Unternehmen, Stoffströme und Verbraucher

Die Dinge unseres täglichen Gebrauchs werden durch ein Netzwerk von miteinander durch Kanten (Verträge) verknüpften Knoten (Menschen, Unternehmen) hergestellt. Im Netzwerk gibt es zwei Arten von Strömungen, die Geldströme und die Stoff- oder Güterströme. Geld und Güterströme bedingen einander. Sie sind zum Teil gegenläufig, es gibt aber auch gleichgerichtete Flüsse, Abfallwirtschaft.

Das Unternehmen

In einem Staat ist ein Unternehmen eine Struktur, welches in das Güter- und Stoffstrom-Netzwerk eingebettet ist und die Nachfrage (Bedürfnisse) nach einem bestimmten Gut bedient. Zur Gründung eines Unternehmens benötigt der Unternehmer das Wissen um die Nachfrage des Gutes, die Fähigkeit (also auch hier eine spezifische Art von Wissen), Geld um die Produktionsmittel mit denen das Gut hergestellt werden kann zu kaufen und letztlich Menschen, die Teil des Produktions- bzw. Herstellungsprozesses sind. Die Facharbeiter haben spezifisches Fachwissen welches sie befähigt eine bestimmte Teilfunktion im Unternehmen zu erfüllen.

Links: Ein mit einem Kreis eingegrenztes räumliches Gebiet, in dem ein Vorkommen / ein Angebot eines Gutes existiert (+). Außerhalb des Gebiets gibt es einen Bedarf / eine Nachfrage (-). Rechts: Entstehung von Märkten MF zwischen Nachfragern und Förderunternehmen.

Angebot und Nachfrage

In dem Beispiel links ist die Situation der Nachfrage nach einem in einem bestimmten Gebiet (Angebotsgebiet) Gut gezeigt. Denken Sie dabei vielleicht einfach an Brenn- oder Bauholz welches in einem kleinen Waldstück abfällt und an das Waldgebiet umliegende Siedlungen welche einen Bedarf an Holz haben. Ohne von dem Waldgebiet zu wissen haben die Menschen in den Siedlungen einen Bedarf an Holz (Nachfrage). Sobald die Menschen wissen, dass in der Nähe in einem Waldstück Holz abfällt, werden Sie einen Teil ihrer Zeit mit der Beschaffung des Holzes verwenden. Der Bedarf an Holz und das Wissen um die Möglichkeit der Beschaffung stellt ein Handlungspotential dar.

Der Bedarf für sich genommen heißt Nachfrage, die Existenz des nachgefragten Gutes und seine Bereitstellung heißt Angebot, beides zusammengenommen bildet eine Angebots/Nachfrage Spannung UA-N, die durch ein Unternehmen ausgeglichen werden kann. Der Unternehmer stellt durch sein Handeln also einen Stoffstrom I her, der von den Kosten (dem Stromwiderstand) R reguliert wird. In linearer Näherung gilt der Zusammenhang, dass der sich einstellende Güterstromfluss proportional zur Angebots/Nachfrage Spannung UA-N und reziprok zu den Kosten R ist: I = UA-N R wenn sich also die Kosten verdoppeln halbiert sich der Güterstrom und es geschieht das Gleiche, wenn sich die Angebots/Nachfrage-Spannung halbiert.

Ohmsches Gesetz für Stoffströme

Stellt man die Gleichung nach UA-N um, findet man das ohmsche Gesetz demzufolge die Herstellungskosten den Güterstrom bei einer gegebenen Angebots-Nachfrage-Spannung regeln. Nehmen wir an, der Unternehmer erzielt keinen Gewinn sondern begleicht nur seine Kosten, dann ist der Güterstrom-Widerstand R also der auf dem Markt erzielte Preis gleich den Kosten. Die Einheit des Preises ist Währungseinheit pro Stück. In einer sozialen Gemeinschaft ist die natürliche Einheit des Preises der Herstellung eines Gutes die Abwesenheit des Unternehmers und seiner Produktionsmittel von anderem Handeln in der sozialen Gemeinschaft. Der Preis ist also den Kosten einer Rolle (oder seiner ökonomischen oder sozialen Funktion) gleich.

Versteckte und sozialisierte Kosten

Die durch monetäre Bewertung (Preis) vorgenommene Komplexitätsreduktion eines lebendigen Mittels. Das Mittel wird in einen wirtschaftlich funktionalisierbaren Teil und einen Rest gespalten.

Bei der Gewinnung von Rohstoffen aus der Natur gibt es den speziellen Förder-Markt MF. Auf den ersten Blick betrachtet ist der Preis, den der Unternehmer für die Förderung von Rohstoffen zu zahlen hat, den unmittelbaren Förderkosten, die sich aus den Kosten für die verwendeten Maschinen, Betriebsmittel und dem Personal zusammensetzen gleich. Bei bestimmten Rohstoffen kommt jedoch noch ein zusätzlicher Betrag hinzu, der in der Preisgestaltung systematisch weggelassen wird. Diese zusätzliche, systematisch verdrängte Preisposition ergibt sich aus dem Fehlen des Rohstoffs im Gesamtsystem und durch die förderbedingten Umweltbeeinflussungen bzw. -schäden (rote Pluszeichen). Auf den zweiten Blick ist das Fehlen nach dem Abbau von manchen Rohstoffen nicht so problematisch, so entstehen im Gesamtsystem keine weiteren Kosten, weil es keine Stein- oder Braunkohle, kein Öl oder Gas mehr gibt, da es außer dem Menschen kein Lebewesen auf dem Planeten zu geben scheint welches diese Stoffe zu seiner Lebensgrundlage zählt. Die förderungsbedingten Umweltschäden jedoch sind schwer zu bemessen. Mindestens geht mit der Förderung und seinen Abfallprodukten eine vorübergehende Lebensraumeinschränkung einher. Gravierender ist eine Einbringung von Stoffen welche in der Förderung verwendet werden, Stoffen die als Abfallprodukt der Förderung sowie durch den Konsum des Produktes anfallen.

Die indirekten Kosten bei der Förderung eines Rohstoffs ergeben sich aus den Kosten des Fehlens des Rohstoffs im Gesamtsystem (in der Grafik der „Rest“, der Rohstoff ist ja zugleich ein Mittel) und durch die Kosten der förderbedingten und Konsumbedingten Umweltbeeinflussungen(-schäden). Die Genehmigung einer Rohstoffförderung muss deshalb ein Verfahren beinhalten, welches die indirekten Kosten erfasst und deren Begleichung festlegt.