Geistes und die Erde für das Feststehende.

Die Johannes Offenbarung beginnt mit dem Satz, am Anfang war das Wort.

Ich denke, dass am Anfang Benennungen der Phänomene der Umwelt stehen um den Dingen Namen zu geben und um damit agieren zu können, daher vermute ich, dass alle übernatürlichen Begriffe, wie z.b. Engel, Satan, Himmel und Erde Benennungen seelischer Phänomene sind.

Engel haben etwas mit Assoziationen und Gedanken zu tun.

Hier kommt ein sehr wichtiges Prinzip zum Tragen, welches man in der Naturwissenschaft zur Beschreibung nichtlineare Prozesse und komplexer Systeme benutzt.

Dieser Begriff heißt Skaleninvarianz.

Er besagt, dass man auf allen Skalen der Betrachtung, also Zeiträume, Strecken, Längen, und so weiter immer wieder das gleiche, unveränderliche (invariante) Muster findet.

Beispiel

Aufgrund der Zyklizität unserer Umwelt kann man die Zeit in sich periodisch wiederholende Abschnitte einteilen.

Tag, Woche, Monat, Jahr, Lebenszeit, Dauer der Welt bis zum Anbrechen der neuen, kommenden Welt.

Jeder dieser Einzelperioden zerfällt in zwei Teile.

Der Tag zerfällt in Arbeit und Freizeit.

Die Woche zerfällt in Werktage und Wochenende.

Der Monat und das Jahr zerfallen in Arbeitstage und Urlaub.

Die Lebenszeit zerfällt in Erwerbstätigkeit und Rente.

Die Dauer der Zivilisation zerfällt in die Zeit des Kapitalismus und in die Zeit der kommenden Welt.

Kurzum.

Den Text der Genesis kann man auch als skaleninvariant betrachten.

Er trifft auf kleine Zeitperioden wie auch auf große Zeitperioden zu.

Er ist skaleninvariant, bzw er beschreibt etwas Skaleninvariantes!

http://www.tim-deutschmann.de/Politik/images/SinnDerWelt.png

Ich glaube, dass wir nur allzu leicht vergessen, dass es früher, also zur Zeit des Alten Testaments, vor mehr als 2000 Jahren nicht die wissenschaftlichen Disziplinen Psychologie, Soziologie, Rechtswissenschaften, Ökonomie u.s.w. hatten.

Die Menschen beschrieben in ihrer Sprache unter der Benutzung bestimmter Begriffe Dinge, für die ist heute Fachbegriffe aus diesen wissenschaftlichen Disziplinen gibt.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man die Bedeutung dieser Worte, also die entsprechenden Projektionen entschlüsselt hat.

So sehe ich z.b. in der Dreifaltigkeit das Prinzip der Kausalität.

Gott ist die Ursache.

Der Geist ist die Vermittlung.

Und das Kind ist die Wirkung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kausalität

Wenn ich so generalisiere, dann habe ich auch eine unmittelbare Übersetzung in den Buddhismus.

Zentral im Buddhismus ist die Vorstellung gute Ursachen zu setzen.

Neurophysiologisch ist es nicht falsch zu sagen, dass die Wirklichkeit eine Konstruktion unseres Gehirns ist.

Wir erzeugen Wirklichkeit mit unserem Gehirn.

Wir sind nicht nur Wirkung und erleben, sondern wir sind auch Ursache und kommunizieren, auch durch Handlung.

Gott lebt in jedem von uns.

Jesus sagte zum Schätze Sammeln in Lukas Kapitel 7, dass man sich Schätze dort sammeln soll, wo sie einem niemand wegnehmen kann.

Das Wissen ist ein Schatz, und es befindet sich dort, wo es einem niemand wegnehmen kann, nämlich im Kopf, lateinisch caput.

Der Kapitalismus er schafft Wissen durch Rationalisierung / Einsparung.

Die Ursache der Einsparung ist der Zins, der alles Geld verknappt und Anreize schafft, es zu horten.

Kapitalismus ist die Ursache für Wissenschaft.

Wissenschaft ist die Wirkung des Kapitalismus.

Der Apfel mache klug sagte die Schlange.

Jetzt kommt die Beziehung zwischen Ökonomie und Religion.

Ökonomie heißt Haus Bestimmung oder auch Haus Gesetzgebung.

Theologisch kann man den Satz, dass das Universum Zins von allen Dingen nimmt uminterpretieren.

Theologisch könnte man sagen:

„(Nur) Gott nimmt Zins.“

Dieses Naturgesetz hat das Artenspektrum in dem Prozess, den wir Evolution nennen, erzeugt.

Vor 6k bis 13k Jahren entdeckte dann der Mensch, dass er auch Zins nehmen kann und damit wie Gott herrschen konnte.

Die daraus entstehende, der natürlichen Evolution überlagerte, künstliche Evolution bezeichnet man folgerichtig als „Sozial-Darwinismus“.

Das Artenspektrum welches entstanden ist ist ein Spektrum „geistiger“ Arten.

Persönlichkeitsstrukturen, die der Kapitalismus formt.

Wem es noch nicht aufgefallen ist, dass es überall in jedem kleinen Dorf ein Lokal „Zum Löwen“ (dort treffen sich die Investoren) gibt, obwohl es in Deutschland keine Löwen gab, vor der Börse ein Stier und ein Bär stehen und auch die Wappen von den Bundesländern mit allerlei Getier, Adler, Pferde, Löwen bestückt sind, dem wird vielleicht der Spruch „Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf“ bekannt sein.

Der Sparer ist der Löwe.

Der Unternehmer ist der Stier.

Menschen, die sich an die Regeln halten sind wie Adler.

Friedliche Menschen sind Tauben.

Es gibt Schlangen und jede Menge Schafe.

Vor langer langer Zeit entdeckten wir, dass die im Kapitalismus erschaffenen künstlichen Spezies sich ähnlich verhalten wie Tiere.

Daher hat sich in der alten jüdischen Mythologie das Fabelwesen der Cherubim gebildet.

Sie werden am Anfang des Buches Hesekiel ausführlich beschrieben.

Die Cherubim sind Mischwesen mit sechs Flügeln und einem Kopf mit vier Gesichtern.

Nach vorne ist es ein Menschengesicht, nach rechts ein Löwe, nach links ein Stier und nach hinten ein Adler.

Das Gesicht vorne ist das eines Menschen.

Im Neuen Testament sind die Gesichter den 4 Evangelien zugeordnet.

Matthäus ist die Taube, der Geist.

Markus ist der Löwe.

Lukas ist der Stier.

Johannes ist der Adler, der für die Gesetze steht und die Logik!

Ich vermute, dass Johannes ein Pharisäer war oder ein Mensch der sich gut mit den Texten und Schriften der Juden auskannte und rechnen konnte.

Johannes hat den Prozess des Kapitalismus wie kaum ein anderer verstanden und war sogar dazu in der Lage, ihn bis in die Zukunft zu projizieren, die Johannes Offenbarung.

Die 4 Köpfe der Cherubim symbolisieren wahrscheinlich die vier Grundängste, die wir haben:

Angst vor Selbsthingabe ( Schizoidie )

Angst vor Notwendigkeit ( Hysterie )

Angst vor Wandel ( Zwanghaftigkeit )

und Angst vor Selbstwerdung ( Depression ).

Diese Ängste müssen wir überwinden, wenn wir wieder in das Paradies zurück wollen, also in die naturgesetzliche Ökonomie negativer Zinsen, in der es nur einen Gott gibt!

Die Cherubim stehen auch für Menschen, die in der Lage sind, andere durch ihre Ängste zu beherrschen.

Die moderne Version eines Cherubim ist wohl ein Konzern.

Die Cherubim sollen eigentlich das Allerheiligste bewachen, weswegen sie links und rechts auf der Bundeslade montiert sind und die Tafeln mit den 10 Geboten bewachen.

Die Cherubim von heute haben versagt, denn wir leben schon lange vom Baum des Lebens und zerstören und vernichten die Schöpfung.

Wir haben alle Gebote gebrochen, die zu brechen waren.

Der sogenannte Earth overshoot day wandert immer weiter an den Jahresanfang :( ....

http://www.overshootday.org

Schließlich und zuletzt vermute ich, dass die Menschen am Anfang dem Prozess des Kapitalismus den Namen 'Gott' gaben bzw. diesem Prozess von einigen von uns gegenüber anderen der Name Gott gegeben wurde und erst in der Auseinandersetzung mit Gott der Unterschied zwischen dem Mammon und dem Schöpfer hergestellt wurde.

Geld ist tot, doch Gott ist lebendig.

Ich vermute, dass dies nach Salomo von Jesaja zu Papier gebracht wurde:

Jesaja 44

Der lebendige Gott und die toten Götzen

„6 So spricht der HERR, der König Israels, und sein Erlöser, der HERR Zebaoth: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott. 7 Und wer ist mir gleich? Er rufe und verkünde es und tue es mir dar! Wer hat vorzeiten kundgetan das Künftige? Sie sollen uns verkündigen, was kommen wird! 8 Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht! Habe ich's dich nicht schon lange hören lassen und es dir verkündigt? Ihr seid doch meine Zeugen! Ist auch ein Gott außer mir? Es ist kein Fels, ich weiß ja keinen. 9 Die Götzenmacher sind alle nichtig; woran ihr Herz hängt, das ist nichts nütze. Und ihre Zeugen sehen nichts, merken auch nichts, damit sie zuschanden werden. 10 Wer sind sie, die einen Gott machen und einen Götzen gießen, der nichts nütze ist? 11 Siehe, alle ihre Genossen werden zuschanden; die Meister sind auch nur Menschen. Wenn sie auch alle zusammentreten, sollen sie dennoch erschrecken und zuschanden werden. 12 Der Schmied macht ein Messer in der Glut und formt es mit Hammerschlägen. Er arbeitet daran mit der ganzen Kraft seines Arms; dabei wird er hungrig, sodass er nicht mehr kann, und trinkt auch kein Wasser, sodass er matt wird. 13 Der Zimmermann spannt die Schnur und zeichnet mit dem Stift. Er behaut das Holz und zirkelt es ab und macht es wie eines Mannes Gestalt, wie einen schönen Menschen; in einem Hause soll es thronen. 14 Er haut Zedern ab und nimmt Kiefern und Eichen und wählt unter den Bäumen des Waldes. Er hatte Fichten gepflanzt und der Regen ließ sie wachsen. 15 Das gibt den Leuten Brennholz; davon nimmt er und wärmt sich; auch zündet er es an und bäckt Brot; aber daraus macht er auch einen Gott und betet's an; er macht einen Götzen daraus und kniet davor nieder. 16 Die eine Hälfte verbrennt er im Feuer, auf ihr brät er Fleisch und isst den Braten und sättigt sich, wärmt sich auch und spricht: Ah! Ich bin warm geworden, ich spüre das Feuer. 17 Aber die andere Hälfte macht er zum Gott, dass es sein Götze sei, vor dem er kniet und niederfällt und betet und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott! 18 Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, dass ihre Augen nicht sehen und ihre Herzen nichts merken können. 19 Er kommt nicht zur Einsicht; keine Vernunft und kein Verstand ist da, dass er dächte: Ich habe die eine Hälfte mit Feuer verbrannt und habe auf den Kohlen Brot gebacken und Fleisch gebraten und gegessen, und sollte die andere Hälfte zum Götzen machen und sollte knien vor einem Klotz? 20 Wer Asche hütet, den hat sein Herz getäuscht und betört, sodass er sein Leben nicht erretten und nicht zu sich sagen wird: Ist das nicht Trug, woran meine Rechte sich hält?“

Der Mammon ist also so etwas wie der Geist dieser Makrobe, die wir als arbeitsteilige Gemeinschaft bilden solange wir im Zentrum unserer Organisation und unseres Antriebs den positiven Zins haben.