Wissen und Information

Was ist Wissen, was ist Information? Kommunikationstheoretisch sind beide Begriff eng verwandt mit dem, was auf der Empfänger-Seite des Sender (-Medium-) Empfänger Modells als Sinn oder auch Bedeutung erscheint. Informationen und Wissen ganz ohne Sinn und Bedeutung ist nichts.

Lernen und Information

Abspeichern von Kausalitäten. [...]

Was ist Intelligenz?

Ich glaube daran, dass wir alle intelligent sind, dass Einzelne jedoch nicht daran glauben können. Menschen sind genau dann nicht intelligent, wenn sie es nicht glauben wollen, können oder dürfen. Weiter denke ich, dass jede Art von Spezialisierung im Denken und Handeln eine Einschränkung der Intelligenz darstellt. Intelligent wird jemand, der sich mit sehr vielen Bereichen und Ansichten der Welt und des Lebens auseinandergesetzt hat und sich Mühe dabei gibt, die Erfahrungen in ein eigenes Bild unter der Benutzung einer eigenen Sprache einzusortieren. Intelligenz ist planbar und für jeden erreichbar, wenn, und das ist jetzt hier der entscheidende Punkt, wenn man denn die Zeit zur Reflektion hat oder sie sich nehmen kann! Intelligent wird jemand, der versucht, den Sinn der Welt zu erfahren. Dieser Sinn kann nur der eigene sein und ist am Ende eine Bewertung im eigenen limbischen System. Wer sich mit allen seinen Gefühlen, den guten und den schlechten, erkennt und annimmt wird intelligent, wenn er oder sie darüber nachdenkt und es ausspricht. Für diese Aussprache bedarf es manchmal des Nächsten, denn seine eigenen Gefühle erfährt man am besten in einer Beziehung. Der/die Nächste ist dann nicht man selbst, und so sind auch andere, ungewohnte, Reize von ihm oder ihr erwartbar. Manche sagen, dass eine Hälfte der Intelligenz die Fähigkeit zu Komplexitätsreduktion durch Musterbildung ist. Dann ist die andere Hälfte der Intelligenz die Fähigkeit, aus den erlernten Mustern neue Muster zu generieren. Wenn ich mich in Umgebungen begebe, in denen ich ungewohnten Sinnesreizen ausgesetzt bin, und das kann in einer sozialen Beziehung, in einer Beziehung zu Sachen oder in einer psychischen (selbstreferentiellen) Beziehung ( zu sich selbst nämlich) sein, dann kann ich die Komplexität des Reiz-Flusses in der Zeit in Sinn - Elemente integrieren und Muster daraus bilden. Diese Muster werden zu Gewohntem im Gedächtnis. Der Geist wohnt dann in einem aus den Elementen bestehenden Reizmuster-Schema, welches als Entgegnung des äußeren Reizes wieder aufgerufen wird, wenn man sich in die gewohnte Beziehung begibt. Das Gewohnte sind die Elemente des Wissens und Intelligenz ist die Fähigkeit, die Elemente des Wissens anschlussfähig miteinander zu verknüpfen, um daraus neuen Sinn mit neuen Reizen zu generieren.

Die moderne Jakobsleiter: Das Strukturmodell der Psyche nach Freud

Im Verlauf der Existenz bildet sich in den Lebewesen mit Gedächtnis eine Vorstellung (ein Eindruck oder auch eine Heuristik) von den Gesetzmäßigkeiten der Wirklichkeit. Diese Gesetzmäßigkeiten sind Teil der Über-Ich Strukturen.

In der „historischen Version“ des Strukturmodells der Psyche befindet sich zwischen Himmel und Erde eine Leiter, auf der Engel hinauf und hinab steigen. Die Jakobsleiter ist ein Bild der zwei gegenläufigen Kräfte, die im Ich-Prozess wirksam sind. Der hinaufsteigende Engel symbolisiert einen Impuls, Trieb oder einen Affekt aus dem ES und der hinabsteigende Engel die (nicht notwendiger Weise „himmliche“) Regel, den Wert oder auch das Gesetz aus dem Über-Ich, das den Umgang mit dem Impuls regelt.

Das Strukturmodell der Psyche nach Sigmund Freud lässt sich mit der sog. Jakobsleiter vergleichen. Diese Vergleichbarkeit schlägt eine Brücke in die Terminologie und die Geschichte im alten und neuen Testament.
Der Mensch ist der Umwelt ausgesetzt und diese wirkt auf ihn ein. Impulse aus dem ES erlebt der lebendige Mensch im Angesicht der Gesetze der Umwelt, ihrer Abläufe und Geschöpfe ständig und so bilden sich im Verlauf der Zeit bestimmte Verhaltensweisen um der Umwelt zu begegnen.

Die Gesetzmäßigkeiten der Umwelt sind zum Einen durch eine kritische Reflektion von Kausalitäten erfahrbar, zum anderen entspringen sie dem in 2016 nach jüdischer Zeitrechnung etwa 5777 Jahre alten Regelwerk des Kapitalismus. Werte, Regeln, Gesetze und Normen dienen dem Zweck, bestimmte, als negativ bewertete Wirkungen zu vermeiden, sind also Bestimmungen (oder auch Mittel) die dem Zweck der Abwehr von Angst vor dem Eintreten der negativ imaginierten Wirkung dienen.

Im Zusammenhang mit dem Kapitalismus ist hier im Besonderen der (Handlungs-)Wert des Sparens bzw. der um den Zins erweiterten Vorratshaltung in der Gegenwart zum Zweck der Vorsorge für die Zukunft zu nennen. Das Gesparte soll als eine Versicherung für die Bewältigung möglicher negativer Ereignisse in der Zukunft dienen.

Im Kapitalismus ist das Sparen Ursache. Die erhoffte Wirkung ist die Möglichkeit der Abwendung negativer Ereignisse in der Zukunft. Die tatsächliche Wirkung des Sparens in der Gegenwart ist komplex und steht im Verlauf des Kapitalismus in zunehmendem Maße seiner beabsichtigten Wirkung entgegen.

Wie ist der Kapitalismus entstanden?