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Chronik-Einträge am 21.11.2022

(gesamte Chronik)
21. November 2022, 18:52:40
Aktualisierung der Zugriffszahlen

Es ist einmal wieder Zeit[+], die Zugriffszahlen zu veröffentlichen. Die Grafiken zeigen die täglichen Zugriffe auf meiner Internetseite, auf der ich alles für mich erforsch- und sammelbare zu den Kausalnexi[+] positiver und negativer Zinsen[+] zusammentrage.

Warum sind die Zugriffszahlen relevant?

Der Kapitalismus[+] sitzt so fest im Sattel, weil die große Mehrheit der Menschen, schätzungsweise 70 - 90 %, nicht weiß, wie das Geld-, Finanzsystem und Zinsmechanismus[+] funktionieren und was er bewirkt. Die Zugriffszahlen sind also ein Gradmesser für den Verbreitungsgrad des kritischen Wissens über die Funktionsweise unserer (monetären) Ökonomie[+]. Mit zunehmender Verbreitung steigt die Akzeptanz von Negativzinsen, rational und verantwortungsbewusst handelnde Rezipienten vorausgesetzt, und Negativzinsen ändern im Ökonomischen buchstäblich alles.

Insofern sollten alle an Veränderungen interessierten Aktivisten, Analysten, Forscher und Politiker regelmäßig den Kenntnisstand ihrer Mitbürger auf die Wirkweise der Zinsen[+] hin überprüfen. Nur wenn der Mehrheit bewusst wird, an welcher Weggabelung wir stehen, kann größeres Übel vermieden und endlich das Richtige getan werden.

Sapere aude.
21. November 2022, 17:13:18
Kennen Sie eigentlich Artikel 18 des Grundgesetzes?

1Wer die Freiheit[+] der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit (Artikel 5 Absatz 1), die Lehrfreiheit (Artikel 5 Absatz 3), die Versammlungsfreiheit (Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das Eigentum[+] (Artikel 14) oder das Asylrecht (Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. 2Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.

Da steht: "Wer ... das *Eigentum[+]* ... zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung missbraucht, verwirkt diese Grundrechte."

Muss man nicht angesichts der Krise des Wohnens (Vermieter sind die Eigentümer[+], Mieter die Besitzer[+]) und angesichts der enorm großen Geldmenge[+] (8 Billionen € private Geldvermögen) die bedrohlich steigenden Fremdkapitalkosten (Sparer und Geld aus dem Nichts schöpfende Banken[+] sind Eigentümer[+], Schuldner sind Besitzer[+]) danach fragen, ob das Eigentum[+] nicht schon längst eine Bedrohung für das Wohnen und Arbeiten[+] geworden ist?

Ich sage: Ja, natürlich!

Kann nicht der zweite Satz des Artikel 18 ...

"Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen."
In Verbindung mit Artikel 17 Grundgesetz ...

"Jedermann hat das Recht[+], sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden."
... dazu genutzt werden, diese Bedrohungslage festzustellen?
21. November 2022, 16:46:16
Warum die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] für die Katz' ist

Die gegenwärtige Geldpolitik[+] stützt sich auf die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+], nach der ein Anwachsen[+] der Geldmenge[+] zu einem Anwachsen[+] der Preise führt, wenn die Warenmenge nicht mitwächst[+]. Um die Behauptung nachzuweisen, wäre das Entscheidende, die Nachfragewirksamkeit des zusätzlichen Geldes zu beweisen. Das bleiben die Vertreter dieser offensichtlich überholten Theorie aber schuldig.

Welche Beweise gibt es gegen die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+]?

Das QE-Programm[+] in der Eurozone, die Ausweitung der Geldmenge[+] zur Absenkung des Zinsniveaus[+] und zur Entlastung der öffentlichen Haushalte von den Zinsschuldlasten[+] der Staatsschulden, begann durch Mario Draghi[+] im April 2015 damit, dass die Zentralbank[+] jeden Monat (Staats-) Anleihen[+] im Wert von 60 Milliarden Euro kaufte. Die Geldmenge[+] wuchs ab April 2015 für fast 2 Jahre jeden Monat um 60 Milliarden Euro, doch blieb die Inflation[+] aus. Auch die Geldmengenausweitung[+] im Rahmen der Bekämpfung der Corona[+]-Pandemie und ihrer Folgen führte nicht zu einem Anstieg der Inflation[+].

Erst in 2021, im Vorfeld des Krieges in der Ukraine, verteuerten sich die Preise bei der Energie und damit alle Produkte, in denen Energie einen signifikanten Teil der Kosten ausmacht. Weitere Ursachen[+] für die gegenwärtige Inflation[+] sind die gestörten Lieferketten, die zu einer Verknappung des Angebots führen.

Damit ist die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] widerlegt.

Es gibt aber noch viel gewichtigere und zugleich banalere Kritik.

Die volkswirtschaftlichen Modelle[+], allen voran die sogenannte Quantitätstheorie und das IS/LM Modell[+], sind eindimensional und werden der Hoch-Dimensionalität der Makroökonomie nicht gerecht. Man muss alle Märkte getrennt betrachten und kann nicht über sie mitteln. Allein schon müssen die Märkte der Realwirtschaft von den Märkten der Finanz- und Leihwirtschaft getrennt werden.

Wenn man diese zwei schwergewichtigen Argumente begriffen hat, dann sollte man sich als Nächstes der Frage stellen, welchem Zweck[+] die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] dient.

Cui bono?

Da ist an erster Stelle zu nennen, dass die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] zur Rechtfertigung[+] steigender Zinsen[+] verwendet wird, und davon profitieren Bevölkerungsschichten, die allein von Zinsen[+] leben, also Geldvermögende. Die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] ist für diese Schichten so etwas wie ein die materielle Existenz und das Einkommen sicherndes Glaubensbekenntnis, das jedoch vor dem kritischen Urteil[+] des rationalen Verstandes keinen Bestand hat.

#EZB[+] #Inflation[+] #Geldpolitik[+] #Ungleichheit

Quantitätstheorie – Wikipedia;

IS-LM-Modell[+] – Wikipedia;
21. November 2022, 13:21:44
Warum tatsächlich das Wachstum[+] das Problem ist

Joseph Schumpeter[+] schreibt 1912 in 'Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung[+]', dass im Kapitalismus[+] die Nachfrage über das Angebot, der Konsum über die Produktion herrsche.

Warum ist das wahrscheinlich auch so?

Ich bemühe mich seit 8 Jahren darum, den Leuten den Zusammenhang zwischen ökonomischem Wachstum[+] und dem Wachstum[+] des Geldes durch die Zinsen[+] zu erklären.

Alle kapitalistischen Volkswirtschaften "erbrüten" durch das Sparen bei positivem Zins[+] immer mehr Geld. Geld ist aber potentielle Nachfrage, so dass das Sparen insgesamt immer mehr Nachfrage erzeugt, die von den Produzenten der Welt bedient werden müssen, damit sie ihre Zinsschulden[+] zurückzahlen können.

Wenn man sich aber nun die Folgen einer (umlaufgesicherten) Negativzins-Ökonomie[+] in Verbindung mit einem Vollreservesystem[+] denkt, dann werden diese beschriebenen Kausalzusammenhange umgekehrt:

Die Geldmenge[+] schrumpft, das Geld wird wertvoller und insgesamt (!) knapper. Die Ungleichheit nimmt ab. Die Produktion beginnt über die Nachfrage zu herrschen. Es kann nur gekauft werden, was auch produziert werden kann. Um den Wohlstand zu halten, müssen die Ressourcen effizienter eingesetzt werden, was die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft[+] enorm begünstigt.

Ist das verständlich formuliert?

Querverweise auf 'Chronik-Einträge am 21.11.2022'

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