Aggregatszustände und Phasenübergänge

Die intermolekulare und interatomare Bindungsstärke räumlicher Anordnungen von Atomen und Molekülen ist temperatur- (T), druck- (p) und dichteabhängig (ρ). Die makroskopischen Observablen T, p und ρ zusammen mit einer jeweiligen Unsicherheit (Unschärfe) von δT, δp und δρ markieren eine Menge von Punkten im Phasenraum (sog. Mikrozuständen), welche mit den Observablen innerhalb der Unsicherheit verträglich ist. Trägt man die einem Zustand der Substanz zugehörigen messbaren makroskopischen Oberservablen in einem sogenannten Phasendiagramm als Punkte ein, so findet man miteinander zusammenhängende Bereiche, sog. Aggregatszustände (oder auch Phasen), die durch sog. Phasengrenzen voneinander getrennt sind. Für die meisten Substanzen findet man drei Aggregatszustände: gasförmig, flüssig und fest.

Simulation eines 2D Gases 2.000 nicht wechselwirkender Teilchen.

Wasser, wie auch die meisten anderen Substanzen, kommt in drei Phasen (auch Aggregatzustände) vor. Wasser kann gasförmig, flüssig und auch fest sein. Das Auftreten der jeweiligen Phase geht mit einem charakteristischem Druck P, Temperatur T und Dichtebereich ρeinher. Die Übergänge zwischen den Phasen heissen Phasenübergänge. Bei niedrigsten Temperaturen sind die Stoffe gewöhnlich fest, bei höheren Temperaturen schmilzt an der Phasengrenze sl ('s' für solid, 'l' für liquid) der Festkörper auf und wird flüssig. Bei höchsten Temperaturen gehen die Bestandteile der homogenen Flüssigkeit bei Phasenübergang lg ('g' für gasförmig) in die Gasphase über (verdampfen) und bewegen sich frei.

Aggregatzustände in der Gesellschaft - Sozialchemie

Die Teilchen (die Agenten in sozialen Netzen) aus denen die Substanz (das soziale Netz, die Gesellschaft) besteht, beeinflussen sich gegenseitig durch Kräfte (soziale Kraftfelder). Temperatur ist zunächst ein statistisches Phänomen, welche mit der summatorischen Energie der Elementarteilchen, also der Summe von deren Bewegungs-, Lage-, Bindungs- und Anregungungszuständen (potentielle, kinetische (Translations) Energie, Rotationsenergie, elektronische Energie, Bindungsenergies, usw.....) korelliert. Es eine Verteilung von Energie auf die unterschiedlichen Freiheitsgrade auf welche die gesamte Energie verteilt werden kann, die Energieverteilung der elementaren Energien in einem Wärmebad folgt nahezu einer Boltzmann Verteilung. Eine Boltzmann-Verteilung von kinetischen Energien in einem Gas verteilen sich nach einer Maxwell-Boltzmann-Verteilung.

In einer Gesellschaft, in der die Heteronomie überwiegt, werden die Menschen über einen existenziellen Zwang in Vertragsverhältnisse hineingeleitet (Kontrahierungszwang). Dies ist vergleichbar mit einer anziehenden Kraft, zwischen den Agenten in einem freien Aggregatszustand und einer großen kristallenen Struktur, die jedoch auch beweglich ist. Diese Struktur wird im Artikel über den Zins-Faschismus als die Matrix oder auch das System bezeichnet. Die Matrix hat sowohl Eigenschaften eines Festkörpers als auch die einer Flüssigkeit. Der Unterschied zwischen Festkörper und Flüssigkeit besteht darin, dass die Teilchen (Agenten) im Festkörper noch stärker eingefroren sind und weniger verfügbare Freiheitsgrade besitzen als in einer Flüssigkeit. In der Gasphase sind die Teilchen völlig frei und können sehr viel Energie besitzen.

Der Prozess der Kondensation ist demnach vergleichbar mit dem Einfädeln von Agenten in die flüssige oder feste Phase. Ein Mensch hat entsprechend seiner Persönlichkeit viele Freiheitsgrade. Im fortschreitenden Kapitalismus müssen sich die eigentlich von Natur aus freien Menschen immer früher und stärker an die in der Matrix verfügbaren Gitterstellen anpassen. Sie verlieren dadurch immer früher schon ihre natürliche Beweglichkeit und Wandlungsfähigkeit. Zum anderen gibt es viele Teilchen, welche mit ihrem spezifischen Beziehungsmuster (ihrer Qualifikation) keinen Anschluss mehr finden.