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Chronik-Einträge am 21.11.2022

(gesamte Chronik)
21. November 2022, 18:52:40
Aktualisierung der Zugriffszahlen

Es ist einmal wieder Zeit[+], die Zugriffszahlen zu veröffentlichen. Die Grafiken zeigen die täglichen Zugriffe auf meiner Internetseite, auf der ich alles für mich erforsch- und sammelbare zu den Kausalnexi[+] positiver und negativer Zinsen[+] zusammentrage.

Warum sind die Zugriffszahlen relevant?

Der Kapitalismus[+] sitzt so fest im Sattel, weil die große Mehrheit der Menschen, schätzungsweise 70 - 90 %, nicht weiß, wie das Geld-, Finanzsystem und Zinsmechanismus[+] funktionieren und was er bewirkt. Die Zugriffszahlen sind also ein Gradmesser für den Verbreitungsgrad des kritischen Wissens über die Funktionsweise unserer (monetären) Ökonomie[+]. Mit zunehmender Verbreitung steigt die Akzeptanz von Negativzinsen, rational und verantwortungsbewusst handelnde Rezipienten vorausgesetzt, und Negativzinsen ändern im Ökonomischen buchstäblich alles.

Insofern sollten alle an Veränderungen interessierten Aktivisten, Analysten, Forscher und Politiker regelmäßig den Kenntnisstand ihrer Mitbürger auf die Wirkweise der Zinsen[+] hin überprüfen. Nur wenn der Mehrheit bewusst wird, an welcher Weggabelung wir stehen, kann größeres Übel vermieden und endlich das Richtige getan werden.

Sapere aude.
21. November 2022, 17:13:18
Kennen Sie eigentlich Artikel 18 des Grundgesetzes?

1Wer die Freiheit[+] der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit (Artikel 5 Absatz 1), die Lehrfreiheit (Artikel 5 Absatz 3), die Versammlungsfreiheit (Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit (Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis (Artikel 10), das Eigentum[+] (Artikel 14) oder das Asylrecht (Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. 2Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.

Da steht: "Wer ... das *Eigentum[+]* ... zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung missbraucht, verwirkt diese Grundrechte."

Muss man nicht angesichts der Krise des Wohnens (Vermieter sind die Eigentümer[+], Mieter die Besitzer[+]) und angesichts der enorm großen Geldmenge[+] (8 Billionen € private Geldvermögen) die bedrohlich steigenden Fremdkapitalkosten (Sparer und Geld aus dem Nichts schöpfende Banken[+] sind Eigentümer[+], Schuldner sind Besitzer[+]) danach fragen, ob das Eigentum[+] nicht schon längst eine Bedrohung für das Wohnen und Arbeiten[+] geworden ist?

Ich sage: Ja, natürlich!

Kann nicht der zweite Satz des Artikel 18 ...

"Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen."
In Verbindung mit Artikel 17 Grundgesetz ...

"Jedermann hat das Recht[+], sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden."
... dazu genutzt werden, diese Bedrohungslage festzustellen?
21. November 2022, 16:46:16
Warum die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] für die Katz' ist

Die gegenwärtige Geldpolitik[+] stützt sich auf die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+], nach der ein Anwachsen[+] der Geldmenge[+] zu einem Anwachsen[+] der Preise führt, wenn die Warenmenge nicht mitwächst[+]. Um die Behauptung nachzuweisen, wäre das Entscheidende, die Nachfragewirksamkeit des zusätzlichen Geldes zu beweisen. Das bleiben die Vertreter dieser offensichtlich überholten Theorie aber schuldig.

Welche Beweise gibt es gegen die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+]?

Das QE-Programm[+] in der Eurozone, die Ausweitung der Geldmenge[+] zur Absenkung des Zinsniveaus[+] und zur Entlastung der öffentlichen Haushalte von den Zinsschuldlasten[+] der Staatsschulden, begann durch Mario Draghi[+] im April 2015 damit, dass die Zentralbank[+] jeden Monat (Staats-) Anleihen[+] im Wert von 60 Milliarden Euro kaufte. Die Geldmenge[+] wuchs ab April 2015 für fast 2 Jahre jeden Monat um 60 Milliarden Euro, doch blieb die Inflation[+] aus. Auch die Geldmengenausweitung[+] im Rahmen der Bekämpfung der Corona[+]-Pandemie und ihrer Folgen führte nicht zu einem Anstieg der Inflation[+].

Erst in 2021, im Vorfeld des Krieges in der Ukraine, verteuerten sich die Preise bei der Energie und damit alle Produkte, in denen Energie einen signifikanten Teil der Kosten ausmacht. Weitere Ursachen[+] für die gegenwärtige Inflation[+] sind die gestörten Lieferketten, die zu einer Verknappung des Angebots führen.

Damit ist die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] widerlegt.

Es gibt aber noch viel gewichtigere und zugleich banalere Kritik.

Die volkswirtschaftlichen Modelle[+], allen voran die sogenannte Quantitätstheorie und das IS/LM Modell[+], sind eindimensional und werden der Hoch-Dimensionalität der Makroökonomie nicht gerecht. Man muss alle Märkte getrennt betrachten und kann nicht über sie mitteln. Allein schon müssen die Märkte der Realwirtschaft von den Märkten der Finanz- und Leihwirtschaft getrennt werden.

Wenn man diese zwei schwergewichtigen Argumente begriffen hat, dann sollte man sich als Nächstes der Frage stellen, welchem Zweck[+] die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] dient.

Cui bono?

Da ist an erster Stelle zu nennen, dass die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] zur Rechtfertigung[+] steigender Zinsen[+] verwendet wird, und davon profitieren Bevölkerungsschichten, die allein von Zinsen[+] leben, also Geldvermögende. Die orthodoxe[+] Inflationstheorie[+] ist für diese Schichten so etwas wie ein die materielle Existenz und das Einkommen sicherndes Glaubensbekenntnis, das jedoch vor dem kritischen Urteil[+] des rationalen Verstandes keinen Bestand hat.

#EZB[+] #Inflation[+] #Geldpolitik[+] #Ungleichheit

Quantitätstheorie – Wikipedia;

IS-LM-Modell[+] – Wikipedia;
21. November 2022, 13:21:44
Warum tatsächlich das Wachstum[+] das Problem ist

Joseph Schumpeter[+] schreibt 1912 in 'Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung[+]', dass im Kapitalismus[+] die Nachfrage über das Angebot, der Konsum über die Produktion herrsche.

Warum ist das wahrscheinlich auch so?

Ich bemühe mich seit 8 Jahren darum, den Leuten den Zusammenhang zwischen ökonomischem Wachstum[+] und dem Wachstum[+] des Geldes durch die Zinsen[+] zu erklären.

Alle kapitalistischen Volkswirtschaften "erbrüten" durch das Sparen bei positivem Zins[+] immer mehr Geld. Geld ist aber potentielle Nachfrage, so dass das Sparen insgesamt immer mehr Nachfrage erzeugt, die von den Produzenten der Welt bedient werden müssen, damit sie ihre Zinsschulden[+] zurückzahlen können.

Wenn man sich aber nun die Folgen einer (umlaufgesicherten) Negativzins-Ökonomie[+] in Verbindung mit einem Vollreservesystem[+] denkt, dann werden diese beschriebenen Kausalzusammenhange umgekehrt:

Die Geldmenge[+] schrumpft, das Geld wird wertvoller und insgesamt (!) knapper. Die Ungleichheit nimmt ab. Die Produktion beginnt über die Nachfrage zu herrschen. Es kann nur gekauft werden, was auch produziert werden kann. Um den Wohlstand zu halten, müssen die Ressourcen effizienter eingesetzt werden, was die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft[+] enorm begünstigt.

Ist das verständlich formuliert?

Chronik-Einträge am 20.11.2022

(gesamte Chronik)
20. November 2022, 15:16:42
Einige Vor- und Nachteile der Folgen der Neolithischen Revolution

Wenn man sich bewusst darüber ist, welche sozioökonomische Mechanik die positiven Zinsen[+] ergeben, dann erschließt sich, wie der Anfang des Zivilisationsprozesses vermutlich ablief.

Das Zinsnehmen[+] bewirkt sogenannte Kontrahierungszwänge[+], die sich im Sozialen als Tendenz zur Zusammenballung von Menschenmassen darstellen. Wie es das Bildnis des Turmbaus zu Babel beschreibt, sind die ersten Städte das sichtbarste Zeichen der Veränderungen, die sich infolge des einsetzenden Zivilisationsprozesses ereigneten.

Auf der Seite der Vorteile der Neolithischen Revolution finden wir 1. Kontrolle über die Nahrungsgrundlage durch Abkehr vom Sammeln und Jagen und Zuwendung an Ackerbau und Viehzucht – Kain (bedeutet Gewinn) war Ackerbauer, Abel (Abel heißt Windhauch) war Viehzüchter –, infolgedessen 2. Bevölkerungswachstum, das auch dadurch verursacht wurde, dass immer mehr Menschen von immer weiter weg her in den wachsenden[+] Austauschs- und Vertragszusammenhang von Menschen einbezogen wurden, um Zinsschulden[+] bezahlen zu können, die notwendigerweise immer von den Akkumulationszentren[+] weg nach außen abgeleitet wurden und werden, und dann entsprechend 3. die Bildung erster befestigter Gebäude, Siedlungen und Städte, z.B. Uruk.

Auf der Seite der Nachteile finden wir 1. eine Verletzlichkeit gegenüber der Umwelt, was zur Errichtung von Befestigungsanlagen führte und 2. die Ausbreitung von Krankheiten, weil Menschen in größeren Gruppen zusammenlebten, in denen sich Krankheiten viel schneller ausbreiten konnten als in den sehr viel kleineren Gruppenzusammenhängen der ursprünglichen Stammesgesellschaften von typischerweise 30 Individuen.

So etwas wie eine Pandemie gibt es also, weil es die Zivilisation gibt, denn die Bevölkerungsdichte ist so hoch, dass sich diese Krankheiten leicht ausbreiten können.

Was hier nicht erwähnt wird, ist die Entstehung des Monotheismus. Ich halte die erste und ursprüngliche Bedeutung von Gott für die Projektion der Akkumulationswirkung[+] der Zinsen[+]. (Der ursprüngliche) Gott versammelte die Menschen und brachte sie in einen Zusammenhang und erzwang Hingabe an ihn. Erst 700 Jahre vor Christus[+] beginnt innerhalb des Judentums die Auseinandersetzung mit diesem Gottesbegriff durch die Propheten, allen voran Jesaja, Jeremia und Daniel, und wird der lebendige Gott vom toten Gott (Götze) geschieden, z.B. bei Jesaja 44.

Der Gottesbegriff begann also seine Karriere als Mammon, als das sozioökonomische Korrelat des Zinsnehmens[+].
20. November 2022, 11:29:53
Von den Anfängen

Das Faszinierende (das Fesselnde) an der Wahrheit ist, dass sie überall dort Anschluss findet, wo (nach wissenschaftlichen Methoden) systematische Untersuchungen von Kausalzusammenhängen angestellt werden.

Aus der Untersuchung des Mechanismus' der Zinsen[+] ergibt sich beispielsweise, dass es irgendwann den Moment gegeben haben muss, in dem die ersten Menschen diesen Mechanismus bestehend aus 1. Eigentum[+], 2. Zinsnehmen[+] und 3. pacta sunt servanda[+] (Verträge sind einzuhalten) erkannten und etablierten.

Eigentum[+] und Besitz[+] wurden vor ca. 6.000-13.000 Jahren getrennt, so dass es fortan zwei Klassen gab, die kleinere Klasse der Eigentümer[+] und nicht selbst Besitzenden[+] und Nutzenden[+] und die größere Klasse der Besitzenden[+] und Nutzenden[+] aber nichts Habenden. Die Eigentümer[+] (heute Sparer, Vermieter, Grundherren, ..., Gläubiger und Leihgeber im Allgemeinen) beziehen seit dem ihr Einkommen aus dem Arbeitsprodukt[+] der Besitzer[+] (Kreditnehmer, Mieter, Pächter, ..., Schuldner und Leihnehmer im Allgemeinen).

Das Eigentum[+] wurde zusammen mit dem Zinsnehmen[+] die treibende Kraft des Zivilisationsprozesses.

Im folgenden TED Talk geht es um die Anfänge des Zivilisationsprozesses. Ich wünsche viel Vergnügen beim Verknüpfen und einen schönen Sonntag.
20. November 2022, 10:50:01
Abschlusserklärung COP27, Ägypten 2022.

Wenn man auf die Landkarte blickt, dann findet man kein einziges Land, das keinen Kapitalismus[+] in irgendeiner Form betreibt. Alle Länder nehmen Zinsen[+]. Die nationalen Volkswirtschaften mühen sich ab, um mit dem Zinsnehmen[+] immer mehr von der Masse heranzuzüchten, die wir das Kapital nennen, zinstragendes oder zinsträchtiges Eigentum[+]. Im Ergebnis befinden sich die Volkswirtschaften wie Schleimpilze in einem gnadenlosen Wettbewerb, bei dem die Großen die Kleinen verschlingen und bei dem der oberste Zweck[+] die (nach innen gerichtete) Akkumulation[+] ist und nicht etwa die Hingabe an die Umwelt.

Ein signifikanter Anteil der Arbeitskraft[+] wird dadurch verschwendet, dass mehr von der Masse herangezüchtet wird, die letztlich eine Forderung gegenüber der Umwelt sind. NETTO nimmt der Zivilsationsmensch so immer mehr von seiner Umwelt.

Um ein Maß für die Vergeudung von bundesdeutscher Arbeitskraft[+] zu finden, betrachte man die 8 Billionen € privater Geldvermögen und nehme dafür eine Rendite von 3 % an, was 240 Milliarden € Rendite (darunter Zinsen[+]) ergibt. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 20 €[1] ergeben sich daraus 12 Milliarden Arbeitsstunden[+]. Bei 42 Millionen Erwerbstätigen sind das etwa 285 Arbeitsstunden[+] oder 7 Wochen im Jahr, die Arbeitende[+] damit verbringen, die Zinsen[+] relativ Vermögenderer zu tilgen. In diesen 7 Wochen wird nicht für die Umwelt gearbeitet, sondern für das Kapital.

Welchen Sinn hat die Vergeudung von Arbeitskraft[+] in einer Zeit[+], in der sich möglichst schnell sehr viel ändern muss? In sieben Wochen bekommt man bei - 3 % Rendite ("minus drei Prozent") doch so das ein oder andere Haus gedämmt, die ein oder andere Wärmepumpe errichtet oder eine Biogas-Anlage im Garten.

Her mit den Negativzinsen!

Referenzen / Einzelnachweise

Chronik-Einträge am 17.11.2022

(gesamte Chronik)
17. November 2022, 18:38:53
Die Briten sehen ein, dass Steuersenkungen der falsche Weg sind, das Steueraufkommen zu erhöhen. Nachdem Christian[+] Lindner bereits im Februar 2022 öffentlich einräumte, dass die steigenden Zinsen[+] zu Mehrbelastungen des Haushalts um mehrere zig Milliarden € führen werden, Eintrag vom 21.02.2022, ist es nur eine Frage der Zeit[+], bis auch der deutsche Finanzminister Steuererhöhungen verkündet oder endlich den Weg frei macht für die Negativzins-Ökonomie[+]. Haushaltseinsparungen sind aufgrund des enormen Finanzierungsbedarfs der Nachhaltigkeitsanpassungen und der Sozialausgaben unrealistisch. Und dass man den kommenden Generationen die finanzielle Bewältigung der gegenwärtigen Probleme anlastet, ist vollkommen inakzeptabel!

Britischer Haushaltsplan: Höhere Steuern, weniger Ausgaben; Mit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen will die britische Regierung rund 55 Milliarden Pfund einsparen. Das Land stecke in einer Rezession, sagte Finanzminister Hunt. Er kündigte auch eine höhere Übergewinnsteuer an.
17. November 2022, 15:19:01
Die laute Minderheit

Diese aufgeladene Stimmung gab es auch 2015 im Umkreis der PEGIDA. Sie war der Grund dafür, warum ich meine Karriere als Physiker an den Nagel gehängt und angefangen habe, den Kausalnexus[+] der positiven Zinsen[+] zu untersuchen.

Mir war damals intuitiv[+] klar, dass die Zinsen[+] ursächlich sind für die Zunahme der Ungleichheit und somit auch für diese bedrohliche Stimmung in der Bevölkerung. Es sind jedoch erst im Laufe der Jahre die Beweise für diese These zusammengekommen.

Es ist zwar nur eine Minderheit, doch sie ist laut. Das Schlimmste aber ist, dass diese Empörten über die wesentlichen Mechanismen des Kapitalismus[+] nicht im Bilde sind. Sie sind sich nicht bewusst darüber, inwieweit sie selbst verantwortlich sind für das, was sie Politikern ankreiden. Sie wollen Zinsen[+] haben und begreifen nicht, wie sie sich damit selbst betrügen.

So kommt es so, wie es in dem Spruch heißt: Hochmut kommt vor dem Fall!

Wenn die Bevölkerung endlich begreift, dass sich die vielen Probleme allesamt durch die Negativzinsen lösen lassen, dann können wir diese gefährliche Endphase des Kapitalismus[+] friedlich überstehen. Sonst hilft nur das Beten!

#misstrauen #ungleichheit #zinsen #negativzinsen #geldpolitik #kapitalismus
Im Osten gärt es munter weiter. Die AfD ist bei 14,4 %. Wie lange wollen verantwortungsbewusste Geldpolitiker[+] noch dabei zu sehen, wie sich das Volk weiter radikalisiert[+]? Die steigenden Zinsen[+] machen alles nur schlimmer: Die Ungleichheit nimmt zu und mit ihr die Zwänge[+] und Nöte im Unterbau der Einkommens- und Vermögenspyramide.
17. November 2022, 15:05:59
Tacheles zum Bürgergeld

Es ist doch ganz einfach. Wenn Arbeitslose[+] das Recht[+] haben, sich der Eingliederung in Arbeit[+] zu verweigern, dann müssen die Käufer ihrer Arbeitskraft[+] die Preise für die Arbeit[+] erhöhen, damit das Angebot steigt. So steigen die Löhne – und so ergeben sich die benötigten Anreize –, was aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten und der Krise der Kranken- und Pflege-, Renten- und Pensionskassen dringend nötig ist.

Die Arbeitslosen[+] hingegen zur Eingliederung zu zwingen verletzt nicht nur die Privatautonomie[+] der Arbeitslosen[+] nach Artikel 2 Abs. 1 inklusive der Vertragsfreiheit, denn der Lohn ist Vertragsinhalt, sondern auch das Recht[+] auf freie Berufswahl nach Artikel 12 Grundgesetz.

So ist aufgrund des gegenwärtigen, grundgesetzwidrigen Gesetzes der größte Niedriglohnsektor Europas entstanden, der Arbeitsmarkt[+] quasi "feudalisiert[+]" und die JobCenter-Mitarbeiter zu Zuhältern der Wirtschaft gemacht worden! Widerlich!

Hinzufügen möchte ich das, was ich dem Herrn Merz gerne immer wieder unter die Nase reibe, denn seine Äußerungen rund um das Thema Arbeitsmoral[+] sind heuchlerich: Wann werden denn Sie, Herr Merz, dazu kommen, den eigentlich problematischen Beziehern leistungsloser Einkommen auf die Pelle zu rücken, also Sparern, Vermietern, Grundherren, Verkäufern von Nutzungsrechten an Wissen und Daten und anderen zinsnehmenden Eigentümern[+]? Wer 1.000.000 € bei 3 % Zins[+] spart, erhält ohne eigene Leistung 30.000 € Zinsen[+]. Wir haben 1,1 Millionen Millionäre. Wann rufen Sie die zur Arbeit[+], Herr Merz?

Die Negativzinsen werden diesen Leuten Beine machen. Dann steigt der Wert der Arbeit[+], und das ist dringend nötig, denn vom Nichts kommt auch nichts.

Bürgergeld: Was fehlt? „Eine deutlichere Verbesserung der Arbeitsanreize[+]; Der Bundesrat blockiert das Bürgergeld, nun muss im Vermittlungsausschuss verhandelt werden. Die FDP hofft, auch die Zuverdienstregeln noch einmal zu ändern – Experten raten schon lange zu einer grundlegenden Reform.  WirtschaftsWoche.

Chronik-Einträge am 10.11.2022

(gesamte Chronik)
10. November 2022, 06:54:41
„Negativzinsen machen mich nervös!“

Eine kurze Stellungnahme von Charlie Munger 2020 zu den Negativzinsen.

Ich kann versichern, dass die Negativzinsen zurück kommen werden. Die Leute werden sie einfordern, weil es mit Abstand die beste Möglichkeit[+] ist, die Situation zu lösen, die der Kapitalismus[+] erzeugt hat.

Bis dahin ist aber noch viel, viel Überzeugungsarbeit zu leisten, denn indirekt profitieren auch Reiche von den Negativzinsen, denn sie verlieren kontrolliert und beherrschbar weniger ihrer Investitionen als wenn sie den Kapitalismus[+] zu weit treiben – wie es gegenwärtig geschieht!

Wir waren schon vor 11 Jahren um roten Bereich. Der durch die gegenwärtige Geldpolitik[+] verursachte Zusammenbruch wird leider gewaltig.
10. November 2022, 05:10:41
Orthodoxe Ablenkungsmanöver nach dem Muster der Täter-Opfer-Umkehr

Es ist doch die geistige Starrheit und Engstirnigkeit der Konservativen[+], ihre an den Fundamentalismus erinnernde, quasi-religiöse Orthodoxie[+], die diese von Verzweiflung getriebenen Aktionen bewirken. Schwarz-Gelb ist für diese Aktionen mitverantwortlich, weil sie die Verhinderung des menschengemachten Klimawandels verzögert, blockiert und verhindert haben.

Dass sie jetzt hinstellen und die DemonstrantInnen härter bestraft sehen wollen ist nicht nur heuchlerisch, sondern geradezu heimtückisch boshaft dem Muster der Täter-Opfer-Umkehr folgend. Die psychologische Strategie dahinter: Man versucht von den schwerwiegenden, gesellschaftsschädigenden Folgen der eigenen Realitätsverweigerung und Handlungversäumnisse abzulenken.

Dieser Berliner Richter lässt sich aber nicht in die Irre führen!

700 Verfahren gegen Klima-Kleber: Ein Berliner Richter gab ihnen recht; In Berlin fanden bisher zehn Prozesse gegen Mitglieder der „Letzten Generation“ statt. Nicht jeder Richter hält ihre Blockaden für Nötigung.

Chronik-Einträge am 08.11.2022

(gesamte Chronik)
08. November 2022, 12:17:03
Zum Thema Faschismus[+].

Die republik.ch beobachtet, dass der Faschismus[+] in den Westen zurückgekehrt ist, sucht nach den Gründen und schreibt dazu:
Obwohl die Bezeichnung «Faschismus[+]» lediglich für Italien galt, sind alle drei faschistisch[+] zu nennenden Bewegungen, die russische, die deutsche und die italienische, als Reaktion auf die Bedrohung durch eine sozialistische[+] Revolution entstanden.

Der Quellcode des Autoritären; Wie funktioniert Faschismus? Die Frage muss uns leider wieder beschäftigen. Und wird mit erstaunlichem Eifer verdrängt.
Ich sage, dass der Faschismus[+] wie das Myzel eines Pilzes nie verschwunden war, sondern (a)soziale Begleiterscheinung des Zinsnehmens[+] ist, deren Frucht sich in den Akkumulationskrisen[+] des kapitalistischen Prozesses wie die Frucht des Pilzes zeigt: Die durch die Zinsen[+] Begünstigten und von ihrer Wirkung Wissenden bilden Gruppen und organisieren die Durchsetzung ihrer monetären und politischen Interessen in Seilschaften, durch Entsendung ihrer Verteter in gewichtige Institutionen und Einflussnahme auf die Bevölkerung. Im Zentrum ihres Strebens ist, wie bei allen Faschismen zu beobachten, die Verteidigung des kapitalistischen Rechtsinstituts[+] des Eigentums[+] vor vermeintlich sozialistischen[+] Übergriffen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln[+].

Am 12.03.2020, zu Beginn der Corona[+]-Krise, habe ich dem Buch 'Ökonomie und Klassenstruktur des deutschen Faschismus', ISBN: 9783518106303 einige hoch interessante Aussagen entnehmen können, die ich hier den Interessierten zur Lektüre empfehle. Außerdem verweise ich auf den Grundlagentext über den Zins-Faschismus.

Chronik-Einträge am 07.11.2022

(gesamte Chronik)
07. November 2022, 14:35:28
Zur Vermögensabgabe

Hier kommt erneut eine Aufforderung an Christian[+] Lindner, endlich die Weiche für die ökonomische Wende zu stellen!

Lieber Herr Lindner,

Ich halte die Besteuerung von Vermögen für unvermeidlich. Von allen Arten der Vermögenssteuern ist eine Besteuerung von Geldvermögen die am wenigsten schmerzhafte. Nun gibt es eine Form der Geldvermögensbesteuerung, die unmittelbar mit dem Kapitalismus[+] zusammenhängt, die sein exaktes Gegenteil ist: die Negativzinsen auf Guthaben und Schulden, Verwahrentgelte[+], Strafzinsen[+] oder wie auch immer die Negativzinsen in den letzten 11 Jahren verunglimpft wurden.

Es gab bisher noch keine negativen Kreditzinsen, doch sobald es sie gibt, werden sich die Dinge fundamental verändern.

Machen Sie sich doch bitte bewusst, wie vorteilhaft die Negativzinsen für die Realwirtschaft sind: den Konsumenten sitzt das Geld locker und Unternehmer bekommen Zins[+] für die Gründung eines Unternehmens auf der Basis von Fremdkapital. Aus den Negativzinsen entsteht ein äußerst unternehmungs- und veränderungsfreudiges Umfeld. Das ist genau das, was wir jetzt brauchen. Eigentlich sollte doch wohl das Gedeihen der Wirtschaft den Liberalen[+] am meisten am Herzen liegen.

Herr Minister Lindner, wo bleibt Ihre Initiative? Wann setzen Sie sich endlich dafür ein?

Der Artikel hat leider eine Paywall. Daher kann ich ihn nicht lesen. Ich versuche trotzdem etwas beizutragen.

Christian[+] Lindner: „Der Kanzler hat nach meinem Eindruck mehr Sensibilität als seine Vorgängerin“ - WELT; Der Bundesfinanzminister verteidigt im Interview die milliardenschweren Entlastungspakete und sagt, mit ihm gebe es keine unverantwortliche Steuerpolitik. Der Union wirft er einen „Schäbigkeitswettbewerb“ beim Bürgergeld vor. Und er erklärt, ab welchem Moment nicht mehr allen geholfen werden kann.
07. November 2022, 14:34:11
07. November 2022, 14:32:48
07. November 2022, 14:24:36
Nachtrag aus LinkedIn[+].

Lieber Herr Merz,

Sie achten doch wohl Artikel 2 Abs. 1 unseres Grundgesetzes, die allgemeine Handlungsfreiheit[+], und im Speziellen die Vertragsfreiheit, die nicht ausgesetzt ist, nur weil man im Bezug von staatlichen Leistungen ist. Das Grundgesetz gilt uneingeschränkt auch und gerade wenn eine* arbeitslos ist. Außerdem achten Sie marktwirtschaftliche[+] Grundsätze, nach denen sich Preise am den Märkten frei bilden können sollen, hier im Speziellen der Arbeitsmarkt[+] und auf ihm die Löhne.

Schauen Sie sich die Situation doch einmal genau an: Es reicht bei vielen Menschen nicht mehr aus, nur einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, um sich die Lebenshaltungskosten leisten zu können, weil aufgrund des jetzigen Gesetzes ein enormer Niedriglohnsektor entstanden ist. Die Mieten explodieren, und jetzt gibt es noch eine horrende Inflation[+]. Es gibt nur die Möglichkeit[+], dass die Löhne steigen und nicht nur durch den Arbeitskampf[+], sondern auch dadurch, dass sich Menschen weigern dürfen, Verträge zu unterschreiben, die im Hinblick auf die Bewältigung ihrer Lebenshaltungskosten und zur Ernährung ihrer Familie unzureichend oder gar zu ihrem Nachteil sind.

Herr Merz, bilden Sie Sozialkompetenz!

Abonnieren Sie die #MerzMail; Bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie regelmäßig Informationen zu Friedrich Merz' politischer Arbeit per E-Mail oder SMS.

Chronik-Einträge am 05.11.2022

(gesamte Chronik)
05. November 2022, 16:59:59
E-Mail an Klaus Willemsen mit CC an Vlado Plaga von der INWO[+], Thomas Jörder von www.thomas-joerder.de und Info @ Christen für eine gerechte Wirtschaftsordnung:

Lieber Herr Willemsen,

an unser Telefonat anknüpfend schicke ich Ihnen hier die folgenden Verweise auf Material auf meiner Internetseite. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht für mich der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Medien:

§ 26 Auftrag
  1. Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist, durch die Herstellung und Verbreitung ihrer Angebote als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken und dadurch die demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten einen umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und regionale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sie sollen hierdurch die internationale Verständigung, die europäische Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bund und Ländern fördern. Ihre Angebote haben der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten. Auch Unterhaltung soll einem öffentlich-rechtlichen Angebotsprofil entsprechen.
  2. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben bei der Erfüllung ihres Auftrags die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit der Berichterstattung, die Meinungsvielfalt sowie die Ausgewogenheit ihrer Angebote zu berücksichtigen.
  3. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten arbeiten zur Erfüllung ihres Auftrages zusammen; die Zusammenarbeit regeln sie in öffentlich-rechtlichen Verträgen.
  4. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind mit der Erbringung von Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse im Sinne des Artikels 106 Abs. 2 des Vertrages über die Arbeitsweise[+] der Europäischen Union (ABl. C 202 vom 7. Juni 2016, S. 47) auch betraut, soweit sie zur Erfüllung ihres Auftrags gemäß Absatz 1 bei der Herstellung und Verbreitung von Angeboten im Sinne des § 27 zusammenarbeiten. Die Betrauung gilt insbesondere für die Bereiche Produktion, Produktionsstandards, Programmrechteerwerb, Programmaustausch, Verbreitung und Weiterverbreitung von Angeboten, Beschaffungswesen, Sendernetzbetrieb, informationstechnische und sonstige Infrastrukturen, Vereinheitlichung von Geschäftsprozessen, Beitragsservice und allgemeine Verwaltung. Von der Betrauung nicht umfasst sind kommerzielle Tätigkeiten nach § 40 Abs. 1 Satz 2.
Ich begründe meine Verwaltungsfestellungsklage detailliert hier:

https://www.tim-deutschmann.de/Einstieg/Widerspruch_GEZ/Supplement.html

Das gesamte Material findet sich auf:

https://www.tim-deutschmann.de/Einstieg/Widerspruch_GEZ/index.html

Mir schwebt vor, dass wir ein "Team" bilden, das die Verwaltungsfeststellungsklage[+] auf der Grundlage des Vereinsklagerechts neu einreicht.

Wir benötigen:
  1. eine* Verwaltungsrechtler*,
  2. eine* orthodoxe[+]* Ökonom*n, d* die geläufige Hauptstrom-Terminologie beherrscht,
  3. eine* Soziolog*n,
  4. evtl. eine* Politikwissenschaftler[+]*,
  5. evtl eine* Theolog*n,
  6. eine* Vertreter* der INWO[+], d* das Werk von Silvio Gesell[+] versteht und überblickt und die Schwundgeld[+]-Szene kennt.
Zur akuten Begründung der Klage, für die ich mich auch ein Eilverfahren vorstellen kann, um das Schlimmste zu verhindern, verweise ich folgende Zusammenhänge:

https://www.tim-deutschmann.de/Brennglas.html

In diesem Video stelle ich mich vor, damit Sie sich besser vorstellen können, mit wem Sie es zu tun haben. Meinen Lebenslauf finden Sie hier.

Herzliche Grüße, Ihr

Tim Deutschmann

Chronik-Einträge am 04.11.2022

(gesamte Chronik)
04. November 2022, 14:20:41
Ich unterstütze Greta Thunbergs Forderung nach einem weltweiten Systemwechsel und erkläre kurz den Übergang zu einer Negativzins-Ökonomie[+].

04.11.2022: Unterstützung von Greta Thunbergs Forderung nach einem Systemwechsel: Negativzins-Ökonomie[+] in der Nussschale!; Kapitalismus[+], Sozialismus[+] und Kommunismus[+]; Sozialdarwinismus im Kapitalismus[+]; Sparschwemme[+]: Warum sinken im Westen die Zinsen[+] seit 50 Jahren?; Zinsvorzeichenumkehr[+] und Privatautonomie[+]; Ein alter Hut: Umlaufsicherung[+] und Vollreserve-System[+]; Wer oder was zerstört den Mittelstand[+]?; Kapitalistisches Wachstum[+]; Physik, Volkswirtschaftslehre[+] und ein biologisches Analogon einer kapitalistischen Volkswirtschaft; Vertragsfreiheit als Teil der Privatautonomie[+]: Warum der Kapitalismus[+] nicht auf Freiwilligkeit beruht und welche und wessen Grundrechte es zu schützen gilt; Inflation[+] als Folge der Entkopplung von Nominal- und Realwirtschaft; Der Sparer als Halbgott des Zivilisationsprozesses; Leistungslose Einkommen bei positivem Zins[+]; Fünf Vorzüge einer Negativzins-Ökonomie[+]

Chronik-Einträge am 31.10.2022

(gesamte Chronik)
31. Oktober 2022, 14:10:10
Die Produzentenseite hat die Energiewende beim Heizen vollzogen. Jetzt braucht es so etwas wir eine Abwrackprämie für Ölheizungen. Außerdem brauchen wir eine Dämmoffensive!

Heizungsbauer im Stresstest[+]: „Wir produzieren praktisch kaum noch Ölheizungen“; Vaillant nennt sich Weltmarktführer für Heizungen. Ein Gespräch mit Firmenchef Norbert Schiedeck über das staatliche Gasheizungsverbot und die enorme Wärmepumpen-Nachfrage. WirtschaftsWoche.

Chronik-Einträge am 30.10.2022

(gesamte Chronik)
30. Oktober 2022, 10:46:55
Negativzinsen und Kreislaufwirtschaft[+]

Ein großer Teil der Umweltbewegung, die Klimawandel, Vergiftung der Biomassepyramide (Nahrungskette[+]) und das resultierende Artensterben thematisiert, richtet sich auch gegen den Kapitalismus[+], ohne dabei zu sagen, welcher Aspekt des Kapitalismus[+] ursächlich ist für die Schäden an unserer Lebensgrundlage.

Da wiederhole ich dann gebetsmühlenartig, dass Kapitalismus[+] nicht identisch ist mit Marktwirtschaft[+] und die allgemeine Handlungsfreiheit[+], die sog. Privatautonomie[+] nach Art. 2 Abs. 1 GG, die letztlich die Grundlage der Marktwirtschaft[+] ist, nicht pauschal für die Schäden verantwortlich gemacht werden kann.

Es ist ganz banal, den Kapitalismus[+] gedanklich von der Marktwirtschaft[+] abzutrennen. Dazu trennt man die Marktwirtschaft[+] auf in die Realwirtschaft und das Übriggebliebene: die Finanz- und Leihwirtschaft, also das Bankensystem[+], Finanzintermediäre und das Geschäft mit Vermietung, Verpachtung, der Handel mit Lizenzen, Konzessionen und anderen Verfügungsrechten[+] an Sachen. In dieser Betrachtungsweise ist Kapitalismus[+] der Handel mit Verfügungsrechten[+] an Sachen, deren Preise Zinsen[+] heißen, also die Finanz- und Leihwirtschaft, während die Realwirtschaft nur das Medium ist, über das die Akkumulation[+] (das berühmte Wachstum[+]) stattfindet.

Nun gibt es in ökonomisch einflussreichen Kreisen verständlicherweise den Wunsch, die Nachhaltigkeitszielsetzungen mit finanzieller Nachhaltigkeit zu verbinden. In diesem Zusammenhang werden der Öffentlichkeit zahlreiche Projekte präsentiert, die alle implizit die Nachhaltigkeitstransformation mit dem Kapitalismus[+] verträglich gestalten wollen.

Ich bin einer derjenigen, die den Kapitalismus[+] grundsätzlich für unverträglich mit ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit halten, auch wenn ich nicht leugnen kann, dass uns der Kapitalismus[+] fantastische Konsummöglichkeiten, Technik und Wohlstand beschert hat. Ich füge daher hinzu, dass wir nicht wissen, wie wir uns entwickelt hätten, wenn wir schon früher zu einer Negativzins-Ökonomie[+] übergegangen wären.

Nun erkennen wir, dass es mit den positiven Zinsen[+] nicht mehr weiter gehen kann und stehen vor der Aufgabe, die Nachhaltigkeitstransformation zusammen mit einer Negativzins-Ökonomie[+] zu denken. Ich mache das seit 2015 und liste Ihnen hier chronologisch eine Reihe von Artikeln auf, die in diesem Zusammenhang entstanden sind. Da sich mein Kommunikationsstil über die Jahre entwickelt hat, erscheinen die ersten Artikel wohlmöglich etwas holprig. Das Beste kommt zum Schluss. Gerne erläutere ich Ihnen Details!

#circulareconomy
Bild gefunden auf LinkedIn[+].
30. Oktober 2022, 10:40:51
Sozialpsychologen aufgepasst: Mögliche Ursachen[+] von Misstrauen gegenüber Demokratie, Wissenschaft und Staat

Wir kennen mittlerweile alle persönlich Menschen, die sich mit Verschwörungstheorien[+] beschäftigen, bei Querdenken mitlaufen oder bei den Montagsdemonstrationen, die ihren Unmut und Misstrauen gegenüber dem politischen Betrieb äußern, sich bis zur vollkommenen Isolation in ihrem sozialen Umfeld selbst ins soziale und psychische[+] Abseits begeben und wirren Theorien über die Ursachen[+] gesellschaftlicher Missstände nachgehen. Sie reden von Aliens, Reptiloiden, dunklen Mächten, einer jüdischen Weltverschwörung, geheimen Machenschaften und einer perfiden Allianz zwischen Kapital und politischer Führung.

Ich habe die im Internet frei verfügbare Darstellung der Paranoia[+] von Dr. Volker Faust genommen und die darin beschriebenen Symptome mit den Beobachtungen der Misstrauischen unserer Zeit[+] verglichen, finde hohe Übereinstimmung und suche nach Erklärungen für das Phänomen.

Zusammenfassend begründe ich die These, dass ein erheblicher Teil des Phänomens verursacht ist durch die Mechanismen des Geldsystems, deren Wirkung sich in den meisten Fällen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle abspielt in Verbindung mit der Tabuisierung des Nachdenken und Redens über die Struktur unseres Geld- und Finanzsystems, über dem eine Glocke des Schweigens[+] hängt, sogenannte Bewusstseins- und Kommunikationslatenz, Eintrag vom 09.10.2018.

Man redet und denkt nicht über das Geld und schon gar nicht über Zinsen[+]. Der Paranoia[+] zentral ist ein tiefsitzendes Gefühl von Misstrauen, das ich als logische Folge eines sich unterhalb der Wahrnehmungsschwelle tatsächlich ereignenden Diebstahls von Lebenszeit, Belohnung und Freude darstellen kann.

Die These ist also, dass das Misstrauen entsteht, weil über die tatsächlichen Ursachen[+] des Gefühls, bestohlen zu werden nicht gesprochen wird.

Zur Therapie dieser speziellen, massenhaft beobachtbaren Form von Paranoia[+] schlage ich daher vor, dass wir mehr, öfter, offener und lauter über das Geld und die Zinsen[+] sprechen. Ich selbst habe sehr viel Erfolg bei der Begründung der Aussage, dass wir keine jüdische Weltverschwörung haben, sondern eine unheimliche Verschwörung[+] der Sparer.

Mein Fazit lautet, dass die Offenlegung und Bewusstmachung des Kausalnexus[+] der positiven Zinsen[+] die Schuld an den Missständen dort verortet, wo sie entsteht, nämlich beim zinsnehmenden Bürger selbst!

#aufklärung #verschwörungstheorien #misstrauen #antisemitismus #geldsystem

Chronik-Einträge am 27.10.2022

(gesamte Chronik)
27. Oktober 2022, 13:14:29
Zwei Arten von Wettbewerb

Die monopolistische Konkurrenz im Kapitalismus[+], so sagt es Schumpeter[+] 1942 in 'Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie[+]', unterscheide sich von der Konkurrenz, die in Lehrbüchern als 'ideal' beschrieben wird, 'vollständige Konkurrenz'.

Was hat das mit den Zinsen[+] zu tun, wenn doch das Zinsnehmen[+], wie es Schumpeter[+] in 'Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung[+]' schreibt, die 'differentia specifica' kapitalistischer Volkswirtschaften ist?

Wir unterscheiden etablierte oder erwachsene[+] Unternehmen und Betriebe, die in der Vergangenheit Gewinne akkumuliert[+] haben und daher liquide sind, von Gründern (Startups) und nachwachsenden[+] Unternehmen, die wachsen[+] wollen und einen teils enormen Finanzierungsbedarf haben.

Betrachtet man den Zinsfluss[+] bei positivem Geldzins, dann stellt man fest, dass durch den Zinsmechanismus[+] von den nachwachsenden[+] zu den erwachsenen[+] Unternehmen umverteilt wird, also von den Gründern zu den Etablierten!
Zinsfluss[+] von und zu nachwachsenden[+] Strukturen (Gründer) und erwachsenen[+] Strukturen (Etablierte) als Funktion des Zinsvorzeichens[+]. Rechts[+], positiver Zins[+]: Es entsteht ein Marktumfeld mit monopolistischer Konkurrenz. Links, bei negativem Zins[+]: Die Konkurrenz ist vollständig.
Auch demografisch stellen wir fest, dass tendenziell immer mehr von der nachwachsenden[+] zu der Generation im Ruhestand umverteilt wird, wenn wir an das aufgrund der Demografie erheblich in Schieflage geratene umlagefinanzierte Rentensystem denken oder an neue Staatsschulden.

Die Alten fressen die Jungen, eine quasi-kannibalische Ordnung[+].

Wie ändert sich das aber, wenn der Zinsfluss[+] umpolt?

Antwort: Dann wird der Teil des Kausalnexus[+], den ich hier bespreche, zins-logisch umgedreht. Die Zinsen[+] fließen anders herum. Sie fließen von den etablierten Strukturen weg zu den nachwachsenden[+] Strukturen (Gründer, Startups, junge Familien, die ein Haus bauen wollen und die junge Generation allgemein) hin!

Ganz konkret braucht es dazu Umlaufsicherung[+] (z.B. Bargeldverbot und digitale Zentralbankwährung[+]), Vollreserve und eine genügend negative Einlagefazilität[+], so dass die Zinsen[+] auf Guthaben und bei Krediten negativ werden.

Was passiert dann?

Den Konsumenten sitzt das Geld locker und Produzenten bekommen Zins[+] für Veränderung und Neugründung. Die Wirtschaft verändert sich in rasendem Tempo.

Die Art von Konkurrenz, die dann entsteht, nennt man 'vollständig', weil es keine künstliche Begünstigung bereits bestehender Strukturen gibt, sondern das Neue systematisch begünstigt wird. Erfolgreiche Unternehmen, denen es gelingt zu akkumulieren, züchten sich ihre eigene Konkurrenz heran.

So wird es bei allen Gründern in den Startlöchern, die nur darauf warten, dass endlich fairer Wettbewerb entsteht, ermöglicht, bis an die Kapazitätsgrenze des Marktes zu wachsen[+].

Jetzt müssen wir aber erst einmal den Zusammenbruch als Folge des Irrsinns der Zentralbank[+] abwarten. Man glaubt im EZB[+]-Rat, dass man einen Angebotsschock durch steigende Zinsen[+] bekämpfen könne und erreicht aber genau das Gegenteil: Etablierte Strukturen haben Zinseinkommen[+], Gründer gehen pleite. Wahnsinn ist das!
27. Oktober 2022, 00:43:46
Ist pauschale Kritik an massenhafter Zuwanderung, wie sie von Montagsdemonstranten geäußert wird, eventuell ökonomisch begründet?

Hier kommt ein Beispiel für die Anwendung des Wissens über den Kausalnexus[+] der positiven Zinsen[+] auf die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen. Das Video, welches ich hier vorstelle, ist im März 2020 entstanden, als man sich lange nicht über das Schicksal von Flüchtlingen auf Lesbos einig werden konnte und kein europäisches Land die Menschen aufnehmen wollte. Die Argumentation von damals ist heute genauso auf den Umgang mit den Flüchtlingen aus der Ukraine übertragbar.

Ich fasse es kurz zusammen:

Die positiven Zinsen[+] (Geldzinsen, Mietzinsen[+], Pachtzinsen[+], Lizenz-, Nutzungs- und Leihgebühren im Allgemeinen) bewirken einen Abfluss der Zinsen[+] aus dem unteren Bereich der Einkommens- und Vermögenspyramide (-hierarchie) und Zufluss bei denjenigen, die bereits Eigentum[+] haben, also Sparer, Vermieter, Grundherren und andere Eigentümer[+] von Leihkapital (Grafik unten). Im unteren Bereich der Pyramide, in dem die Menschen überwiegend von Arbeitseinkommen[+] und zur Miete leben, verknappen die Zinsschulden[+] (u.a. Kreditzinsen, Mietzinsen[+], Pachtzinsen[+], usw) das Geld. Es gibt Konkurrenz um Wohnraum, Arbeitsplätze[+] und Beziehungspartner.
Ökonomisches Schichtmodell. Details am 23.04.2021.
Kommen überwiegend unqualifizierte Menschen im unteren Bereich der Pyramide hinzu, dann steigen im Ergebnis die Mieten, sinken die Löhne für geringqualifizierte Beschäftigung und gibt es mehr Konkurrenz um Beziehungspartner, wenn ein Ungleichgewicht bei den Geschlechtern besteht. Damals gab es mehr männliche Zuwanderer aus Syrien. Heute sind es überwiegend Frauen, die aus der Ukraine kommen.

Auch im Hinblick auf einen anderen Aspekt ist die Entstehung und das Empfinden von Konkurrenz entscheidend wichtig. Wir beobachten die Entstehung von Parallelgesellschaften, wenn und weil es nicht gelingt, Hinzukommende in die Gesellschaft zu integrieren. Auch hier spielt Feindseligkeit und das Empfinden einer Konkurrenz gegenüber Fremden um Arbeitsplätze[+], Wohnraum und Beziehungspartner eine erhebliche Rolle.

Es ist aus meiner Sicht festzustellen, dass die Befürchtungen gegenüber den Fremden von einem ökonomischen Standpunkt aus begründet sind, denn massenhafte Zuwanderung bewirkt einen Anstieg der Mieten, ein Absinken der Löhne und Veränderungen auf dem Beziehungsmarkt, also eine reale Abwertung.

Auch bei diesem Problem ist die Lösung eine Veränderung des Zinsmilieus[+], sodass die Konkurrenz entschärft wird. Dies wird durch negative Zinsen[+] auf Guthaben und bei Krediten erreicht, denn dadurch geht die ökonomische Ungleichheit zurück und nimmt der durch die Knappheit des Geldes induzierte Konkurrenz- und Abwertungskampf ab.
Beitrag auf meinem YouTube-Kanal vom März 2020.

Chronik-Einträge am 26.10.2022

(gesamte Chronik)
26. Oktober 2022, 06:42:50
Christo Grozev von bellingcat hat herausgefunden, wer hinter den letzten Raktenangriffen auf zivile Wohninfrastrukturen in der Ukraine steckt. Der Mann heißt Igor Bagnyuk. Soll er in der Hölle rotten.
Igor Bagnyuk. Quelle: bellingcat.

Chronik-Einträge am 25.10.2022

(gesamte Chronik)
25. Oktober 2022, 12:10:04

Warum auf Kreislaufwirtschaft[+] setzen?; Wer nachhaltig investieren will, sollte sich auch mit der so genannten Kreislaufwirtschaft beschäftigen. Was genau steckt dahinter und warum ist sie so wichtig? Raimund Brichta spricht darüber mit Joachim Nareike von der Fondsgesellschaft Schroders.
25. Oktober 2022, 11:34:21
Ich teile hier den Inhalt einer E-Mail über Klaus Schwabs Idee des 'Great Reset', von der man im Umfeld von Verschwörungstheorien[+] hört.

Ich habe den Namen Klaus Schwab schon oft gehört, weiß auch, dass er der Gastgeber des WEF ist, habe mich aber bis vor gestern abend noch nicht mit ihm und seiner Idee beschäftigt. Gestern abend kam auf n-tv eine Doku über den sog. "Great Reset". Ich kann danach sagen, dass mir die erklärten Ziele von Schwab teilweise nicht unsympathisch sind. Die Umsetzung seiner Idee hängt aus meiner Sicht entscheidend davon ab, wie es mit den Zinsen[+] weiter geht.

Bleiben die Zinsen[+] positiv und wird also weiter von der Arbeit[+] zum Eigentum[+] hin umverteilt, dann werde ich mich gegen jede dieser "Visionen" bis zum Letzten wehren. [...]

Bekommen wir aber negative Zinsen[+] und andere Formen der Vermögensbesteuerung, die aus meiner Sicht dringend notwendig sind, dann könnte ich mich mit Schwabs Ideen der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit anfreunden – aber nur dann! Der Grund ist ganz einfach: Bei negativem Zins[+] und Vermögenssteuern wird Eigentum[+] von Reich nach Fleißig umverteilt, so dass tendenziell die Leute weniger besitzen und mehr haben (Unterschied zwischen Eigentum[+] und Besitz[+] berücksichtigen!). Die Menschen werden von Mietern und Pächtern zu Eigentümern[+], von Kreditnehmern zu liquiden, autonomen Wirtschaftssubjekten. Das will ich erreichen, mehr Selbstbestimmung für alle.

Über den Great Reset kann man lange reden, denke ich. Es kommt auf das Zinsvorzeichen[+] an.

The Great Reset; "The pandemic represents a rare but narrow window of opportunity to reflect, reimagine, and reset our world" - Professor Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman, World Economic Forum.
25. Oktober 2022, 10:57:25
Endlich sagt es 'mal jemand. Es ist ja irgendwie nicht zu fassen, dass sich die Gesellschaft über teils völlig verrückte Verschwörungstheorien[+] empört und aber zulässt, dass in dem Hauptstrom nahe stehenden Medien, z.B. Bild oder N24, Märchen über UFOs und Außerirdische verbreitet werden dürfen. Mir kommt da der Verdacht auf, dass mit solch einer Berichterstattung der Weg geebnet werden soll für haarsträubende Erzählungen über die Gründe für zivilisatorisches Leiden. Die Akzeptanz von Blödsinn soll steigen. Demnach werden wohl gerade solche Medien Märchen über Außerirdische verbreiten, die eben keine kritisch aufgeklärten, an der Wahrheit interessierten Rezipienten haben wollen, sondern verwirrte Querdullis und andere Opfer kapitalistischer Ablenkungspropaganda.

Über die detaillierte Erläuterung der Wirkungen von positiven und negativen Zinsen[+] findet man bei Bild und N24 nichts. Ich denke, dass das Methode hat.

Doktor Whatson: Warum wir niemals Aliens fotografieren werden; UFOs oder UAPs, es gibt unzählige Dinge am Himmel, die wir nicht verstehen. Im Podcast geht Doktor Whatson geht der Sache auf den Grund. Schlüsselworte: UFO, UAP, Aliens, Universum, außerirdisches Leben, Kultur, Astronomie, Erde/Umwelt.

Chronik-Einträge am 24.10.2022

(gesamte Chronik)
24. Oktober 2022, 17:43:29

Chronik-Einträge am 21.10.2022

(gesamte Chronik)
21. Oktober 2022, 15:15:02
Energieversorgung:

Eigennutzung vor Weiterleitung vor Speicherung wegen Leitungs- und Umwandlungsverlusten!

Die Energieautarkie[+] muss logischerweise zuerst gefördert werden! Dazu gehört auch die Dämmung von Gebäuden. Wir brauchen dringend eine nationale Dämmoffensive, um die Nachfrage zu senken!
21. Oktober 2022, 12:07:10
Der Soziologe Oliver Nachtwey und die Literatursoziologin Carolin Amlinger haben die Querdenkenszene untersucht, vgl. Eintrag vom 13.10.2021. Querdenker glauben mehrheitlich, dass ein links-liberaler[+] Mainstream herrsche, gegen den man sich widersetzt. Die Realität ist jedoch eine völlig andere: Eine übergroße Mehrheit der Menschen akzeptiert das Prinzip des Zinsnehmens[+] in allen seinen Formen, also Geldzinsen, Mietzinsen[+], Pachtzinsen[+],.... so dass festgestellt werden muss, dass die Deutschen mehrheitlich ökonomisch rechts sozialisiert sind und auch so "denken".

Soziologen: „Querdenker haben grundlegende Zweifel an der Realität kultiviert“; Oliver Nachtwey und Carolin Amlinger haben die Querdenker-Szene von Anfang an begleitet. Im Interview erklären sie, warum viele nicht mehr zurück können.

Chronik-Einträge am 20.10.2022

(gesamte Chronik)
20. Oktober 2022, 02:38:05
Heute darf ich Ihnen Steffen Henke vorstellen, der sich seit über zwei Jahrzehnten dafür einsetzt, dass uns das schwer geisteskranke Geldsystem mit positiven Zinsen[+], aber vor allem seine Krisen (!) bewusst wird!
Neues Schauspiel Leipzig, Late Night Show, am 09.06.2012.

Chronik-Einträge am 19.10.2022

(gesamte Chronik)
19. Oktober 2022, 12:37:13
Pure, dreiste Heuchelei: Der Verein Finanzwende e.V., der die Negativzinsen ablehnt und also Zinsen[+] aller Arten, also leistungslose Einkommen für Eigentümer[+], die zentrale Ursache[+] für die soziale Schieflage, unterstützt, lädt zur Demo für soziale Sicherheit ein!

😖🤯🤬

Der Wolf lädt die Schafe ein.

(Gründungs-) Mitglieder sind u.a. der Grüne Gerhard Schick und Christoph Bautz von Campact. Wie glaubwürdig sind dann politische Ambitionen der Genannten, die sich angeblich für soziale und ökologische Nachhaltigkeit einsetzen?
Ein Twitter-Aufruf des Vereins Finanzwende zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die soziale Schieflage in Deutschland.

Chronik-Einträge am 15.10.2022

(gesamte Chronik)
15. Oktober 2022, 17:54:24
Demokratische Verhältnisse? Von wegen!

Berücksichtigt man die wahlberechtigten Nichtwähler und die nicht Wahlberechtigten als "Pseudo-Fraktionen" im Endergebnis der Landtagswahlen von Niedersachsen 2022, so stellt sich das Ergebnis wie folgt dar:
Quellcode.
Im Ergebnis repräsentiert eine mögliche Regierungskoalition aus SPD und Grünen gerade einmal 23,9 % der Bevölkerung. Würden sie repräsentiert, bildeten die wahlberechtigten Nichtwähler die größte Fraktion im Landtag von Niedersachen mit 28,19 %, größer als die Regierungskoalition. Die Regierungskoalition wäre gerade einmal 0,3 % größer als die Fraktion der nicht Wahlberechtigten. Schließlich wären sämtliche gewählte Fraktionen kleiner als die Fraktionen der übrigen Parteien, der wahlberechtigten Nichtwähler und der nicht Wahlberechtigten zusammen genommen.

Daher ist der Niedersächsische Landtag noch nicht einmal ansatzweise repräsentativ. Die Demokratie in Deutschland bedarf dringender Reformen. Ich schlage vor, dass aus den derzeit nicht im Parlament repräsentierten Bevölkerungsgruppen per Zufallsentscheid Vertreter in das Parlament entsandt werden müssen. Bei Wahlhelfern und Schöffen funktioniert das ja auch.

Das ist unfassbar!

Chronik-Einträge am 14.10.2022

(gesamte Chronik)
14. Oktober 2022, 22:04:27
Die liberalen[+] Demokraten sprechen von einem 'Reset' und von Neuwahlen. Man müsse den Leuten mit den Hypotheken und den Krediten helfen, die nicht mehr bedient werden können.
14. Oktober 2022, 18:20:57
Die britische Premierministerin zum Realitätscheck: Es gehe ihr um ökonomische Stabiltät, sie müsse höheres Wachstum[+] erzielen. Geht es denn noch? Die Fragen der Reporter sind treffend und müssen ungeheuer schmerzhaft sein, aber anders begreift sie es wohl nicht.

Christian[+] Lindner, seien Sie gewarnt: Wir leben nicht mehr in den 1980er Jahren, sondern im Endspiel des Kapitalismus[+]. Da gelten andere Gesetzmäßigkeiten, allen voran: Offenheit für Veränderungen und Mut zur Wahrheit! Es geht nicht mehr mit positiven Zinsen[+]. Jetzt schon gar nicht mehr.

Wir brauchen so schnell wie möglich Umlaufsicherung[+], Vollreserve und hohe Negativzinsen, damit die Wirtschaft nicht völlig abschmiert.
14. Oktober 2022, 12:07:56
Hier zeige ich den Verlauf von Staatsanleihenrenditen[+] der USA, des Vereinigten Königreichs, Japans, Deutschlands, Frankreichs und Australiens, sowie deren Leitzinsen[+]. Die Staatsanleihenrenditen[+] markieren die Obergrenze des Zinsniveaus[+] im Währungsraums, denn die Rendite von Staatsanleihen[+] werden nur dann akzeptiert und Staatsanleihen[+] werden nur dann gekauft, wenn es nirgendwo ähnlich sichere höhere Zinsen[+] gibt. Wir erkennen hier einen Jahrzehnte langen Trend in Richtung Negativzinsen, aus dem die Geldpolitiker[+] der Gegenwart mit fadenscheiniger Begründung auszubrechen versuchen mit dem Ergebnis, dass es die Wirtschaft in den Abgrund reißen wird. Wir haben es nämlich nicht mit einem Zuviel bei der Nachfrage zu tun, das man durch steigende Zinsen[+] bekämpfen könnte, sondern mit einem zu geringen Angebot. Höhere Zinsen[+] verschärfen den Kostenschock der Unternehmen. Der Zusammenbruch erfolgt also auf Ansage!

Eine ganz andere Situation wird eintreten, wenn die Zinsen[+] in den negativen Bereich absinken, so dass die Fremdkapitalkosten für die Unternehmen negativ werden. Dann nämlich kann der Energiekostenschock teilweise absorbiert werden. Es ist genügend Geld da.
Die einzige Notenbank, die es richtig macht, wobei das japanische Inflationsproblem[+] aber auch überschaubar ist, ist die japanische.

Chronik-Einträge am 12.10.2022

(gesamte Chronik)
12. Oktober 2022, 14:42:55
Ein wirklich sehr gut recherchierter Artikel über Führung und Führungskultur.

Der Fisch stinkt vom Kopf - brand eins online; Eine kleine Kulturgeschichte der Führung.
12. Oktober 2022, 01:20:52
Selbst wenn jetzt einige orthodoxe[+] Geldpolitiker[+] versuchen, den nominellen Zusammenbruch auf den Energiekostenschock zu schieben, bleibt doch klar: Die Notenbanken tragen erheblich mit zur Verschärfung der Inflation[+] bei, indem sie die Fremdkapitalkosten erhöhen.

Man mache sich klar, dass die 8 Billionen € privaten Geldvermögen der Deutschen bei 2 % Zins[+] den Geldvermögenden 160 Milliarden € Zinsen[+] zufließen lassen. Wer bezahlt das und wie? Es zahlen letztlich die Arbeitenden[+]!

Man wird daher den Gewerkschaften die inflationsausgleichenden Lohnabschlüsse nicht verweigern können, denn jene, die ausschließlich vom Verkauf ihrer Arbeitskraft[+] leben, haben eben keine Rücklagen, für die sie Zinsen[+] kassieren könnten. So kommen also zum Energiekostenschock rapide steigende Arbeitskosten[+] und Fremdkapitalkosten. Der bevorstehende Zusammenbruch wird die Spirale beenden.

Insolvenzen steigen bereits an:

Zahl der Firmenpleiten nimmt um ein Drittel zu; Die Befürchtungen um eine Pleitewelle in Deutschland haben sich erfüllt: Rund ein Drittel mehr Firmen als im Vorjahresmonat haben im September Insolvenz angemeldet. Grund sind auch die hohen Energiekosten.
Kredite können nicht mehr bedient werden. Junge Familien, die endlich ins Eigenheim ziehen wollten, werden traumatisiert, müssen ihre Träume von Freiheit[+] begraben:

Immobilien: Stornierungswelle trifft den Wohnungsbau; Material und Energie kosten immer mehr – und auch die Kreditzinsen steigen stark: Oft rechnet sich der Bau neuer Wohnungen nicht mehr. Die Branche verzeichnet deutlich mehr stornierte Projekte.
In der Schweiz gibt es Gerüchte über ein Lehmann 2.0:

Daten von Creditreform: Zahlungsmoral in Wirtschaft sinkt von Woche zu Woche; Mehr als zwei Millionen überfällige Rechnungen: Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform begleichen immer mehr Firmen ihre Ausstände verspätet – oder gar nicht. Eine Branche ist besonders betroffen.
Der Dollar wertet auf, weil es in den USA wieder Zinsen[+] gibt. Davon ist die ganze Weltwirtschaft betroffen, allen voran die in Dollar verschuldeten Länder und jene, deren Energiekosten in Dollar gemessen werden.

Herbsttagung von IWF und Weltbank: "Endspiel" um die Weltwirtschaft; Steigende Zinsen, fallende Kurse: Der Inflationsschock könnte weltweit eine lange Kette von Schuldenkrisen auslösen. Halten wir das aus?
Und das alles, damit Sparer wieder höhere leistungslose Einkommen bekommen? Das ist es nicht wert! Der Wahnsinn muss gestoppt werden. Orthodoxe Ökonomen gehören angesichts der Situation in die Klappsmühle!

Wir brauchen endlich Umlaufsicherung[+], Vollreserve und knackige Negativzinsen!
12. Oktober 2022, 01:15:45
In Großbritannien sieht es übel aus!

Britische Notenbank weitet Anleihe-Kaufprogramm aus; Zwei Mal kurz hintereinander muss die Bank of England in den Anleihenmarkt eingreifen. Für bis zu zehn Milliarden Pfund am Tag will sie nun Staatsanleihen aufkaufen. Das soll Sorgen wegen der Finanzpolitik der neuen Regierung dämpfen.

Altersvorsorge: Reißen die britischen Pensionsfonds das Finanzsystem in den Abgrund?; Großbritannien muss seine Pensionsfonds wetterfest machen, um einer Finanzkrise vorzubeugen. Ohne das umstrittene Liability-Driven Investing wird es in Zukunft nicht gehen, sagt der Erfinder dieser Absicherungsstrategie. WirtschaftsWoche.

: Deutsche Anleihen[+] starten mit Gewinnen - Bank[+] of England ändert Notprogramm; FRANKFURT (dpa-AFX) -Deutsche Bundesanleihen sind am Montag mit leichten Kursgewinnen in die neue Woche gegangen. Am Morgen stieg der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,10 Prozent auf 137,82 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 2,18 Prozent und damit wieder etwas deutlicher über der Zwei-Prozent-Marke.

Großbritannien: Wie die Regierung versucht, die Märkte zu beruhigen; Die Bank of England forciert ihre Staatsanleihen-Käufe. Und Schatzkanzler Kwarteng vollzieht schon wieder eine Kehrtwende.. Urheber: Alexander Mühlauer. Schlüsselworte: Großbritannien Großbritannien Großbritannien Liz Truss Wirtschaft,Süddeutsche Zeitung; Copyright: Alexander Mühlauer.

Geldpolitik[+]: Bank[+] of England warnt vor Finanzkrise – Notenbank greift noch stärker in die Märkte ein; Die britischen Währungshüter weiten ihre Programme zur Stützung der Finanzmärkte aus. Experten warnen jedoch vor einem dauerhaften Schaden.

Chronik-Einträge am 08.10.2022

(gesamte Chronik)
08. Oktober 2022, 18:32:21
Nachtrag: Surreale Atmosphäre am 6. Juli 2021 in Dossenheim.

Chronik-Einträge am 07.10.2022

(gesamte Chronik)
07. Oktober 2022, 17:38:22
Eugen Drewermann spricht in der Urania[+] Berlin über den Zusammenhang zwischen Zinsen[+] und Kapitalismus[+]. Das Original-Video findet sich hier. Der Ausschnitt beginnt ab Zeitindex[+] 1:13:39.

Einen weit verbreiteten sprachlichen Fehler begeht Drewermann hier: Der Sparer ist der Geldeigentümer, während Kredit- und Darlehensnehmer die Geldbesitzer sind. Ansonsten ist alles richtig.
07. Oktober 2022, 17:09:01
Heute habe ich per E-Mail eine Bitte zur Teilnahme an einer Podiumsdiskussion verschickt, Eintrag vom 07.10.2022. Den Aufruf habe ich auch über meinen YouTube-Kanal geteilt:
Details zum Inhalt der Diskussion teile ich am 07.10.2022 mit.

Chronik-Einträge am 06.10.2022

(gesamte Chronik)
06. Oktober 2022, 12:34:07
Die zunehmenden Proteste im Iran motivieren mich dazu, meinen Senf zum Sturz des Mullah-Regimes beizutragen. Man muss hier wissen, dass der Koran das Zinsnehmen[+] strengstens verbietet. Es zählt zu den größten Sünden überhaupt Zinsen[+] zu nehmen.

Das folgende Bild zeigt Hassan Rouhani bei einer Rede vor den UN, zwei Verse aus der längsten und wichtigsten Sure des Koran sowie das Zinsniveau[+] 2018.

Das Fazit ist, dass also der Iran eben definitiv kein islamischer Gottestaat ist, sondern eher das exakte Gegenteil, ein Hort des Bösen.

Chronik-Einträge am 04.10.2022

(gesamte Chronik)
04. Oktober 2022, 21:17:48
Se o povo se unir, o Bolsonaro vai cair! Wenn wir uns [wieder] vereinigen, dann wird der Geldtäschler fallen!
04. Oktober 2022, 20:55:56
Der König ist das Vorbild. Das ist wohl kapitalistische Erziehung. Das ist das gleiche, wie wenn der Vater vom Sohn Zins[+] für ein Darlehen nimmt oder Mietzins[+] für das Überlassen einer Wohnung. Dabei ist doch aus dem Alten Testament bekannt, dass von Angehörigen der eigenen Sippe keine Zinsen[+] genommen werden dürfen[1][2]!

König Charles III.: Prinz William muss hohe Pacht an seinen Vater zahlen; Die Neuordnung im Königshaus hat Folgen für die Vater-Sohn-Beziehung. Ab jetzt ist König Charles der Verpächter von Prinz William und dessen Familie.

Chronik-Einträge am 05.10.2022

(gesamte Chronik)
05. Oktober 2022, 01:54:55
Hier ist es wünschenswert, dass sich Geschichte wiederholt. Putin hat Reservisten aus der Mitte der Gesellschaft an die Front versetzt und also der Wahrheit ausgesetzt. Die "frischen" Soldaten werden begreifen, in was für einen Krieg ihr oberster Befehlshaber sie geschickt hat. Es bestehe die Möglichkeit[+], so Mikhail Khodorkovskys Gedanke, dass sich die der Wahrheit bewussten Soldaten, jedenfalls die mit Gewissen und Ehrempfinden, mit ihren Waffen gegen das kriminelle Regime erheben, wie es vor 100 Jahren geschah.
Das folgende Video zeigt die Geschichte Russlands ab dem Jahr 851. Man erkennt, woher Putins Interesse an der Ukraine kommt. Im Zentrum seines Geschichtswahns steht die Kiewer Rus.

Chronik-Einträge am 29.09.2022

(gesamte Chronik)
29. September 2022, 16:34:25
Wer stoppt das sinnlose Schlachten? Wer stürzt die Wahnsinnigen im Kreml? Wie ist es möglich, dass ein paar Tausend Verrückte 144 Millionen Russen quasi als Geiseln halten und die Kinder in den Tod schicken?
29. September 2022, 13:54:16
Ja, die politische Führung Russlands ist rassistisch.
Bakhti Nishanov, ein Mitarbeiter der US-amerikanischen Kommission über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa twitterte gestern, alles, was er bisher gesehen habe, deute darauf hin, dass in Sacha (Jakutien), Burjatien, Dagestan und Tschetschenien unverhältnismäßig viel Männer mobilisiert würden. "Wenn sich dies bewahrheitet, handelt es sich zweifellos um einen systematischen Versuch, die ethnischen Minderheiten Russlands als Kanonenfutter einzusetzen", schreibt er.

So sieht die russische "Mobilmachungs-Hölle" aus; Kaum ist die Teilmobilmachung angeordnet, zieht das russische Militär Tausende Männer ein. Ersten Berichten nach stammen sie vor allem aus südöstlichen Republiken. Auch die besetzte Krim ist stark betroffen, während "echte" Russen offenbar größere Chancen haben, davonzukommen.

Chronik-Einträge am 03.10.2022

(gesamte Chronik)
03. Oktober 2022, 13:10:58
Bis zu 12 Billionen € volkswirtschaftliche Einsparung bis 2050 bei unverzüglichem Umstieg auf erneuerbare Energien, sagt diese Studie!

Neuer Bericht legt nahe: Eine schnelle Umstellung auf erneuerbare Energien führt zu enormen Einsparungen;

Chronik-Einträge am 28.09.2022

(gesamte Chronik)
28. September 2022, 12:26:26
Drei Beiträge zu den Folgen der Zinsanstiege[+] trotz eines Angebotsschocks bei Versorgungsgrundgütern. Die Tagesschau gibt einen Überblick über die Entwicklungen in den USA.

Marktbericht: Zinssorgen[+] halten US-Börsen weiter im Griff; Der amerikanische Leitindex Dow Jones und auch andere wichtige Indizes büßten ihre anfänglichen Gewinne wieder ein. Die Angst vor weiteren Zinserhöhungen hat Erholungsversuche in den USA und auch in Europa gestoppt.
Der Spiegel berichtet, dass in Großbritannien keine Kredite mehr vergeben werden. Man befürchtet wohl Ausfälle, und die sind zu erwarten.

Pfund-Krise: Erste britische Banken[+] verhängen Kreditstopp; Das britische Pfund fiel in den vergangenen Tagen auf einen Tiefststand, die Notenbank erhöht die Zinsen. Nun setzen erste Banken auf der Insel die Vergabe von einigen Krediten aus.
In diesem Beitrag wird der britischen Regierung eine ruinöse Geldpolitik[+] vorgeworfen. Der Niedergang des Pfunds sei selbst verschuldet.
Aus meiner Sicht ist damit zu rechnen, dass den Währungsräumen mit rasant steigenden Zinsen[+] nach der Niedrigzins-Phase ein kolossaler "nominaler" Zusammenbruch bevor steht. Der Gipfel der Absurdität ist noch, dass einzelne Hüter des Geldwertes und der -stabilität gegen Lohnerhöhungen stänkern, mit der Begründung, dass das eine Lohn-Preis-Spirale erzeugen werde, dabei aber verschweigen[+], dass die steigenden Zinsen[+] eine noch viel bedrohlichere Fremdkapitalkosten-Preis-Spirale bewirken. 'Systematischen Irrsinn' nenne ich solche Redebeiträge. Die Zentralbank[+] fährt die Wirtschaft gegen die Wand.

Chronik-Einträge am 25.09.2022

(gesamte Chronik)
25. September 2022, 05:03:02
Ich nehme eine ZDFinfo Sendung über Inflation[+] auseinander. Angesichts des Ergebnisses sehe ich wieder einmal die Regel bestätigt, dass auch die öffentlich-rechtlichen Medien im Kern "orthodox[+]" sind und daher auf eklatante Weise die elementaren Grundsätze des Medienstaatsvertrages verletzen.
25. September 2022, 05:00:04

Chronik-Einträge am 23.09.2022

(gesamte Chronik)
23. September 2022, 22:06:50
Die Angestellten des Wirtschaftsministeriums können nicht mehr. Herr Habeck, warum tun Sie sich den völlig unnötigen Stress[+] an, zu versuchen den Angebotsschock bei der Energie mit steigenden Zinsen[+] zu lösen? Bedenken Sie: Politik handelt im Rahmen dessen, was die Geldpolitik[+] vorgibt. Machen Sie dem Finanzminister Beine, denn der steht auf der Bremse und (ver) führt in die falsche Richtung!
23. September 2022, 21:29:42
23. September 2022, 16:02:36
Ich möchte behaupten, dass diejenigen, die eine Lohn-Preis-Spirale befürchten, also die erwähnte "Resonanzkatastrophe[+]", in Wahrheit von der Fremdkapitalkosten-Preis-Spirale ablenken wollen, die die Zentralbank[+] gerade anzettelt. Da versuchen diejenigen, die ihre Verluste an passiven Zinseinkommen[+] reduzieren wollen und geldpolitisch[+] Inflationsausgleich[+] durch steigende Zinseinkommen[+] fordern und erhoffen, davon abzulenken, dass die Realisierung ihres Begehrens ebenso zur Inflationsausweitung[+] beiträgt wie die (ursächlichen) Energiekostensteigerungen und die absehbaren Lohnsteigerungen infolge von Arbeitskampf[+].

Mit aller Deutlichkeit wiederhole ich: Die Energiekostenwelle bekommt man durch eine genügend hohe Negativzinswelle aperiodisch gedämpft. Das Drama kann ausbleiben, wenn es die Herrschaften denn wollen. Der soziale Friede kostet etwas.
Details am 23.04.2021.

Chronik-Einträge am 22.09.2022

(gesamte Chronik)
22. September 2022, 15:07:35
Das Artensterben ist noch bedrohlicher als der Klimawandel, weil da direkt unsere Nahrungsgrundlage bertroffen ist. Wir verstehen immer noch nicht, wie die Biomassepyramide im Detail stoffwechselt, sind aber munter dabei, große Löcher hinein zu reißen. Wir übersehen dabei, dass wir nur ein einzelnes Blatt am Baum des Lebens sind, doch den ganzen Baum abfackeln und zu kapitalistischem Zweck[+] verstoffwechseln.

Die Vielfalt verschwindet.; Die Vielfalt der Natur verschwindet. Aber gemeinsam können wir sie retten. Unterzeichnet jetzt die Petition an die Bundesregierung.
22. September 2022, 14:09:04
22. September 2022, 12:16:36
Diese Analogie[+] passt einfach. Das ist ein Ausschnitt aus einer Star Trek TNG Folge, bei der das Unternehmen in eine Art "Resonanzfalle[+]" gerät, aus der man nur "kontraintuitiv[+]" entkommen kann. Wichtig ist natürlich, wie sich Intuition[+] bildet und in welchen Situationen sie versagen muss, Eintrag vom 08.04.2020.

Einigkeit besteht darin, dass wir es bei der jetzigen Inflation[+] mit einem Angebotsschock bei einem Grundversorgungsgut zu tun haben, auf das nicht verzichtet werden kann, wenn man auf die Schwierigkeiten blickt, den Energiebezug umzustellen. Es ist also kein Nachfrageschock, der mit steigenden Guthabenzinsen bekämpft werden könnte, sondern ein Ereignis, das in Qualität und Intensität vielleicht an den Ölpreisschock in den 1970er Jahren erinnert. Da erleben wir jetzt also eine Inflationswelle[+], und es ist absehbar, dass sowohl die Gewerkschaften als auch die Zentralbanken[+] die Kosten für die Verfügungsrechte[+] an Fremdkapital (Schuldzinsen) und Arbeitskraft[+] (Löhne) nach oben treiben werden, um Inflationsausgleich[+] zu erreichen. Es ist absehbar, dass die Unternehmen und Betriebe es noch schwerer haben werden, die sich steigernden Kosten zu "absorbieren", sondern die Kosten an die Abnehmer weitergeben müssen, um überleben zu können. Es droht daher eine Art "Resonanzkatastrophe" mit unbekannter Dämpfungskonstante, WP über gedämpfte Schwingung.
Was passiert aber, wenn die Schuldzinsen negativ werden? Dann wird ja logischerweise ein Teil der Preissteigerungen von der Geldvermögenssteuer – denn nichts anderes sind die negativen Schuldzinsen "hinter den" Verwahrentgelten[+] – absorbiert. Die Resonanzkatastrophe und das korrelierte Drama bleiben aus.
Ausschnitt aus einer Lieferkette. Ein Unternehmer ist an die Märkte für die Edukte (1, Rohstoffe, Energie, ...), Arbeit[+] (2), Fremdkapital (3) und Abfall"beseitigung" (4) angeschlossen, die sich alle auf der Kosten- bzw. Ausgabenseite seiner Rechnung befinden. übersteigen die Kosten die Einnahmen, gerät das Kettenglied in existenzielle Gefahr und mit ihm alle nachfolgenden Glieder der Kette. Negative Schuldzinsen sind, anders gesprochen, negative Fremdkapitalkosten. Der Zins[+] fließt in das realwirtschaftliche Unternehmen hinein und dämpft ein Stück weit den Kostenschock.
Jetzt braucht es nur noch die Höhe der Energiekosten in der Volkswirtschaft insgesamt, um dann mit den Preissteigerungen die Höhe des Negativzinses bei 12 Billionen € Geldvermögen angeben zu können. Die Inflation[+] wird also in jedem Fall bezahlt werden, und mit Sicherheit wird es bei den Negativzinsen auch ein Drama geben. Wieviel ist uns denn der soziale Friede wert?

Chronik-Einträge am 21.09.2022

(gesamte Chronik)
21. September 2022, 14:22:56
Der Bericht des RND über das Leben von Alexej Nawalny ist erschreckend, doch muss ich feststellen: In Deutschland wird mit politischen Gegnern nicht weniger zimperlich umgegangen. Z.B. werden unbequemen Zeitgenossen[+] die Kinder weggenommen und die Beziehung zwischen ihnen und ihren Kindern vergiftet. Die größten Opfer dabei sind die Kinder.

Amnesty: „Zutiefst verstörende Informationen“ über Haftbedingungen von Nawalny; Amnesty International rügt die Haftbedingungen des Kremlkritikers Alexej Nawalny als rechtswidrig. Es lägen „zutiefst verstörende Informationen“ aus der Strafkolonie, in der er gefangen gehalten wird, vor.
21. September 2022, 13:40:59
Schon etwas älter (2010), doch immer noch eine zutreffende Feststellung, hier von Horst Seehofer:

„Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“

Der Kontext ist die Macht des Finanzsektors.
21. September 2022, 12:36:16
21. September 2022, 12:10:18
Putin verkündet eine Teilmobilmachung in Russland.
21. September 2022, 11:24:02
Scholzens Rede vor den vereinten Nationen.
21. September 2022, 11:02:21
Auch der Autor des folgenden Artikels Henrik Müller sieht Europa politisch und ökonomisch auf wackeligem Boden. Er betont die Erfolge rechtsextremer Parteien bei den Wahlen, die uns an die 1930er Jahre erinnern, in denen die Zinsen[+] ähnlich niedrig waren und ähnlich hilflos mit der Liquiditätsfalle[+] umgegangen wurde.

Angriff auf die Demokratie: Es kann noch viel schlimmer kommen - Kolumne; Ob Ukrainekrieg oder Wirtschaftskrise: Bislang sind viele üble Vorhersagen aus dem Frühjahr nicht eingetreten. Ein Grund zur Entwarnung ist das leider nicht.
21. September 2022, 10:32:22
Fazit des folgenden Artikels von Thomas Fricke: (1.) Die steigenden Zinsen[+] sind nicht nur nutzlos, sondern Gift, u.a. weil sie die Kosten für die Unternehmen zusätzlich erhöhen und empfindliche Frustrationen bei jungen Existenzgründern erzeugen,... (Zitat)
Die Notenbanker sorgen ja nicht direkt für langsamer steigende Preise – wie auch? Die Wirkung geht, um es mal etwas unumwundener auszudrücken, vor allem so, dass möglichst viel Schaden angerichtet wird – indem Kredite teurer werden, Firmen in die Überschuldung gehen, junge Paare sich den Kredit für das Eigenheim nicht mehr leisten können und die Währung nicht so stark abwertet, was wiederum den Exporteuren in ohnehin schwieriger Lage noch mehr zu schaffen macht.

Nicht als Selbstzweck, klar, sondern damit Anbieter vor lauter Absatzschwäche nicht mehr umhinkommen, ihre Preise im Zweifel wieder zu senken. Was so natürlich kein Notenbanker sagen würde. Womit wir aber beim selben Befund sind wie oben: Die höheren Zinsen[+] führen zu allem, nur nicht dazu, jene Gas- und Stromteuerung gezielt zu bremsen, die neben etlichen Nachwirkungen der Corona[+]-Lockdowns für den ganz großen Teil der Inflation[+] verantwortlich ist.

EZB[+] und Politik im Kampf gegen die Inflation[+]: Heilloses Kurieren von Symptomen – Kolumne "Die Rechnung, bitte!"; Regierung und Notenbanker setzen darauf, den Preisschock mit Geldzahlungen und steigenden Zinsen erträglicher zu machen, statt die Ursachen zu beheben. Das wird nicht gut enden.
... und es braucht (2.) einen Preisdeckel bei den betroffenen Versorgungsgrundgütern.

Mein Fazit: Die Zentralbank[+] versucht durch Erzeugung einer Rezession die Nachfrage nach den von der Inflation[+] unmittelbar betroffenen Versorgungsgrundgütern auf die Höhe des verringerten Angebots zu zwingen. Die Kollateralschäden dieser Vorgehensweise werden in Kauf genommen, obwohl die meisten Ökonomen wissen, dass wir uns in der terminalen Phase des kapitalistischen Prozesses befinden, die seit 6.000 Jahren bisher immer in einem Zusammenbruch des Systems übergegangen ist. Da wird sich die Frustration junger Menschen aufgrund ihrer geplatzten Träume kombinieren mit der Wut von insolventen Unternehmern und Rentnern, die sich um ihre zurückgelegte Lebensarbeit betrogen sehen und Menschen, die arm sind trotz Arbeit[+]. Die 13,8 Millionen Armen werden sich zu Wort melden und ihrer Wut Ausdruck verleihen. Man wird die Regierung verantwortlich machen und vergessen, dass wir alle mehrheitlich immer noch mit dem Zinsnehmen[+] einverstanden sind, absolut verantwortungslos und geschichtsvergessen!

Chronik-Einträge am 20.09.2022

(gesamte Chronik)
20. September 2022, 13:55:42
Ha!

Chronik-Einträge am 19.09.2022

(gesamte Chronik)
19. September 2022, 17:26:55
Eine weitgehend akzeptable Analyse und Stellungnahme von Fabio De Masi zur orthodoxen[+] Inflationstheorie[+], vgl. Chronik am 12.09.2022. Kein Wort zu den Wirkungen von negativen Kreditzinsen auf die Inflation[+]!

Anzurechnen ist ihm, dass auch er die Menschen dazu auffordert, sich mit unserem Geldsystem zu beschäftigen!

Chronik-Einträge am 18.09.2022

(gesamte Chronik)
18. September 2022, 03:24:29
Wie es aussieht, hat Narendra Modi die richtigen Worte gefunden. Putins Körpersprache und sein Gesichtsausdruck sprechen Bände!

Vladimir Putin bei seinem Treffen mit Narendra Modi in Samarkand.

Chronik-Einträge am 16.09.2022

(gesamte Chronik)
16. September 2022, 20:04:42
Auf meinem YouTube Kanal stelle ich das Kieshaufen-Modell[+] vor, mit dem ich seit 8 Jahren den Leuten die (stark vereinfachte) Dynamik von Vermögen unter einer Negativzins-Ökonomie[+] erkläre:
Mathematische Details hier.
16. September 2022, 14:56:50
Zu Diskussionszwecken hatte ich eine kurze Stellungsnahme von Alice Weidel (AfD) zur Geldpolitik[+] auf meinem YouTube-Kanal veröffentlicht. Ich reiche hier eine Antwort auf einen Kommentar nach, der Bezug nimmt auf die Aussagen von Frau Weidel.
[...], sie hat in einigen Punkten nicht ganz unrecht, z.B. dass der € tatsächlich in großer Gefahr ist. Jedenfalls kommt einige riesige Pleitewelle[+] auf uns zu, denn nicht nur die Energiekosten sind enorm gestiegen, sondern auch Arbeitskosten[+] werden steigen, wenn höhere Löhne durchgesetzt werden, und jetzt steigen auch noch die Fremdkapitalkosten. Außerdem drohen möglicherweise Staatspleiten, wenn Sie auf die Spreizung bei den Staatsanleihenrenditen[+] schauen. Die € Schuldner werden ihre Schulden evtl nicht mehr bedienen können, wie Weidel auch ganz richtig sagt.

Da läuft tatsächlich ein Abrissprogramm.

Das Perfide aber ist: Die AfD wollte ja schon immer genau das. Die AfD wollte von Anfang an erreichen, dass die Zinsen[+] wieder steigen. So jedenfalls interpretiere ich das AfD Partei-Logo, und diese Forderung geht auch sehr klar und eindeutig aus dem hervor, was die AfD in Bezug auf Geldpolitik[+] äußert.

Jetzt passiert also genau das, was die AfD schon seit Langem fordert. Demzufolge muss und wird man eben die AfD und alle, die das selbe gefordert haben, für die Folgen dieser Geldpolitik[+] verantwortlich machen.

Falsch ist auch, dass die EZB[+] nicht mehr gegen steuern könne. Das kann sie sehr wohl. Die EZB[+] kommt sehr wohl aus dieser Geldpolitik[+] raus, denn sie kann die Zinsen[+] – nach Reformen – in den negativen Bereich absenken. Das ist dann aber ein anti-kapitalistisches System.
Das Partei-Logo der AfD steht symbolisch für die naive Hoffnung der AfD-Anhänger, der Zins[+] könne ohne erhebliche Schäden in der terminalen Krise des kapitalistischen Prozesses wieder steigen. Ein gewaltiger Irrtum.

Chronik-Einträge am 13.09.2022

(gesamte Chronik)
13. September 2022, 16:52:09
Zu Diskussionszwecken zeige ich hier einen Ausschnitt aus einer heutigen AfD Pressekonferenz. Man erkennt hier, dass die AfD wegen der Euro-Rettungspolitik gegründet wurde, dass sie sich bestens mit den Zinsen[+] auskennt und dass sie den € zerstören möchte.

Die Propaganda besteht im Wesentlichen aus falschen Aussagen. Richtig ist zwar, dass es nach 2012 eine Fluchtbewegung aus dem € hinaus in andere Anlageformen gegeben hat, allen voran Immobilien, Edelmetalle und Kryptos, dass aber, wenn die Negativzinsen in Verbindung mit 100 % Mindestreserve[+] und Umlaufsicherung[+] endlich da sind, der € aufwerten wird, da die Geldmenge[+] schrumpfen, die € Zone ein vertragssicheres wirtschaftliches Betätigungsumfeld bieten und rasanten Fortschritt zeigen wird.

Zudem wird der € begehrt sein, wenn die übrigen Währungen zusammenbrechen, denn ein sicherer kleiner Verlust ist besser als sichere, möglicherweise sehr große Verluste in Währungsräumen mit positiven Zinsen[+], die unter der Zinslast[+] zusammenbrechen. Hier ist in erster Linie der $ zu nennen, der mit jedem Zins[+]-Basispunkt nach oben immer brüchiger und maroder wird. Auch der ¥ (Yuan) wird immer maroder, wie es sich zeigt.

Hochmut kommt vor dem Fall. Superbia ist eine Todsünde. Schon vergessen?

Der € wird im Gegensatz zu anderen Währungen in stürmischer See eine Insel voll-beschäftiger, ökonomisch und sozial gerechter Ruhe und friedlicher Betriebsamkeit sein.

Lassen Sie sich von solchen Schwarzmalern und Hazardeuren nicht in Ihrer Zuversichtlichkeit irritieren. Das Beste kommt jetzt erst!
13. September 2022, 15:40:55
Heute habe ich drei Videozitate angefertigt, die interessante Äußerungen enthalten. Da ist die schon oft genannte Rede von Joachim Gauck vor dem Bankenverband[+] 2014, in der er die Bürger auffordert, sich mit dem Geldsystem zu beschäftigen.
Das zweite Videozitat zeigt den Fluss indirekter Zinsen[+] über unseren Konsum, der den meisten Menschen unbewusst ist. Leider zeigt das Video nicht den über den Arbeitsmarkt[+] fließenden Teil indirekten Zinsfluss[+] und auch nicht den Zinsfluss[+] über die Steuerzahlungen. Insgesamt sieht man hier das Phänomen, das Ökonomen im Zusammenhang mit dem Begriff der Unsichtbaren Hand meinen.
Auch auf die letzte Passage habe ich wiederholt hingewiesen. Da erzählt Thomas Mayer bei Frank Plasberg etwas über das Alter des Geldsystems, begründet oberflächlich und leider irreführend die historische Zinssituation[+] und er spricht – ganz wichtig (!) – über emotionale Probleme in Bezug auf die Negativzinsen ausgerechnet bei denjenigen, die am meisten von den Negativzinsen bei Krediten profitieren werden.
Wir haben also, ganz nüchtern betrachtet, im Wesentlichen ein emotionales Problem, das sich lösen könnte, wenn es die Menschen rational durchdringen würden, wobei es ohne die Medien aber sicher nicht geht. Es handelt sich bei den Negativzinsen um nichts anderes als eine Art marktwirtschaftlicher[+] Methode der Vermögensbesteuerung. Doch solange der Kausalnexus[+] der negativen Zinsen[+] weiter totgeschwiegen[+] und nicht aufgeklärt wird, geht das Drama munter weiter.
13. September 2022, 11:10:51
Die Medien kommen nicht mehr hinterher. Ich hatte vor längerer Zeit[+] – dazu passend – bereits gesagt, dass es zu einer Überforderung zentraler staatlicher Strukturen kommen wird. Hier nun ein Bericht über die Überforderung der Medien:

Die Klimakrise eskaliert und der Journalismus kommt nicht hinterher | Übermedien; Medien berichten umfangreicher über die Klimakrise als vor zwei Jahren. Dennoch scheinen die meisten Redaktionen das Ausmaß nicht begriffen zu haben.
In meiner Verwaltungsfeststellungsklage von 2018 hatte ich die öffentlich-rechtlichen Medien vor einer Überforderung gewarnt, wenn sie die Aufklärung über den Kausalnexus[+] der Zinsen[+] weiter verhindern, um den Korken auf und das Gespenst in der Flasche gefangenhalten zu können. Dazu habe ich Luhmann[+] zitiert und skizziert, wie uns die Medien so reflektieren können, dass wir an dieser Reflektion unser Verhalten koordinieren können. Dazu habe ich das Bild des Ameisenhaufens verwendet, dessen Gesamthandlung man als Gesetzgeber in Verbindung unter den Markt-, Wettbewerbs- und Finanzierungs-Bedingungen einer Negativzins-Ökonomie[+] taxonomisch[+] (fiskalpolitisch[+]) durch das Setzen von Rahmenbedingungen und Leitplanken in den Bahnen halten kann, die mit den Nachhaltigkeitszielsetzungen verträglich sind, dessen Handlungen letztlich aber anhand der Selbstbeobachtung koordiniert wird.

Und die Aufgabe der Medien ist aber eben genau das: die Selbstbeobachtung. Wehe, wenn wir Wesentliches verdrängen und bestimmte Kausalitäten[+] ignorieren! Vernünftiges Handeln gelingt nur auf der Grundlage der Kenntnis aller handlungsrelevanten Fakten. Bei der Aufklärung der Zinsen[+] geht es darum, den Kaiser zu entblößen, den Menschen bewusst zu machen, dass die Sparer die Kapitalisten sind.

Hier ist der Link zum Luhmann[+]-Zitat über die Bedeutung der Medien für die Reflektion.
Bundespräsident AD Joachim Gauck 2014 vor der 20. Versammlung des Bankenverbands.
Dass da eine große Wissenslücke im kollektiven Bewusstsein ist, sagte 2014 auch Joachim Gauck vor dem Bankenverband[+]. Er spricht ab 13:49 sogar von den Bedrohungen der Sozialen Marktwirtschaft[+] und von einer Pflicht[+] der Bürger sich über Wesentliches zu bilden. Ich betone noch einmal, dass Gauck Henry Ford ab 14:35 nicht in seiner Feststellung widerspricht, dass es sehr schnell eine Revolution gäbe, würden die Menschen das Geldsystem verstehen, sondern dass es „ganz und gar nicht gut“ sei, dass sich die Bürger mit einem so wesentlichen Bereich unserer Wirtschaft nicht ausreichend auskennen!

Chronik-Einträge am 15.09.2022

(gesamte Chronik)
15. September 2022, 14:58:36
Es offenbaren sich immer mehr Wege, wie wir diese Herausforderung der Abkehr von fossilen Energieträgern technisch bewältigen können. Hier wird aus der Luftfeuchte grüner Wasserstoff gewonnen, der gut z.B. dazu benutzt werden kann, den CO$_2$ Anteil im Biogas zu methanisieren.

"Direktelektrolyse": Forscher produzieren Wasserstoff aus Luftfeuchtigkeit; Wo soll das Wasser für die Wasserstoffproduktion herkommen? Aus der Luft, meinen Forscher, die ein "Direktelektrolysemodul" entwickelt haben.

Chronik-Einträge am 14.09.2022

(gesamte Chronik)
14. September 2022, 12:36:04
Man muss sich klar machen: Das "Ding", das Lenin errichtet, hat die Wende 1990 überstanden, auch wenn seine Domäne zerfiel.
Anleihe bei Gene Roddenberrys Borg-Würfel.
14. September 2022, 07:49:36
Es dämmert in Russland. Einigen Diskutanten wird bewusst, dass sie eine von der Idee des Nationalismus geleitete Einstellung gegenüber der Ukraine haben. Dieser russische Nationalismus fällt mit dem alten Unionismus der UdSSR zusammen, deren Teil die Ukraine war. Die Wende 1990 ist in den Köpfen mancher Diskutanten wohl noch nicht angekommen. Der Ukraine wird erneut ihre nationale Identiät abgesprochen, die Schritte der Repatriierung in den letzten 30 Jahren, die mühsame Rückgewinnung ihrer kulturellen Identität, das Zurückdrängen der russischen Sprache in den Ämtern, die Erinnerung an die ukrainische Kultur vor der Assimilierung durch die UdSSR einfach ignoriert.

Chronik-Einträge am 12.09.2022

(gesamte Chronik)
12. September 2022, 20:14:13
12. September 2022, 18:31:06
Links vs Rechts[+] 2022.
Oben: Matthew Silver (on YouTube). Unten: Vladimir Putin.
12. September 2022, 15:35:38
Später werde ich noch mehr zu dem Thema schreiben, hier vorab nur ein paar Twitter-Tweets zur Auseinandersetzung von Thelen und Herrmann bei Lanz über Geldtheorie.
Bei Markus Lanz wurde am 8. September 2022 über Inflation[+] und grünen Wandel diskutiert.
Frank Thelen beklagt seine peinliche intellektuelle Niederlage vor dem fundierten Wissen der Ulrike Herrmann. Ich entgegne seinem Schimpfen:
@frank_thelen "Dann erklären Sie doch bitte einmal ganz genau, wie nach Ihrer Inflations[+]-Theorie die Geldmengenausweitung[+] zu mehr Nachfrage im Warenkorb[+] führt. Sie müssen ja irgendwie erklären können, wie das aus dem Nichts geschaffene Geld in die Portmonaies der Konsumenten gelangt ist. 1/2"

@frank_thelen 2/2 "Dann erklären Sie bitte auch, warum 2015 - 2021 die Inflation[+] niedrig geblieben ist, obwohl jeden Monat 60 Milliarden aus dem Nichts geschaffen wurden.

Lassen Sie dabei die Ketchup-Flasche aus dem Spiel, denn auch hier fehlt der Kausalzusammenhang."
Es folgten dann einige Auseinandersetzungen in anderen Sachen. Später wurde ich gefragt, ob denn die Preise auch 'real' gestiegen seien.
"'Preise' sind sprachlich i.d.R. die Nenn- (Nominal-) Werte der Waren. Ein realer Preis ist auf Einkommen bezogen. Da gibt es zwei: Kapital- und Arbeitseinkommen[+]. Wenn die Einkommen mit gleicher Rate wie die Nennwerte der Preise steigen, dann bleibt der reale Preis gleich. Klar?"

"Die realen Preise sind für Bezieher von Kapitaleinkommen und für Arbeitende[+] gestiegen. Sparer erhoffen sich daher von der Zentralbank[+] eine Kaufkrafterhöhung ihrer Vermögen, Arbeitende[+] werden im Arbeitskampf[+] Inflationsausgleich[+] erstreiten. Beides wird die Inflation[+] anheizen:"
Daraufhin zeige ich eine Grafik, an der erkennbar ist, dass jetzt zu den gestiegenen Energiekosten '1', den steigenden Fremdkapitalkosten '2' (Kreditzinsen für Unternehmen) auch noch höhere Arbeitskosten[+] '3' kommen werden. Insbesondere die Zentralbank[+] fährt mit ihrer Geldpolitik[+] die Wirtschaft voll gegen die Wand. Dass hingegen Arbeitende[+] durch Arbeitskampf[+] höhere Einkommen erstreiten, halte ich jedoch für vollkommen angemessen.
Inflationsquellen[+] bzw. Ursachen[+], die sich bei Steigerungen in höheren Verbraucherpreisen niederschlagen: '1': Energiekosten, '2': Fremdkapitalkosten (Kreditzinsen für Unternehmen), '3' Arbeitskosten[+] (Löhne).
Maurice Höfgen kommentiert die Sendung wie folgt:
12. September 2022, 14:49:46
Das russische Fernsehen zeigt eine hoch-brisante Debatte. Die anwesenden Aufpasser erscheinen angesichts der Ausbrüche aus dem Zensur[+]-Korsett schockiert zu sein:
Ich wünsche der russischen Zivilgesellschaft von ganzem Herzen Kraft und Mut, diese Kriminellen im Kreml nach Den Haag auszuliefern, wohin sie gehören.

Chronik-Einträge am 10.09.2022

(gesamte Chronik)
10. September 2022, 21:40:57

Chronik-Einträge am 08.09.2022

(gesamte Chronik)
08. September 2022, 06:43:47
Nicht nur weil sie so gut ist, sondern auch, um den unverschämten, verlogenen und heuchlerischen Vorwürfen des Oppositionsführers Merz, die Ampel unternehme nichts gegen den die Inflation[+] verursachenden Angebotsschock, entschieden entgegen zu treten, teile ich hier die Rede von Olaf Scholz im Bundestag.
Hätte die Union zusammen mit der FDP ab 2010 nicht erfolgreich den Boom der erneuerbaren Energien und 140.000 Arbeitsplätze[+] zerstört, was in dieser Situation an Landesverrat grenzt, hätten wir heute diese Inflation[+] nicht. Putin wäre heute eine freche Mücke, die uns nicht jucken würde. Stattdessen hat die Union Deutschland und mit uns die EU in eine fast fatale Energie-Abhängigkeit von der Kreml-Mafia geführt. Wenn es infolge der Inflation[+] Pleiten[+], z.B. bei den Bäckern, geben wird, dann darf sich das Volk vor allem bei der Union und der FDP darüber beschweren, aber sicher nicht bei der SPD oder den Grünen!
Quelle: energiewende.eu.
Merz hat allerdings in zwei Punkten völlig Recht[+]:
  • Die Ukraine muss dringend und sehr viel beherzter mit schweren Waffen ausgerüstet werden. Sie sollen bekommen, was sie brauchen, um die Russen endgültig aus der Ukraine zu vertreiben!
  • Die Inflation[+] wird effektiv am besten durch eine Ausweitung des Energieangebots gesenkt!
Den Angebotsschock bei existenziell notwendiger Energie bekämpft man aber nicht, Herr Merz und Herr Nagel, indem man geldpolitisch[+] durch höhere Zinsen[+] die Nachfrage durch Auslösung einer Rezession herunterzwingt, denn das kommt einer monetär-ökonomischen Vergewaltigung gleich.

Stattdessen braucht es endlich Negativzinskredite, so dass
  • Häuser gedämmt und also Energienachfrage gesenkt,
  • Biogasanlagen,
  • Windräder,
  • Gezeiten-, Wasser- und ähnliche -kraftwerke,
  • Solar-thermie und -PV-Anlagen
  • Netze und Energiespeicher (aus) gebaut und
  • Blockkraftheizwerke und
  • Wärmepumpen dezentral installiert werden können,
denn bei positivem Kreditzins ist die Energiewende in der kurzen Zeit[+] bis zum Winter 2023/2024 nicht zu schaffen!

Chronik-Einträge am 04.09.2022

(gesamte Chronik)
04. September 2022, 16:32:35
Arte-Doku zur Geldschöpfung aus dem Nichts, also ein Mindestreservesatz[+] < 100 %.
Der Name dieser Serie lehnt sich an den Roman 'Per Anhalter durch die Galaxis' an.
Zu meinem Entsetzen lenkt auch dieser Beitrag wieder vom zentralen Problem, dem positiven Zins[+], ab und suggeriert, dass die Probleme, die dem Geldsystem zugeschrieben werden, von einem Vollgeldsystem, also öffentlich kontrollierter Geldschöpfung[+], gelöst würden. Das Wort 'Zins[+]' taucht zwar immer wieder auf, doch wird das Zinsnehmen[+] gar nicht kritisch untersucht, was für mich wieder einmal zeigt, dass die Zinssekte auch die öffentlich-rechtlichen Medien fest im Griff hat!
Verantwortliche für den Inhalt der Doku (u.a.): Alexander Lahl und Max Mönch (Preisverleihung) von mobydok.de.
04. September 2022, 16:20:10
Welche Möglichkeiten[+] gibt es zur finanziellen Bewältigung der Situation?
  • Steuern erhöhen
  • Ausgaben, z.B. Subventionen, kürzen
  • neue Schulden aufnehmen
  • Umlaufsicherung[+] installieren, Mindestreservesatz[+] auf 100 % anheben und Zinsen[+] in den negativen Bereich fahren
Die Negativzinsen werden im öffentlichen Diskurs totgeschwiegen[+], obwohl sie die beste Lösung sind.

Die Europäische Zentralbank (EZB) steckt wegen der Inflation in der Zwickmühle zwischen hoch und niedrig verschuldeten Ländern. Jetzt droht der EZB die Zerreißprobe, und niemand weiß, wie sie sie überstehen kann, warnt der frühere Chef des Münchner ifo-Instituts Professor Hans-Werner Sinn im Gastbeitrag.
04. September 2022, 14:18:10
Der Corona[+]-Leugner, Querdenker und Verschwörungstheoretiker[+] Dr. Reiner Fuellmich wegen Holocaust-Relativierung verurteilt:

Strafbefehl gegen Göttinger Anwalt und "Querdenker" Fuellmich wegen Volksverhetzung; Der Göttingen Reiner Fuellmich ist nicht nur Rechtsanwalt, sondern auch „Querdenker“. Jetzt hat das Amtsgericht einen Strafbefehl gegen ihn wegen Volksverhetzung erlassen. Zudem erlitt er in einem anderen Fall eine Schlappe vor Gericht.
Aus meiner Sicht ist hoch interessant, womit sich der Fuellmich so beschäftigt, nämlich die Finanzen, siehe auch hier (ohne Bezahlmauer) und hier (Volksverpetzer). Fuellmichs Äußerungen sind letztlich nicht nachvollziehbar.
04. September 2022, 13:38:14

Chronik-Einträge am 05.09.2022

(gesamte Chronik)
05. September 2022, 11:57:47
Zwei Zitate aus dem folgenden Artikel:
Sie beschreiben die Globalisierung oft als Wechselspiel zwischen Zentrifugal- und Zentripetalkräften. Wie meinen Sie das?

Eine Zentrifugal- oder Fliehkraft bewegt etwas nach außen. In unserem Fall sorgt sie dafür, dass sich die Länder wirtschaftlich weiter voneinander entfernen. Zentripetalkräfte hingegen bringen Volkswirtschaften näher zusammen. In der Geschichte der Wirtschaft wirken diese Kräfte in verschiedenen Phasen unterschiedlich stark.

[...]

Die wahre Krise der Globalisierung begann also schon weit vor der Corona[+]-Pandemie?

In der Tat. Aber die Pandemie hat ebenfalls als Zentrifugalkraft gewirkt. Viele Nationen fragten sich, wie stark sie in einem solchen globalen Notfall von anderen Ländern abhängig sein wollen. Die Angst[+], von lebenswichtigen Gütern abgeschnitten zu sein, griff nach langer Zeit[+] plötzlich wieder um sich. Auch bei den Impfstoffen wollten Regierungen erst einmal die Versorgung ihrer eigenen Bevölkerung sicherstellen.

Douglas Irwin: „Wir werden noch wehmütig auf die Phase des nahezu komplett globalisierten Welthandels zurückblicken“ - brand eins online; Douglas Irwin, Experte für die Geschichte des globalen Handels, über die Kräfte, die die Weltwirtschaft auseinandertreiben und Chinas zukünftige Rolle.
Mich erinnert die hier im Text verwendete Idee von Zentrifugal- und -petalkräften an mein Video über den Grund für unsere Wegwerf-[+] und Überflussgesellschaft[+] sowie die Migrationsbewegungen auf allen Größenskalen sozialer Gruppen:
Mehr dazu am 23.10.2018.
Im Video über kriegsträchtige geoökonomische Zerrkräfte spekuliere ich über die Ursachen[+] des Krieges in der Ukraine und benutze dabei die der Idee der Zentripetalkraft zugrunde liegende Gravitationsanalogie[+] des Zinsnehmens[+].

Chronik-Einträge am 02.09.2022

(gesamte Chronik)
02. September 2022, 21:57:29
Gerade kam ich nach Hause und entdeckte eine hübsche, mittelgroße Spinne im Wohnzimmer an der Wand. Ich griff mir eine CD Hülle und fing die Spinne mit einem Weinglas. Der Name auf der CD Hülle war lustigerweise passend:
Eine Wolfsspinne?
Nach einigem Suchen vermute ich, dass es sich bei der Spinne um eine #NosferatuSpinne (Zoropsis spinimana) handelt.
02. September 2022, 10:35:17
Hier reiche ich einen Text nach, den ich, neben Persönlichem, vor Kurzem versandt habe:

Wir haben uns kurz über Parapsychologie unterhalten. Ich versuchte einen Bezug herzustellen zum Gegenstand meiner beruflichen Tätigkeit und sagte, dass sich der Zinsmechanismus[+] quasi an der Schnittstelle zwischen materieller und immaterieller Welt befindet, weil er Immaterielles, nämlich die menschliche Arbeitsleistung[+] in allen ihren Formen, in Materielles, nämlich das Geld, wandelt, denn das hinzugewachsene[+] Geld kann anschließend in physisches[+] Realeigentum umgewandelt werden, z.B. wenn sich der Sparer ein Haus von den Ersparnissen kauft oder erbaut.

Ich schicke Dir hier ein paar Verweise auf Artikel meiner Internetseite.

Als Physiker reizt mich der Kausalnexus[+] der positiven und negativen Zinsen[+], weil dem Geld mit dem Zinsmechanismus[+] eine übernatürliche Eigenschaft innewohnt. Es wächst[+], wenn man es "anlegt". Was dem Geld als Zins[+] hinzuwächst[+], ist letztlich gestohlene und erpresste Lebenszeit, sagen die Scholastiker[+]. Michael Ende hat diesen grausamen Zusammenhang in seinem Film Momo dargestellt. Darin werden die im Auftrag der Sparer handelnden Banker[+] als "Zeitdiebe[+]" dargestellt, Eintrag vom 21.07.2022.

In den letzten 8 Jahren habe ich mich neben der Beschäftigung mit dem wissenschaftlichen Hauptstrom auch immer wieder wissenschaftlichen Grenzbereichen gewidmet, darunter Verschwörungstheorien[+] und Esoterik. Als Wissenschaftler bin ich an kausalen[+] (logischen) Begründungen und Erklärungen von Phänomen interessiert, die mit dem Kapitalismus[+] in Zusammenhang stehen. Mich wundert es überhaupt nicht, dass wir in unserer Gesellschaft schwer erklärbare, an das scheinbar Übernatürliche angrenzende Phänomene beobachten, da der Treiber des Zivilisationsprozesses, also der Zinsmechanismus[+], selbst etwas Übernatürliches ist. Das Geld wächst[+] durch den Zins[+], obwohl es tot ist! Siehe Eintrag vom 05.10.2021.

Den meisten Menschen ist der Kausalnexus[+] der Zinsen[+] unbewusst. Ich drücke die fatale Latenz[+] in diesem Bereich, unser "Feigenblatt[+]", in einem Bild aus:
Stark vereinfachte Darstellung von Bewusstem außerhalb der Blase und Unbewusstem innerhalb. Die Kausalnexi[+] positiver und negativer Zinsen[+] liegen teilweise innerhalb und außerhalb der Blase (Text).
Der Kausalnexus[+] der positiven Zinsen[+] ist eine baumartike Struktur, von der die meisten Menschen zwar einzelne Blätter, Zweige und Äste erkennen und beobachten, z.B. die Phänome Inflation[+], Arbeitskampf[+], Zunahme der Ungleichheit, die Globalisierung, der Anstieg der Steuern usw., doch nicht erkennen, dass es sich um einen einzigen großen Baum handelt, der seit 6.000 Jahren in der menschlichen Zivilisation wächst[+].

Den Begriff der Latenz[+] habe ich aus Niklas Luhmanns[+] 'Soziale Systeme', Eintrag vom 09.10.2018. Ich sehe die Latenz[+] im Bereich der Zinsen[+] als das Feigenblatt[+] der Genesis an. Das Geld ist seit Adam und Eva quasi zeugungsfähig. Seine Potenz wird versteckt und geheimgehalten. Man redet nicht über Zinsen[+] und Geld und denkt auch nicht darüber nach.
Soziale Systeme hat beim Suhrkamp-Verlag die Nummer 666. Ist das Tierchen nicht Ammit, Goethes Pudel in Faust I?
Zuletzt zeige ich Dir hier Goethes Pudel, das Fabelwesen Ammit aus der altägyptischen Mystik zum Totengericht, Eintrag vom 19.05.2017.

Vielleicht findest Du ja auch für einige Dinge, die Du beobachtest, aber nicht verstehst, Erklärungen, wenn Du versuchst, das Beobachtete mit dem Geld und dem Zinsmechanismus[+] in Beziehung zu setzen. Gerne können wir uns darüber unterhalten. Ich lerne in jedem Gespräch Neues.

Alles Gute

Chronik-Einträge am 03.06.2022

(gesamte Chronik)
03. Juni 2022, 21:51:57

22.04.2022: Nachträge aus Mammonexitus[+]; Einige implizite Aussagen von William N. Goetzmann[+] zum Zusammenhang zwischen Religion und Ökonomie[+]; Erinnerung an den Sündenfall[+] und die Vertreibung aus dem Garten Eden[+]; Die Schöpfung verwandelt sich in Geld; Das Wort 'Geldwechsler[+]' wird fast synonym zum Wort 'Banker[+]' verwendet; Am Scheitelpunkt des Zivilisationsprozesses; Schlussfolgerungen
03. Juni 2022, 21:47:50
Merke: Wenn Du Dich nicht mit den Zinsen[+] auskennst, dann lass Dich lieber nicht mit Typen ein, die Dir Zinsen[+] für Deine Ersparnisse versprechen!
03. Juni 2022, 21:47:46

20.05.2022: Zerrüttetes Vertrauensverhältnis zu Facebook; Die mutmaßlichen Gründe: Facebook lässt sich offenbar von pro-russischen Aktivisten zu Propagandazwecken instrumentalisieren; Einspruch bei Facebook auf die Löschung eines Kommentars, der angeblich gegen die Richtlinien verstoße; Putins Spiel mit der Angst[+] der Europäer; Der Begriff Orks am Beispiel des russischen Psychoterrors in Donezk; Schluss
03. Juni 2022, 21:47:45

26.05.2022: Ach ja... der König von Deutschland; Fazit

Chronik-Einträge am 04.06.2022

(gesamte Chronik)
04. Juni 2022, 17:06:29
F.A.Z.[+] Artikel zu Mützenichs Ankündigung künftiger Inflationsbekämpfung[+]:

Man hat anscheinend endlich begriffen, dass nicht alleine die Zentralbank[+] mit der Sicherstellung der Preisstabilität beauftragt ist, sondern auch die anderen Gewalten des Staates. Die einfachste und direkteste Art, die Inflation[+] direkt zu senken, ist die Aussetzung der Mehrwertsteuer.

Fossile Energieträger sollten hingegen vor dem Hintergrund der sich weiter entwickelnden Klimakatastrophe (z.B. 50°C im Frühling in Indien, steigende Meerestemperaturen, usw.) in keinem Fall weiter subventioniert werden. Hier sollten Preissteigerungen als Signale zur Abkehr vom Konsum dieser Güter begriffen werden. Auch eine beschleunigte Durchsetzung eines vollständigen Embargos fossiler Energieträger aus Russland liegt auf dem Weg zu Erreichung der Klimaziele.

Lohnerhöhungen können eine Lohn-Preis-Inflations[+]-Spirale auslösen. Die Forderung nach höheren Löhnen ist verständlich. Setzen sich die Gewerkschaften damit durch, wird die Zentralbank[+] noch eher geneigt sein, die Zinsen[+] abzusenken und die Verwahrentgelte[+] anzuheben, denn sonst sind europäische Unternehmen auf dem Weltmarkt aufgrund der gesteigerten Arbeitskosten[+] noch weniger wettbewerbsfähig.

Wer soll diese Wohltaten außerdem bezahlen und wie? Ich sehe nur eine wirklich gute Möglichkeit[+] im Sinne einer Sozialen Marktwirtschaft[+]: Die Verwahrentgelte[+] müssen so stark angehoben werden, dass die Nachfrage nach Staatsanleihen[+] steigt. Dann und so kann der Staat seinen Teil zur Bekämpfung der Inflation[+] leisten.

Besser wäre natürlich, dass sich die Menschen die steigenden Lebenshaltungskosten leisten können. Aber auch das wird möglich durch die Negativzinsen auf Guthaben und bei Krediten, die nichts anderes sind als eine marktwirtschaftliche[+] Form der Vermögensbesteuerung. Für das Mieten- und Immobilienpreisproblem – das sind ja auch Preissteigerungen – habe ich am 14.07.2021 eine Lösung präsentiert. Ich fordere eine Ausweitung des Vorkaufsrechts bei allen Nutzsachen, damit sich die Menschen das Wohnen endlich wieder leisten können!

Siehe auch: 17.05.2022, 12.01.2022, 26.09.2021, 11.05.2021, 02.12.2020 und 12.09.2020.

Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH: Hohe Inflation[+]: SPD-Fraktionschef kündigt weitere Entlastungen an: Rolf Mützenich deutet an, dass das Entlastungspaket der Bundesregierung nicht das letzte gewesen sein könnte. Verdi-Chef Werneke fordert zudem höhere Löhne.; Schlüsselworte: Frank Werneke, Bundeskanzler, Olaf Scholz, Cem Özdemir, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesregierung, Deutsche Presse-Agentur; Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung[+] GmbH 2001 - 2022.
04. Juni 2022, 13:38:58
Johanna Pfund von der SZ fordert, dass die Vermögen der Superreichen besteuert werden müssten, um die Armutsprobleme lösen zu können. Über die Ursachen[+] der Armut redet sie jedoch nicht hinreichend, Zinsen[+] werden gar nicht erwähnt. Naja, es ist eben ein privates Medium, die SZ, so kann man von den Journalisten nicht erwarten, dass sie unparteiisch – und eben nicht aus Sicht der Zinsprofiteure[+] – berichten und nicht "zinsieren", vgl. Einträge vom 19.12.2020 und vom 11.09.2020, 13.08.2019, 05.06.2016, 19.04.2016, 25.11.2021, 17.09.2019 (Fromm zu Hypnose[+]) und 16.02.2018 (Schumpeter[+] zur Unmündigkeit).

Armut: Wer Armut bekämpfen will, muss an die Superreichen ran: Höhere Erbschaftsteuer, Vermögensteuer oder einmalige Abgabe: Das Geld wäre da, um Armut zu bekämpfen; Schlüsselworte: Arbeit[+] und Soziales, Armut, Armut in München, Armutsb, Meinung, Süddeutsche Zeitung[+]; Copyright: Süddeutsche.de GmbH, Munich, Germany.
04. Juni 2022, 00:49:05
Seit einigen Tagen sitze ich am Basistext über Prozessstadien, Konjunkturzyklen[+] und Evolution[+] des kapitalistischen Prozesses. Ich muss mich darum bemühen, die Analyse so einfach und gleichzeitig vollständig wie möglich zu halten und alle Dynamik relativ zum positiven Zinsvorzeichen[+] beschreiben, damit die infolge einer Negativzins-Geldpolitik[+] auftretenden Kausalzusammenhänge aus den entsprechenden Prozessen bei positivem Zins[+] ableitbar werden. Der Text ist zwar noch sehr roh, enthält jedoch schon einigermaßen interessante Erkenntnisse.

Ökonomie[+] · Zins[+]-Soziologie[+] · KapitalistischeEvolution[+]: Die kapitalistische Evolution[+]; Direkte Wirkungen der Zinsen[+]; Wirkung von Schuldzinsen bei privaten Haushalten; Wirkung von Schuldzinsen in Unternehmen und Betrieben; Wirkung von Schuldzinsen auf Staatshaushalte; Die moderne Konkurrenz von Zinsen[+] und Steuern; Konjunktur[+] und die Dynamik der Geldpolitik[+]; Bildung der Zinsen[+]; Die Rolle der Zentralbank[+] als eine Bank[+] für Banken[+]; Wechselwirkung zwischen dem selbstbestimmten Handeln der privaten und öffentlichen Haushalte mit dem Zinsniveau[+]; Die Autonomien von Schuldnern und Gläubigern und ihr Einfluss auf das Zinsniveau[+]; Schumpeter[+] zu Marxens[+] Theorien zu Konjunkturzyklen[+] und Prozessstadien des Kapitalismus[+]; Beziehung zum Zins[+]-Faschismus[+] und Sozial-Darwinismus; Konjunkturzyklen[+]; Erweiterung der Pyramidenbasis: Globalisierung; Die Abwertung körperlicher Arbeit[+]; Arbeitskampf[+] als Antagonist der Abwertung der Arbeit[+]; Referenzen / Einzelnachweise

Chronik-Einträge am 05.06.2022

(gesamte Chronik)
05. Juni 2022, 06:37:48
Ich muss eine Grafik nachreichen. In meinen Gesprächen mit Kontakten, Bekannten und Freunden gibt es immer wieder Diskussionen über die volkswirtschaftliche Gesamtlage. Es wird z.B. behauptet, dass 1.) eine immer kleinere Minderheit die gesamten Kosten trage und dass 2.) der Staat letztlich die Schuld und die Verantwortung an der gesamten Situation habe. Die Aussagen muten libertär an, jedenfalls undifferenziert staatskritisch, wie man es aus der Ecke mancher Verschwörungstheorien[+] kennt.

Da ich es besser zu wissen glaube, sehe ich mich dazu gezwungen, diese beiden Aussagen einzuordnen.

Ich stelle zunächst fest, dass bei 1.) die umgekehrte Aussage (auch) wahr ist, dass nämlich eine immer kleinere Minderheit allein von Kapitaleinkommen und nicht von Arbeitseinkommen[+] lebt. Ich sage 'auch', weil auch wahr ist, dass die kleine Minderheit zu den größten Steuerzahlern zählt. Die Situation ist so verrückt geworden, denn man muss wissen: 10 % der Bevölkerung zahlen 50 % der Steuern, z.B. WiWo am 28.11.2018, wodurch die erste Aussage als 'teilweise wahr, aber unvollständig' einzuordnen ist.

Ist der Staat zur Klärung von 2.) schuldig an der Situation? Hierbei lautet die klare Antwort 'nein', denn der Staat schreibt in keinem einzigen Gesetz den Bürgern den Kapitalismus[+], also das Zinsnehmen[+], vor, vgl. §§ 99, 100 und 101 BGB. Das Wesen der Privatautonomie[+] ist da sehr eindeutig: die Vereinbarung zur Zahlung von Zinsen[+] ist – rein vertragsrechtlich betrachtet – eine freiwillige Angelegenheit. Es gibt keinen gesetzlichen Zwang[+] zur Zahlung von Zinsen[+], es sei denn durch eigenes Verschulden. Es sind vielmehr existenzielle Zwänge[+], die allerdings vom Zinsnehmen[+] selbst erzeugt sind, was die Beschreibung des Kausalzusammenhangs knifflig macht, die bewirken, dass Menschen Verträge eingehen, in denen Zinsen[+] zu zahlen sind, vgl. Zins und Gleichgewicht der Bestimmung.

In einer Demokratie bleibt es schließlich grundsätzlich dem Bürger selbst überlassen, dieses Grundprinzip des bisherigen Zivilisationsprozesses beizubehalten oder auch nicht. Nach dem Artikel 20 des Grundgesetzes sorgt der Sozialstaat lediglich dafür, dass der Kapitalismus[+] sozialverträglich ausgestaltet wird. Zu diesem Zweck[+] nimmt er zur Kompensation des Zinsflusses[+] Steuern von den Reichen und verteilt die Einnahmen über die Gewährung von Leistungen an die ökonomisch Schwachen um. An den Steuern haben also die NETTO Profiteure des Zinsnehmens[+] selbst Schuld und nicht der Staat.

Anders verhält es sich nur infolge eine Negativzins-Ökonomie[+]. Der Zinsfluss[+] darin ist umgekehrt, so dass sehr viel weniger Steuern für sozialstaatliche Zwecke[+] genommen werden müssen. Da darf dann auch gefragt werden, ob es überhaupt noch einen Sozialstaat braucht, wenn doch die wesentliche Ursache[+] sozialstaatlichen Handelns entfällt.

Diejenigen, die 1.) und 2.) mir gegenüber behaupten, zählen i.d.R. nicht zu den Reichen und NETTO Profiteuren des Kapitalismus[+]. Umso erstaunlicher ist es, dass sie mit ihren Behauptungen eine "Reichen-Perspektive" einnehmen. Rational und selbstbedacht ist dieses Verhalten nicht. Ich denke, dass sie nicht wissen, was sie sagen und wessen Perspektive sie da vertreten.
Von Zinsen[+], Steuern und Staatsausgaben bewirkte Umverteilungen von Einkommen und Vermögen. Details hier.

Chronik-Einträge am 06.06.2022

(gesamte Chronik)
06. Juni 2022, 06:58:51
Ulrike Guerot eckt an. Sie ist bei Lanz neulich stark in Bedrängnis geraten, weil sie bestimmte Positionen vertrat, die auch aus Putin-freundlichen Kreisen zu vernehmen sind. Der folgende F.A.Z.[+] Artikel behauptet, dass Ulrike Guerot der Querdenker- und Impfgegner-Szene nahe stehe, die auch Frieden mit Russland fordern und amerikafeindliche und teils libertär-staatskritische Positionen vertreten.

Am 23.05.2020 (Tag des Grundgesetzes) habe ich auf YouTube ein Video publiziert, in dem ich den Verdacht äußere, dass es so etwas wie "braune Souffleure" im Politischen gibt, rechte Gehirnwäscher, um es etwas deutlicher zu formulieren, die exponierten Persönlichkeiten mit bestimmten Charakterschwächen bestimmte Narrative einreden, z.B., dass Deutschland eine BRD GmbH sei und kein souveräner Staat, sondern von den ehemaligen Siegermächten kontrolliert, dass eine Friedensvertrag nicht existiere, in Wahrheit Washington die Strippen in der Hand hält und seine Politpuppen in Berlin kontrolliert, das Personal der GmbH. Prominente Opfer dieser Reichsbürger-Gehirnwäsche wurden u.a., wie in dem Video erwähnt, Attila Hildmann, Xavier Naidoo und Michael Wendler.

Ich war 2015 durch meine Aktivitäten auf Facebook selbst Adressat so eines Versuchs der Gehirnwäsche geworden und war im Nachhinein entsetzt, wie schwach meine Abwehr dagegen war. Gelöst hat sich die Verunsicherung durch das Lesen von Jean-Jaqcues Rousseaus[+] Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes. Das Buch hat meinen Irrtum kuriert.

Ich spekuliere zu den Ursachen[+] der Empfänglichkeit der Opfer für diese Narrative, dass eine gewisse Form seelischer Entwurzelung vorliegen muss, die mit dem Verlust der Vaterfigur oder des Vaterlandes zu tun haben könnte, die Menschen suszeptibel für die Verunsicherungen der Souffleure macht.

Ulrike Guerot vertritt nun aber keine Reichsbürgerideologie und dass ihr staatstheoretische Grundlagen fehlen, muss ich bezweifeln. Auffällig ist jedoch, dass sie russophile und Kreml-nahe Narrative und Überzeugungen reproduziert, die auch im Umfeld von Querdenken zirkulieren und anschwingen. Auch der Kreml behauptet, dass in Europa in Wahrheit die US-Amerikaner regieren. Es passen also offenbar Reichsbürger-Gedöns und Kreml-Propaganda auffällig gut zusammen. Die Forderung, dass der Krieg in der Ukraine zwischen Moskau und Washington gelöst werden müsse oder solle, bedient jedenfalls das Denken des Kalten Krieges, das auch in Bloodymir Putin überlebt haben dürfte, und übergeht die nationale Souveränität der Ukraine. Es muss Ulrike Guerot doch wohl staatstheoretisch und völkerrechtlich klar sein, dass allein die Ukraine über die Maßnahmen zur Landesverteidigung entscheidet und nicht Washington, Brüssel, Berlin, London, Paris oder sonst irgendein Machtzentrum.

Es verdichtet sich in mir eine besorgte Frage. Nachdem nun wohl auch ehemals so solide erscheinende Persönlichkeiten wie Ulrike Guerot der Kreml-Propaganda auf den Leim gehen, muss ich mich schon fragen, wie lange und auf welchen Kanälen der Kreml eigentlich schon das politische Klima in Europa vergiftet und wieviel der libertären[+], reichsbürgerlichen Systemparanoia und Staatskritik auf den Kreml und seine Troll-Fabriken zurück zu führen sind.

Ist etwa auch Ulrike Guerot Opfer eines Kreml-Souffleurs geworden?

Wirklichkeit à la Ulrike Guérot: Die Bonner Politikwissenschaftlerin[+] betreibt Täter-Opfer-Umkehr und hat in ihrem Bestseller „Wer schweigt[+], stimmt zu“ plagiiert.

Chronik-Einträge am 07.06.2022

(gesamte Chronik)
07. Juni 2022, 16:09:04
Am besten wäre es, wenn wir gar kein Plastik mehr herstellen würden, denn auch wenn wir es mehrfach nutzen, gerät biologisch unverstoffwechselbarer Kunststoff als Abrieb in die Welt. Auch bei den vielen Gläsern, auf die es noch kein Pfand gibt, z.B. Weinflaschen oder die Gefäße für Tomatensoße, Milch und Joghurt, frage ich mich, wie lange wir es uns noch leisten wollen, durch Energieverbrauch und unter Emission von CO$_2$ künstliche Glasobjekte her zu stellen, sie nur einmal zu gebrauchen, sie dann weg zu schmeißen, zu zerstören und durch Energieverbrauch und unter Emission von CO$_2$ neu zu erschaffen. Blödsinn ist das! Pfand bei Verpackungen muss die Regel werden und darf nicht mehr die Ausnahme sein.

Statistisches Bundesamt[+]: Deutschland reduziert Plastikmüll-Exporte um ein Viertel – in einem Jahr: Der Export von Kunststoffabfällen von hier nach Fernost ist in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Doch das liegt nur zum Teil an Deutschland.; Schlüsselworte: Europäische Union, Destatis, Statistisches Bundesamt[+], Plastikmüll, Plastikabfall, Kunststoffabfall, Deutschland; Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung[+] GmbH 2001 - 2022.
07. Juni 2022, 15:25:18
Die folgenden drei Artikel möchte ich wärmstens zur Lektüre ans Herz legen:
Man erkennt daran einige zentrale Wahrheiten über die Stellung der abrahamitischen Religionen zum Zinsnehmen[+] und begreift, dass wenigstens Christentum und Islam strikt absolute Zinsverbote[+] propagierten, während es im Alten Testament, und also im Judentum, nur relative Zinsverbote[+] gibt.

Doch wogegen richtet sich das Verbot?

Das Verbot richtet sich gegen den Wesenskern des Phänomens, das wir heute als 'Kapitalismus[+]' bezeichnen, die Ursache[+] dafür, warum der Mensch nicht mehr im "Garten Gottes" lebt, also wie andere Tiere in einer – zivilisiatorisch betrachtet primitiven – Existenz, vgl. Eintrag vom 09.08.2019. Das Verbot richtet sich also gegen die Entwicklungsrichtung, die wir mit Fortschritt und Wachstum[+] verbinden, gegen den Pfad, der uns reiche Menschen im Westen so wohlhabend gemacht hat, wie wir jetzt sind, der uns Deutsche und die übrige Welt aber auch schon zwei Male in Weltkriege geführt hat, Eintrag vom 21.09.2021.

Über das Buch von William N. Goetzmann[+] schreibe ich ja schon seit Längerem, vgl. Eintrag vom 22.04.02022. Darin finden sich sehr klare implizite Aussagen über den Zusammenhang von Religion und Ökonomie[+].

Der Herr hat uns erzogen, vgl. Eintrag am 06.09.2019, und stellt uns wieder vor der Wahl zwischen Krieg und Frieden, Erdenhölle und Himmelreich[+]. Ich sage: Die Situation ist latent[+] gefährlich! Wir wissen ganz genau, wohin der Pfad führen kann, wenn wir die Zinsen[+] wieder anheben. Wir könnten uns über die Lage informieren, tun es aber nicht.

The History of the Prohibition of Interest: Ahmed Danyal Arif presents a 4-step breakdown of the history of the prohibition of interest (Riba) in Islam.

Abraham de Wolf, Rabbinerin Elisa Klapheck: Geld und gute Worte: Markt, Zins[+] und Finanzkrise aus Sicht der Rabbinen; Schlüsselworte: Jüdische Allgemeine, Wochenzeitung, Nachrichten, Kommentare, Berichte, Blogs, Politik, Kultur, Religion, Jüdisches Leben, Israel

Christian Kramer, Frankfurter Allgemeine Zeitung: Geschichte des Finanzwesens: Geld gebiert die Welt : Die Realwirtschaft soll wichtiger sein als die Finanzwirtschaft? Stimmt nicht. Ausgerechnet den Schulden verdanken wir unsere Zivilisation. ; Schlüsselworte: William N. Goetzmann[+], Yale University, Zins[+], Finanzwesen, Finanzwirtschaft, Zivilisation, Athen; Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung[+] GmbH 2001 - 2022.

Chronik-Einträge am 08.06.2022

(gesamte Chronik)
08. Juni 2022, 10:48:46
Was für eine peinliche Titelzeile. Negativzinsen sind keine Modeerscheinung, sondern das Ergebnis der kapitalistischen Entwicklung. Wer das nicht kapiert hat, der sollte sich nicht mehr 'Ökonom' nennen dürfen.

Wie will denn die EZB[+] die Staatsschulden wieder los werden, wenn deren Renditen unter dem Zinsniveau[+] liegen? Die Anleihen[+] kauft doch dann keiner. Es ist doch wohl völlig klar, dass das "inverse QE[+] Programm" nur dadurch in den Gang kommen kann, dass die Einlagefazilität[+] noch weiter abgesenkt wird und solche Papiere mit 0,01 % Rendite attraktiv werden. Wenn der Staat der Zentralbank[+] die Schulden abkaufen können soll, dann braucht er Geld. Und auch das geht wieder nur mit höheren Verwahrentgelten[+], denn Steuererhöhungen sind unpopulär geworden, jedenfalls mit Lindner nicht zu machen.

Die Zinsen[+] müssen runter, sonst kommt die €-Krise zurück.

Euro-Geldpolitik[+]: Die Negativzinsen der EZB[+] sind schlicht nicht mehr vermittelbar: Die Europäische Zentralbank[+] bereitet nicht nur überfällige Zinserhöhungen[+] vor. Sie will auch die Anleiherenditen unter Kontrolle halten. Doch das ist nicht ihre Aufgabe.; Schlüsselworte: Klaus Adam, Christine Lagarde[+], Larry Summers[+], Mario Draghi[+], EZB[+], Gewerkschaften, EU; Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung[+] GmbH 2001 - 2022.
08. Juni 2022, 07:08:30
Ein lesenswerte Mitteilung der KfW[+] zum Thema Negativzinsen vom 13. November 2019. In dem Video ist zu sehen, dass sich die KfW[+] auf Kredite mit negativen Zinssätzen[+] vorbereitet. Zu Fragen, beginnend damit, ob die KfW[+] längerfristig Negativzinsen erwartet, antwortet sie:
Ja, die KfW[+] erwartet noch längerfristig negative Zinsen[+]. Zum einen weil sich die Konjunkturdynamik[+] in Deutschland und im gesamten Euroraum im Jahr 2019 spürbar verringert hat, zum anderen wegen der daraus resultierenden geldpolitische[+] Entscheidungen der EZB[+].

[...]

Die Vertragspartner der KfW[+] sind bekanntlich die Banken[+], die die Förderkredite an den Kunden durchleiten. Die KfW[+] gibt daher den negativen Marktzins an die Banken[+] weiter. Dies wird als negativer Bankeneinstand[+] bezeichnet. Aktuell ist geplant, den negativen Bankeneinstand[+] schrittweise einzuführen, beginnend im Jahr 2020. Wann genau das möglich sein wird mit all den IT-technischen Herausforderungen, die in Banken[+] damit verknüpft sind, bespricht die KfW[+] aktuell mit ihren Geschäftspartnern.

[...]

Da die Umsetzung des sog. negativen Bankeneinstands[+] noch eine Weile in Anspruch nehmen wird, bereitet die KfW[+] im Moment für ausgewählte Programme eine Übergangslösung in Form eines Zuschusses vor. Diesen sagt die KfW[+] direkt zu, nachdem der Kunde einen Kredit bei der Hausbank beantragt und erhalten hat. Dies soll im ersten Quartal 2020 eingeführt werden.

[...]

Genau muss es eigentlich negativer Bankeneinstand[+] heißen. Dieser wird in allen Programmen eingeführt.

[...]

Die Übergangslösung bis zur Einführung wird es für förderpolitisch besonders anspruchsvolle Programme geben. Dies sind eine neue Klimaoffensive, die „Investitionsförderung für Kommunale Unternehmen“ und das „ERP-Digitalisierungs- und Innovationsprogramm“.

[...]

Bisher waren Kreditzinsen immer positiv. Die IT-Systeme und deren Funktionen wurden dementsprechend gebaut. Aber die IT-Landschaft ist komplex.

[...]

Unsere Systeme können negative Zinsen[+] in einzelnen Bereichen bereits verarbeiten. Andere Verfahren werden jetzt angepasst und anschließend wird das Zusammenspiel aller Verfahren umfangreich getestet. Dies erfordert große Sorgfalt und muss die laufenden Veränderungen berücksichtigen. Die KfW[+] rechnet mit einer Umstellung für die jetzt angedachten Produkte bis zum Jahresende 2020.

[...]

Ein negativer Bankeneinstand[+] ist ebenso wie ein negativer Endkundenzins rechtlich zulässig. Ein Darlehen mit einem wirtschaftlich negativen Zins[+] bleibt ein Darlehensvertrag, denn das entspricht dem, was die Parteien als wesentlichen Vertragsinhalt weiterhin vereinbaren wollen – es geht darum, dem Darlehensnehmer Kapital zu dessen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Dass dafür nach dem derzeitigen Marktumfeld ein wirtschaftlich negativer Zins[+] zu zahlen ist, ändert daran nichts.

[...]

Der negative Bankeneinstand[+] kommt unmittelbar dem Endkreditnehmer zugute, da die Banken[+] diesen Refinanzierungsvorteil vollständig an den Kunden weitergeben. Dies wird durch ein verbindliches Konditions- und Margensystem sichergestellt. Bereits diese Weitergabe des Refinanzierungsvorteils der KfW[+] sorgt dafür, dass der Förderkredit attraktiv bleibt, auch wenn der Nominalzins des Endkreditnehmers vorerst weiterhin positiv ist.

[...]

Aktuell will die KfW[+] keine negativen Zinsen[+] für Kredite einführen und hält das auch nicht für notwendig. Sollte sich durch ein weiteres Absinken des Zinsniveaus[+] die Notwendigkeit[+] ergeben – und das kann man für die nächsten Jahre nicht einfach von der Hand weisen – wird sich die KfW[+] mit den zuständigen Ministerien sowie den Finanzierungspartnern abstimmen.
Die Fragen zu den oben zitierten Antworten finden sich bei der im Zitat angegebene Quelle.

Jetzt ist natürlich zu sagen, dass die Mitteilung zweieinhalb Jahre alt und nicht mehr aktuell ist, wie es die Verkünder des Endes der Negativzinsen gerne hätten. Dem ist jedoch zu entgegnen, dass die Zinsen[+] mit dem Wachstum[+] der Geldmenge[+] sinken, weil aufgrund des Geldmengenwachstums[+] das Geldangebot immer weiter zunimmt. Wenn also die Zinsen[+] ein paar Schritte weit angehoben werden, wird das nur dazu führen, dass die Zinsen[+] unmittelbar im Anschluss noch viel tiefer fallen als sie jetzt schon sind.

Träumer sind das, die glauben, dass es ein Entkommen vor den Negativzinsen geben könnte, Träumer!

Wirksame Förderung im Negativzinsumfeld: KfW[+] stellt Förderung zukunftsgerichtet auf und bereitet sich auf Weitergabe negativer Zinsen[+] an Finanzierungspartner vor. Bankenkonferenz[+] in der KfW[+] in Frankfurt bringt alle Akteure zusammen.; Schlüsselworte: KfW[+], Niedrigzins, Negativzins, Minuszins, Bankeneinstand[+], Bankentagung[+], Nullzinsen, Förderung;

Chronik-Einträge am 09.06.2022

(gesamte Chronik)
09. Juni 2022, 16:33:37
Der folgende Artikel auf n-tv ist vom 1. Juni, aber immer noch aktuell. Darin werden einige der Folgen eines Zinsanstiegs[+] genannt, aber Weitem nicht alle.

n-tv NACHRICHTEN: Warum eine Zinserhöhung[+] kein Grund zum Jubeln ist: Die hohe Inflation[+] zwingt die EZB[+] zur Kurskorrektur. Im Juli wird sie die Zinswende[+] einleiten. Der Schritt ist überfällig - birgt jedoch Risiken.; Schlüsselworte: Wirtschaft, Christine Lagarde[+], EZB[+], Inflation[+], Zinsentscheidungen[+], Zinsen[+]; Copyright: n-tv Nachrichten.
Ich nenne einige Zitate aus dem Text:
So unvermeidlich die Zinswende[+] ist, sie kann zu unerfreulichen Nebenwirkungen führen. Dass die EZB[+] eine Zinserhöhung[+] so lange wie möglich herausgezögert hat, war ja nicht grundlos.

[...]

Hinzu kommt: Höhere Zinsen[+] würden die Gründe für die anziehende Inflation[+] nicht bekämpfen. Sie sorgen weder für funktionierende Lieferketten, noch verbilligen sie Öl.

[...]

An dem Argument, dass Zinserhöhungen[+] nicht gegen diese Angebotsschocks helfen, hat sich nichts geändert. Allerdings steigen die Preise jetzt auf breiter Front. Die EZB[+] sieht sich deshalb zum Handeln gezwungen.

[...]

Zinserhöhungen[+] sind das klassische Mittel[+] gegen Inflation[+]. Sie dämpfen die Preise, indem sie das Wirtschaftswachstum bremsen. Und das ist das Problem mit diesem Werkzeug: Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage geht zurück, weil Kredite teurer werden und Sparen attraktiver wird. Unternehmen investieren weniger, Konsumenten geben weniger Geld aus. Das bremst die Konjunktur[+] und sorgt tendenziell für höhere Arbeitslosigkeit[+]. "Es ist ein bisschen so, als würde man (in Zeitlupe[+]) mit einem Hammer auf die gesamte Wirtschaft hauen", drückt das der Thinktank "Dezernat Zukunft" aus.

Höhere Zinsen[+] sind nicht nur keine filigrane Methode, um Inflation[+] zu bekämpfen. Sie wirken auch in verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterschiedlich. Tendenziell führen sie zu Jobverlusten, es wird deshalb schwieriger, höhere Löhne durchzusetzen. Das gilt besonders für Arbeitnehmer[+] mit befristeten Verträgen oder für Geringqualifizierte. Etwa in Pflegeberufen, bei Lieferdiensten oder in der Fleischindustrie können Unternehmen so leichter geringere Löhne durchsetzen.

Für Menschen, die in solchen Branchen arbeiten, können Zinserhöhungen[+] daher eher schlecht sein. Für Beamte und Angestellte mit unbefristetem Vertrag und festem Arbeitsplatz[+] sind sie in dieser Hinsicht unbedeutend. Sie profitieren davon sogar, wenn sie dadurch für ihren Friseurbesuch oder ihre Liefer-Pizza nicht mehr Geld ausgeben müssen. Ein weiteres Beispiel: Für Sparer sind höhere Zinsen[+] eine gute Nachricht. Wer sich eine Wohnung kaufen möchte, dürfte aber nicht besonders erfreut sein.
Es sieht also nach einer Verzweiflungstat mit ungewissem Ausgang aus.

Hinweisen möchte ich inbesondere auf die Ähnlichkeit der Situation mit der Situation in den USA vor der Subprime-Krise 2007. Es hatten sich zu niedrigen Zinsen[+] und aufgrund eines Gesetzes der Regierung Clinton Menschen aus einkommensschwachen Schichten für den Erwerb von Eigentum[+] verschuldet. Die Zinsen[+] stiegen an, die Schuldner konnten - wie zu erwarten war - die Kredite nicht bedienen, Kredite fielen aus, Banken[+] gerieten in Schieflage und vertickten wie Goldman-Sachs die faulen Schuldverhältnisse in die ganze Welt.

Das Ergebnis war die €-Krise 2012.

Politik direkt | Der Krisenmanager - Finanzminister Steinbrück und die Bankenkrise[+]: Er eilt in diesen Tagen von einer Krisensitzung zur nächsten: Finanzminister Peer Steinbrück. Die weltweite Bankenkrise[+] trifft mit voller Wucht Europa und De...; Schlüsselworte: Deutsche, Welle, DW-TV, Politik, direkt;
Heute ist es sehr ähnlich. Es haben sich sehr viele Leute zu niedrigsten Zinsen[+], gerade zum Erwerb von Immobillien verschuldet, und jetzt steigen die Zinsen[+] an. Wie sollen denn außerdem die Staaten die Folgen von Pandemie und die Kriegsfolgen bewältigen können?

Aber die Leute lehnen die Negativzinsen ab.

Da fällt mir ein berühmtes Zitat ein, das David Rockefeller nachgesagt wird:
"Wir stehen am Rande einer weltweiten Umbildung, alles was wir brauchen, ist die richtige allumfassende Krise und die Nationen werden in die neue Weltordnung einwilligen." (Juni 1991)
Das ist natürlich verschwörungstheoretisches Gedöns. Wir wissen nicht genau, was Rockefeller gemeint hat. Ich wage zu bezweifeln, dass er dabei die Negativzinsen auf dem Schirm hatte. Das Zitat ist jedenfalls passend. Es sieht so aus, als provoziere man nun mit den wieder steigenden Zinsen[+] eine richtige, allumfassende Krise. Doch kann ich nur davor warnen: Wenn sich die sozialen Verhältnisse wieder weiter zuspitzen und der Staat in Handlungsnöte gerät, und das wird mit Sicherheit passieren, wenn die Zinsen[+] weiter ansteigen, dann werden Extremisten wieder mehr Zulauf haben.

Gnade uns Gott, wenn wir dieses Luziferexperiment, die „Reise“ der Christine Lagarde[+], wirklich wieder aufnehmen!
09. Juni 2022, 13:54:39
Die Vorsitzende des EZB-Rats, EZB[+]-Präsidentin Christine Lagarde[+], erläutert die Entscheidungen des Rates zur Geldpolitik[+]. Pressemitteilung vom 9. Juni 2022 hier.

Kurzzusammenfassung:
  • APP und PEPP enden am 1. Juli.
  • Anhebung der Leitzinsen[+] um 0,25 % in der nächsten Sitzung im Juli und noch einmal im September.
Da die Kaufkraft schon allein durch die Inflation[+] erheblich abnimmt, wird ein Anheben der Zinsen[+] eine noch größere Konsumzurückhaltung verursachen. Die Zeichen stehen also auf Rezession. Auf der anderen Seite wird es Geldvermögenden wieder leichter möglich sein, alleine von den Zinsen[+] auf ihre Ersparnisse zu leben.

Die Frage ist: Wer zahlt den Zins[+]? Antwort: Die Arbeitenden[+].

Es wird also ungemütlich für Schuldner, vgl. Aussagen von Merz und Lindner zu den Folgen steigender Zinsen[+] am 17.02.2022 bei Maybrit Illner.
Der EZB-Rat 2022.

ECB Governing Council Press Conference - 09 June 2022: ECB President Christine Lagarde[+] explained the Governing Council's monetary policy decisions and answered questions from journalists at the Governing Council ...; Schlüsselworte: ECB European Central Bank[+], ECB, Christine Lagarde[+], Governing Council, Press Conference, Live;

Chronik-Einträge am 10.06.2022

(gesamte Chronik)
10. Juni 2022, 17:53:45
Die BRD Finanzagentur GmbH wird benötigt, um das Sondervermögen zur Ausrüstung der Bundeswehr zu leihen. Mauritius Kloft von t-online.de beschreibt den Prozess des Geldeihens (Zitat):
Wie funktioniert das Geldleihen genau?

Platziert die Finanzagentur neue Wertpapiere am Markt, setzt sie ein sogenanntes Tenderverfahren [eine Art Ausschreibung im Rahmen der Offenmarktpolitik] in Gang. In seiner entscheidenden Phase läuft ein solcher Prozess ab wie eine Auktion. 3,5 Stunden lang, in der Regel von 8 Uhr bis 11.30 Uhr an bestimmten Tagen, kann ein fester Kreis von Bietern Gebote abgeben.

Machen können sie das im "Bund Bietungs-System", einer von der Deutschen Bundesbank[+] betriebenen elektronischen Handelsplattform. Anschließend werden die Gebote von den Experten der Finanzagentur bewertet und für die Zuteilung vorbereitet.

Die Bieter, derzeit 32 Banken[+] auf der ganzen Welt, reichen ihre Gebote auf elektronischem Weg ein: Entweder sogenannte Billigstgebote, wenn sie zum aktuellen Durchschnittskurs einen bestimmten Anteil der Papiere kaufen wollen. Oder Kursgebote, in denen ein Höchstpreis genannt wird, bis zu dem sie bereit sind zu kaufen.

Unmittelbar nach Ende des Tenderverfahrens wird das Ergebnis bekannt gegeben, die Käufer erhalten ihre Bundesanleihen und der Bund seine Milliarden. Falls es eine Differenz geben sollte, also zu wenige Bieter sich für eine Anleihe interessieren, kann der Bund über Banken[+] am sogenannten Sekundärmarkt aktiv werden. Das meint nichts anderes als die Börse. Hier sind die Papiere auch für andere Investoren täglich handelbar, auch Privatpersonen können die Anleihen[+] kaufen und so dem Staat Geld leihen.

Über die Schulter schauen lässt sich die Finanzagentur bei den Auktionen grundsätzlich nicht. Das gebiete das Geschäftsgeheimnis und das wollten auch die Bieter nicht, heißt es dazu in dem Frankfurter Unternehmen.

BRD Finanzagentur GmbH: Das mysteriöseste Unternehmen Deutschlands: Finanzminister Christian[+] Lindner muss für das Bundeswehr-Sondervermögen neue Schulden machen. Dafür braucht er eine Staatsfirma, die in Deutschland kaum einer kennt – bis auf einige Verschwörungserzähler[+].
10. Juni 2022, 03:23:11
Sehenswertes Interview mit dem Anthropologen Joseph Tainter über die Dynamik des Zusammenbruchs von Zivilisationen.
„Increase in complexity in a society or in any institution always increases costs. If we talk about a healthy society or a healthy civilisation, we have to think of it in terms of balance of benefits to costs. And that balance is never static. That balance changes over time. So if you look historically how civilisations evolve, very often that balance of benefits to costs tends to deteriorate. And when it deteriorates beyond a certain point, this is when society starts to be in trouble.”

Joseph Tainter on The Dynamics of the Collapse of Human Civilization: Joseph Tainter is an American anthropologist and historian. His best-known work, The Collapse of Complex Societies. This discussion was conducted in 2005 for...;
10. Juni 2022, 02:09:04
Offensichtlich gibt es noch Menschen, die die Dinge klar aussprechen. Hier: Der Kompromist.

Warum Negativzinsen deinen Job retten! //Kompromist: Der Schrecken der glorifizierten Sparer, Negativzinsen!Oft als das größte Übel der kleinen Leute gesehen, sind Negativzinsen doch das beste, was dir und dein...; Schlüsselworte: Negativzinsen, Strafzinsen[+], Leitzins[+], EZB[+], Banken[+], Staat, Schulden, Unternehmen, Entlassung, Arbeitsplätze[+], Geld, Sparen, Hans Werner Sinn, Kompromist, Die Lösung;

Chronik-Einträge am 11.06.2022

(gesamte Chronik)
11. Juni 2022, 20:30:21
Meinungen zum Zinsanstieg[+] in Aktuelles:

11.06.2022: Meinungen zu den angekündigten und vollzogenen Zinsschritten[+] von EZB[+] und FED zur Bekämpfung der hohen Inflation[+]; Kenneth Rogoff[+]; Hermann-Josef Tenhagen; Schleichwerbung beim MDR durch Frank Wenzel; Top-Ökonom Thomas Mayer; F.A.Z.[+]; NZZ; Handelsblatt[+]; Fazit
Kommentierung ist schon vorhanden aber noch nicht abgeschlossen.

Chronik-Einträge am 16.06.2022

(gesamte Chronik)
16. Juni 2022, 10:34:26
Den folgenden Artikel von Marcel Fratzscher empfehle ich uneingeschränkt zur Lektüre. Auch seinen Empfehlungen in diesem Artikel schließe ich mich zu 100 % an.

Sozial-ökologische Transformation: Wir denken Wirtschaft viel zu engstirnig: Deutschland tut sich schwer, sich auf Veränderungen einzulassen – wie kaum ein anderes westliches Land. Dabei wird unsere Transformation ohne Verzicht nicht gelingen. ; Schlüsselworte: Wirtschaft, Sozial-ökologische Transformation, Konsum, Konsumverhalten, Klimawandel, Energieembargo, Russland, Bundesregierung, Embargo, Gewohnheit, Transformation, Verzicht
Hinweisen möchte ich nur darauf, dass ich entgegen der Meinung von Fratzscher zeigen kann, dass uns der Wandel im Kapitalismus[+] nicht gelingen kann, auch wenn man zunächst denkt, dass das Sparen das Energie- und Fleischfasten erzwingt, denn gerade bei den CO$_2$ Emissionen muss man ganz nüchtern feststellen: Es sind insbesondere die Reisegewohnheiten der Reichen, die das Klima in die Katastrophe kippen lassen, und die Reichen profitieren von den positiven Zinsen[+], also vom Kapitalismus[+]. Sie werden direkt für das Fasten belohnt und können so in der Zukunft noch mehr konsumieren.

Klimawandel und Ungleichheit: Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt: Das reichste 1 Prozent (63 Millionen Menschen) hat zwischen 1990 und 2015 mehr als doppelt so viel klimaschädliches CO2 ausgestoßen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Der neue Oxfam-Bericht zeigt: Wir müssen den exzessiven CO2-Ausstoß der Wohlhabenden einschränken und die Wirtschaft zum Wohle aller klimagerecht umbauen.

Wer mehr verdient, lebt meist umweltschädlicher: Blinde Flecken oft bei Mobilität und Wohnen; Schlüsselworte: Pro-Kopf-Verbrauch, Ressourcenverbrauch, Ökobilanz, CO2-Bilanz,-Klima | Energie, -Wirtschaft | Konsum, -Abfall | Ressourcen

Infografik: So sehr schaden die Reichen dem Klima: Die Grafik zeigt den Anteil der verursachten CO2-Emissionen weltweit im Zeitraum[+] 1990-2015 nach Einkommensgruppen
Der Inhalt des Artikels erinnert mich an zwei meiner Videos, in denen ich mich mit der zugrunde liegenden Problematik beschäfte, dass die Preise vieler unserer Konsumgüter nicht die tatsächlichen Kosten widerspiegeln und dass die kapitalistische Ökonomie[+], also die positiven Zinsen[+], diese Fehlbewertung von Gütern bewirkt.
Video über die umweltschädlichen Preisverzerrungen, die das Zinsnehmen[+] erzeugt.
Wenn man wirklich etwas ändern will, Herr Fratzscher, dann fängt man de facto bei sich, also bei den Reichen, an! Ich denke auch nicht, dass die Sparer mit Unterstützung der Zentralbank[+] den ärmeren Massen die vorgeschlagene Fastenkur verordnen sollten, sondern dass der Staat hier – ganz klassisch – mit Verboten und Lenkungsabgaben[+] arbeiten sollte, denn diese Maßnahmen können zielgerichtet eingesetzt werden und sind das Ergebnis demokratischer Prozesse. Voraussetzung dafür, dass diese Maßnahmen angenommen werden, ist – wie Sie richtig schreiben – eine problemadequate Kommunikation. Was jedenfalls nicht angehen kann, Herr Fratzscher, ist, dass Reiche, die mit ihrem Konsumverhalten den unverschämten Löwenanteil des Problems erzeugen, noch von den Freiheitseinschränkungen[+] der Massen, die der Sparzwang erzeugt, profitieren.

Beim Thema Zwanghaftigkeit[+] möchte ich i.Ü. auf meinen Artikel über den zwanghaften Charakter nach Fritz Riemann verweisen.
Video über die Effekte einer Negativzins-Ökonomie[+]. Negative Zinsen[+] auf Guthaben und bei Krediten, die zunächst die Freiheiten[+] der Reichen einschränken, lassen das Geld quasi „gammeln”. Es wird nicht mehr akkumuliert[+] und im Eigentum[+] der Reichen konzentriert, sondern es wird zersetzt und über die Kreisläufe der Realwirtschaft umverteilt. Will man es volkswirtschaftlich halten, dann kann es nicht mehr einfach auf dem Konto belassen werden, sondern es muss auf Kreisströme gezwungen werden. Wenn aber das Geld zirkuliert, dann auch die Waren. So unterstützt die Negativzins-Ökonomie[+] die Entstehung einer Kreislaufwirtschaft[+].

Chronik-Einträge am 19.06.2022

(gesamte Chronik)
19. Juni 2022, 14:09:29
Erkennen Sie bitte, was für ein Wahnsinn läuft. Alte Kulturen werden von der "touristischen Weltgesellschaft" assimiliert. Es sollen Indigene vertrieben werden, damit Touristen ihrem Luxus-Vergnügen frönen können. Einfach nur widerlich! Unterschreiben Sie bitte die Petition.
Wir sind die Maasai-Ältesten aus dem nördlichen Tansania. Jeden Tag könnten Zehntausende aus unserer Gemeinschaft von unserem Heimatgebiet vertrieben werden, um Platz für Tourismus und Trophäenjagd zu schaffen.

Wir brauchen dringend Ihre Hilfe.

Als wir 2014 schon einmal dieser Gefahr ausgesetzt waren, haben mehr als zwei Millionen Avaaz-Mitglieder unseren Aufruf unterstützt! Gemeinsam haben wir einen solchen Aufschrei erzeugt, dass der Präsident versprochen hat, uns niemals von unserem Land zu vertreiben.

Jetzt gibt es aber ein neues Staatsoberhaupt und diese Pläne werden wieder angestrebt! Präsidentin Samia Suluhu Hassan hört vielleicht nicht auf uns allein, aber wir wissen, dass sie auf den Druck der Medien und der Öffentlichkeit – also Euch allen – reagieren wird! In den nächsten Tagen finden in unserer Region zwei entscheidende Treffen hochrangiger Entscheidungsträger statt, deshalb haben wir nur nur noch wenige Tage Zeit[+], um unseren weltweiten Aufruf noch einmal zu überbringen. Machen Sie jetzt mit – und wir zeigen ihr, dass die Welt an der Seite der Massai steht!

Tansania: Stoppt die Vertreibung der Massai
Siehe auch Eintrag vom 11.12.2018.
Der dumme Zivilisationsmensch zerstört seine Lebensgrundlage und negiert seine Herkunft. Wehe wehe, wenn ich auf das Ende sehe!

Chronik-Einträge am 22.06.2022

(gesamte Chronik)
22. Juni 2022, 11:09:37
Liebe Andrea,

herzlichen Dank für die Geburtstagswünsche.

Es wäre schön, wenn wir uns im Bereich Ordnungspolitik[+] vor dem Hintergrund der Herausforderungen unserer Zeit[+], darunter der enorme Wandlungsdruck in Richtung Nachhaltigkeitstransformation und die Schuldensituation öffentlicher Haushalte der EU, intensiver mit dem Themenkomplex 'Haushalt und Geldpolitik[+]' beschäftigen würden, denn ich sehe innerhalb eines Regimes positiver Zinsen[+] keine Lösung für die aus meiner Sicht gefährlichen ökonomischen Spannungen.

Das größte Problem sehe ich nach wie vor in der mangelnden Verbreitung von fundamentalem geldpolitischem[+] und geldtheoretischem Wissen in der Bevölkerung, aber vor allem bei Politikern!

Beste Grüße

Tim
Ein immer noch aktueller Video-Beitrag zum Thema Geldpolitik[+] vs. Ordnungspolitik[+], vgl. Grundtext über Marktwirtschaft und Planwirtschaft.
Ich habe auf die folgende E-Mail meiner Partei geantwortet:
Lieber Tim,

seit heute bist Du 43 Jahre alt!

Im Namen deines Kreisverbands der SPD Rhein-Neckar dürfen wir Dir dazu herzlich gratulieren. Wir wünschen Dir für das kommende Lebensjahr Glück, Erfolg und Gesundheit.

Mit Deinem Geburtstag in diesem Jahr erinnern wir an einen bedeutenden Meilenstein der Sozialdemokratie, ja ein Meilenstein für die ganze Republik, der sich 2022 jährt. Zum ersten Mal in der Geschichte unseres Landes wird eine Frau in das Amt des Bundestagspräsidenten gewählt. Und es ist eine Sozialdemokratin. Es ist Annemarie Renger, die 1972, vor 50 Jahren, zur ersten Bundestagspräsidentin gewählt wurde.

Stets waren und sind wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten um konstruktive Politik für die Menschen in unserem Land bemüht. Wir versuchen Antworten zu geben auf die drängenden Fragen unsere Zeit[+]. Und auch Du engagierst Dich seit 1574 Tagen als Mitglied in unserer Mitte für unsere Ziele. Darauf sind wir stolz und danken Dir herzlich dafür! Deine Genoss*innen im Kreisverband Rhein-Neckar feiern in Gedanken mit und sagen Danke für Dein Engagement in unserer gemeinsamen Partei. Solidarität spielt in diesen herausfordernden Zeiten[+] eine besonders große Rolle. Dabei erinnern wir uns an die Worte Annemarie Rengers: "Ich bin ein Stück Sozialdemokratie."

Und Du bist es auch!

Herzlich grüßen Dich aus Walldorf und Schwetzingen!

Andrea Schröder-Ritzrau und Daniel Born

(Kreisvorsitzende)
Siehe auch Aktuelles Einträge vom 13.12.2019, 11.01.2020, 15.08.2019, 19.03.2018, 15.03.2018, 11.03.2018, 23.01.2018 und 10.05.2016.

Chronik-Einträge am 23.06.2022

(gesamte Chronik)
23. Juni 2022, 16:48:54
Die Russin Aleksandra Skochilenko soll 10 Jahre in Haft, weil sie sich gegen den Krieg in der Ukraine engagiert hat. Erheben Sie Ihre Stimme und unterschreiben Sie bitte den Appell.

Kritik an Krieg: 10 Jahre Haft: wegen Aktion gegen Ukraine-Krieg drohen 10 Jahre Haft. Die russische Künstlerin und Songwriterin Aleksandra Skochilenko wurde am 11. April 2022 festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Bei Verurteilung drohen ihr 10 Jahre Gefängnis. Aleksandra Skochilenko schreibt Lieder, verfasst Comic-Bücher und Cartoons, organisiert Konzerte und Jamsessions.
Aleksandra Skochilenko hat versucht, die russische Öffentlichkeit auf den Krieg in der Ukraine aufmerksam zu machen.
23. Juni 2022, 16:42:56
Unterzeichnen Sie bitte und verhindern Sie die Auslieferung von Julian Assange an die Strafverfolgungsbehörden in den USA.

Assange: Auslieferung stoppen! !
Warum soll Julian Assange ausgeliefert werden? Weil er Kriefsverbrechen öffentlich machte.

Chronik-Einträge am 24.06.2022

(gesamte Chronik)
24. Juni 2022, 12:06:36
Ich verweise hier auf eine in Bearbeitung befindliche Kommentierung des Kapitels 11 'The Temple and Finance' von William N. Goetzmanns[+] Buch von 2016 'Money Changes Everything[+]' über die Geschichte der Intermediäre der Finanz- und Leihwirtschaft, die aus meiner Sicht entscheidenden Textstellen aus dem Buch enthält.

Man möge mir bitte die vielleicht etwas "bissig" und polemisch erscheinende Schlussfolgerung verzeihen, dass das Jahrhunderte alte Feudalsystem in Form des heutigen Kapitalismus[+] überlebt hat. Es ist schwierig in Kenntnis der Mechanismen des Materialismus die Fasssung zu bewahren und die Tatsachen unbewertet darzustellen.

William N. Goetzmann[+] über die Bankgeschäfte[+] des Templerordens: Schlüsselworte: Money Changes Everything[+], Goetzmann[+], Reich Gottes[+], Bank[+], Zinsmarge[+], Verfügungsrecht[+], Kapitalismus[+], Ökonomie[+], Eigentum[+], Besitz[+], Mietzins[+], Pachtzins[+], Zins[+];
24. Juni 2022, 10:06:51
Es werden immer mehr wahre russische Helden sichtbar, die den Kriegsverbrecher und größten Staatsfeind Russlands Bloodymir Putin aus dem Amt jagen werden!

Hier: Igor Wolobujew.

Pjotr Sauer: „Ich konnte nicht Teil dieses Verbrechens sein“: Ukraine-Krieg Früher war Igor Wolobujew einmal Topmanager bei der Gazprombank. Jetzt hat er Russland verlassen, um für die Ukraine zu kämpfen und tritt der Legion „Freiheit[+] für Russland“ bei. Deren Ziel: Das Regime in der Heimat zu stürzen; Schlüsselworte: Igor Wolobujew, Ukraine-Krieg, Russland, Gazprombank

Chronik-Einträge am 01.07.2022

(gesamte Chronik)
01. Juli 2022, 16:12:04

Chronik-Einträge am 13.07.2022

(gesamte Chronik)
13. Juli 2022, 21:02:15
Ein Video über den Beginn des Zivilisationsprozesses, den aus meiner Sicht die Entdeckung des Zinsmechanismus[+] markiert, eine Skizze der ersten Entwicklungen nach diesem "Urknall[+] der Zivilisation", die Entstehung der ersten Städte.

Im mittleren Teil befasse ich mich mit den Gründen des Krieges in der Ukraine und erläutere, dass auf der ökonomischen Weltskala die gleichen kapitalistischen Mechanismen wirksam sind wie auf der kleinsten Skala, dass nämlich "die Großen die Kleinen fressen" und die Kleinen in einen grausamen Überlebenskampf gezwungen werden.

Im letzten Teil skizziere ich die Vermögensdynamik aufgrund der positiven Zinsen[+] und stelle Fragen dazu, wie sich eine Umkehr des Zinsflusses[+] auswirken wird.
Weiteres Material zu Teilen der Systemfrage: Marktwirtschaft vs. Sozialismus und folgendes Video:
13. Juli 2022, 17:56:14
Da wird behauptet, dass der Euro zum Dollar an Wert verliere, weil Anleger ihre Euros in Dollars tauschen würden, um in den USA höhere Zinsen[+] zu kassieren. Doch die Abwertung der europäischen Währungen hat evtl. noch andere Gründe, wie das Beispiel Ungarn zeigt:
Die Grafik zeigt, wieviele Forint man für einen Dollar zahlen muss. Man sieht: Es setzt sich ein seit der Immobilienkrise 2007/08 bestehender Trend fort.
An den Zinsen[+] kann es nämlich im Fall von Ungarn nicht liegen, denn die sind in Ungarn fast bei 10 %!

source: tradingeconomics.com
13. Juli 2022, 12:15:46
Gasspar-Tipp:

Warmes Wasser in der Küche und im Badezimmer am Waschbecken brauche ich nicht. Ich habe daher schon Anfang des Jahres in der Küche und im Badezimmer unter dem Waschbecken die Warmwasserzufuhr abgestellt.
Unter fast jedem Waschbecken finden sich die Zulaufhähne für Warm- und Kaltwasser.
Biogas-Anlagen

Wir müssen uns von diesem kranken Affen im Kreml unabhängig machen und eine eigene, dezentrale Gasversorgung aufbauen. Der böse Gott hilft uns, denn der lässt alles verderben, vergammeln und verschimmeln. Wir können dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: uns 1. unabhängig von dem Völkermörder Bloodymir Putin und seiner Mafia-Bande machen und 2. die Klimaziele erreichen.

Die Sommerhitze können wir nutzen uns dezentral das Gas für die Heizungen im Winter zu generieren.

Wann gibt es endlich Kredite mit negativem Zins[+], so dass sich jeder Grundstücksbesitzer die Errichtung einer Biogas-Anlage leisten kann?
Laut diesem Video liegt die Biogas-Ausbeute für Gemüseabfälle bei etwa 0,67 m³/kg. Um eine Grundschule mit 250 Schülern und 50 Lehrern mit Kochgas zu versorgen, braucht es ein Reaktorvolumen von gerade einmal 7,2 m³.
Wie diese Veröffentlichung nahelegt, kann die Biogas-Ausbeute durch Hydrolyse erhöht werden.

Chronik-Einträge am 14.07.2022

(gesamte Chronik)
14. Juli 2022, 18:17:35
Die Natur stirbt. Wir müssen diese für das Leben höchst bedrohliche menschheitskatastrophale Entwicklung sofort stoppen!

Die Vielfalt verschwindet.; Die Vielfalt der Natur verschwindet. Aber gemeinsam können wir sie retten. Unterzeichnet jetzt die Petition an die Bundesregierung.
14. Juli 2022, 13:25:08
Insgesamt sehenswertes Video über den Zusammenhang zwischen Zinskritik[+] und Antisemitismus, wenigstens um sich fundamentale Fakten in Erinnerung zu rufen. Meine Haltung zu positiven und negativen Zinsen[+] in der Gegenwart ist bekannt.

Mein Kommentar an die Autoren:

1. Die letzten Sätze sind leider falsch. Wenn man nämlich alle Arten von Zinsen[+] und damit das Prinzip als solches zusammen fasst, dann sind Kreditzinsen, Mietzinsen[+], Pachtzinsen[+], Lizenz-, Leih- und Nutzungsgebühren im Allgemeinen seit über 6.000 Jahren die Hauptursache für die Zunahme der Ungleichheit und die katastrophalen Zusammenbrüche in den terminalen Krisen des resultierenden kapitalistischen Prozesses, wie u.a. zuletzt vor dem I. und dem II. Weltkrieg.

2. Falsch ist auch, dass die Torah nur relative Zinsverbote[+], wie im Beitrag erwähnt, enthält. Es wird zwar nicht direkt ausgesprochen, doch wer sich mit den Zinsen[+] auskennt, der weiß es ganz genau:
Das Bilderverbot ist das absolute Zinsverbot[+] im Judentum. Begründung der These am 22.08.2018 in Aktuelles. Aus diesem Grund kann man das Judentum nicht für das Leid der Welt verantwortlich machen, sondern nur diejenigen, die gegen das jüdische, absolute Zinsverbot[+] verstoßen, allen voran alle Sparer, Vermieter, Grundherren und zinsnehmende Leihgeber im Allgemeinen.
Man sollte sich schließlich 3. einmal ganz genau die Textstellen Lukas 6:[30-35] anschauen, in denen es um die Zinsen[+] geht, ohne dass sie angesprochen werden. Außer in Luthers[+] Übersetzung ist allein an Vers 35 erkennbar, dass das wesentliche ökonomische Prinzip des Christentums (wie auch des Islam) auf der Gewährung und der Akzeptanz negativer Zinsen[+] beim Leihen und Borgen ist. Diese Aussagen ergeben sich ohne Zweifel, wenn man die Verse 33-35 zusammen interpretiert. Der Vers 34 sagt nämlich, dass bereits 0 % Zins[+] Sünde ist!

Bleiben Sie bitte bei der Wahrheit und unterlassen Sie Ihre kapitalistische Schwurbelei!
Ich skizziere die Begründung meiner These am 22.08.2018 in Aktuelles.
14. Juli 2022, 12:59:53
Erinnerung daran, wie man das Mieten- und Immobilienpreisproblem – die Ausweichbewegung der Anleger – lösen kann, wenn die Zinsen[+] wieder weiter unter Null fallen: Man weitet das Vorkaufsrecht der Mieter aus.

Sinken die Zinsen[+] wieder weiter unter Null, dann gibt es eine Ausweichbewegung der renditehungrigen Anleger. Die Vermögendgüterpreis-Explosion (die Immobilienpreisblase) und der Krypto- und Edelmetall-Boom der letzten 10 Jahre sind dazu Beispiele.

Zur Begegnung dieser Bewegung muss analog zum Prinzip des Verwahrentgelts[+] Leerstand von Miet- und Pachtsachen besteuert, sowie Vermietung und Verpachtung unattraktiv gemacht werden. Eigentümer[+] sollen sich motiviert sehen an Besitzer[+] und Nutzer zu verkaufen, damit vom Eigentümer[+] selbst genutztes Eigentum[+] Vorrang hat vor dem Handel mit Verfügungsrechten[+] daran, a.b.a. Kapitalismus[+]. Es muss Schluss sein mit leistungslosen Einkommen auf der Grundlage von Zinsen[+], das Zinsschmarotzen[+], wenn es doch jetzt bereits 13,8 Millionen Arme in Deutschland gibt und viel zu viele Menschen, die arm sind trotz Arbeit[+]!

Ein Gesetz für drastisch fallende Immobilienpreise und Mieten und gegen weitere Flächenversiegelung[+]
14. Juli 2022, 12:57:02

Chronik-Einträge am 15.07.2022

(gesamte Chronik)
15. Juli 2022, 17:38:33
Das Titelbild des Skripts habe ich am 10.11.2017 erstellt, als ich die Entwicklung der Renditen der Staatsanleihen[+] ökonomisch gewichtiger Staaten extrapolierte. Als Ergebnis erhielt ich, dass die Renditenkurven der USA etwa 2022/2023 durch Null gehen würden. Ich vermutete damals, dass es also in dieser Zeit[+] zu irgendeinem besonderen Ereignis kommen würde, das rechtfertigen könnte, dass die Zinsen[+] weiter ins Negative absinken.
2017 extrapolierte ich die Staatsanleihenrenditen[+] der USA, Deutschlands, Japans und der Schweiz und erhielt als Zeitpunkt[+] der terminalen Krise der kapitalistischen Prozesse in diesen Ländern die Jahre 2022/2023.
Zunächst stelle ich fest, dass wir uns in Bezug auf den Kapitalismus[+] in einer speziellen Phase, der terminalen Krise des Prozesses befinden und sehe den Krieg als Ausdruck dieser Phase.
Zur Erklärung der Dynamik zeige ich den Zinsfluss[+] im Währungsraum:
Das Schichtmodell erläutere ich am 23.04.2021 in Aktuelles.
Da es sich in der Weltwirtschaft um ein aus Währungsräumen zusammengesetztes und von Wechselkursen und Austauschverhältnissen (jeweils bilateraler Import und Export) abhängiges System handelt, benötige ich zur Beschreibung der Dynamik ein anderes, einfacheres Modell[+], das man durch ein Skaleninvarianz-Argument gewinnen kann. Ich erläutere dazu die Gravitationsanalogie[+], mit der man die Vermögensdynamik im Kapitalismus[+] auf allen Größenskalen sozialer Systeme hinreichend gut beschreiben kann:
Die Gravitationsanalogie[+] erwähne ich auch am 05.01.2021 in Aktuelles.
Es folgen die Folien, die sich mit der russischen Zentralstruktur und den Ursachen[+] des Krieges befassen, die ich in geoökonomischen Zerrkräften sehe.




Ich denke, dass gerade Deutschland diese Zerrkräfte aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts sehr gut kennt und nur deswegen nicht mehr erleben muss, weil es geschützt in die Europäische Union eingebettet ist. Aus diesem Schutz, den uns Europa gewährt, erwächst[+] uns als wohlmöglichst größten Nutznießern unsere spezielle Verantwortung für Europa.
15. Juli 2022, 14:47:25
Zum Genozid[+] in der Ukraine

Wir kennen die Warnungen osteuropäischer Politiker, dass Putin mit der Ukraine nicht das letzte Land überfallen hat, sondern Blut geleckt hat und weiter machen wird. Seine Kettenhunde drohen der Welt mit atomarer Vernichtung, was für sich genommen schon ein Verstoß gegen das Völkerrecht ist und den Tatbestand der Nötigung und Erpressung erfüllt. Putin wird neben den Kriegstoten für Hunderttausende Hungertote weltweit verantwortlich sein.

Wann werden wir diesen Krieg beenden?

Ich teile hier eine Aufnahme von Archivradio vom 15.06.1983. Heiner Geißler, damals Familienminister, spricht im Bundestag über die ethischen Grenzen des Pazifismus. Nahe am Kern seiner Argumentation steht die Aussage, dass der Pazifismus der 1930er Jahre Auschwitz erst möglich gemacht habe.

Welche Glaubwürdigkeit und Durchsetzungskraft hat die Begegnung eines Aggressors, die von vornherein sagt: „Wir werden uns nicht persönlich einmischen!“? Wollen wir denn, dass die Ukraine bis zum letzten Soldaten kämpft?

Ich zitiere in diesem Zusammenhang Folgendes (Zitat Heiner Geißler):
„Wenn Sie von der Bergpredigt sprechen, sehr verehrte Damen und Herren, dann müssen Sie das gesamte Christentum nehmen. Niemand ist gezwungen [an] das Christentum zu glauben und das Evangelium ernst zu nehmen. Aber wenn jemand die Bergpredigt ernst nimmt, dann muss er die andere christliche Wahrheit ernst und zur Kenntnis nehmen – das hat etwas mit dem Pazifismus zu tun –, dass es nämlich das real existierende Böse gibt, und zwar nicht nur im einzelnen Menschen und zwischen den einzlenen Menschen, sondern weil es sich um Menschen handelt auch zwischen den Völkern und Staaten und dass es deswegen ein Ausdruck und eine Verpflichtung der Nächstenliebe sein kann und sein muss, unrechte Gewalt von anderen Menschen abzuhalten!

Im Hirtenwort der Bischöfe heißt es: So ist auch das Wort 'Leiste dem, der Euch Böses tut keinen Widerstand' kein neues radikales Gesetz, aus dem für das Handeln des Einzelnen oder des Staates unter allen Umständen ein Verzicht auf Anwendung von Gewalt abzuleiten wäre. Wo ein solcher Verzicht auf Kosten des Wohles Anderer, zumal Dritter geht, kann er sogar gegen die Absicht Jeus sein. In seinem Namen haben Christen um der Nächstenliebe Willen zugunsten von Armen, Schutzbedürftigen und Entrechteten deren Unterdrückern wirksam entgegen zu treten. Und, meine sehr verehrten Damen und Herren, davon bin ich überzeugt. Es gehört zu unserer Verpflichtung, aufgrund der Forderung der Nächstenliebe unrechte Gewalt von denen abzuwenden, für die wir verantwortlich sind, im Inneren wie nach außen.“
Die kontroverse Aussage zum Zusammenhang zwischen dem Völkermord in Auschwitz und anderen deutschen Konzentrationslagern und der pazifistischen Zurückhaltung gegenüber Hitler fällt ab 19:49. Ab 52:26 nennt Geißler gewichtige Gründe, warum absolute Gewaltlosigkeit unchristlich ist.
Hinweisen möchte ich auch auf die Aussagen Heiner Geißlers zum Widerstandsrecht nach Grundgesetz Artikel 20 Absatz 4 ab Zeitindex[+] 59:29.
„Und die Bundesregierung ist in dieser Frage einer Meinung mit dem Gewerkschaftsbund: Widerstand gilt es zu leisten gegen diejenigen, die ihre Minderheitsmeinung durch eine Beugung der Verfassung der Mehrheit mit Gewalt aufzwingen wollen. Dagegen ist Widerstand zu leisten.“
Ich berufe mich auf diese Aussagen, weil ich im gegenwärtig vielfältig beobachtbaren, vernunfts- und verstandeswidrigen Agieren ökonomisch rechtsstehender Politiker und Volkswirte in Bezug auf die geldpolitische[+] Bekämpfung der durch den Krieg und die Spätfolgen der Pandemie verursachten Inflationskrise[+], die ihre mediale Reichweite und Einflussmacht auf Öffentlichkeit und Zentralbank[+] ausnutzen, um sich noch an der Krise durch steigende Zinsen[+] zu bereichern und der großen Bevölkerungsmehrheit dadurch zu schaden, eine erhebliche Bedrohung unserer sozialstaatlichen Ordnung[+] sehe.

Ich muss diesen Akteuren unterstellen, dass sie entweder nichts aus der Geschichte gelernt haben oder vorsätzlich eine noch größere Krise provozieren möchten, in der wir dann dem Totalitarismus gefährlich nahe rücken, vgl. Eintrag vom 21.02.2022. Ich sehe Vorboten dieser Entwicklung am Wahlausgang in Frankreich und in der aktuellen Regierungskrise in Italien.

Wer fordert denn steigende Zinsen[+]? Wer will denn jetzt auch noch eine Währungskrise bewirken? Wer wettet auf den Zusammenbruch? Wer sichert sich jetzt schon dagegen ab?
Zuletzt hat Joachim Gauck bei Lanz auf die Verantwortungslosigkeit des Pazifismus hingewiesen. Pazifisten übernehmen keine Verantwortung und schreiten gegen den Aggressor ein, sondern lassen zu, dass sich der Stärkere durchsetzt, ob sein Handeln moralisch vertretbar ist oder nicht.

Doch bei den meisten Deutschen geht es leider nicht um Pazifismus, sondern es geht um Bequemlichkeit und Verdrängung. Putin setzt mit Sicherheit auch darauf, dass wir aufgrund der Unannehmlichkeiten, die die Sanktionen mit sich bringen, unterstützungsmüde werden und die Ukraine hängen lassen. Wir müssen uns klar machen: Die Belohnung für das Gassparen ist die Dankbarkeit der Ukraine! Es geht um 40 Millionen Menschen!

Außerdem lassen sich immer noch zu viele Deutsche von den absurden Drohungen mit einer nuklear-militärischen Eskalation einschüchtern. Putin und seine Verbrecherbande spielen sehr erfolgreich mit unseren Ängsten[+]. Wir lassen uns leider immer noch zu stark darüber täuschen, dass der Einsatz von Atomwaffen auch für die Russen den Tod bedeutet, und den wollen auch die Russen nicht.
Putin besudelt das Ansehen seines Volkes für mehrere Generationen mit ukrainischem Blut und dem Blut der jungen Russen, die er in den Fleischwolf schickt. Er stürzt sein Land in eine wirtschaftliche Rückentwicklung, zerstört die Grundlage der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Westen und macht es abhängig von China.

Es ist ganz klar: Der größte Staatsfeind Russlands sitzt ganz oben in der Regierung.

Die größte Fehleinschätzung über Putin ist wohl, dass es sich bei ihm um einen Mann von Ehre handelt, einen russischen Patrioten. Putin ist aber kein Ehrenmann, sondern ein paranoider[+], narzisstischer Giftzwerg, der größte Furcht vor der Ohnmacht hat. Er besitzt keine Ehre. Mit Banditen, wie Chodorkowski Putin nennt, muss man ganz anders umgehen. Man muss ihnen knallhart die Grenzen aufzeigen.

Wenn die Grenze zur NATO in die Ukraine verlegt und mit der Frontlinie zur Deckung gebracht wird, dann wird sich zeigen, was der Völkermörder Putin und seine Verbrecherbande für Mensch sind. Sie werden sich davor hüten ihr Land zu opfern, denn wenn sie es auch nur wagen, dann werden die Russen die Regierung tot schlagen!
15. Juli 2022, 13:13:49

Chronik-Einträge am 16.07.2022

(gesamte Chronik)
16. Juli 2022, 00:26:59
Deutschlandfunk Kalenderblatt zitiert aus der ORF Dokumentation 'Das Wunder von Wörgl', das die Geschehnisse in der Tiroler Gemeinde 1932 beschreibt.

Sollten sich die öffentlich-rechtlichen Medien etwa doch ihrer Verantwortung bewusst werden und die Leute über die Zinsen[+] aufklären?

Es wird immerhin auf Silvio Gesell[+] hingewiesen. Es fällt sogar das Wort 'Schwundgeld[+]'. Es wird jedoch kein Bezug zur Gegenwart, zu Verwahrentgelten[+] und zur Negativzins-Geldpolitik[+] der EZB[+] hergestellt.

Leider bleibt daher auch nach diesem dünnen Beitrag nur zu hoffen, dass die öffentlich-rechtlichen Medien den Gebührenzahlern die Wahrheit über die gegenwärtige Situation auftischen, statt weiter die Dunkelheit in diesem riesigen Bereich des kollektiven Unbewussten über den Zinsmechanismus[+] zu pflegen.

Unsere öffentlich-rechtliche Medien sind diesbezüglich leider korrupt. Die Programmverantwortlichen wissen nämlich ganz genau: Die Überlebensgarantie für den Kapitalismus[+] ist, dass seine Funktionsweise verschleiert und verschwiegen wird. Solange über die Zinsmechanismus[+] nicht geredet wird, kommt auch niemand auf die Idee zu fragen, wie denn die Schwierigkeiten, mit denen sich Politiker tagein-tagaus beschäftigen, mit den Zinsen[+], also mit dem Kapitalismus[+] zusammenhängen, Eintrag vom 09.10.2018.
Der offizielle Link zur Veröffentlichung findet sich hier.
Am 09.07.2022 wurde außerdem dieses Video online gestellt, das einen kurzen Zusammenschnitt einer WDR Sendung über Wörgl zeigt.
Man muss es leider so sagen: Der ORF macht es den deutschen öffentlich-rechtlichen Medien bei der Aufklärung vor. Was ist denn der Grund dafür, dass wir Deutschen uns so schwer tun mit der Aufklärung des Kapitalismus[+]? Es können ja nur Ängste[+] sein, denn rational ist dieses Verhalten angesichts der Lage sicher nicht!

Chronik-Einträge am 17.07.2022

(gesamte Chronik)
17. Juli 2022, 23:56:45
In Bezug auf meine Beiträge gestern, am 15.07.2022 reiche ich hier Putins oft zitierte Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz 2007 nach. Es ist aus meiner Sicht zu erkennen, dass sich Putin vor einer multipolaren Weltordnung fürchtet und mit dem Westen zusammen Teil der hegemonialen Ordnungsmacht[+] sein wollte.

Sein Vortrag lässt Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit zu, die beim Krieg in der Ukraine eine zentrale Rolle spielt. Man muss es ganz klar sagen: Das Schicksal von 140 Millionen Russen hängt leider von der seelischen Gesundheit ihres Führers und Beherrschers ab. Ich vermute, dass sich auch sein unmittelbares Umfeld, der Machtzirkel um Putin, in einer Art Ko-Abhängigkeit befindet, die ihren Ausdruck in der jeweils spezifischen Befangenheit des Einzelnen findet. Sie sind in einer Art Gemeinschaftshaftung. Sie können nicht von der Macht lassen, weil sie befürchten müssen, dass man sie für die Verbrechen am eigenen Volk bestrafen und wohlmöglich nach Den Haag ausliefern wird, denn die Russen haben Ehre.

Chronik-Einträge am 18.07.2022

(gesamte Chronik)
18. Juli 2022, 07:37:47
Zwei Reiterinnen der Apokalypse

Es sind sehr unangenehme Gefühle, die ich durchlebe, wenn ich mir diese SWR[+]-Marktcheck-Sendung anschaue. Sie bewegen zwischen in einem hochdimensionalen Raum zwischen Fassungslosigkeit, Erstaunen, Abscheu, Verärgerung und einer gewissen Ironie in Gewissheit, dass es Karma gibt. Man wird diese zwei Frauen für ihre Ratschläge verantwortlich machen sich jetzt noch schnell niedrige Schuldzinsen zu sichern, weil die Zinsen[+] weiter steigen würden. Die Zwei haben wohl noch nichts davon gehört, wie die Immobilienkrise 2007/2008 in den USA entstanden ist, obwohl sie dazu raten, sich über die Anschlussfinanzierung Gedanken zu machen.

Ich zähle einige Fakten auf, die diese zwei Nutznießerinnen den Gebührenzahlern verschweigen[+]:
  1. Nur ein sehr geringer Teil der Sparer, nämlich nur die reichsten, profitieren von steigenden Zinsen[+]. Alle anderen zahlen über ihren Konsum und die Steuerabgaben sowie im Verkauf ihrer Arbeitskraft[+] insgesamt mehr Zinsen[+] als sie an Sparzinsen erhalten. Dieses Faktum ist erst erkennbar, wenn man den Geldkreislauf vestanden hat. Hier ist ein einfaches Modell, das zwar die Steuern in der Betrachtung weglässt, dessen Aussage aber grundsätzlich stimmt.
  2. Wir steuern auf einen neuen Kollaps des Kreditgeschäfts wegen platzender (Immobilien) Blasen zu. Es gibt zwar eine Einlagensicherung, so dass Kleinstsparer geschützt sind, doch die Zocker gehen gerade sehr hohe, immer weiter steigende Risiken ein. Auch die Euro-Krise wird eine Neuauflage bekommen. In Italien fängt es an. Es werden also aufgrund der steigenden Zinsen[+], die diese zwei ahnunglosen oder korrupten Damen mit verursachen, indem sie die Kreditnachfrage anheizen, Anleger ihr Geld verlieren. Welche Anleger das sind, ist sehr schwieirg vorher zusagen.
  3. Die zwei Damen verletzen ihre Pflichten nach dem Auftrag im Medienstaatsvertrag. Sie berichten nicht objektiv, weil sie nicht über alle Folgen der steigenden Zinsen[+] aufklären, was eigentlich ihr Auftrag ist. Wie werden sich z.B. die Löhne entwickeln, die Staatsschulden und das politische Projekt Europa, wenn wieder stärker von den Fleißigen zu den Reichen umverteilt wird? Welche Auswirkungen wird die weitere Zunahme der Ungleichheit und die Zuspitzung ökonomischer und sozialer Prekariate auf das Gesellschaftsklima haben? Wie werden sich extremistische politische Bewegungen entwickeln? usw.
Jetzt wird es gefährlich. Beschäftigen Sie sich bitte mit dem Geldsystem und erkennen Sie, an was für einer Weggabelung wir uns befinden.
18. Juli 2022, 06:50:22
Aus aktuellem Anlass zeige ich hier erneut mein YouTube Video, in dem ich im Fall von öffentlichen Äußerungen von Sahra Wagenknecht, Gregor Gysi Fabio De Masi nachweise, dass nach-wie-vor führende Politiker der Partei die LINKE[+] unter falscher Flagge segeln und die Partei in die Irre führen. Es sind Kapitalisten. Kein Wunder, dass man die Linkspartei nicht ernst nehmen kann. Auch die neue Führung thematisiert nicht den zentralen Wirkmechanismus des Kapitalismus[+], den Zinsmechanismus[+], weil sie betriebsblind oder korrumpiert ist.
18. Juli 2022, 00:08:17
Mit einiger Genugtuung stelle ich fest, dass auch Andere der Ansicht sind, dass der Kurs des Finanzministers Christian[+] Lindner gefährlich ist, vgl. 'Aktuelles'-Eintrag vom 21.02.2022. Der Mann versucht etwas bei steigenden Zinsen[+] und abwertender Währung völlig Unmögliches: Er will in der Not an Staatsausgaben sparen, keine neuen Schulden machen und aber auch keine neuen Steuern erheben oder Steuern erhöhen. Eins ist völlig klar: Nicht der Sozialstaat wird brechen, sondern der kranke Wille! Christian[+] Lindners Wille kann nur unter einer Bedingung überleben: Die Zinsen[+] müssen weiter sinken und die Ausweichbewegung (s.u.) muss in den Griff bekommen werden. Das wäre dann vor allem seine Aufgabe, für die er aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu haben ist.
Ich habe das obige Video wie folgt kommentiert:
Auch hier die Frage:

Wenn der Mindestreservesatz[+] auf 100% angehoben, eine Umlaufsicherung[+] eingeführt, z.b ein Bargeldverbot oder elektronisch abzinsbares Bargeld, und dann schließlich die Zinsen[+] weiter ins Negative abgesenkt werden, sodass negative Kreditzinsen entstehen, was sind dann die Effekte auf die Höhe der Löhne, die Mieten und Pachten, die Konsumgüterpreise, die Inflation[+], das Steueraufkommen und die Höhe der Steuersätze?

Welche Wirkung hat es auf Wechselkurse?

Wie bekommt man die Ausweichbewegung in den Griff, die dann zu einer Verlagerung von Vermögen in Vermögensanlagegüter wie Immobilien, Kryptowährungen und Edelmetallen führt?

Ich plädiere dann für eine Ausweitung des Vorkaufsrechts von Mietern in Bezug auf den gemieteten Wohnraum sowie für eine Bodensteuerreform.

Ich denke, dass wir keine andere Wahl haben als diesen Weg zu begehen.

Diese Situation hat sich bisher immer nur in einer Katastrophe entladen. Es muss dieses Mal anders laufen.

Chronik-Einträge am 22.07.2022

(gesamte Chronik)
22. Juli 2022, 01:00:54
Beim Lesen des Werkes 'Money Changes Everything[+]' stoße ich auf bereits gut bekannte, höchst interessante Begriffe und Ideen im Zusammenhang mit der künstlichen Zeugungsfähigkeit des Geldes aufgrund des Zinsnehmens[+] und -gebens.

21.07.2022: William N. Goetzmann[+] zu Aristoteles[+], den Scholastikern[+] und den italienischen Grundlagen des heutigen Kapitalismus[+]; Das Geld als künstliche Lebensform; Diebstahl von Zeit[+] und eine verallgemeinerte Definition des Arbeitsbegriffs[+]; Der Justinianische Codex[+] für Kredite und die Textstelle Lukas 6:35 in der Vulgata

Chronik-Einträge am 26.07.2022

(gesamte Chronik)
26. Juli 2022, 18:02:28
Aussichten auf Geldgewinne stimulieren das Belohnungzentrum im Gehirn - ganz so wie z.B. Kokain.
Quelle: Inside Job (2010 Full Documentary Movie), Dokumentation über die Entstehung der Subprime-Krise[+] 2007/2008.
26. Juli 2022, 16:23:09
Aufgrund der derzeitigen geldpolitischen[+] Aussichten möchte ich durch Verweis auf zwei einigermaßen sehenswerte Dokumentationen an die Entstehung der Weltfinanzkrise 2007/2008, die sogenannte Subprime-Krise[+], erinnern, die im Wesentlichen zwei Voraussetzungen hatte:
  • Es hatten sich nach einer Gesetzesänderung der Regierung Clinton massenhaft nicht-kreditwürdige Haushalte zu niedrigsten Zinsen[+] verschuldet.
  • Ein signifikanter Anteil dieser Kredite war nicht gegen steigende Zinsen[+] abgesichert.
Die Zinsen[+] stiegen an, die Schuldner gerieten in Zahlungsschwierigkeiten, die betroffenen Banken[+] in Schieflage und Anleger dieser Banken[+] (Sparer und Aktionäre) verloren "ihr" Geld.

Ich bin der Auffassung, dass wir in Europa nach der 11 jährigen Niedrigzinsphase heute sehr ähnliche Bedingungen haben. Das Unglück ist also vorprogrammiert. Hervorheben möchte ich insbesondere, dass man hinterher definitiv nicht mehr sagen kann, dass man es nicht kommen gesehen hat. Eine Rettung der betroffenen Banken[+] und Sparer mit Steuergeldern lehne ich daher jetzt bereits ab, denn sie wissen, was sie tun!

Inside Job (2010 Full Documentary Movie); Inside Job is a 2010 American documentary film, directed by Charles Ferguson, about the late 2000s financial crisis.The global financial meltdown that took p...

Panic: The Untold Story of the 2008 Financial Crisis | Full VICE Special Report | HBO; VICE on HBO looks at factors that led to the 2008 financial crisis and the efforts made by then-Treasury Secretary Henry Paulson, Federal Reserve Bank of New...

Chronik-Einträge am 29.07.2022

(gesamte Chronik)
29. Juli 2022, 17:29:09
Ich kommentiere Lukas Scholles Video über die Ungleichheit:

Neben der Unterscheidung von Bestands- und Flussgrößen (Vermögen sind Bestandsgrößen, Einkommen und Ausgaben sind Änderungen von Bestandsgrößen, also Flussgrößen) ist die sorgsame Trennung und Unterscheidung von Eigentum[+] und Besitz[+] noch wichtiger!

Pierre-Joseph Proudhon[+], 'Theorie des Eigentums[+]', lässt grüßen!

Man kann selbst mit progressiven Einkommenssteuern, wie Piketty et al sie vorschlagen, die an 100 % heran reichen aber darunter bleiben, die Zunahme der Ungleichheit dämpfen aber nicht umkehren. Will man die Zunahme der Vermögensungleichheit bekämpfen, so muss man Vermögen besteuern. Dazu gibt es keine Alternative. So einfach ist das.

Dann aber besteht ein logischer Widerspruch zum Zinsnehmen[+], denn der Zins[+] in allen seinen Formen (Spar-, Miet-, Pachtzins[+], Lizenz-, Leih- und Nutzungsgebühr im Allgemeinen) ist ja nichts anderes eine Art "private Subvention" des Vermögens. Den Zins[+] bekommen nur diejenigen, die schon Eigentum[+] bzw. Vermögen haben, zahlen müssen ihn Besitzer[+], also Kreditnehmer, Mieter, Pächter, usw..

Wer außerdem die Vermögensbesteuerung beim Eigentum[+] an Geldvermögen in die Tat umsetzt, der beginnt logischerweise mit Negativzinsen auf Guthaben.

Werden dann nach geeigneten Maßnahmen (u.a. Umlaufsicherung[+], Anhebung des Mindestreservesatzes[+] auf 100 % zur Verhinderung von Inflation[+], TPI und Reformen der Marktwirtschaft[+], z.B. Ausweitung des Vorkaufsrechts bei Miet- und Pachtsachen) die Kreditzinsen negativ, dann hat man eine marktwirtschaftliche[+], also mit Artikel 2 Abs. 1 GG verträgliche Form der Vermögensbesteuerung - das logische Gegenstück zum Kapitalismus[+], das eben kein Sozialismus[+] ist!

Was tun gegen EXTREME Ungleichheit? | mit Martyna Linartas; Ungleichheit ist ein Problem - in Deutschland wie in anderen Ländern. Allen voran ist das Vermögen ungleich verteilt. Damit gehen Macht über Investitionsents...

Chronik-Einträge am 03.08.2022

(gesamte Chronik)
03. August 2022, 09:53:44
Gute Nachrichten: Die Geburtenrate steigt wieder leicht. Wenn man nach den Ursachen[+] fragt, dann wird es allerdings schwierig. Meine Erklärung ist, dass in der Niedrigzinsphase der Stress[+] nachgelassen hat und sich das psychosoziale Empfinden wieder so weit verbessert hat und wieder mehr junge Menschen so viel Vertrauen in die Welt haben, dass sie sich die Fortpflanzung zutrauen.

Das Phänomen des Geburtenschwunds unter eine seelischen Bedrückung, und nichts anderes verursacht das Kapital bei positivem Zins[+], ist ein seit Tausenden Jahren bekanntes, wie man bei Jesaja 22-24 nachlesen kann. Auch bei Tieren in Gefangenschaft ist zu beobachten, dass sie Fortpflanzungsschwierigkeiten haben, siehe TAZ am 14.12.2014, "Eingepfercht hinter Glas oder Gittern". Die gute Nachricht ist, dass eine der größten Stressursachen[+] berechenbar ist, weil man den Umfang des Zinsflusses[+] sehr genau berechnen kann.

Jetzt steigen die Zinsen[+] wieder. Ich rechne daher damit, dass die Geburtenrate bald wieder fällt. Der Kapitalismus[+] richtet uns zugrunde. Warum? Weil wir alle sparen wollen – auch bei den Kindern.

Statistisches Bundesamt[+]: Mehr Geburten in Deutschland; Die Zahl der Geburten ist im vorigen Jahr leicht gestiegen. Besonders bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit ist sie deutlich... Schlüsselworte: Destatis, Statistisches Bundesamt, Geburt, Wiesbaden, Deutschland; Copyright: Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001 - 2022.

Chronik-Einträge am 04.08.2022

(gesamte Chronik)
04. August 2022, 17:21:55
Vor einiger Zeit[+], am 30.1.2021, veröffentlichte ich einen Vortrag über das Mittel[+]-Zweck[+]-Schema, das einen Bezug zum Urzins[+]-Begriff der Miserianer hat. Vernünftiges Handeln – inkl. das Handeln nach den Minimal- oder Maximal-Prinzipien der Ökonomie[+] – lässt sich nämlich in der Mittel[+]-Zweck[+]-Terminologie ausdrücken. So sind vernünftige[+] Mittel[+] jene, deren Wert, im Speziellen als Kosten denkbar, kleiner ist als der mit ihnen erreichbare Zweck[+].

In dem Video stelle ich die These auf, dass nicht unser Vernunftbegriff[+] defekt ist, sondern die Wertung von Mitteln[+] und Zwecken[+]. Den Beispielen im Video füge ich hier ein weiteres hinzu: Wir machen Urlaub[+], um uns zu erholen. Die Kreuzfahrt ist dazu ein Mittel[+]. Das Problem ist, dass die Kreuzfahrt in Wahrheit teurer ist, als das Ticket kostet, denn die Folgen der Kreuzschifffahrt schlagen sich am Ende auch volkswirtschaftlich in den Aufwendungen zur Kompensation der Klimawandelfolgeschäden nieder, so dass die Kreuzfahrt für vernünftige[+] Menschen nicht die Wahl sein sollte, um Erholung zu finden.

Warum schaut man sich nicht ein Video von der Antarktis an?

Das Muster dieses Beispiels von Unvernunft passt gut in die Formel: „Der Nutzen[+] wird privatisiert, der Schaden sozialisiert (auf die Allgemeinheit abgewälzt).”.

Freistetters Formelwelt: Ein Tourist schmilzt 83 Tonnen Schnee; Antarktis-Tourismus hat erhebliche Folgen für die Eiskappe. Jeder einzelne Mensch dort vernichtet das 1000-Fache seines Körpergewichts an Schnee. Schlüsselworte: Tourismus, arktis, antarktis, polargebiete, polar, gletscher, schnee, eis, schmelze, klimawandel, ruß, mathematik, freistetters Formelwelt, Mathematik, Erde/Umwelt.
Ein sehr allgemein gehaltenes Video über die Frage: Wie vernünftig[+] handeln wir eigentlich, wenn wir doch so stolz auf unser Nutzenkalkül[+] sind?
04. August 2022, 13:10:58
04. August 2022, 12:16:09
04. August 2022, 11:58:46
Eine Anfrage an einen erfahrenen Psychiater:

Wenn Sie erlauben, dann würde ich Sie gerne etwas fragen.

Ich beschäftige mich jetzt seit 8 Jahren mit dem Geldsystem und sehe Querbezüge zu vielen anderen Wissenschaftsbereichen, unter anderem auch der Psychologie, der Sozialpsychologie[+] und natürlich der Soziologie[+].

Ich bin der Auffassung, dass viele seelische Störungen auf die Lebensweise zurückzuführen sind, die der Kapitalismus[+] erzeugt. Eine der Störungen, mit denen ich mich beschäftigt habe, ist die spezielle Form von Paranoia[+], die man zum Beispiel bei "Querdenkern" und anderen Verschwörungsgläubigen[+] beobachten kann.

Haben Sie schon einmal versucht, dieses tiefsitzende Misstrauen gegenüber Politik, Medien und Wissenschaft mit den Mechanismen des Kapitalismus[+] in Beziehung zu setzen?

Ich habe darüber ein Video gemacht und könnte Ihnen das Skript dazu zugänglich machen. Ich habe im Wesentlichen die im Internet verfügbare Definition der Paranoia[+] nach Prof. Volker Faust genommen und die Symptome verglichen mit dem Verhalten der Verschwörungsgläubigen[+].

Ich halte insbesondere zwei Eigenschaften unseres Privatrechts- und Gesellschaftssystem für ursächlich:

1. Der kapitalistische Umverteilungsmechanismus, der bei den meisten Menschen unterhalb der Wahrnehmungsschwelle verläuft.

2. Das brüllende Schweigen[+] über diesen uralten Mechanismus.

Wenn ein Mensch nichts vom Kapitalismus[+] versteht, eine gewisse Feinfühligkeit für soziale Phänomene besitzt, einen Hang zum Denken und – auslösend – evtl. schon Schäden davon getragen hat, dann begünstigt dies die Entstehung dieser speziellen Art von Paranoia[+], die im schlimmsten Fall zu Amoktaten führen kann.

Falls Sie Interesse haben: Wie ist Ihre Meinung dazu?
Sie finden in der Beschreibung des Videos einen Link zum Skript.

Chronik-Einträge am 05.08.2022

(gesamte Chronik)
05. August 2022, 18:03:41
Noch mehr zum Thema Biogas.

Ich frage mich: Kann man nicht die Kommunen verpflichten, dass sie Biogasanlagen errichten und darin den Biomüll der Kommune vergären müssen?

Die Firma bioconstruct baut Ihnen Biogas-Anlagen!

Willkommen bei bioconstruct – Ihrem Partner für erneuerbare Energien.; Planen, Errichten und Betreiben von Biogas-, Windkraft- und Solaranlagen. Alles aus einer Hand – und das mit über 20 Jahren Erfahrung.
Der Biogas-Pionier Henrik Borgmeyer stellt sich vor:
Zum YouTube-Kanal des Fachverbandes Biogas e.V. geht es hier!

Fachverband Biogas
05. August 2022, 16:56:08
Ich mache hier auf Prof. Michael Sterner aufmerksam, der sich mit folgenden Themen beschäftigt: Entwicklung und Erforschung neuer Energiespeicherkonzepte (Power-to-Gas, u.a.), neuer Konzepte der Sektorenkopplung und Power-to-X und der Einbindung von Energiespeichern in energietechnische Anlagen sowie mit Energiesystemanalyse, Integration Erneuerbarer Energien auf kommunaler und bundesweiter Ebene.

Ich zeige hier eine Stelle in seiner Präsentation, ab der er das Power-to-Gas Prinzip erklärt. Nach Filterung kann der CO$_2$ Anteil im mit einfachsten Mitteln[+] herstellbaren Biogas mit H$_2$ aus der Elektrolyse ebenfalls in CH$_4$ (Methan) verwandelt werden, so dass die Methan-Ausbeute des Biogases bei nahezu 100 % liegt!

Zentrale Fragen sind: Wie teuer sind die Anlagen? Wie schnell ist ein Ausbau möglich?

Die Finanzierung ist kein Problem. Die Deutschen verfügen über 8 Billionen € Geldvermögen. Verwahrentgelte[+] und Negativzinsen bei Krediten bringen das Geld da hin, wo es jetzt gebraucht wird – völlig ohne systemisches Ausfallrisiko!

Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner – Speicher und Power-to-X (S4F Spotlight); Wir brauchen Speicher und Power-to-X für die Energiewende. Die gute Nachricht: Die Technologie ist vorhanden und marktreif. Die wichtigsten Quellen für dies...

Chronik-Einträge am 08.08.2022

(gesamte Chronik)
08. August 2022, 11:22:43
Auch der folgende Artikel behauptet implizit, dass es für die 50 % aller Bankkunden[+], die sich das Sparen nicht leisten können, weil ihnen die Inflation[+] das Zurücklegbare wegfrisst, vorteilhaft wäre, dass es wieder positive Zinsen[+] gibt. Ich unterstelle den Autoren des Artikels Nichtwissen, vermute keinen Vorsatz zu einer Täuschung. Man weiß es einfach nicht besser.

Sparkassen-Kunden stark getroffen: So sieht die Zukunft für Sparer aus; Die Hälfte der Sparkassen-Kunden in Deutschland sieht keine Möglichkeit mehr, Geld zu sparen. Die hohe Inflation sorgt dafür, dass es immer..
Hintergrund: Nur ein geringer Anteil aller Sparer profitiert noch von positiven Zinsen[+], nämlich jene, die überwiegend von Kapitalerträgen leben. Alle übrigen zahlen über den Konsum, ihre zumeist unselbstständige Erwerbstätigkeit (90 % aller Erwerbstätigen haben Vorgesetzte) und über die Steuerzahlungen NETTO mehr Zinsen[+] als sie an Sparzinsen erhalten, vgl. Schichtmodell kapitalistischer Währungsräume am 23.04.2021.
Die Schichten A, M und K in der Einkommens- und Vermögenspyramide. Links von der vertikalen Koordinatenachse ist eine Einteilung in NETTO Zinsnehmer[+] und NETTO Zinsgeber[+] gezeigt. Oberhalb der zinsneutralen Schicht, die sich im Drei-Schicht- oder AMK-Modell[+] in der Mittelschicht[+] M befindet, nehmen die Menschen insgesamt mehr Zinsen[+] als sie geben. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Menge des Eigentums[+]. Unterhalb der zinsneutralen Schicht sind die Menschen NETTO Zinsgeber[+]. Die NETTO Zinsnehmer[+] und NETTO Zinsgeber[+] entsprechen der Bourgeoisie[+] (vgl. Patrizier[+]) und dem Proletariat[+] (vgl. Plebejer[+]) der marxistischen Terminologie. Rechts[+] von der Pyramide ist die Aufteilung der Einkommen in Einkommen aus Arbeit[+] (rot) und Einkommen aus Eigentum[+] bzw. Kapitaleinkommen gezeigt. Die Spitzen der beiden Keile definieren die Trennlinien A/M und M/K zwischen den Schichten A, M und K. Menschen oberhalb von M/K leben gar nicht von Arbeitseinkommen[+], Menschen unterhalb von A/M leben gar nicht von Kapitaleinkommen. Die Mittelschicht[+] hat gemischte Einkommen.
Umgekehrt gilt: Von Negativzinsen auf Guthaben und bei Krediten profitiert ein Großteil der Sparer, nur eben nicht die reichsten, was der Grund dafür ist, dass sich die Reichen verzweifelt gegen die Negativzinsen wehren und ihre politischen Anwälte an die politische Front schicken.

Chronik-Einträge am 13.08.2022

(gesamte Chronik)
13. August 2022, 13:04:42
Hier kommt eine drei Jahre alte arte-Dokumentation mit dem Titel 'Zeit[+] ist Geld', der sich auch in Max Webers[+] 'Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus[+]' als Zitat von Benjamim Franklin findet.

Ich begrüße insbesondere, dass die Dokumentation das Phänomen knapper Zeit[+], wie es sich z.B. in den Hamsterrädern und anderen Formen von psychosozialem Stress[+] darstellt, mit dem Geld verknüpft, was für die Erklärung des Phänomens notwendig ist. Doch leider ist die Verknüpfung nicht hinreichend, denn erst der insbesondere dem Geld im Kapitalismus[+] innewohnende Zinsmechanismus[+] erklärt, warum und wie den Menschen real Zeit[+] gestohlen wird, wenn sie eher im unteren Bereich der Einkommens- und Vermögenspyramide angesiedelt sind, vgl. Eintrag vom 21.07.2022.

Es handelt sich also auch bei der Dokumentation um ein weiteres, trauriges Beispiel für die Aufrechterhaltung der Latenz[+], vgl. 09.10.2018. Man beschreibt eines der Phänomene, die das Zinsnehmen[+] verursacht, erklärt aber nicht seine Entstehung.

"Zeit[+] ist Geld" - Dokumentation über den Umgang mit Zeit[+] (arte); Der Dokumentarfilm zeigt, wie Zeit im Zuge des Kapitalismus und der Globalisierung zu einem Marktwert wurde, wie die tickende Uhr die Macht über Berufs- und ...
13. August 2022, 12:14:25
Zu den Zinsen[+] zählen nicht nur Geldzinsen, sondern auch Mietzinsen[+], Pachtzinsen[+] und Lizenz-, Leih- und Nutzungsgebühren im Allgemeinen. Sucht man nach Gesetzen für die Tendenz der Entwicklung bei positiven Geldzinsen, so bietet sich das Bild einer Art Resonanz[+] an, bei der die Zyklen bei den Geldzinsen sich auf Zyklen bei Miet-, Pacht- und den übrigen Zinsarten[+] abbilden. Steigende Geldzinsen führen in diesem Bild im Speziellen zu steigenden Mietzinsen[+] und umgekehrt.

Simmel[+] et al beschreiben die Entwicklungstendenz bei den Schuldnern mit den lateinischen Worten nihil habentes omnio possidentes, sagen also, dass mit der Zeit[+] immer mehr Menschen die Sachen, über die sie verfügen, nur besitzen und nutzen, aber nicht haben, weil sie nicht deren Eigentümer[+] sind, und dass es im Gegenzug immer weniger Menschen gibt, die immer mehr Sachen haben, also deren Eigentümer[+] sind, die Sachen aber nicht selbst besitzen und nutzen, sondern lediglich die Verfügungsrechte[+] daran an die Besitzer[+] und Nutzer, also Kreditnehmer, Mieter, Pächter, Lizenz- und Leihnehmer im Allgemeinen, verkaufen, vgl. Einträge vom 24.05.2018 und vom 24.11.2018.

Die Entwicklung verläuft bei positivem Zins[+] zugunsten von den Alles-Habenden-und-Nichts-selbst-Besitzenden[+]-und-Nutzenden[+], also der Klasse der Patrizier[+] bzw. der Bourgeoisie[+], zulasten der Alles-nur-Besitzenden[+]-und-Nutzenden[+]-aber-Nichts-selbst-Habenden, also der Klasse der Plebejer[+] bzw. dem Proletariat[+]. Das treibende Element ist der Zinsmechanismus[+].

Hier ist nun ein Artikel, der diese Entwicklung beschreibt. Der Wirkmechanismus ist schnell beschrieben: Durch die steigenden Schuldzinsen entsteht eine Art Kredithürde, a.b.a. Budgetrestriktion[+], vgl. Einträge vom 27.05.2019, 13.07.2019, 08.04.2020 und 14.07.2021, so dass sich Angehörige der unteren Schichten zunehmend weniger hohe Schulden leisten können, weil sie keine Sicherheiten anbieten können und die Raten zunehmend weniger bedienen können, weil der Herr wieder Unkraut ("Zombies") rupft, zusätzlich der Senkungsdruck auf die Löhne wieder steigt und Kapital und Arbeit[+] im Kapitalismus[+] Antagonisten sind, während Angehörige höherer Schichten Kredite und Darlehen hoch besichern können und die Immobilien zu Vermietungszwecken und eben nicht zur Selbstnutzung erwerben. Die Herrschaften spielen Monopoly und decken sich für das nächste Absinken der Zinsen[+] mit Leihkapital ein, aus dem sie dann leistungslos Einkommen beziehen können – zulasten der Mieter.

Über 56 % der Wohnenden in Deutschland wohnen bereits zur Miete. Umgekehrt betrachtet ist die Wohneigentumsquote[+] bei 44 %. Hier erkennt man nun den Mechanismus, der die Eigentumsquote beim Wohnen[+] weiter senkt. Es sind die steigenden Geldzinsen, die den Fluss der Mietzinsen[+] verstärken.

Immobilien: Drastische Auswirkungen der gestiegenen Bauzinsen; Immobilien kaufen oder mieten? Die gestiegenen Bauzinsen sorgen derzeit für eine drastische Veränderung bei Nachfrage und Angebot.
13. August 2022, 10:17:43
Ein lesenswerter Artikel über die Entstehung des Römischen Imperiums.

Frühzeit Roms: Der rätselhafte Ursprung[+] des Imperiums; Über die Frühzeit Roms ist wenig bekannt. Und Fachleute sind sich uneins, welche Überlieferung der antiken Wahrheit am nächsten kommt. Schlüsselworte: Rom, Eisenzeit, Palatin, Esquilin, Kapitol, Romulus, Remus, Mythos, Sage, Hütten, Archäologie, Lapis niger, comitium, Forum Romanum, Forum boarium, tempel, König, Tarquinius Supuerbus, Livius, Varro, Ab urbe condita, urbs, Italien, Geschichte, Ausgrabung, Curia Iulia, Kolosseum, Etrusker, Etrurien, Kultur.

Chronik-Einträge am 16.08.2022

(gesamte Chronik)
16. August 2022, 11:09:21
Wie auch diese Sendung von 'hart aber fair' bestätigt, können die Deutschen die Negativzinsen offenbar emotional nicht verkraften, wie Frank Plasberg es wiederholt feststellte. Wäre das anders, wenn sie sich einmal kognitiv und rational mit den Negativzinsen auseinandersetzen würden? Ja, auf jeden Fall. Doch wer hat denn Zeit[+], um über die Zinsen[+] nachzudenken, wenn doch die Sparer den Menschen die Zeit[+] stehlen? Um aus dem Hamsterrad auszusteigen, muss man aus dem Hamsterrad aussteigen. Um die Falle zu erkennen, in die sich der zinsnehmende Mensch selbst treibt, muss er sie anschauen.
Wer jetzt noch spart, ist selber schuld:Muss uns die Politik vor den Minuszinsen retten? 27.1.2020; 27.01.20 :Wer jetzt noch spart, ist selber schuld: Muss uns die Politik vor den Minuszinsen retten?#hartaberfair#talkhttps://www1.wdr.de/
Es ist kaum zu fassen, mit welcher doppelzüngigen Unverschämtheit und Verlogenheit die Vertreterin der Linkspartei sich vor das Publikum stellt und die Sachlage von ideologisch typischer Seite her erörtert. Das Paradoxe an ihrem Vortrag ist an den Widersprüchlichkeiten zu erkennen, die sie offenbar selbst gar nicht bemerkt. Einerseits stellt sie fest, dass nur noch die Reichen sparen können und also Zinsen[+] erhalten, andererseits behauptet sie, die Sparkassen würden für das Allgemeinwohl sorgen. Es geht also offenbar von einem logischen Standpunkt aus betrachtet im Kopf der Frau Dr. Wagenknecht etwas nicht zusammen! Darf ich sie dann überhaupt eine Lügnerin nennen, wenn es ihr nicht bewusst ist? Die Frau Dr. hat aber über das Sparen promoviert. Sie sollte sich also eigentlich mit der Materie auskennen.
TV-Ärger: Sahra Wagenknecht (Die Linke[+]) bei „hart, aber fair": Wie Banken[+] uns ausnehmen 10/2016;

Chronik-Einträge am 18.08.2022

(gesamte Chronik)
18. August 2022, 11:58:27
Seit 8 Jahren erlebe ich in praktisch allen Internetmedien eine subtile Form der Zensur[+]: den Schattenbann, engl. "shadow ban"! Die Reichweite meiner Beiträge zum Thema 'Negativzinsen' wird in den digitalen Medien beschränkt. Dahinter stecken mutmaßlich Gruppen, die von positiven Zinsen[+] leben und sie verteidigen.

Shadowban bei TikTok, Instagram & Co – Was passiert da?; Kaum noch Likes und Kommentare, die Reichweite wie vom Erdboden verschluckt? Schuld könnte ein Shadowban sein. Wir erklären, was das ist.
Im folgenden YouTube Video gebe ich ein Beispiel für einen Schattenbann.
Auch beim Versand von E-Mails bekam ich vom Anfang an den Eindruck, dass meine E-Mails weggefiltert werden, da ich auf die große Mehrheit der von mir versandten E-Mails keine Antwort erhielt, vermutlich weil die E-Mails nicht bis zum Adressaten durchkamen. Das Filterprinzip dahinter heißt Schwarze Liste (engl. "blacklist").
18. August 2022, 11:49:31
Pflichtlektüre[+] für alle, die sich öffentlich über die Zinsen[+] und die Ethik des Zinsnehmens[+] äußern und vermeiden wollen in "antisemitische Fettnäpfchen" zu treten!

Geld und gute Worte; Markt, Zins und Finanzkrise aus Sicht der Rabbinen

Chronik-Einträge am 21.08.2022

(gesamte Chronik)
21. August 2022, 11:31:45

Chronik-Einträge am 22.08.2022

(gesamte Chronik)
22. August 2022, 10:56:33
Auf YouTube beantworte ich einen Kommentar zu Lukas Scholles Video über das Thema 'Extreme Ungleichheit'. Ein Zuschauer behauptet, dass es in unserer Lebensspanne keine Gerechtigkeit geben könne, ein anderer auf meine Forderungen, dass man bei der Suche nach den Ursachen[+] der Ungleichheit Neo-Liberalismus[+] und Kapitalismus[+] voneinander trennen müsse und dass Kapitalismus[+] eben nicht das Privateigentum an den Produktionsmitteln ist, sondern schon immer das Zinsnehmen[+], trotz seiner heutigen, modernsten Form, dass der Kapitalismus[+] im Vereinigten Königreich erfunden wurde. Mein Kontrahent versucht also, die Entwicklungen seit der Industriellen Revolution inklusive der Veränderungen in der Lebensweise gegenüber der Zeit[+] zuvor als das Wesen des Kapitalismus[+] auszumachen.

Ich antworte darauf:

"Es sind einfach nur komplexere Werkzeuge und Fertigungstechniken entstanden. Der Hebel, den Maschinen und andere Werkzeuge für die menschliche Arbeitskraft[+] bedeuten, hat sich vergrößert. Doch immer noch werden von arbeitenden Menschen Zinsen[+] genommen, während Maschinen nach der Tilgung des Kredits keine Zinsen[+] zahlen. Es gibt Leute, die diese Weiterentwicklung des Zinsnehmens[+] als Kapitalismus[+] bezeichnen. Zu denen zähle ich aber nicht.

Haben Sie 'mal 'Das Kapital', Band III, Kapitel 23 'Zins und Unternehmergewinn' gelesen? Ich sehe dies als eine Stelle an, die auf einen logischen Bruch in Marxens[+] Denken hindeutet, die [m.m.] Schumpeter[+] später zu der Positionierung verleitete, dass realwirtschaftliche Unternehmer keine Kapitalisten sind.

Ich halte die weit verbreitete Definition, Kapitalismus[+] sei das Privateigentum an den Produktionsmitteln, für logisch widersprüchlich und in jedem Fall für ungenügend. Ich vermute, dass man sie in die Welt gesetzt hat, um vom zentralen, relativ einfach durchdenkbaren Grundprinzip des Kapitalismus[+] abzulenken. Eine Verwirrungstechnik, ein Psychospielchen.

Folglich leben wir heute immer noch in einem Feudalismus[+], der sich aufgrund der Anonymität des bargeldlichen Verkehrs und des Bankgeheimnisses[+] in Verbindung mit den unüberschaubaren Eigentümerstrukturen[+] in ein vernebeltes Gewand hüllt. Doch ist es heute wie damals nichts anderes, nämlich (unbewusste) pseudo-liberale[+] Leibeigenschaft."

Es ergeben sich daraus Bezüge zum Beitrag vom 21.07.2022.

Chronik-Einträge am 23.08.2022

(gesamte Chronik)
23. August 2022, 14:30:33
Dreiundzwanzig beachten! Der Artikel ist zwar noch in Bearbeitung, doch jetzt schon lesenswert.

22.08.2022: Kommentierung: Thema 'Ungleichheit und Wirtschaftswachstum' bei 'Jung und Naiv' mit Maurice Höfgen, Martyna Linartas, Marcel Fratzscher und Silja Graupe; Diskussion über Erscheinungsformen von Ungleichheit; Wachstumsdiskussion[+]; Zusammenfassung und Fazit
23. August 2022, 01:53:56
Hier ist ein Filmzitat, an dem erkennbar ist, wie sich Hollywood darum bemüht, uns unsere fatale Schwäche bei Veränderungen vor Augen zu führen, Themen Zwanghaftigkeit[+] und Angst[+] vor Veränderung. Erst unmittelbar vor dem Erleben des Abgrunds sind wir zur Umkehr bereit. Wir müssen erst die drohende Vernichtung spüren, bis wir uns ändern.

Chronik-Einträge am 24.08.2022

(gesamte Chronik)
24. August 2022, 19:33:36
Ein aus meiner Sicht sehenswertes Video, das allerdings religiös konnotiert ist. Die Verknüpfung mit der Religion ist nicht zufällig, denn die dem Kapitalismus[+] entgegengesetzte Ökonomie[+] negativer Zinsen[+] ist seit mindestens 2700 Jahren (Jesaja, Jeremia, Daniel, ... , Jesus[+], Mohammed[+]) Motivation religiöser Bestrebungen im Kreis der abrahamitischen Religionen.

So wie das Zinsnehmen[+], also der Kapitalismus[+], den Materialismus erzeugt, erzeugt eine Negativzins-Ökonomie[+] eine Art "Immaterialismus", den Ismus von etwas Spirituellem, das nicht notwendiger Weise monotheistisch sein muss, doch eben in Analogie[+] zum Zentralismus, den das Zinsnehmen[+] erzeugt, inklusive des Egoismus und des übernatürlichen Eigennutzes, auch eben einen einzigen Pol spiritueller Ergebenheit und Hingabe begünstigen kann. Ich als Naturwissenschaftler setze im Zuge der Abkehr von der Anbetung des geltenden Toten[+] (das Kapital, das zinstragende Eigentum[+]) durch die Umkehr des Zinsvorzeichens[+] die Reproduktion alles Lebendigen und die Wiederherstellung seiner Würde in das Zentrum, vgl. zum Gesellschaftsvertrag 2.0. Lebewesen dürfen nicht länger auf ihren anthroponomischen Nutzen[+] reduziert werden!

Max Weber[+] hat als Soziologe die Querverstrebungen zwischen der Wirtschaftsethik der protestantischen Sekten, die ihren Ursprung[+] letztlich im Alten Testament haben, und dem Idaltypus des Homo Oeconomicus aufgezeigt.

Eine Kritik des nachfolgenden Videos reiche ich bei Gelegenheit nach.

Chronik-Einträge am 25.08.2022

(gesamte Chronik)
25. August 2022, 10:33:21
Es muss das Steueraufkommen steigen, denn neue Schulden gehen nicht und höhere Steuersätze oder neue Steuern gehen mit Lindner auch nicht.

Wie geht das?

Zinsen[+] absenken, Geldvorräte in den Umlauf zwingen! Ein Staatsversagen können wir uns nicht leisten. Lindner geht oder er bricht!

Rechnungshof warnt: Finanzieller Spielraum Deutschlands sinkt spürbar; Die Gefahr, dass der Staat seine Handlungsfähigkeit verliere, wachse: Der Bundesrechnungshof mahnt in einem Bericht Sparsamkeit an.
25. August 2022, 10:24:10
Eigenheim adé wegen steigender Zinsen[+] und Mondpreisen bei Immobilien: Jungen Menschen wird die Realisierung ihrer Träume genommen. Stattdessen sollen sie mieten und sich sonst auch fügen. Was wird sie dann noch antreiben? Wenn sie dann auch noch immer höhere Staatsschulden zu buckeln haben, die ihren zukünftigen politischen Handlungsspielraum einschränken, weil Finanzminister die Probleme der Gegenwart auf die nächsten Generationen verlagern, indem sie neue Schulden machen, dann halte ich diese Entwicklung für mehr als brisant!

Eigentum[+] wird unleistbar: Wofür arbeiten wir noch?; Junge Menschen wollen weniger arbeiten und lieber das Hier und Jetzt genießen. Das sorgt auch für Unmut. Über den Spagat zwischen individueller Freiheit und Gemeinwohl

Chronik-Einträge am 26.08.2022

(gesamte Chronik)
26. August 2022, 15:19:54
Der Bundesrechnungshof sieht die BRD an der Schwelle zum Staatsversagen; Marcel Fratzscher erkennt die politische Zerreißprobe der EZB[+], die zwischen NETTO Gläubigern und NETTO Schuldnern, also Begünstigten und Benachteiligten steigender Zinsen[+] vermitteln muss, Eintrag vom 21.02.2022, und also die Gefahr für den € und das politische Projekt Europa.

Der Ökonom Maurice Höfgen plädiert in der Geldpolitik[+] für einen Kompromiss. Mit seinem Vorschlag wird die Situation wenigstens nicht gefährlicher, aber eben auch nicht entspannter.

Der von der EZB[+] eingeschlagene Weg zur Bekämpfung der Inflation[+] ist jedenfalls falsch, denn eine Angebotsverknappung bei lebensnotwendigen Gütern erzeugt die Inflation[+]. Die Lösung ist, wie Höfgen völlig richtig sagt, eine Erhöhung des Angebots durch einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien – bei gleichzeitiger Umverteilung von Reich zu Fleißig, füge ich hinzu. Genau dafür eignen sich negative Zinsen[+] auf Guthaben und bei Krediten!

Was ist die Kehrseite negativer Zinsen[+]?

Die Zinsdifferenz[+] zu anderen Währungsräumen mit großer, akkumulierter[+] Kaufkraft bewirkt eine Abwanderung von Geld in Währungsräume mit höheren Zinsen[+]. Das bewirkt eine Abwertung des €. Die Folgen sind (u.a.):
  1. Währungsräume mit höheren Zinsen[+] wachsen[+] zulasten von Währungsräumen mit niedrigeren Zinsen[+]. Allerdings gilt gerade für Währungsräume mit positiven Zinsen[+] in der kritischen Phase des kapitalistischen Prozesses, wie z.B. die USA, dass das Wachstum[+] das Vertragssystem brüchig macht und das Platzen von Blasen wahrscheinlicher wird. Solch' eine Entwicklung ist hingegen bei Währungsräumen mit negativen Kreditzinsen gar nicht zu erwarten!
  2. Importgüterpreise steigen, Exportgüterpreise sinken. Darin besteht die Chance der Repatriierung von Konsum und Produktion und also eine steigende Nachfrage nach inländischer Arbeitskraft[+]. Die Löhne steigen. Inländische realwirtschaftliche exportierende Unternehmen haben durch den sinkenden Währungswert gegenüber realwirtschaftlichen Unternehmen mit steigendem Währungswert einen Wettbewerbsvorteil. Genau dieser Vorteil setzt z.B. die Währungshüter von der FED unter Druck, die Zinsen[+] in den USA ebenfalls zu senken.
  3. Negativzinsen verführen zu Verschwendung. Sie müssen daher von Verboten, Lenkungsabgaben[+] und -besteuerungen bei nicht nachhaltiger Produktion und nicht nachhaltigem Konsum begleitet werden, Stichwort Taxonomie[+]!
Die Probleme mit der Kapitalflucht und das "Ausbluten" lassen sich durch Kapitalverkehrssteuern sowie mit der Höhe der Zinsdifferenz[+] entsprechenden Zöllen beheben.

Da gibt es jedoch noch eine Art "seelische Barriere", die bei uns Deutschen besonders ausgeprägt scheint, mutmaßlich weil wir uns sehr dem Zinsnehmen[+] (dem Herren) unterworfen haben. Wir könnten es emotional nicht verkraften, das Geld sterben zu lassen, sagten Plasberg und Mayer bei 'hart aber fair'.

Lassen wir das Geld gammeln! Geld hat keine Würde! Wir haben für die Not gespart. Nun ist sie da.

"Am besten, die EZB[+] hält die Füße still"; Angesichts historisch hoher Inflationsraten hat die EZB ihre Nullzinspolitik beendet. Weitere Zinserhöhungen gelten als notwendig, um die Preise zu stabilisieren. Maurice Höfgen gehört zu einer Minderheit unter den Ökonomen, die weiterhin für niedrige Zinsen plädiert. Im ntv.de-Interview erklärt er, warum.

Chronik-Einträge am 29.08.2022

(gesamte Chronik)
29. August 2022, 18:34:18
Wann, wenn nicht jetzt endlich die Negativzins-Ökonomie[+] realisieren? Wer, wenn nicht wir sollte dies tun, nachdem wir 500 Jahre der Welt unsere Herrschaft aufnötigten und sie zum Zinsnehmen[+] erzogen?

Wir (Europäer) müssen der Welt jetzt zeigen, dass wir zur Veränderung bereit sind!
Bronzetafel zum Gedenken an die Samtene Revolution.

Chronik-Einträge am 31.08.2022

(gesamte Chronik)
31. August 2022, 07:32:02
Der Club of Rome erwartet lokale Zusammenbrüche aufgrund von Klimawandel, Ressourcenknappheit. Ich sehe eine junge, frustrierte Generation, die sich um ihre Zukunft betrogen fühlt. Gegenüber Gretas Generation ist es unsere Aufgabe als Erwachsene[+] und Eltern, dieses Horror-Szenarion für unsere Kinder und Kindeskinder abzuwenden. Der Club of Rome fordert eine stärkere Besteuerung der reichsten 10 %. Ich schlage stattdessen eine Negativzins-Ökonomie[+] vor, bei der die Vorzüge der Marktwirtschaft[+] überleben können.

Anmerkung: Wer Bernard Lieataers Buch 'Money and Sustainability: The Missing Link. A Report from the Club of Rome – EU Chapter.' (2012) gelesen hat, dem ist bewusst, dass der Club of Rome sehr genau weiß, dass die positiven Zinsen[+] der Treiber von Wachstum[+] und Fortschritt sind.
Der Club of Rome ist eine 1972 gegründete Initiative zur Warnung der Menschheit vor den Folgen des Klimawandels. Sie kritisiert das grenzenlose Wachstum[+] der Wirtschaft, das ausufernde Bevölkerungswachstum und und die Ressourcenverschwendung.

Querverweise auf 'Chronik-Einträge am 21.11.2022; Chronik-Einträge am 20.11.2022; Chronik-Einträge am 17.11.2022; Chronik-Einträge am 10.11.2022; Chronik-Einträge am 08.11.2022; Chronik-Einträge am 07.11.2022; Chronik-Einträge am 05.11.2022; Chronik-Einträge am 04.11.2022; Chronik-Einträge am 31.10.2022; Chronik-Einträge am 30.10.2022; Chronik-Einträge am 27.10.2022; Chronik-Einträge am 26.10.2022; Chronik-Einträge am 25.10.2022; Chronik-Einträge am 24.10.2022; Chronik-Einträge am 21.10.2022; Chronik-Einträge am 20.10.2022; Chronik-Einträge am 19.10.2022; Chronik-Einträge am 15.10.2022; Chronik-Einträge am 14.10.2022; Chronik-Einträge am 12.10.2022; Chronik-Einträge am 08.10.2022; Chronik-Einträge am 07.10.2022; Chronik-Einträge am 06.10.2022; Chronik-Einträge am 04.10.2022; Chronik-Einträge am 05.10.2022; Chronik-Einträge am 29.09.2022; Chronik-Einträge am 03.10.2022; Chronik-Einträge am 28.09.2022; Chronik-Einträge am 25.09.2022; Chronik-Einträge am 23.09.2022; Chronik-Einträge am 22.09.2022; Chronik-Einträge am 21.09.2022; Chronik-Einträge am 20.09.2022; Chronik-Einträge am 19.09.2022; Chronik-Einträge am 18.09.2022; Chronik-Einträge am 16.09.2022; Chronik-Einträge am 13.09.2022; Chronik-Einträge am 15.09.2022; Chronik-Einträge am 14.09.2022; Chronik-Einträge am 12.09.2022; Chronik-Einträge am 10.09.2022; Chronik-Einträge am 08.09.2022; Chronik-Einträge am 04.09.2022; Chronik-Einträge am 05.09.2022; Chronik-Einträge am 02.09.2022; Chronik-Einträge am 03.06.2022; Chronik-Einträge am 04.06.2022; Chronik-Einträge am 05.06.2022; Chronik-Einträge am 06.06.2022; Chronik-Einträge am 07.06.2022; Chronik-Einträge am 08.06.2022; Chronik-Einträge am 09.06.2022; Chronik-Einträge am 10.06.2022; Chronik-Einträge am 11.06.2022; Chronik-Einträge am 16.06.2022; Chronik-Einträge am 19.06.2022; Chronik-Einträge am 22.06.2022; Chronik-Einträge am 23.06.2022; Chronik-Einträge am 24.06.2022; Chronik-Einträge am 01.07.2022; Chronik-Einträge am 13.07.2022; Chronik-Einträge am 14.07.2022; Chronik-Einträge am 15.07.2022; Chronik-Einträge am 16.07.2022; Chronik-Einträge am 17.07.2022; Chronik-Einträge am 18.07.2022; Chronik-Einträge am 22.07.2022; Chronik-Einträge am 26.07.2022; Chronik-Einträge am 29.07.2022; Chronik-Einträge am 03.08.2022; Chronik-Einträge am 04.08.2022; Chronik-Einträge am 05.08.2022; Chronik-Einträge am 08.08.2022; Chronik-Einträge am 13.08.2022; Chronik-Einträge am 16.08.2022; Chronik-Einträge am 18.08.2022; Chronik-Einträge am 21.08.2022; Chronik-Einträge am 22.08.2022; Chronik-Einträge am 23.08.2022; Chronik-Einträge am 24.08.2022; Chronik-Einträge am 25.08.2022; Chronik-Einträge am 26.08.2022; Chronik-Einträge am 29.08.2022; Chronik-Einträge am 31.08.2022'