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Chronik-Einträge am 08.06.2022

(gesamte Chronik)
08. Juni 2022, 10:48:46
Was für eine peinliche Titelzeile. Negativzinsen sind keine Modeerscheinung, sondern das Ergebnis der kapitalistischen Entwicklung. Wer das nicht kapiert hat, der sollte sich nicht mehr 'Ökonom' nennen dürfen.

Wie will denn die EZB[+] die Staatsschulden wieder los werden, wenn deren Renditen unter dem Zinsniveau[+] liegen? Die Anleihen[+] kauft doch dann keiner. Es ist doch wohl völlig klar, dass das "inverse QE[+] Programm" nur dadurch in den Gang kommen kann, dass die Einlagefazilität[+] noch weiter abgesenkt wird und solche Papiere mit 0,01 % Rendite attraktiv werden. Wenn der Staat der Zentralbank[+] die Schulden abkaufen können soll, dann braucht er Geld. Und auch das geht wieder nur mit höheren Verwahrentgelten[+], denn Steuererhöhungen sind unpopulär geworden, jedenfalls mit Lindner nicht zu machen.

Die Zinsen[+] müssen runter, sonst kommt die €-Krise zurück.

Euro-Geldpolitik[+]: Die Negativzinsen der EZB[+] sind schlicht nicht mehr vermittelbar: Die Europäische Zentralbank[+] bereitet nicht nur überfällige Zinserh[+]öhungen vor. Sie will auch die Anleiherenditen unter Kontrolle halten. Doch das ist nicht ihre Aufgabe.; Schlüsselworte: Klaus Adam, Christine Lagarde[+], Larry Summers[+], Mario Draghi[+], EZB[+], Gewerkschaften, EU; Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung[+] GmbH 2001 - 2022.
08. Juni 2022, 07:08:30
Ein lesenswerte Mitteilung der KfW[+] zum Thema Negativzinsen vom 13. November 2019. In dem Video ist zu sehen, dass sich die KfW[+] auf Kredite mit negativen Zinss[+]ätzen vorbereitet. Zu Fragen, beginnend damit, ob die KfW[+] längerfristig Negativzinsen erwartet, antwortet sie:
Ja, die KfW[+] erwartet noch längerfristig negative Zinsen[+]. Zum einen weil sich die Konjunkturdynamik[+] in Deutschland und im gesamten Euroraum im Jahr 2019 spürbar verringert hat, zum anderen wegen der daraus resultierenden geldpolitische[+] Entscheidungen der EZB[+].

[...]

Die Vertragspartner der KfW[+] sind bekanntlich die Banken[+], die die Förderkredite an den Kunden durchleiten. Die KfW[+] gibt daher den negativen Marktzins an die Banken[+] weiter. Dies wird als negativer Bankeneinstand[+] bezeichnet. Aktuell ist geplant, den negativen Bankeneinstand[+] schrittweise einzuführen, beginnend im Jahr 2020. Wann genau das möglich sein wird mit all den IT-technischen Herausforderungen, die in Banken[+] damit verknüpft sind, bespricht die KfW[+] aktuell mit ihren Geschäftspartnern.

[...]

Da die Umsetzung des sog. negativen Bankeneinstands[+] noch eine Weile in Anspruch nehmen wird, bereitet die KfW[+] im Moment für ausgewählte Programme eine Übergangslösung in Form eines Zuschusses vor. Diesen sagt die KfW[+] direkt zu, nachdem der Kunde einen Kredit bei der Hausbank beantragt und erhalten hat. Dies soll im ersten Quartal 2020 eingeführt werden.

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Genau muss es eigentlich negativer Bankeneinstand[+] heißen. Dieser wird in allen Programmen eingeführt.

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Die Übergangslösung bis zur Einführung wird es für förderpolitisch besonders anspruchsvolle Programme geben. Dies sind eine neue Klimaoffensive, die „Investitionsförderung für Kommunale Unternehmen“ und das „ERP-Digitalisierungs- und Innovationsprogramm“.

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Bisher waren Kreditzinsen immer positiv. Die IT-Systeme und deren Funktionen wurden dementsprechend gebaut. Aber die IT-Landschaft ist komplex.

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Unsere Systeme können negative Zinsen[+] in einzelnen Bereichen bereits verarbeiten. Andere Verfahren werden jetzt angepasst und anschließend wird das Zusammenspiel aller Verfahren umfangreich getestet. Dies erfordert große Sorgfalt und muss die laufenden Veränderungen berücksichtigen. Die KfW[+] rechnet mit einer Umstellung für die jetzt angedachten Produkte bis zum Jahresende 2020.

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Ein negativer Bankeneinstand[+] ist ebenso wie ein negativer Endkundenzins rechtlich zulässig. Ein Darlehen mit einem wirtschaftlich negativen Zins[+] bleibt ein Darlehensvertrag, denn das entspricht dem, was die Parteien als wesentlichen Vertragsinhalt weiterhin vereinbaren wollen – es geht darum, dem Darlehensnehmer Kapital zu dessen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Dass dafür nach dem derzeitigen Marktumfeld ein wirtschaftlich negativer Zins[+] zu zahlen ist, ändert daran nichts.

[...]

Der negative Bankeneinstand[+] kommt unmittelbar dem Endkreditnehmer zugute, da die Banken[+] diesen Refinanzierungsvorteil vollständig an den Kunden weitergeben. Dies wird durch ein verbindliches Konditions- und Margensystem sichergestellt. Bereits diese Weitergabe des Refinanzierungsvorteils der KfW[+] sorgt dafür, dass der Förderkredit attraktiv bleibt, auch wenn der Nominalzins des Endkreditnehmers vorerst weiterhin positiv ist.

[...]

Aktuell will die KfW[+] keine negativen Zinsen[+] für Kredite einführen und hält das auch nicht für notwendig. Sollte sich durch ein weiteres Absinken des Zinsniveaus[+] die Notwendigkeit[+] ergeben – und das kann man für die nächsten Jahre nicht einfach von der Hand weisen – wird sich die KfW[+] mit den zuständigen Ministerien sowie den Finanzierungspartnern abstimmen.
Die Fragen zu den oben zitierten Antworten finden sich bei der im Zitat angegebene Quelle.

Jetzt ist natürlich zu sagen, dass die Mitteilung zweieinhalb Jahre alt und nicht mehr aktuell ist, wie es die Verkünder des Endes der Negativzinsen gerne hätten. Dem ist jedoch zu entgegnen, dass die Zinsen[+] mit dem Wachstum[+] der Geldmenge[+] sinken, weil aufgrund des Geldmengenwachstums[+] das Geldangebot immer weiter zunimmt. Wenn also die Zinsen[+] ein paar Schritte weit angehoben werden, wird das nur dazu führen, dass die Zinsen[+] unmittelbar im Anschluss noch viel tiefer fallen als sie jetzt schon sind.

Träumer sind das, die glauben, dass es ein Entkommen vor den Negativzinsen geben könnte, Träumer!

Wirksame Förderung im Negativzinsumfeld: KfW[+] stellt Förderung zukunftsgerichtet auf und bereitet sich auf Weitergabe negativer Zinsen[+] an Finanzierungspartner vor. Bankenkonferenz[+] in der KfW[+] in Frankfurt bringt alle Akteure zusammen.; Schlüsselworte: KfW[+], Niedrigzins, Negativzins, Minuszins, Bankeneinstand[+], Bankentagung[+], Nullzinsen, Förderung;

Querverweise auf 'Chronik-Einträge am 08.06.2022'

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