Einkommen

Als Einkünfte werden die Einnahmen eines Menschen in einer arbeitsteiligen Wirtschaft bezeichnet. Einkünfte werden versteuert und heißen nach Abzug der Steuern Einkommen.

Es werden Einkommen aus Arbeit und Kapitalerträge unterschieden wobei die Unterscheidung prinzipiell nicht einfach ist, denn der Unternehmer (der „klassische“ Kapitalist) arbeitet in seinem Unternehmen, der Privatanleger (Privatier) hat einen gewissen Arbeitsaufwand, zumindestens muss er sich ab und zu mit seinem Vermögensberater treffen und auch der einfache Arbeiter hat Kapitalerträge, wenn er spart. Jede Art von Einkunft ist mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden, wobei das Verhältnis zwischen Arbeitsaufwand = physische oder kognitive Leistung × Arbeitszeit = Stoffdurchsatz × Arbeitszeit und Ertrag wesentlich für die Unterscheidung von Arbeitseinkünften und Kapitalerträgen ist. An der Definition des Arbeitsaufwandes sieht man, dass das Problem der Bewertung des Aufwands auf die Frage der Bewertung von kognitiver und physischer Leistung verlagert wird. Physische Leistung ist für erwachsene Menschen relativ leicht messbar, die kognitive Leistung hingegen kann extrem variieren. Letztendlich wird kognitive Leistung nur über eine gesellschaftliche Verständigung über bestimmte Leistungsmerkmale messbar sein.

Einkunftssarten

Einkunftsarten aus der Einkommenssteuerstatistik[2].
Die deutsche Steuergesetzgebung kennt 7 Einkunftsarten:
  1. nicht selbstständige Arbeit
  2. Gewerbebetrieb
  3. selbstständige Arbeit
  4. Kapitalvermögen
  5. Vermietung und Verpachtung
  6. Land- und Forstwirtschaft
  7. sonstige
Die nebenstehende Grafik[2] zeigt die Verteilung der gesamten Einkünfte auf die Einkunftsarten.

Um die Einkunftsarten weiter zusammenzufassen, werden drei Einkunftsarten unterschieden:

  1. Einkünfte aus nicht-selbstständiger Arbeit (sog. „Angestellte“)
  2. Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (Unternehmer in Industrie, Gewerbe und im Handwerk,...)
  3. und Kapitalerträge (Vermietung, Verpachtung, ...),
wobei die meisten Menschen ihre Existenz aus Mischungen dieser Einkommensarten betreiten.

Nicht-Selbstständige Arbeit

Quote der Selbstständigen an der Gesamtzahl Erwerbstätiger.
Die Jahreseinkünfte aus Arbeit sind y = w · l. Der Anteil der Menschen, die ihre Einkünfte aus nicht-selbstständiger Arbeit beziehen, beträgt in etwa 90% (Grafik).

Unternehmer

Für einen Unternehmer im Handwerk, Gewerbe oder in der Industrie setzen sich die Einkünfte folgendermaßen zusammen: y = p · n - i wi · li - w pw · nw - zK + δ · K - r pr · nr darin sind

Vermietung, Verpachtung, Investitionen

Die mathematische Beschreibung von Vermietung und Verpachtung von materiellen Kapital ist analog zum Sparen bei dem Geld verliehen (vermietet) wird. y = zS · KS + zM - δ · KM - zK · KK Im Gegensatz zu Geld hat materielles Kapital jedoch aufgrund der Naturgesetze Abschreibungen durch natürliche Degradierung und Abnutzung, so dass der Zins auf das Mietobjekt zM größer sein muss als die Abschreibungen δ, wenn kein Wertverlust eintreten soll.

Zum Vergleich: Geschäftsbanken

Für Banken gilt im Allgemeinen, dass die Kreditzinsen größer sein müssen als die Sparzinsen, also zK · KK = ZK > ZS = zS · KS,

Bei einer Geschäftsbank ist die Situation genau umgekehrt wie bei einer Nicht-Bank, die Geld verleiht. Eine Bank zieht ihren Gewinn aus der Differenz zwischen Spar und Kreditzinsen. Seit der Einführung des FIAT Geldsystems können Banken jedoch Geld verleihen, das sie insgesamt gar nicht mehr besitzen, denn die Mindestreserve für die Ausfallversicherung wurde auf einen winzigen Bruchteil des verliehenen Geldvolumens abgesenkt.

Der Gewinn einer Geschäftsbank sieht also so aus y = zK · KK - zS · KS, wobei KK das gesamte Volumen von Krediten ist und KS das Volumen der Spareinlagen. Das Verhältnis KK:KS ist bei FIAT Geld aber nicht etwa 1:1 und auch nicht 9:1 sondern oft 10.000:1 und das bedeutet, dass Banken Geld verleihen, welches es gar nicht gibt.

Steuern und Einnahmen des Staates

Einkommenssteuer-Statistik 2010
Auf Einkünfte und Gewinne yi erhebt der Staat eine von der Erwerbsform abhängige Steuer τi, die von der Einkommensart abhängt, im Grundsatz gilt „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ und „gleiche Steuer für gleiche Arbeit“. Das Netto-Einkommen ist das, was nach Wegnahme der Steuer vom Brutto-Einkommen (Einkunft) übrig bleibt: yNetto,i = yBrutto,i · 1 - τi yBrutto,i

Die rechts nebenstehende Grafik zeigt oben das nach Einkommensklassen sortierte Einkünfte yBrutto,i und den progressiven (zunehmenden) Steuersatz τi. Die untere Grafik zeigt die Anzahl Steuerpflichtigen in der jeweiligen Einkommensklasse[1].

Die Einnahmen des Staates ergeben sich aus den Steuern: yStaat = i τi yBrutto,i · yBrutto,i

Zins-Abhängigkeit von Einkommen

Die Preis-Struktur der Löhne

[...]

Referenzen / Einzelnachweise