Induktion durch Spulen / Konsum-Propaganda

Das physikalische Verhalten einer Spule ist gekennzeichnet durch folgende Differentialgleichung: Ut = - L· dIt dt , d.h. dass die Spule auf eine Änderung des Stromflusses mit einer induzierten Spannung reagiert, die proportional ist zur Stromänderung und zur sogenannten Induktivität der Spule L. Das Vorzeichen der induzierten Spannung ist negativ. Dies bewirkt, dass die induzierte Spannung seiner Entstehung (der Stromänderung) entgegenwirkt, dieses „kompensatorische Verhalten“ ist Folge der sogenannten Lenz'schen Regel.

Spule Induktion Konsum-Propaganda
Phsikalisches Analogon zu Konsum-Propaganda: die Spule. Ändert sich an ei Spule der Stromfluss wird aufgrund der Lenz'schen Regel eine Spannung induziert, die der Änderung des Stromflusses entgegenwirkt. Sinkt der Konsum eines Gutes ab, wird durch entsprechende Werbung „gegen-gesteuert“.

Übersetzung

Eine Übertragung auf wirtschaftliche Prozesse erscheint zunächst vielleicht unsinnig und schwierig. Gesucht ist ein Prozess oder Mechanismus, der bei einer Änderung eines Güterstroms I eine Änderung der verursachenden Angebot-Nachfrage-Differenz U bewirkt, die so gestaltet ist, dass sie der Güterstromänderung entgegenwirkt. Dies ist jedenfalls die direkte Übersetzung der Spulenspannungs-Differentialgleichung. Der Marktpreis ist das Ergebnis eines Optimierungsprozesses, der den gemeinsamen Nutzen von Anbieter und Nachfrager maximiert. U ist ein mathematisches Symbol für ein Kaufverhalten. Der gesuchte Vorgang soll also bei einer Änderung des Kaufverhaltens dieser Änderung entgegenwirken.

Werbung und Marketing dient dem Zweck die sinkende Nachfrage zu bekämpfen indem die Aufmerksamkeit von Konsumenten auf den Nutzen eines Produkts gelenkt wird oder Produkte der Konkurrenz geschickt diskreditiert werden. Spulen sind also analog zu medialer Konsum-Propaganda. Sinn und Zweck der medialen Konsum-Propaganda ist es die Nachfrage aus den aus Unternehmersicht optimalen Preis zu lenken. Es sollte demnach klar sein, dass auch die Spule nicht fest in den Markt eingebaut ist, sondern situativ genutzt wird, um das Konsumverhalten zu steuern.